Sonntag, 29. April 2012

33 (von 34)

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein. Die Welt duftet nach Flieder, Glück, Leichtigkeit und Grillanzünder.  Was war das gestern für ein Auftakt zum heutigen Feiertag. Als ob die Welt sich mit und für uns herausputzt und ihr Sonntagskleid anlegt, um dem Tag einen ganz besonderen Rahmen zu geben. Heute ist es also soweit. Noch ist es still, ganz still. Leichter Dunst schwebt vom Himmel. Die Katze gähnt und streckt sich. Die Vögel zwitschern. Aber wer genau  die Ohren spitzt, kann es jetzt schon hören. Da liegt so etwas in der Luft. Ein Raunen und Trippeln. Knistern und Rascheln. Erwartungsvolles Scharren mit den Füßen. Stimmen. Leise Musik. Flaschen, Gläser klirren. Dort blinkt bereits ein rotundschwarzer Schal, ein Shirt, eine Fahne. Lachen. Singen. Rufe.  Eintracht. Eintracht. Immer mehr Geräusche, immer lauter. Ein langer Weg. Aber jetzt, heute ist es so weit. Die Musik schwillt an. Laut. Wild. Schräg. Froh. Kein  Halten mehr. Groß, klein, dick, dünn, alt und jung brechen auf, sind schon auf dem Weg. Eilen herbei. Von nah, von fern. Fahren. Laufen. Rennen. Strömen. Hüpfen. Schneller, schneller, Eine rotundschwarzundweiße Welle. Wie von höherer Hand geleitet, magisch angezogen, von diesem einen Ort im Wald. Dort, wo sie spielt, seit Jahr und Tag, die Mannschaft unserer Herzen. Dort, wo wir mit ihr leiden, bangen, hoffen und jubeln.. Dort, wo wir heute mit ihr feiern, einfach nur feiern - froh und bunt und laut. Erstklassig.  Die Adler fliegen wieder. Ein einziger Schrei.

Wir sind da. Eintracht!

War ja klar: Der Waldmeister blüht.

Donnerstag, 26. April 2012

Spieler der Stunde: Die Aufstiegsmannschaft

Atomaufstieg jetzt! – So hieß das Motto der Saison. So haben wir es gewollt, so ist es gekommen. Und jetzt, wo wir ihn geschafft haben, müssen wir uns natürlich fragen: Wohin mit dem Strahlen? Da können wir von Glück sagen, dass – wie ich vorgestern in den Tagesthemen gehört und gesehen habe – „in Frankfurt unter Hochdruck an der Transmutation“ gearbeitet wird. Statt das Strahlen an einem sicheren Ort einzuzementieren, soll es beschleunigt abgebaut werden (und es steht zu vermuten, dass dieses Vorhaben im und um den Stadtwald bereits an allen Ecken und Enden in die Tat umgesetzt wird). Was aber sollen die Unverbesserlichen tun, die einfach weiter strahlen wollen? Ganz einfach. Ich plädiere dafür, dass wir hier in Frankfurt künftig auf Atomaufstiege jeder Art komplett verzichten, dann brauchen wir auch nicht zu transmutieren, sondern können stattdessen auf erneuerbare Energien setzen. Gute Ansätze sind ja schon da: Attila kann mit seinen Flügeln ordentlich Wind machen und Sonny scheint ja auch schon.

Nun aber zum Ergebnis - zur  Wahl des Spielers der Stunde.

Dienstag, 24. April 2012

Skandal!

(Gastbeitrag von A.Uff.Stiesch)

Wer bisher glaubte, in rotundschwarz einen zumindest einigermaßen seriösen Eintracht-Blog zu kennen, wird jetzt eines besseren belehrt. In der Stunde der Wahrheit zeigt auch die Bloggerin ihr wahres Gesicht und nutzt den Aufstieg der Frankfurter Eintracht als billigen Vorwand, um die in ihrem Blog regelmäßig durchgeführte Wahl zum „Spieler der Stunde“  willkürlich und manipulativ zu verändern. Statt – wie üblich – alle Spieler zur Wahl zu stellen, ist bei der aktuellen Wahl zum 32. Spieltag nur eine einzige Auswahloption vorgesehen. Das erinnert an diktatorische Praktiken.  Das ist Wasser auf die Mühlen der Wahlverdrossenen und Zweitligamüden. So werden die Wahlbeteiligungen weiter sinken, die Wahl wird zur Farce.  Ein 100%-Ergebnis ist jetzt schon unvermeidlich. Und das ist gut so.

Wieder da!

Montagabend 22.40 Uhr. Mein Herzschlag wird allmählich wieder ruhiger, mein Verstand arbeitet wieder klarer. Es ist wahr. Wirklich wahr. Wir sind durch. Wir haben es geschafft. Zurück. Back where we belong.

Über den Fernsehschirm flimmern immer noch die Jubelbilder aus Aachen. Der Platz voll springender, schreiender, jubelnder, hüpfender Eintrachtler. Habe gesehen, wie Oka fast zerdrückt wurde. Sonny, der gehüpft ist wie ein Springball. Sebi, der schreit, schreit, schreit und von vorbei jubelenden Fans fast wie ein Kumpel getätschelt wird. Mo umzingelt. Laaaacht. Bamba Anderson reckt die Arme in die Luft. Überall wird fotografiert. Gedrückt. Arme, Fäuste im Himmel. Die Jungs mit ihren Aufstiegsshirts kaum zu unterscheiden von den Fans um sie herum. Jimmy Hoffer strahlt. Caio, Caio. Einer von uns. Ist das da Pirmin, o du Pirmin? Jaaaaa. Den hab ich so außer sich überhaupt noch nie gesehen. (Ok, jetzt kuckt er wieder normal)  Alex, Alex – mitten in einem Pulk von Eintrachtlern, wird getätschelt, gedrückt, umarmt, schließlich hochgehievt und auf den Schultern vom Platz getragen. Klatscht. Grinst.

Backstage. Sebi Jung und Oka – Arm in Arm. Ümit gibt (fast) den Zampach. Heribert: Würdig gerührt. Bruno Hübner, der strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Armin Veh, der entspannt ist wie lange nicht und doch gleich wieder über fehlende Millionen spricht. (Macht aber nichts, weil Alex ja versprochen hat, mal mit ihm wegen seines Verbleibs in Frankfurt zu reden.) Donnerstag also.

Noch längst nicht alle sind gefragt worden, wie die Saison war (es war ein langer Weg), wie sie sich fühlen (sie sind erleichtert und froh), was sie jetzt noch machen (sie feiern) und wie es heute Nacht weitergeht (sie werden sehen, was noch kommt). „Der Mannschaftsbus wird zur rollenden Disco in die Bel Etage des Fußballs.“ Hat Ansgar Brinkmann das nicht eben schon mal schon mal schon mal gesagt?

Das Chaos, der Jubel auf dem Bildschirm steht jetzt in merkwürdigem Kontrast zu mir.  Bin jetzt ganz ruhig. Sitze einfach nur da. Eine Welle von Freude schwappt durch und über mich. Bin dankbar, dass sie es tatsächlich durchgezogen haben. Froh, so froh. Hey. Eintracht.  Sind das Tränen, die mir da die Wange runterkullern?

Damals, vor knapp einem Jahr, in diesen bitteren Momenten, als der Abstieg feststand, da hatte ich mir selbst ein Versprechen gegeben. Und genau das löse ich jetzt ein. Stehe auf, nehme den Autoschlüssel vom Haken und trete vor die Haustür. Es ist windig, kalt und regnet. Alles ist still. Bei uns hier, im rheinhessischen Hinterland, ruht die Welt bereits hinter herabgelassenen Rolläden. Setze mich ins Auto, lasse die Scheibe herunter, klemme meinen Schal ins Fenster und fahre los. Miep. Miep. Der kleinste Autokorso der Welt. Mit wehendem Eintracht-Schal einmal durch Straßen und Gassen des schlafenden Orts. Bis zum Rand der Welt und wieder zurück. Eintracht!

Montag, 23. April 2012

32 (von 34)

Menschenskinders. Tätsächlich. Es ist soweit. Unglaublich, wie schnell die Zeit dann doch verflogen ist. Neun Monate. Vorbei. Gestern noch Trümmer, Jammer, Elend. Wut. Apathie. Dann zaghafte Hoffnung. Unvernunft. Treue. Trotz. Widerborstigkeit. Zuversicht. Zutrauen. Schließlich Glück. Spirit. Witz. Gemeinsamkeit.. Begeisterung. Und: Stille Freude. Es ist Frühling.

Heute also. Heute soll sie werden, die Glocke. Bedingungslos, fast schon selbstverständlich bereits vor der Saison erwartet und doch nicht selbstverständlich, dass diese Mannschaft es tatsächlich geschafft hat. Kleine Krisen und Verunsicherungen schnell wieder im Griff hatte, immer auf Linie geblieben ist: Sofortiger Wiederaufstieg. Heute.

Gestern ist die gesamte Mannschaft mit nach Aachen gefahren. Wir alle. Wollen. Wünschen. Wissen. Busse, Autos, Züge rollen. Herzen fliegen. Erwartungsfroh. Zuversichtlich. Druck? Ja, sicher. Aber produktiv und positiv. Alles zu einem guten Ende führen. Kribbelig. Hibbelig. Locker und konzentriert. Es ist soweit. Heute.

Ich schätze Pirmin Schwegler als Spieler und auch als Kapitän dieser Mannschaft ungemein. Trotzdem freue ich mich, dass heute Alex Meier noch einmal die Kapitänsbinde tragen wird. Es kommt mir vor, als müsste das so sein. Heute.

Macht es noch einmal! Aufstieg und sonst gar nix!


Samstag, 21. April 2012

Immer einmal mehr rauf als runter: Eine Chronik in 19 Bildern

Eigentlich wollten wir uns gestern abend den FSV gegen Greuther Fürth anschauen. Zeit bis zum Aufstieg überbrücken. FSV supporten, April- und Aufstiegsluft schnuppern. Und dann kan alles ganz anders - Berufsverkehr. Anfahrtschaos.  Stau. Wir sind viel zu spät  am Bornheimer Hang und mit dem Parken ist es auch erstmal Essig. Aber einfach so wieder abdrehen? Nix da.  Und außerdem ist gleich nebenan ja auch die Dippemess.. Zweimal ums Karré, irgendwo dazwischengequetscht und - wutsch - tauchen wir ein in die bunte Rummelwelt. Von Dibbe und Dibbscher keine Spur, aber alles prima bunt hier. Klick hier, Klick da. Und als ich mir abends meine Fotos so anschaue, da komme ich doch schwer ins Grübeln. Dubbe statt Dibbe? Auf den ersten Blick sind das Bilder von der Dippemess - auf den zweiten ist das eine Bildergeschichte, eine Zeitreise im Schnelldurchlauf: Abfahrt Erste Liga, eine langgezogene Kurve durchs Unterhaus - und wieder zurück in Liga 1. Seht selbst!

***
Februar - Mai 2011: Für manche Vereine war es eine ganz normale Rückrunde. Für uns und für die Eintracht? Eine Tau...


Alle, wirklich alle waren abgetaucht. Kein Adler nirgends:


Freitag, 20. April 2012

Wide river to Cross

Levon Helm ist tot. Großartiger Drummer, Sänger. Mitbegründer und Stimme von The Band, eine der Stimmen Amerikas. Schon seit einigen Jahren war er krank, stand trotzdem voll im Leben und in der Musik. Im Jahr 2008 erhielt er für sein Album „Dirt Farmer“ einen Grammy. Bis zuletzt war er einer der Inspiratoren der amerikanischen Musikszene. Die Midnight Rambles, die er regelmäßig bei sich, in einer Scheune auf seinem Anwesen in Woodstock/NY veranstaltete, gehörten zu den großen, stillen Ereignissen des Musiklebens. Alle, alle kamen, um mit Levon Helm Musik zu machen. Am Ende hat der Krebs ihn doch besiegt. Levon Helm starb im Alter von 71 Jahren. Er wird fehlen.

Donnerstag, 19. April 2012

Spieler der Stunde: Immer wieder, immer wieder - Alex Meier!

Die Wahl zum Spieler der Stunde feiert an diesem 31. Spieltag der Zweitligasaison 2011/12 ein Jubiläum. Noch nie ist es einem Spieler innerhalb einer Saison gelungen, an zehn Spieltagen bei der Wahl zum Spieler der Stunde vorne zu liegen – heute ist es so weit und also einfach ander Zeit die Welle nicht nur durchs Stadion, sondern auch hier durch den Blog rollen zu lassen. 5, 4, 3, 2, 1 – heeeeeeeeey –: Alex Meier. Der, der den Unterschied macht.  Der, der mehr macht  (was jeder weiß,d er schon mal beim Eintracht-Training war und ihn nach dem Ende der regulären Einheit beim individuellen Schuss- oder Lauftraining beobachtet hat). Der, der immer wichtiger wird.  Und ich stelle mir vor, wie es wohl wäre, wenn er jetzt, hier, neben mir stünde und ich würde ihm einen Pokal oder so etwas in der Art in die Hand drücken und denke mir: Die Situation wäre im unbehaglich (mir – obwohl ich ansonsten durchaus nichts dagegen hätte neben Alex Meier zu stehen - übrigens auch).

Spätestens, also allerspätestens seit dem Spiel gegen Aue ist sein Name in aller Munde, im Stadion ist die Zahl der Menschen, die Alex Meier schon immer geschätzt, verehrt, geliebt haben, sprunghaft gestiegen. Wir werden sehen, wie lange das anhält. „Im nächsten Jahr schreibt ihr wieder anders über mich“, sagt Alex Meier. Er weiß, warum.

Spektakuläre Auftritte, nunmehr siebzehn Tore und acht Torvorlagen, zehn Mal „Spieler der Stunde“ – trotzdem hat man das Gefühl, als habe sich der Wandel von Alex Meier zu ALEX MEIER eher heimlich still und leise vollzogen. Kein Gedöns, kein lautstarkes „Hoppla, hier bin ich“. So ist er eben nicht, der Alex Meier.

Spieler der Stunde: 10 x Meier - Ein Streiflicht auf die Saison 2011/12

Die letzte! Zweitligasaison der Eintracht neigt sich ihrem erfolgreichen Ende entgegen. Sie hat viele Geschichten geschrieben, die aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt werden können.  In der Reihe der Spieler, die diese Saison für die Eintracht mitgeprägt haben, steht Alex Meier sicher ganz vorne.  Die Spieltage, an denen wir Alex Meier zum Spieler der Stunde gewählt haben, sind Streiflichte auf den Saisonverlauf der Eintracht, auf die Rolle von Alex Meier – und darüber, wie beides miteinander zusammenhängt.

1.Spieltag:
Spielvereinigung Greuther Fürth – Eintracht Frankfurt 2:3 
Freitag, 15.07. 2011, 20 Uhr 30

Alex Meier, der von Beginn an zeigt, worauf es ankommt

Kaum ist der Abstieg verdaut, geht es – während die erste Liga erst drei Wochen später einsteigen wird - in der zweiten Liga weiter. Keine Zeit Wunden zu lecken, weiter, weiter. Die Eintracht bestreitet am Freitagabend das Auftaktspiel gegen Greuther Fürth und sie startet so, dass es einem Angst und Bange wird. Das sieht aus wie letztes Jahr, zumindest in der ersten Halbzeit. Die Fürther fangen bärenstark an, führen bis zur Pause mit 2:0. Direkt nach der Pause kann, muss eigentlich das dritte Tor fallen. Tut es nicht und wie das so ist: jetzt kommt die Eintracht. Meier trifft - in der 56. Minute mit einem Volleyschuss aus der Distanz, in der 64. Minute per Kopf nach Flanke Schwegler. Wiederum Meier legt in der 91. Minute ab auf Matmour, der das 3:2 erzielt – also fast zu dem Zeitpunkt, an dem Marco Russ bereits im Auto nach Wolfsburg sitzt.

163 Stimmen werden bei der Wahl zum Spieler der Stunde abgegeben, die „damals“ noch in der Klappergass durchgeführt wurde; 120 davon (das sind 73%) fallen auf Meier.

Aus mir orakelt es: „Fürth steigt auch dieses garantiert nicht auf.“ Und:„Meier ist an diesem Spieltag nicht zum letzten Mal zum Spieler der Stunde gekürt worden.“ Zumindest in einem der beiden Fälle hatte ich recht.

Sonntag, 15. April 2012

Aufstiegs-Dada

Schwarzundweiß wie Schnee
Wann fing das eigentlich an gestern? Gleich morgens. Es gibt solche Tage.  Mir war so, so, so. Froh. Leicht. Erwartungsvoll. Stark. Wildes, weites Herz. Stau auf der Anfahrt zum Stadion. Neben mir ein Auto, eine junge Frau am Steuer. Stutz. Das Auto ist inwendig komplett mit Sonnenblumen dekoriert: Sonnenblumenbezüge auf den Sitzen. Sonnenblumen auf das Armaturenbrett gesteckt. Ihr Autokennzeichen: WI-NG.

Alles, alles Frankfurter Jungs
Menschen fliegen, eilen, strömen. Aus allen Ecken. Brechen aus dem Wald. Über Brücken. Straßen. Zum Spiel. Zum Spiel. Gesprächsfetzen hinter der Haupttribüne: Kleiner Junge, der irgendetwas von Gomez und Ribery erzählt. Seine Mama weiß es besser: Bayern? Is doch langweilig. Neben mir im Stadion vier Jungs in Eintracht-Trikots. Tonstörung? Kein Hauch von hessisch. Kein Babbeln und Schwätzen - sie s-prechen. Hamburger Adler. Heute extra angereist. Das Europalied aus Vierzig. Tausend. Kehlen. Ein einziger Schrei. Eine Wand von Schals. Die Choreo ergießt, entfaltet, entrollt sich über die West. Rotundschwarzundweiß. Hängt. Schwebt. Formiert sich. Aaaah. Ooooh. Boaaaah. Wahnsinn. .

Samstag, 14. April 2012

31 (von 34) feat. Spieler der Stunde

Die Zeit eilt. Sauseschritt. Englische Woche. Da muss der Blogger, der im Grunde genommen ja auch nur ein Mensch ist, sehen wie er hinterher kommt.

Gestern war Freitag, der 13. Und da ist es also kein Wunder,  dass sich - dankedankedanke!! -  genau 3 x 13 Leser an der Wahl zum Spieler der Stunde beteiligt haben. Aber damit nicht genug - auch die Stimmverteilung ist - pure Magie - ganz auf die Ziffer 3 eingestellt. Die Stimmen wurden  in drei Päckchen vergeben  Drei Mal gab es eine Stimme (für Sebi Jung, Rob Friend und die Mannschaft),  drei Mal  zwei Stimmen (für Oka, Mo und Sonny) und dann auch noch eine eine Dreier-Spitzengruppe mit zwei Platzierten (O, du Pirmin mit 3 und Bamba Anderson mit 7 Stimmen) und einem, nun ja, sehr deutlichem Spitzenreiter.

Eines meiner drei Meier-Poster
Spieler der Stunde an diesem  3-ßigsten Spieltag  ist einmal mehr der großartige, gradlinige, immer authentische Fußballer, der in dieser Saison seine alten Stärken zeigt und neue entdeckt. Voran geht. Auch in einem Spiel wie dem am Mittwoch dran bleibt, auf seine Art versucht, die Mannschafts-kollegen mit zu ziehen, bis zum Schluss seine technischen und spielerischen Fähigkeiten einbringt, um den Sieg doch noch, doch noch zu erzwingen. Z.B. mit diesem Schuss zehn Minuten vor Schluss, knapp links am Pfosten vorbei. Beinah, beinah.  Mit über 50 % der Stimmen,  zum unfasslichen neunten (3 x 3) Mal  in dieser Saison: Alex Meier, der Spieler der Stunde.

Donnerstag, 12. April 2012

"Der eine pfeift und der andere hält sich den Kopf"

Hat Heribert Bruchhagen zu den Reaktionen nach dem Spiel gegen Ingolstadt gesagt. Und es gibt keinen Zweifel: Ich gehöre eindeutig zur „hält sich den Kopf“-Fraktion. Gestern direkt nach dem Spiel, da war so ein Moment, in dem alles wieder da zu sein schien und über mir zusammenschlug: Das Grauen der letzten Rückrunde. Die Zweifel. Die Hilflosigkeit. Ich saß  auf meinem Sitz, die Beine hochgezogen, damit die hinausströmenden Menschen gut an mir vorbei kommen konnten. Den Kopf – aha, da isser – auf die Knie gelegt. Mein wild flatterndes Herz. Erschöpft. Zitterig. Ängstlich. Habe die letzten 45 Minuten angeschrien gegen die wachsende Mutlosigkeit, das leise Geknoddere und das minütlich wachsende Hab-ichs-doch-gleich-gesagt- Gestänkere rund um mich her. Eintracht. Eintracht. Jetzt, genau jetzt brauchen sie uns. Eintracht. Eintracht.

Mittwoch, 11. April 2012

30 (von 34)

Nach dem Spiel ist vor dem Spieler der Stunde ist vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Aaargs. Alles im Plan, alles gut. Wir machen das. Und trotzdem kann ich es im Moment nicht verhindern, dass meine Knie ein wenig wackeln und meine Nervosität steigt. Brust raus. Kopf hoch. Konzentriert bleiben. Durchziehen, das! Noch ein paar Infos zum Spiel? Bitte schön:


Sieg - und sonst gar nix!

Samstag, 7. April 2012

Klarer Fall von "Denkste"...

„Alles!“ antwortet Alex Meier auf die Frage des Sky-Reporters, was  der Eintracht denn heute zum Sieg gefehlt hat. Und wie hat es dazu kommen können? „So ist das, wenn es einem zu gut geht…“

Sicher. Auch die Eintracht kann mal ein Spiel verlieren. „Däs isch dä Fußball; däs ghört dzu“, würde Christian Streich, der Trainer des SC Freiburg sagen. Die Mannschaft hat schlecht gespielt. Jou. Auch das ist manchmal so. Jeder einzelne, bis auf einige Lichtblickszenen, war unter seinen Möglichkeiten, einige sogar meilenweit. Zu langsam. Nicht richtig wach, Überhastet. Uninspiriert. Und doch mache ich heute vor allem einen aus, der schuld ist an dieser Niederlage: Mich.

29 (von 34)

Lepus hoppulus osteriae
Ostern ist ein schönes Fest. Es gibt kleine Überraschungen, aber im Prinzip weiß man vorher schon, woran man ist. Der Hase hoppelt vorbei und bringt Eier. Ok, ok. Manchmal kommt der Hase auf die perfide Idee, die Eier zu verstecken. Dann muss man sie suchen (meeensch, es regnet!) - aber, da gibt's nur eins: Nicht locker lassen. In allen Ecken wirbeln. Raum gut aufteilen, auch die Flanken besetzen.  Wenn man  erstmal nichts findet, nicht gleich aufgeben. Dran bleiben. Dann  funktioniert das schon und man kann das, was man erobert hat, zufrieden nach Hause tragen.
Wie ich gehört habe, erhalten auch die Ostermärsche in diesem Jahr eine ungeahnte Wiederbelebung.. Über 5.000 Eintrachtler machen sich aus dem Hessischen auf den Weg nach Duisburg. In Bussen. Mit der Bahn. Mit Autos. Mit der Vespa. (Echt!). Wie immer  geht es den Ostermarschierern auch heute um die Unterstützung der gerechten Sache: Die (einstmals und hoffentlich bald wieder) ruhmreiche Frankfurter Eintrracht soll zurückkehren in die erste Fußball-Bundesliga.

Fast ist es geschafft. Tatsächlich. Und obwohl ich keine Sekunde daran gezweifelt habe, dass wir es packen, habe ich jetzt, wo es fast so weit ist, Wackelknie. Tatsächlich, wir sind tatsächlich kurz vor dem Touch-Down...

Eintracht! Auswärtssieg!


Frohe Ostern!

Donnerstag, 5. April 2012

Noch'n Gedicht

Wie ich gehört habe, stehen Gedichte derzeit hoch im Kurs. Ich hab auch eins – aber ein richtig Schönes:

O du Pirmin. Schwegler. Schweizer
Von Sprache und Art, doch jetzt schon
Seit Jahr und Tag fußballspielend im Land von
Goethe und Schiller. Zunächst noch verirrt, versprengt, verkannt
Im Leverkusischen. Dann gerade
Wegs gelandet am Main, dort wo - im Herzen
Von Europa - einst der große
Alfred, auch Jürgen, Bernd, Bruno, Charly, Ralf, Uwe, Alex, Tony
Die Fußballschuhe schnürten, jetzt also auch
Du. Hochgelobter. Talentierter Ballbehandler und Stratege.
Von zierlicher Gestalt, jedoch
Ausgestattet mit Kampfesmut. Im Steigflug.
Und dann? Ängstlich. Verunsichert.
Abgestiegen.
Tasmane, auch du.
Wie weiter? Wohin? Warum?
Zögern. Zagen. Zittern.
Von Vehen Hand hinweggevehgt:
Wichtigster Spieler, Du! Die Kapitäns-
Binde gewunden um den Arm, den linken. Mit
Geradem Blick und aufrechtem Gang ange-
Treten zu tilgen die große Schmach. Jetzt.
Fast erfüllt die Mission, gibst du uns, o Schweizer,
Ein Zeichen: Verlängert.

Cool.

Mittwoch, 4. April 2012

Spieler der Stunde: Meier, mein Meier

Er hat es wieder getan – und ihr habt ihn wieder gewählt. Meier spielt, Meier trifft jetzt schon zum 16. Mal. Und er bekommt dafür die Anerkennung, die er verdient. 26  und damit 45% aller Stimmen für ihn. Yeah. Alex Meier ist  sage und schreibe zum achten Mal in dieser Saison  zum Spieler der Stunde gewählt worden. Wir haben jetzt – momentemalmomentemal – den 28. Spieltag, heißt: an jedem dritteinhalbsten Spieltag lag Meier vorn. Und mit was: Mit Recht.

Grund für den diesmaligen Sieg war ein zwar nicht überragendes, aber wiederum feines Spiel, aber vor allem war es „es“ – dieses wunderbare, großartige, überwältigend geniale Woooow-Tor, das Alex Meier in der 32. Minute im Spiel gegen Bochum erzielt hat. Zweite Liga. Den Aufstieg vor Augen. Immer konzentriert bleiben. Schritt für Schritt. Und dann – von einem Moment auf den anderen war es, als seien wir ins Fußballparadies versetzt worden. Jubel? Ja, klar. Aber vor allem auch: Offene Münder. Weit aufgerissen Augen. Um mich herum: Hysterische Anfälle. Entzückensschreie. Hastudasagesehen? Menschen, die – tatsächlich, echt und wahrhaftig - Tränen in den Augen hatten . So was. Endlich wieder. Hier. Bei uns. Im Waldstadion. Was für eine Technik. Was für ein Tor. Ehrfurchtsvolles Raunen. Uwe Bein, wispert es in allen Ecken. Und weil es so schön war, hier das Tor noch einmal in Zeitlupe:

Sonntag, 1. April 2012

Durch die Nacht mit Attila

Freitag Abend. 10 vor 9. Ich sitze im Auto, bin auf der Heimfahrt aus dem Waldstadion. Bin allein – meine Mit-Adler haben es heute nicht mit ins Stadion geschafft. Grade fängt es an zu nieseln, die Straße glänzt nass. Schrumm, schrumm, macht der Scheibenwischer. Flogging Molly und Lucinda Williams singen von den Factory Girls und dem „Whiskey on Sunday“. Und ich fahre so vor mich hin, froh, matt, ein bisschen hungrig, fast ein bisschen unwirklich rolle ich über die Autobahn.

Freu mich aufs Heimkommen, so viel zu erzählen. Das Herz hüpft, ebenso wie die Gedankenfetzen, die durch meinen Kopf wirbeln. Ganz vorne. Wir. Yep.Yep. War das schon der Aufstieg? Wer soll uns in dieser Form schlagen? So überlegen. Was für ein Tor, was für ein Tor. Wenn die Fürther jetzt auch noch morgen in Aue…? Hihi. Der kleine strahlende Paul fällt mir ein, der allen DK-Nachbarn zum Abschied die Hand geschüttelt und frohe Ostern gewünscht hat. Ostern. Stimmt - is ja auch schon nächste Woche. Radieschen. Kresse. Mensch, muss unbedingt dran denken, morgen Brekkies für die Katzels zu kaufen, die sind fast alle. Erwin Strittmatter fällt mir ein, mit dem ich mich in der vergangenen Woche intensiv beschäftigt habe. „Die Poeten sind dazu bestellt, den Sinn und die Schönheit aller Dinge und Menschen hochzuhalten, ohne nach ihrem Nutzen zu fragen." Ja, so ist das. Freu mich auf das kalte Bier, das zuhause auf mich wartet. Bob huscht durch meinen Kopf. So genial. Er kommt, tatsächlich, er kommt auch diesen Sommer. Berlin. Bonn. Bad Mergentheim. Juli. Da sind wir dann schon aufgestiegen.