Freitag, 29. Juli 2011

Fremde Inder

Ungefähr 200 Facebook-Initiativen zum sofortigen Wiederaufstieg. Missionen. Ich-bin-dabei-Pages. Bebber, Blogs, Atomaufstiegsträume – und in dem Moment, in dem ich am Montag beim Spiel gegen Pauli unseren Block – Gegengerade, ziemlich dicht an der Gästekurve – betreten habe, wusste  ich wieder, was in den letzten Wochen hinter einem leichten Schleier verborgen war: Die Wahrheit is auffem Platz.

Die Mannschaftsaufstellung. Fast wie ein Schock. Klar. Umbruch. Notwendig. Habe mich - selbstverständlich *g - ausführlich mit den neuen Spielern beschäftigt, diskutiert, Meinungen ausgetauscht. Beim Spiel in Fürth einen ersten Eindruck gewonnen. Und doch jetzt, wo ich sie hier im Stadion auflaufen sehe, ist es fast wie zu WG-Zeiten, wo es öfter mal vorkam, dass man morgens noch im Halbschlaf und eher spärlich bekleidet ins Bad, in die Küche, ins Nachbarzimmer tapperte und erst mal zurückschreckte: Aaargs – ein fremder Mann/eine fremde Frau. Wer ist DAS denn?

Montag, 25. Juli 2011

2 (von 34)

Heute soll er also werden, wird er also sein: Der erste Heimsieg der Eintracht seit knapp einem halben Jahr. Ich gehe fest davon aus, dass Armin Veh die Mannschaft hervorragend auf das Spiel vorbereitet hat und der Busfahrer auch vom neuen Mannschaftshotel aus problemlos den Weg ins Stadion findet.

Wie gut seid IHR vorbereitet? So viele neue Namen, neue Rückennummern? Uiuiui. Ganz neue Herausforderungen für das Mitrufen der Mannschaftsaufstellung. Videowürfel ist für Weicheier. Deswegen besser hier schon mal üben:


Erst Vor- und Zunamen und Rückennummern richtig zuordnen. Die Buchstaben, die hinter den von oben nach unten zugeordneten Nachnamen stehen, ergeben dann das Lösungswort.

Gut, gelle? In diesem Sinne:

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ - Jetzt!

Samstag, 23. Juli 2011

Fit wie ein Turnschuh

Viel ist in den vergangenen Monaten, Wochen, Tagen über die Trainingsqualität- und quantität der Frankfurter Eintracht diskutiert worden. Heute blättere ich im 11 Freunde Sonderheft zur Bundesligasaison 2011/12 und finde unter der Rubrik "Fußballschule" einen Text zum Thema "Fitnesstraining".

„Die Kunst des Fitnesstrainings“ so ist da zu lesen „liegt in der Wiederholung des richtigen Wechsels aus Belastung und Erholung, damit der Spieler in die Überkompensation kommt und fitter wird.“

Das heißt: Vom jeweils vorliegenden Ausgangsniveau wird der Körper belastet, ermüdet und erholt sich wieder. In der Erholungsphase verwirklicht sich dann der angestrebte Trainingseffekt. Der Körper ist nämlich clever, denkt sich:  Ha, ha -  nicht mit mir, darauf falle ich nicht rein, da kommt sicher bald die nächste Belastung. Beim nächsten Belastungsimpuls ist er besser auf das, was kommt, vorbereitet,  ist also belastbarer. Das Leistungsniveau liegt über dem Ausgangsniveau, die erarbeitete Fitness wird durch den Wechsel von Be- und Entlastung  "kompensiert" - und zwar so lange bis der Spieler konditionell sein Höchstniveau erreicht hat.

Im der Grafik sieht das so aus:


Und jetzt verstehe ich endlich also, warum das mit der Eintracht in der Rückrunde so verheerend schief gegangen ist.  Beim Trainerlehrgang falsch von der Tafel abgeschrieben.Bei immerhin noch sieben Spieltagen den Saisonfahrplan nicht mehr so ganz genau vor Augen  -. und wupp dich - kann auch die ausgeklügelste  Trainingslehre und das beste Kompensationsmodell voll den Bach runter gehen.

Seht selbst:

Kompensationsmodell Skibbe


Kompensationsmodell Daum



Tztztz. Kaum zu glauben. So einfach können Erklärungen manchmal sein.

Beim Ligakapp

„....Eintracht Frankfurt.“ Das ist wahr- und wahrhaftig das erste, was ich höre, als ich mich am späten Dienstagnachmittag  - hechel, wusel eben noch am PC - auf den Rücksitz des eigentlich Mainz-05-orientierten Autos fallen lasse, mit dem wir uns gleich auf dem Weg zum Ligacup 2011 machen werden. Im Radio laufen gerade HR-Sportnews und es wird über den von der Eintracht heute veröffentlichten Verhaltenskodex berichtet. Die Einleitung – von wegen „Der Zweitligist...“ – habe ich zum Glück verpasst, und so scheint mir der Abend von Beginn an unter einem guten Stern zu stehen.

Vor zwei Wochen hat der FSV Mainz 05 mit großem Aplomb hier in Mainz die Eröffnung seines neuen Stadions gefeiert – mit Umzug von Stadion zu Stadion, mit Tschingderassa, Hofsängern und Glitzer-Glamour-Feier. Ziemlich, also ziemlich gräuslich klang das, aber das neue Stadion – so viel Neugier muss dem im Mainzer Hinterland beheimateten Adler erlaubt sein – wollen wir uns trotzdem gerne mal anschauen. Ein guter Freund von uns ist 05er, wir sind Eintrachtler – und so haben wir (nicht erst seit dieser Saison...) naturgemäß wenig Möglichkeiten und wenig Interesse uns gemeinsam Bundesligafußball anzusehen. Das ist heute dann also die Gelegenheit – es geht um nix, bisje Fußball, bisje Groundhopping, bisje Dummschwätze. Auf zum Ligakapp.

Ich trage mein Jay-Jay, Uwe, Uli, Tony-11-Freunde-Eintracht-Shirt und gehe davon aus, dass ich das Schrecken verbreitende Eintracht-Utensil heute – anders als bei manchem Bundesigaspiel am Bruchweg – anbehalten darf? „Die Namen kennt bei uns doch sowieso keiner.“ Das wiederum wundert mich nicht.

Wir haben uns dafür entschieden mit dem Auto zum Parkplatz am – hoho – Mainzer „Messegelände“ in Hechtsheim zu fahren, und von dort aus den eigens (heute und auch künftig an Spieltagen) eingerichteten Bus-Shuttle zur Coface-Arena zu nehmen. Dazu muss man wissen, dass die Verkehrsanbindung und die Parkplatzsituation im Vorfeld des Stadionbaus ein wichtiger Diskussionspunkt war. An der Coface-Arena selbst gibt es nur wenige Parkplätze - für VIPs, für Fanbusse -, weitere Parkmöglichkeiten befinden sich in näherer, wenn auch nicht naher Umgebung – z.B. am Unigelände -, oder in Autobahnnähe am anderen Ende der Stadt, eben am Messegelände. Ob das auf Dauer funktionieren wird? Der Abend wird dazu erste Hinweise liefern.

Parken 3 Euro 50, Busfahrt inklusive, schnell haben wir einen Platz in einem der pausenlos an- und abfahrenden Busse und nehmen Fahrt in Richtung Lerchenberg . Stau auf der Autobahn. Wir stehen. Alles dicht. Du liebes bisje. Die Zeit verrinnt. Wir stehen. Schon zwanzig nach 6. Endlich dann doch: Da. Fern am Horizont erscheint im Acker die Silhouette der Coface- (sprich: Fass, nicht etwa Feyz)-Arena. Statt in den Weg Richtung Stadion einzubiegen, dreht der Bus noch eine Runde um den „Europa-Kreisel“ und hält ein Stück weiter unten an der Straße. Links Acker, rechts Acker, ein paar vereinzelt im Feld stehende Wohnblocks und zwei Wege, die zum Stadion führen. Wir reihen uns ein in die bunte Kolonne der Kappbesucher, Mainzer, aber auch viele Dortmunder und Menschen in Bayern-Trikots.

Überm Stadion hängen dicke Regenwolken, es ist bereits kurz nach halb Sieben, aber schon aus der Ferne sehen wir, dass ums Stadion noch ein Riesengetümmel herrscht. Was ist da denn los? Es dauert nicht lange, da wissen wir es: Wie wir haben auch viele andere Menschen ihre Karten kurzfristig online bestellt - zu spät, um sie noch zugeschickt zu bekommen. „Abzuholen an der Kasse“ - und jetzt stehen wir also da mit unseren Reservierungsschreiben. Es nützt alles nix, hinten anstellen. „Ich steh hier schon seit einer halben Stunde“, berichtet ein Dortmunder, der sich derzeit ungefähr im hinteren Drittel der Schlange befindet. Das kann also dauern. Einer stellt sich an, wir versuchen unterdessen (Hunger, Durst, heut noch kaum was gegessen) die Wartezeit zu Ernährungszwecken zu nutzen. Leider - unter den vielen Werbeständen, die rund ums Stadion aufgebaut sind – nix Worscht, nur ein Getränkestand. Na immerhin und aus dem Augenwinkel sehen wir, das unser Schlange-stehender Freund (sehr groß und daher gut zu erkennen an der die Schlange überragenden Kapp) inzwischen 50 Zentimeter aufgerückt ist.

Narhallmarsch und Gedöns aus dem Stadion-Inneren sind bereits verhallt. Das erste Spiel des Tages – die Mainzer gegen die Dortmunder – läuft. Wir sehen das locker - sind ja heute nur aus Infotainment-Gründen hier, dann halt erst zur zweiten Halbzeit – aber um uns herum macht sich allmählich Unmut breit. Es fängt sacht an zu regnen, überall bilden sich heftig diskutierende Kleingruppen. Wie kann denn so was passieren... Das gibt’s doch nicht.... Ich bin wegen dem Dortmund-Spiel gekommen, krieg ich mein Geld zurück... Was ist das denn für eine Organisation... So was habbich ja noch net erlebt...

Wie gut, dass es vor Ort ein 1a-funktionierendes, ausgeklügeltes Informationssystem gibt. Rund ums Stadion sind Menschen mit orangenen und gelben Jacken verteilt, die unterschiedlich beschriftet sind. Es gibt „Ordner“ – das sind die armen Schweine, die „kein Bescheid“ wissen und sich direkt an den Eingängen beschimpfen lassen müssen -, dann gibt es „Info-Guides“ - die sind mit Flüstertüten ausgestattet und informieren darüber, dass man nur mit gültiger Karte ins Stadion kommt und sich in eine der beiden Schlangen einreihen soll – und es gibt „Kommunikatoren“ - die sind dazu da, beschwichtigend auf die ständig wachsende Zahl der Beschwerdeführer einzuwirken („Ich versteh, dass Sie sich ärgern...“)

Die Kapp des Freundes leuchtet jetzt ungefähr in der Hälfte der Schlange, noch zehn Minuten bis zur Halbzeit und so allmählich kommen uns Bedenken, ob wir heute überhaupt noch irgendein Spiel zu sehen bekommen. Da, die (Er-)-Lösung. Irgendjemand hat entschieden, dass man mit Reservierungsschreiben statt Ticket ins Stadion darf (grummel, da hätt mer auch früher drauf kommen können) und jetzt geht alles ganz schnell. Witsch. Drin. Leider steht auf den Schreiben nicht der genaue Platz, aber jeder weiß ja so ungefähr, in welcher Ecke er seinen Platz gebucht hat. Wir: Haupttribüne, Reihe 7, Nähe Eckfahne. „Wie?“ fragt mich ein Herr mit Sohn im Bayerntrikot. „Sitzen wir jetzt wild?“ Ja. Wir sitzen und leben heute wild und gefährlich. Oooh Baby it’s a wild world.

Im Stadion selbst sind die Wege kurz – hinter den Eingängen ein rund ums Stadion führender Ring mit Toiletten und Verpflegungsstationen (inklusiver surreal anmutender Senf- und Ketchupstationen in gut versteckten Ecken und Winkeln) – dann schon direkt das Stadionrund, das man in Unterrang-Höhe betritt. Sehr kompakt, etwas kleiner als ich es erwartet hatte, steile Ränge. Die vier Ecken des Stadions sind von den Sitzrängen ausgespart, dort befinden sich hohe Glaswände, dahinter blickt man ins freie Feld. In zwei Ecken außerdem Videowände. Große Stehplatzbereiche. Knapp 12.000 der 30.000 Plätze sind Stehplätze, daneben gibt es auch im Sitplatzbereich auf der Gegentribüne einen Block, der „Quasi-Steh“ sein soll. Doch, das ist schon ganz nett.

Wir versorgen uns mit 05er-Burgern (was will man machen, ächz, endlich. Essen.) und widmen uns kauend (sehr leggä) dem Geschehen auf dem Platz. Zweite Halbzeit – BVB gegen die Mainzer. Der BVB macht da weiter, wo er letzte Saison aufgehört hat – das sieht richtig gut aus. Keine Frage: Die Dortmunder waren mit der Meisterschaft nicht am Ende einer Entwicklung, sie sind immer noch am Anfang. Da geht noch mehr. Die werden auch in dieser Saison ganz vorne mitspielen. Flüssige Kombinationen, viel Druck, spielfreudig, schnelles Verschieben. Ist gegen die Mainzer heute aber gar nicht nötig. Sehr schwach, nichts läuft zusammen. Kaum, dass sie mal aus der eigenen Hälfte kommen.

In der Pause zwischen den beiden Spielen, ein bisschen Programm, aber eher dezent. Emma und Hermann (mögen wir beim Schnabel Attilas auch künftig von so etwas verschont bleiben)  sind lustig, zwei Ball-Jongleure tun, was sie tun müssen: Sie jonglieren, während die Mannschaften des HSV und der Bayern (jubel, jubel) sich schon warm machen. Ein Interview mit Michael Oenning. Die HSV-Hymne und irgendein lala, das dann wohl die Bayern-Hymne sein soll. Die Mannschaftsaufstellungen. Stadionsprecher Klaus Haffner lässt wie im richtigen Leben beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung die Nachnamen weg.. Da die Zahl der anwesenden HSVler zu klein ist, um Stimme zu geben, haben die Spieler dann eben alle nur Vornamen. Änis. David. Heung-Min. Gökhan. Aber Bayern sind viele da und das Rufen klappt auch ganz gut – zumindest so lange die Spielernamen auf der Videowand eingeblendet sind. Wer mit der Nummer 38 aufläuft, bleibt vorläufig im Dunkeln.

Das Spiel ist nicht besonders. „Pomadig gegen bemüht.“ Yep, so kann man das sagen. Die Bayern spielen fast exakt mit ihrer letztjährigen Stammformation (also mit Lahm, Schweini, Robery und Gomez), sollten also eigentlich zumindest eingespielt sein. Sind sie aber nicht. Nach vorne wenig Kombinationsfußball, eher Einzelaktionen, hinten: Nichts. Der HSV mit sehr vielen technischen Fehlern, ungenauen Pässen, ungeschickten Ballannahmen – aber lauf- und einsatzfreudig. Das reicht heute aus, um die Bayern alt aussehen zu lassen. Also wirklich: Richtig alt.Eine fast schon grotesk schwache Abwehrleistung. Sie stehen viel zu weit weg vom Mann, greifen zu spät an. Die Zuordnung stimmt nicht. Gleich drei Bayern begleiten (?) Ben-Hatira, der auf rechts durch ist, ohne ihn zu stören. Unbehelligt flanken kann er auch noch. Fehler Neuer – Sun ist da, vor der Halbzeit noch einmal. 2:0.

An diesem Bild ändert sich – obwohl den Bayern der Anschlusstreffer gelingt - auch in der zweiten Halbzeit nicht viel. Schlecht abzuschätzen, wie gut der HSV am Ende tatsächlich in der Liga sein wird – aber das sah aus, wie eine Mannschaft, die – obwohl sie noch viele Defizite hat - lebt, die versucht, die im Aufbruch ist. Und die Bayern? Irgendwie, irgendwie, hat mich das Spiel weiter darin bestätigt, dass das Modell Bayern sich überlebt hat. Irgendwie die Zeichen der Zeit verpasst. Immer noch das alte Ui-wir-sind-die-Bayern-Wichtiggetue.  Schon klar, : solche Spiele soll man nicht überbewerten – schon klar, aber da schwebte so was durchs Stadion. Denkt an mich, würde mein Opa sagen : Ich prognostiziere hier und jetzt - ganz oben werden sie in dieser Saison wieder nicht stehen.

Abpfiff. Das  Stadion leert sich, wir bleiben noch ein bisschen und kraxeln - ein gewisser Stadionbesitzerstolz ist unserem 05er-Freund durchaus anzumerken - im fast leeren Stadion in den Oberrang, bis unters Dach. Die Treppengänge sind schmal, die Ränge wirklich sehr steil. Das leere Stadion, die Nacht, die durch die Scheiben blickt. Vom Wind verwehter Regen im Flutlicht.  Natürlich nix gegen das Waldstadion - aber doch: Schön.

Wir haben immer noch bzw. schon wieder Hunger, aber leider sind keine Hamburger mehr da, und zur noch vorhandenen Wurst keine Brötchen. Dann lieber nicht. Abmarsch. Wieder in Kolonne, fast im Schritttempo. Die Äcker liegen im Dunkeln. Vor einem der Wohnblocks steht ein Getränkestand – vielleicht ja die findige Geschäftsidee eines Anwohners. Info-Guide: „Bitte gehen Sie nicht über die Felder. Bleiben Sie auf den eingetretenen Pfade." Vorgegebenen Wegen, sagt er. Natürlich.

Es regnet jetzt kräftig und stetig, aber die Busse fahren laufend, sind also nicht einmal besonders überfüllt. Eine gute Viertelstunde – so lange muss man ungestaut für den Shuttleservice rechnen – dann sind wir am Parkplatz. Hihi. Was wir vorhin am Stadion hatten, herrscht jetzt auch hier: Chaos. Kreuz und quer fahrende Autokolonnen, lange Schlangen, blinkende Lichter, im Regen diskutierende Gruppen. Auch hier leider kein Wurst- oder Getränkestand, aber auch kein Kommunikator. Wir überlegen kurz, ob wir einen Pizzaservice anrufen sollen („Liefern Sie auch zum Messegelände?“) widmen uns dann aber lieber ernsthaft der Herausforderung, hier irgendwie herauszukommen. Wie wäre es, wenn wir noch einmal ganz, ganz furchtbar wild wären und tun, was verboten ist? Wir lupfen das rotweiße Band, mit dem der Parkplatz eingezäunt ist, fahren auf dem Seitenweg durch den Acker um den Parkplatz herum und sind – wuppdich – auf der Rheinhessenstraße. Yep. Die anderen stehen, aber wir, wir können nach Hause fahren.

Stelle fest: Es war ein wirklich lustiger Abend. Und: Macht euch keine Sorgen. Erste Liga? Also echt – wir verpassen nichts.  Einfach wegschieben, das. Ohne uns giltet nicht. Wir. Zweite Liga. Und wo wir sind, da spielt die Musik. Lalala. Oder so. Ähnlich. Jedenfalls: Erstmal durch und wieder nach oben. Und dann sehen wir weiter. Ein schönes Stadion haben sie jetzt die Mainzer, aber neidisch nach Mainz kucken? Im Leben nicht. Zumal es für mich nach diesem Tag keine Frage mehr ist, wie es in Mainz in dieser Saison aussehen wird: Es geht steil bergab ,-)

Mittwoch, 20. Juli 2011

Ausgetrickst

Jetzt, wo ich endlich weiß, dass ich im Stadion weder rauben, noch morden oder sonstige Gewalt anwenden und darüberhinaus noch nicht einmal Gegenstände werfen oder brandschatzen darf, habe ich nach neuen Wegen gesucht, um meine individuelle Persönlichkeit auch in der gelösten Stadionatmosphäre deeskalierend zum Ausdruck zu bringen. Und ich bin fündig geworden.

Wie wäre es z.B. mit Planking (vor meinem Sitz)


Owling (auf meinem Sitz)


Oder gar Peeping (hinter meinem Sitz)


Desweiteren behalte ich mir auch weiterhin und bis auf weiteres vor, mich während des Spiels ungefragt an der eigenen Nase zu kratzen und – bei gegebenem Anlass – die Hände vors Gesicht zu schlagen. Vor MEIN Gesicht. Natürlich.

Samstag, 16. Juli 2011

***boaheeeyyyuffyep**

„Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir die nächsten 20 Minuten überstehen,“ sagte der Präsident der Spvvg. Greuther Fürth im Interview in der Halbzeitpause. Und „Gegen so eine Mannschaft darf man sich solche Fehler nicht erlauben“, sagte Mike Büskens, der Trainer der Fürther, im Interview danach. Schon schade, dass wir erst in der zweiten Liga landen mussten, um so etwas über uns mal wieder zu hören.

Jaaaaaaaaaaaa. Es ist wirklich wahr: Die Eintracht ist mit drei Punkten in die Atomaufstiegsaison gestartet.

Zwei Halbzeiten – und zwei tiefe Einblicke in die Untiefen der empfindsamen, schwarzundweißen Eintrachtseele.

Hier ein Livemitschnitt aus hessischen Wohnzimmern:

1. Halbzeit (schwarz)
Die fangen aber verhalten an. Da hat ich mir mehr erhofft. Noch viel Sand im Getriebe. Wart doch ma ab. Die komme schon noch. Allmählich müssten sie aber mal. Die Fürther werden stärker. So wird das nichts. Hab ich doch gleich gesagt. Viel zu viel Vorschusslorbeeren. Der Hoffer. Da hätt auch der Gekas spielen können. Der Russ ist doch middem Kopp schon längst in Wolfsburg. Fort mit Schade. Ich hätts wissen müssen. Immer fall ich drauf rein. Mir mache genau da weidder wo mer vor e paar Woche uffgehört habbe. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Stockfehler. Stockfehler. Meier. Caio. Drängen von Außen nach Innen. Haha. Caaaaaaaaaaio. Dass du mit dem Bällchen umgehen kannst, wissemer ja schon – aber heey - Hallo – wach? Die Neuen ham auch noch nix gerissen. Der klaa Schwarz links Ausse gefällt mer ganz gut. Brotlos. Am End spielt da doch widder der Köhler. Hilfe. Maaaan. Wenn wir heut verlieren, dann sind wir gegen Pauli schon widder unner Druck. So sieht also ein Topfavorit für den Aufstieg aus. Wie Vorsjahr, g e n a u wie Vorsjahr. Technisch klar die bessere Mannschaft. Aber in den Zweikämpfen sehen wir nicht gut aus. Das is aus der Mannschaft net mehr rauszukriegen. Da fehlt der Drive. Wer soll sich denn da vor uns noch fürchten? Eieieiei. Ich krieg die Krise. Kein Druck, kein nix. Links e bisje, über rechts gar nichts. Immerhin, der Schwegler. Und der klee Schwarz. Ui. Der Schildenfeld. Bisje eckig, aber er geht hin. Baaah, da isses das zweite. So kurz vor der Halbzeit. N i e d e r s c h m e t t e r n d. Das wars dann wohl. Ob da noch was geht? Aber sach dochma ehrlich: Der Kessler. Den muss er doch habbe. Da hätt auch der Oka spielen können. Der Veh macht schon widder sein Hamburg-Gesicht. Eintracht. Eintracht. Maaaaaaaaan.

***
Draußen tiefstehende Sonne. Wummwummwumm (Ball, der gegen Wand geschossen wird). Iiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeek. (Katze, die flüchtet)
***

2. Halbzeit (weiß)
Warum wechselt der net? Der Caio. Kurz vor gelbrot. Jetzt abber. Menno. JETZT GEHT’S LOOOOS! Arrrrrrgggmpffffff. Wenn der drin is, dann isses aus.  So frei darf der doch da net stehen. Das gibt’s doch gar net. Du liebes bisschen. Lass uns wenigstens ein Tor machen. Bloß net drei, vier Null unnergehn. Verdammtverdammt. Das hängt uns doch die ganze Saison nach.Aber wart ab - das rächt sich, dass die das Ding net auch noch rein gemacht haben. Die brechen jetzt ein. Haha. Toooor. Toooor. Der Meier macht’s. Immerhin. Das hat sich schon in der ersten Halbzeit angedeutet, dass der jetzt Fahrt aufnimmt. Und schon läuft das Bällchen. Der Dschakkba – der gefällt mir immer besser, der beißt, der geht. Was is denn mit den Fürthern los? Die ham ja wirklich Angst vor uns. Vor uns. Ich fass es nicht. Heeey, jetzt gewinne mer des Ding noch. Wirst sehen. Denk an mich. Gugg dir das an – wie des Bällsche jetzt läuft. Da merkt mer doch schon die Handschrift des neuen Trainers.. Mutig nach vorn. Schön verteilt. Net nur kleinklein. Auch mal lange Seitenwechsel. Über die Außen . Der Russ, der haut dazwischen. Und treibt an. Doch irgendwie schad, dass der jetzt geht. Der Meier. Middem Kopp. Boah, da isser widder, der Lange. Wann war das? Vor zwei Jahr – x-Tore und 500 Vorlagen. Das wird dem seine Saison. Alex Meier Fußballgott. Boah. Da sieht man mal, was das ausmacht: Die Fürther ham jetzt echt viel zu viel Respekt vor uns. Ohne Not eingeknickt. Mir soll’s recht sein. Hihi. Köhler, jetzt bringt er auch noch den Benni. Von wegen: Kein Platz mehr für. Obwohl – der Caio hat sei Sach auch ganz ordentlich gemacht. Eintracht. Eintracht. Hab ich doch gleich gesagt: Das hat Hand und Fuß. Gezielt verstärkt. Gut sieht das aus, richtig gut. Und die wollen jetzt noch mehr. Glaub mer des, glaub mer des. Aaah. Er wechselt noch mal. Der Matmour. Siehste: Doppelbesetzt. Zumindest nach vorn. Auf fast jeder Position. Der Benny. Der Meier. Da rübber muss der Ball, raus, da kommt... Tooooooooooooooooor. Hab ichs doch gesagt. Mir gewinne des Ding noch. Das gibt Selbstvertrauen. Und is gut fürs Mannschaftsgefühl. Heyyyyy. Hammer. Unglaublich. So isse die Eintracht. Hurra hurra die Frankfurter sind da. Richtungsweisend für die ganze Saison. Halbe Miete. Haha.  Maaan. Stell dir vor, mir hätte des verloren. Gar net auszudenke.

Ja. Gar nicht auszudenken.

Freitag, 15. Juli 2011

1 (von 34)

„Sommer geht anders“, heißt es im Moment überall. Obwohl ich ja finde, dass der Sommer genauso ist wie Sommer hier in der Gegend sein muss. Ein paar heiße Tage, dann wieder nur warm, zwischendurch mal Regen, Wolken, Wind, wieder heiß, Gewitter (oder wie das seit einiger Zeit heißt: „Unwetterartige Ereignisse), kühl und windig, dann wieder wärmer. Die Sonne bricht durch. Schön.

Zweite Liga geht auch anders. Und heute abend werden wir schon ein bisschen besser wissen, ob und  wie gut wir Zweite Liga können. Bleibt es erst mal bedeckt oder ist der Himmel morgen blau? Mein Herz schlägt schneller. Es kribbelt. Ich bin nervös, angespannt. Gespannt. Es geht los.

 "Atomaufstieg jetzt! - Klappe - Die erste!"


Donnerstag, 14. Juli 2011

Immer wieder, immer wieder, immer wieder SGE...

In der vergangenen Woche ist das letzte Space Shuttle der Amerikaner ins Weltall gestartet und am Samstag wurde in den Nachrichten darüber berichtet, wie die Kapsel an der ISS-Station andockte. Im Bild war zu sehen, wie die Astronauten nach und nach in die Raumstation schwebten - lachend, erstaunt, ein wenig verblüfft darüber, dass sie da sind, wo sie sind - und die Stimme aus dem Off kommentierte: „Es ist die letzte Mission dieser Art. Sie bringen Material und Vorräte um die Kollegen in der Raumstation für ein Jahr zu versorgen, danach ist Schluss.“ Und ich dachte: Was wird aus ihnen nach diesem Jahr? Verdammt auf immer und ewig durchs All zu kreisen? Lost in zweite Liga.

Wie im Flug sind die letzten Wochen vergangen und trotzdem ist vieles von dem, was passiert ist, schon so weit weg als seien es Jahre und keine Wochen. Diese unfassliche, hilflose Bankrotterklärung am Mainzer Bruchweg. Dieses schreckliche, niederschmetternde Spiel gegen den 1. FC Köln. Rauch. Trümmer. Sirenen. In weiter Ferne so nah. Tränen. Wackelknie. Depri. Wut. Raus, alle raus.Weg. Keinen wollte ich mehr sehen, von denen, die diesen Absturz der Eintracht mit verursacht, ach was: die ihn einfach so zugelassen, sich in ihr Schicksal ergeben und die Eintracht selbigem überlassen haben. Tasmanen. Absteiger. Wir sind Eintracht und ihr nicht.

Gar nicht schnell genug konnte und sollte alles gehen: Ursachenforschung. Neuausrichtung. Nichts wird passieren, gar nichts. Unerträglich lange schienen die Entscheidungen auf sich warten zu lassen. Wo ist er denn, der angekündigte Herr Sportdirektor? Der Trainer? Halbherzig schien alles zu sein, kein Drive, kein Ruck, kein Zeichen. Eintracht 2011. Von jeder Rating-Agentur würden wir auf Ramschniveau abgestuft. Ihr werdet sehen: Jetzt kommt der Ausverkauf. Die die bleiben sollen, werden gehen, die die wir gerne los würden, werden bleiben. Alles falsch, alles zu kurz. Bruno Hübner? Haha. So klingt zweite Liga. Veh? Echt? DER Veh? Das kann doch nicht wahr sein. Schon in Ordnung der Mann, aber ausgerechnet dieser empfindsame Melancholiker soll es schaffen, uns wieder in die erste Liga zu bringen? Ach je, ach je. Erste -Spielernamen tauchten auf. Erwin Hoffer. Stefan Bell. Fehlende Unterschriften. Haha. Profis am Werk. Das schleppt und zieht sich. Das kann, das wird nichts werden.

Wo war der Wendepunkt, an dem alles anfing, ein Gesicht und eine Zuversicht zu bekommen? Für mich der Tag, an dem Armin Veh erklärte, dass Pirmin Schwegler unverkäuflich sei und ihn kurz darauf auch zum Kapitän ernannte. Du hast eine Verantwortung – und du hast hier die große Chance, etwas daraus zu machen. Erst spürte ich nur einen positiven Kick, dann kam jeden Tag ein bisschen mehr das Gefühl, dass das, was ich bisher als Stückwerk, wahrgenommen hatte, vielleicht schon dabei war, ein Ganzes zu werden. Alles ruhig, keine spektakulären Botschaften, aber ganz allmählich die Zuversicht, dass da eine Mannschaft entsteht, die Fußball spielen kann und will. Die sich ernsthaft auf etwas vorbereitet. Ein Sportdirektor, ein Trainer, die einen Plan haben. Verstärkungen da, wo wir sie brauchen. Spieler, die keiner auf der Reihe hatte und die doch – jeder auf seine Art – zu passen scheinen. Lehmann. Kessler. Matmour. Schildenfeld. ("Wie?" "Soll ich es dir buchstabieren? S c h i l d en f e l d. Gordon."). Schmidt. Hey, na klar: Schmidt."Von Werder." *stirnpatsch*: Na, logisch.

Selbst die vertrauten Diskussionen laufen plötzlich in neuen Bahnen. Alex Meier - nicht mehr gefangen im ewigen „unser Langer“-Lamento, sondern dynamisch von links nach Innen ziehend. Und von rechts: Caio, dem auf einmal – hurra! - sein zweiter Vorname „teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte“ abhanden gekommen ist und bei dem ich immer denke, dass er – wie der putzige Ägypter in „Asterix bei den Legionären“ - vielleicht gar nicht so richtig verstanden hat, dass wir abgestiegen sind und sich einfach weiter wie gewohnt bei der Schlange an der Essensvergabe anstellt. Auch Marco Russ ist noch da, fast schon ein Phantom. Patrick Ochs. Der Name klingt jetzt schon nach lang, lang ist’s her. Tat es nicht vor kurzem noch weh? War da nicht Ärger und Zynismus? Vorbei. Vorbei. Fare thee well.

"Wir" sage ich immer und unverdrossen, wenn von Eintracht Frankfurt die Rede ist und weiß doch, wenn ich genauer darüber nachdenke, nicht so genau, wen ich damit meine. Wir – die Spieler. Wir – der Verein. Wir – die Fans. Wir. Alle. Großes, überzeitliches Wir. Eintracht.

Die Oma eines guten Freundes zweifelte trotzdem sie die erste Mondlandung live im Fernsehen beobachtet hatte, zeitlebens daran, dass „die“ tatsächlich auf dem Mond gelandet seien. „Die können mir viel erzählen.“ Die neue Eintracht, die Akteure, die der Eintracht in dieser Saison ihr Gesicht geben, habe ich noch nicht leibhaftig gesehen. Arbeit, Arbeit, leider keine Zeit, einmal beim Training vorbeizuschauen. Auch die Vorbereitungsspiele mussten leider ohne mich stattfinden und trotzdem gehe ich fest davon aus, dass das, was ich gelesen und auf Bildern gesehen habe, der Tatsache entspricht: Armin Veh hat eine Eintracht-Mütze auf dem Kopf – er ist also unser Trainer. Der Mann, der da auf den Fotos im Adler-Trikot zwischen den Pfosten steht und eindeutig nicht aussieht wie Oka Nikolov, ist dann wohl unser Torwart. Da hinten, da erkenne ich Benni Köhler. Und, schau an, den gibt’s ja auch noch: Gekas. Ebenso wie den Martin. Zum Glück außerdem und immer noch auch die, die auf keinen Fall hätten gehen dürfen: Sebi Jung. Seppi (!) Rode. Eindeutig: Wir! Und da sind tatsächlich ja auch die viel beschworenen jungen Spieler, die Talente aus dem eigenen Nachwuchs, eingegliedert in den Profi-Kader. Aus dem Vorjahren bereits Sonny Kittel und Marcel Titsch-Riveiro. Jetzt auch noch Alexander Hien. Erik Wille. Julian Dudda. (Obwohl die natürlich bei weitem nicht so gut und vielversprechend sind, wie die, die wir haben ziehen lassen. Nein, nein. Schon klar. Trotzdem.)

Bei der Klimakonferenz in Berlin, bei der vor einigen Tagen einmal mehr neue Meilensteine im Kampf gegen die nahende Klimakatastrophe gesetzt werden sollten, gab es ungefähr 150 absolut präzise Vorhersagen, um wie viele Zentimeter oder Meter der Meerespiegel in den kommenden Jahren ansteigen wird und welche katastrophalen Auswirkungen das auf das Weltklima haben wird. Für die kommende Zweitligasaison und Eintracht Frankfurt gibt es zwar unterschiedliche Gefühlslagen und unterschiedliche –musse (Opti-, Pessi-, Skeptizi-) – die Kernaussage ist jedoch überall gleich: Die Eintracht ist Favorit für den Aufstieg. Da beißt die Maus keinen Faden ab (schon gar nicht mehr die, die ich eben meiner lieben Katze entwendet und im Kompost zur letzten Ruhe gebettet habe).

Armin Veh sagt: „In diesem Jahr geht es nicht mehr darum, nicht zu verlieren, sondern darum  Spiele zu gewinnen.“ Fangen wir doch einfach morgen in Fürth damit an! – Das Abenteuer beginnt.

Auswärtssieg!

Mittwoch, 13. Juli 2011

Zu Gast bei Freunden!

Hey – was ist schon „endgültig sicher“ im Leben. Jedenfalls nicht der Austragungsort für ein Pokalspiel, an dem Eintracht Frankfurt beteiligt ist. Hätte man eigentlich wissen können, heißt ja nicht umsonst „Concordia non grata“. Und jetzt? Ausweichen ins nahe gelegene Ausland? Nach Teplice? Nach Wien? Auf den Bieberer Berg? An den Bornheimer Hang? Nach Mainz gar? Dann vielleicht doch lieber auf den von „gereizt“ eigens gerodeten Bolzplatz? Oder doch in den Süd-Sudan?  Gegebenenfalls auch nach Mallorca (Achtung, Mörder-Gag!) an den Ballermann?

„Das ist doch alles nichts genaues“, hätte meine Oma gesagt. Und deswegen habe ich weder gerastet, noch geruht. Habe mir das Hirn zermartert. Und habe ihn gefunden – den ultimativen Austragungsort gegen den es keine Einwände und Bedenken geben kann. Kein Volksfest. Kein Freiluftkonzert.  Keine Zeugen Jehovas. Keine problematischen Fans. Keine umständlichen Verhandlungen.

Live-Fußball wird eh vollkommen überschätzt: Wir verlegen das Spiel ins Netz. Play for your club!  Billig, praktisch, platzsparend, 1000% sicher. Garantiert. Raum dafür ist in der kleinsten Hütte. Heimspielgarantie for ever! Leute – der Sieg ist unser!

Falls auch dieser Vorschlag nicht auf offene Ohren trifft, dann kann ich nur eines raten:  Gib nicht auf Fozzy!!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Auf den Punkt gebracht

Es sagten:

"Dann weiß man: Gleicht geht es los.“
Birgit Prinz vor dem Eröffnungsspiel der Frauen-WM auf die Frage, was es für Sie bedeutet, wenn die Nationalhymne erklingt.

„Die Zukunft ist ein Geheimnis.“
Finanzminister Wolfgang Schäuble, am 6. Juli in einer Pressekonferenz als Antwort auf die Frage, wie realistisch die geplanten Steuersenkungen denn seien.

„Die Panzer-Branche steckt in einer schwierigen Situation.“
Unbekannter Abgeordneter am 6. Juli im Bundestag als mögliche Begründung für die Lieferung von Panzern nach Saudi-Arabien.

„Das macht mir – wie heißt das noch gleich? – das macht mir einen Gänseschauer.“
Melanie Behringer, im Interview nach dem Eröffnungsspiel der Frauen-WM

„People call me the Kaiser.“
Franz Beckenbauer im Rahmen der Münchener Olympiapräsentation in Durban

„Nehmt doch endlich mal den albernen Hut ab.“
Prinz John im Film „Robin Hood“ zum Sheriff von Nottingham

„Ich gebe meine beiden Karten an die Familie Töpperwien.“
Uli Stein am 6. Juli im Rahmen der TV-Sendung „Hart, aber fair“ auf die Frage, welchen der anwesenden Mitdiskutanten er im Fall des Falles als Begleitung zum Endspiel der Frauen-Fußball WM mitnehmen würde.

„Ioannis wird nicht unehrenhaft von der Eintracht entlassen.“
Heribert Bruchhagen am 7. Juni zum honorigen Umgang der Eintracht mit ihrem Ex-Kapitän.

Und was sagt der Rächer der Enterbten, der Beschützer der Witwen und Waisen, der Held vom Sherwood Forest - was sagt Robin Hood persönlich dazu?

Fragen wir ihn selbst:

Mittwoch, 6. Juli 2011

Wenn Frauen Fußball spielen

Zum Frauen-Fußball habe ich eine gespaltene Meinung. Und wie es aussieht, wird sich daran auch durch die „FIFA Frauen-Fußball-WM“ nichts ändern. Eher im Gegenteil.

In einer Fußballerfamilie groß geworden, waren der Fußball, war die Eintracht so lange ich zurückdenken kann, fester Bestandteil meines Lebens. Als kleines Mädchen habe ich selbst ganz gerne Fußball gespielt, „durfte“ bei den Jungs bei uns am Platz mitspielen, aber obwohl ich durchaus sportliche Ambitionen hatte, wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, selbst aktiv Fußball zu spielen. Stattdessen Leichtathletik. Und Hockey. Das war das eine, Fußball war das andere.

Ich finde es gut und wichtig, dass Frauen Fußball spielen. Ich sehe den emanzipatorischen, den befreienden, selbstbestimmten Gedanken, der dahinter steht. In der Geschichte des Frauen-Fußballs entdecke ich Geschichten von klugen, eigenwilligen, spannenden Frauen. Das hat, gerade in seiner frühen Zeit, etwas von Pioniertum, von Unangepasstheit. Eigensinn. Hartnäckigkeit. Mut. Großartig. Und trotzdem hatte ich bis zu dieser Weltmeisterschaft noch kein einziges Frauenfußball-Länderspiel von Anfang bis Ende gesehen. Es hat mich einfach nicht interessiert.

Anders sieht es mit dem Frauen-Fußball live aus. Einer meiner jungen Mit-Adler ist ein Mädchen, sie hat den Fußball schon sehr früh für sich entdeckt, ist heute äußerst fachkundige Fußballexpertin, Eintrachtlerin und **zähneknirsch** leider auch glühende Anhängerin des 1. FC Köln. Und: Sie spielt Fußball, leidenschaftlich gerne, mit hohem Trainingsfleiß und ziemlich gut. Damit hat sie eines meiner Frauen-Fußball-Vorurteile – dass nur Mädchen und Frauen selbst Fußball spielen, die sich nicht für Fußball interessieren und keine Ahnung vom Fußball haben – von vornherein schon einmal wiederlegt.

Auf den Spuren meiner jungen Mit-Adlerin habe ich in den vergangenen Jahren auf den mehr oder (meistens) weniger holprigen Plätzen im rheinhessischen Hinterland eine lange Reihe von Mädchen- und n den letzten Monaten dann auch Frauenfußballspielen auf Bezirksebene live gesehen. Ich liebe die mitunter sehr adretten, mal irgendwie am Ortsrand  vor sich hin schlunzenden Plätze und die Stippvisiten in den abseits gelegenen Ortschaften, in denen diese Spiele in der Regel stattfinden. Ein kleines Vereinsheim mit den Umkleideräumen, manchmal nur eine Turnhalle und ein ordentlicher Hartplatz – nur selten (z.B. bei TuS Wörrstadt, die 1974 der erste Deutsche Meister im Frauenfußball war und auch heute zumindest regional noch eine herausragende Stellung einnimmt) wird auf gepflegtem Rasen gespielt. Sonnige Sonntagvormittage, auf der Wiese hinter dem Platz oder auf einem Bänkchen hinter dem Tor. Hunde, die am Rande des Spiels Bällen hinterher jagen. Bei glühender Hitze mit Extra-Wasserflasche als Notreserve. Viele Flutlichtspiele bei Regen und Wind. Im Winter bei Heimspielen wird auch schon einmal ein Bulleröfchen zum Aufwärmen am Spielfeldrand aufgestellt.

Meist sind nur eine Handvoll Zuschauer da, bei wichtigen Spielen oder wenn im Ort sowieso etwas los ist, auch schon mal 50 oder 60 – Freunde, Eltern, Vereinsmitglieder, ich  - und ein paar Anwohner oder Rentner, die auf ihrem Spaziergang am Sportplatz vorbei kommen und mal kucken, wer da grade spielt. Da macht es keinen Unterschied, ob es Jungen oder Mädchen sind, die auf dem Platz stehen. Oder doch: Ab einem bestimmten Alter stehen bei Jungenmannschaften immer Pulks von Mädchen an der Bande – bei Mädchenspielen ist es umgekehrt. Da wird auch mal gelästert und gegrinst, aber überwiegend wird angefeuert und fachmännisch kommentiert. Es geht um Fußball.

Von Jahr zu Jahr habe ich erstaunliche Entwicklungen gesehen – von einzelnen Spielerinnen, aber auch von Mannschaften. Die Fortschritte wären sicher noch größer, wenn die Teams nicht so sehr - weit mehr als dies bei Jungenmannschaften der Fall ist – gegen Schwund ankämpfen müssten. Viele Mädchen steigen irgendwann aus, neue kommen dazu, werden – auch ohne große fußballerische Vorgeschichte – aufgenommen und ins Mannschaftsgefüge integriert – ganz einfach deshalb, um weiterhin eine Mannschaft zusammenzubekommen und am Spielbetrieb teilnehmen zu können.

Natürlich bekommt man/frau nicht immer gute Spiele zu sehen. Zwischen den Mannschaften – und auch innerhalb einer Mannschaft – gibt es große Leistungsunterschiede. Nicht selten sind die Spiele schlecht und das Spielniveau niedrig – aber es ist Fußball.

Gegenüber Jungen-Fußball ist der Mädchenfußball deutlich weniger technisch und deutlich weniger athletisch. Mein Eindruck ist, dass die Trainer – mehr Männer als Frauen – gerade auch deswegen großen Wert auf grundlegende Dinge legen: Dass die Mädchen lernen, richtig zu stehen; dass die Abwehrreihe ihre Position hält, die Zuordnung zu den Gegenspielerinnen stimmt, die Mittelfeld- und Außenpositionen konsequent besetzt sind. Und dass während des Spiels ein paar einfache fußballerische Grundregeln umgesetzt werden: Die Gegenspielerin nicht laufen lassen. Die Anspielstation im Mittelfeld suchen, von der aus die Bälle verteilt werden. Sich im freien Raum anbieten. In Bewegung bleiben. Die Außen konsequent besetzt halten. In der eigenen Hälfte keine unnötigen Ballverluste riskieren und den Ball lieber einmal mehr hinten herum spielen und neu aufbauen. Und und und.

Im Durchschnitt ist das individuelle technische Vermögen, die Arbeit am und mit dem Ball bei einer Mädchen-/Frauenmannschaft in den unteren Ligen eher gering. Wenn in einem Team Spielerinnen sind, die technisch versiert sind, dann fallen sie sofort auf. Ebenso wie die Mädchen/Frauen, die besonders schnell sind und – logisch – in der Regel auf den Außenpositionen und im Sturm eingesetzt werden. In der Regel reicht es, wenn eine Mannschaft über zwei, drei dieser aus dem Durchschnitt herausragenden Spielerinnen verfügt, um als Mannschaft erfolgreich zu sein – aber eben nur, wenn sie im Kern über mehrere Jahre zusammengeblieben ist und wenn das Gros der Mannschaft zumindest  körperliche Robustheit und – wie gesagt – eine gewisse taktische Schulung und dementsprechendes Spielverständnis mitbringt. Zumindest eine sollte außerdem dabei sein, die einen richtig guten Schuss hat und auch mal aus der Distanz oder bei den – eher seltenen - Standards abziehen kann. Und die Mannschaft sollte genügend Kondition haben, um ein Spiel konzentriert zu Ende zu bringen. Auch bei überlegen geführten Spielen resultieren Gegentore in Mädchen-/Frauenfußballspielen nämlich überdurchschnittlich oft aus eigenen Fehlern. Wenn es einer Mannschaft gelingt, Druck aufzubauen, Bälle immer wieder – auch irgendwie – vors gegnerische Tor zu bekommen – dann braucht es häufig keine zwingend herausgespielte Chance, um irgendwann einen Treffer zu erzielen.

Was soll ich sagen: Fast unbemerkt und sogar gegen meine irgendwie vorhandene Ablehnung habe ich also in den vergangenen Jahren angefangen, Frauen-Fußball zu mögen und zu schätzen. Und trotzdem – oder vielleicht ja auch gerade deshalb – kann ich der Frauen-WM wenig abgewinnen, mitunter fange ich fast an, eine Aversion zu entwickeln, was nur zu einem geringen Teil an den Fußball spielenden Frauen liegt. Es ist, als versuche der Frauen-Fußball ohne Umweg da anzukommen, wo der Männer-Fußball schon ist, aber besser nicht wäre. Marketing, Event, Sommermärchen, Fanmeilen - das ist das eine. Schlimmer ist das, was man fast als "Gentrifizierung des Fußballs" vom grünen Tisch aus bezeichnen könnte - eine Art hostile Take-over, der dem Frauen-Fußball vor allem eins zu nehmen scheint: Den Fußball. (Und möglicherweise ist das ja auch der geheime Plan ,-)

Der aufgeblähte Hype rund um die Fußball-WM der Männer war schlimm, aber immerhin kann der Männer-Fußball doch von sich behaupten, dass er auch ohne WM eine breite Verankerung in der Öffentlichkeit hat. Wenn jetzt bei einer Sportart, die sonst fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, ein Stadion mit 50.000 jubelnden Menschen gefüllt ist,dann ist das irgendwie absurd, und fast schon ein bisschen erschreckend. Haben "wir" nicht immer gedacht, dass Frauen-Fußball langsamer und langweiliger ist als Männerfußball? Das finden "wir" jetzt auch noch, aber wir zeigen den Frauen, die auf dem Platz stehen, dass das gar nicht schlimm ist, und wir trotzdem die vorher ausgeteilten Fähnchen schwenken und ihnen zujubeln.

Dazu passt das mediale Drumherum. Beispiele?  Der bis dato des Fußballsachverstands völlig unverdächtige Roger Willemsen schreibt in der Zeit über die befreiende Kraft des Frauen-Fußballs und über die Frauen-WM, die nicht nur für den Veranstalter, die Teams auf den Plätzen, die „Feinschmecker des runden Leders“ gefeiert wird, sondern auch für jene, die „irgendwo in Armenvierteln, in Kriegsgebieten, in Lagern oder unter Repressalien das Signal empfangen, dass auch Frauen aufgenommen sind in die Internationale eines Sports, der für sie weit mehr bedeutet als ein Spiel rund um einen Ball.“ Die Heinrich-Böll-Stiftung setzt - ganz im Trend - auf  "Nachhaltigkeit". In der bundesweiten Kampagne "Gender Kicks" wird das Fußballereignis aus "feministischer und geschlechterdemokratischer Perspektive"  beleuchtet.

In den "Tagesthemen" wird berichtet, dass irgendein Willi, der sonst immer an Weihnachten und Ostern sein Haus mit allerlei Unfug dekorier tund schmückt, jetzt auch – eigens für die WM - sein Haus mit frauenfußballtypischen Utensilien verziert hat. Im Bild zu sehen sind aufblasbare Figürchen mit großen Busen und rosa Hemdchen und Schlumpfinchen mit Ball und im Deutschland-Trikot. Die leuchten. In einer Berliner Szenekneipe wird die WM als Lesben-Event gefeiert und die Veranstalterin mokiert sich (ebenfalls in einem Tagesthemen-Bericht) darüber, wie lächerlich es ist, dass die Frauen-WM versucht, den Frauen-Fußball als superweibliche Sportart für Tussis aller Art zu proklamieren, während doch alle Welt wüsste, dass 80% aller Spielerinnen einer Mannschaft lesbisch seien. Im 11 Freundinnen WM-Sonderheft wird über dem WM-Vorbereitungsstress berichtet, den "Ersatztorfrau Ursula Holl und ihre Gattin Carina" zu bewältigen haben - und schon haben wir auch noch gelernt, dass das  mit den Lesben im Frauen-Fußballl gar kein Vorurteil ist, dass es aber gar nicht gut ist, wenn wir deswegen Vorurteile haben. Da schließt sich der geschlechterdemokratische Kreis und da freut sich das WM-Maskottchen, das gräuslicherweise „Karla Kick“ heißt und auch so aussieht oder mit anderen Worten "auf beeindruckende Weise für die wichtigsten Attribute des Frauenfußballs steht: Leidenschaft, Spaß und Dynamik."

Sogar – man stelle sich vor - bis ins FIFA-Frauen-Fußball-WM-Organisationskommitee sind Frauen vorgedrungen. Unserer Lokalzeitung entnehme ich, dass eine ehemalige Nationalspielerin die Logistik organisiert, sich darum kümmert, dass das Equipment der teilnehmenden Mannschaften, aber auch die Büroutensilien des FIFA-Trosses immer rechtzeitig dort sind, wo sie benötigt werden. Zum Beispiel mussten in der vergangenen Woche die "drei Spezialgarnituren Büromöbel von Josef Blatter und seinem Gefolge“ von Berlin nach Frankfurt verbracht werden. O Gipfel der geschlechterdemokratischen Nachhaltigkeit  – dass diese verantwortungsvolle Aufgabe tatsächlich in die Hände einer Frau gelegt wurde.

Man fragt sich schon, für was sie noch alles stehen sollen diese Fußball spielenden Frauen, die "Elfen", die alles sein sollen, wollen, können, was dem politisch korrekten, neo liberalen Weltbild gerade so durch den Kopf schwurbelt. Sie räumen jedes Vorurteil aus dem Weg. Sie retten die Frauen dieser Welt. Sie sind attraktiv. Sie sind lesbisch. Oder auch nicht. Sie sprengen religiöse Ketten. Werden zum Symbol des Widerstands im Kampf gegen Hunger, Elend und Unterdrückung in dieser Welt. Schade, von fußballspielenden, alleinerziehenden mehrfachen Müttern habe ich jetzt bei der WM noch nichts gesehen und gehört. Und es ist ein Jammer, dass bisher noch nicht wissenschaftlich festgestellt worden ist, dass Frauen beim Fußballspielen weniger co2 ausstoßen als Männer oder – wahlweise – weniger häufig rülpsen als australische Kamele – dann wäre der Frauen-Fußball auch noch klimaneutral. Hurra.

Inzwischen habe ich übrigens das ein oder andere Frauen-Fußball-Länderspiele (fast) von Anfang bis Ende gesehen und bin erstaunt. Alle Welt, zumindest der Teil, der im Zusammenhang mit der Frauen-WM über Fußball spricht oder schreibt, scheint sich darauf verständigt zu haben, dass Frauen-Fußball eigentlich genauso ist wie Männer-Fußball - nur weniger körperbetont und weniger schnell. Ich finde: Das stimmt nicht. Je besser und hochklassiger Frauen-Fußball ist, desto weiter – so mein Eindruck – entfernt er sich vom Männer-Fußball. Man könnte auch sagen: Er gewinnt ein ganz eigenes Profil – mit eigenen Stärken, aber auch mit eigenen Schwächen. Aber das ist ein anderes Thema: Fußball.


Montag, 4. Juli 2011

Geplant, beschlossen und verkündet.

Am letzten Wochenende hat die Bundesregierung den Atomausstieg für das Jahr 2022 verkündet. Es weiß zwar noch niemand, wie und welche Teile von Deutschland für die alternativ zu planenden Stromtrassen platt gemacht werden müssen – macht ja nichts, es ist wenigstens schon mal beschlossen. Gestern wurden für den Herbst dieses Jahres Steuersenkungen angekündigt und in einem Beschluss bekräftigt. Europa steckt in einer Schuldenkrise, Griechenland bricht gerade zusammen, den Kommunen fehlt Geld, um, sagen wir mal, die sanitären Anlagen in Schulen zu renovieren, der Hartz IV-Satz konnte leider nur um 10 Euro aufgestockt werden, keiner weiß, wie die fehlenden Einnahmen kompensiert werden sollen und ob die Steuersenkung dann (im Herbst?) tatsächlich umgesetzt wird – macht ja nichts, es klingt gut, sparen war gestern, und wir haben es schon mal beschlossen. In den Tagesthemen wurde gestern Abend – grafisch überzeugend hinterlegt – darüber berichtet.

Atomausstieg. Steuersenkungen. Feine Sache, das. Auch ich habe seit Jahren fest im Hinterkopf, dass die Eintracht irgendwann noch einmal Deutscher Meister werden wird. Vielleicht sollten wir diese vage Hoffnung genau jetzt konkretisieren und den vorgezogenen Vollzug dieser bisher nur vagen Absicht beschließen und damit in trockene Tücher bringen. Der Zeitpunkt ist günstig: Wir sind gerade abgestiegen, in zwei Wochen beginnt die neue Saison, unsere Mannschaft ist zwar noch nicht ganz komplett, aber immerhin anwesend – heute ist genau der richtige Tag, um den Grundstein zu legen und jetzt ist es also amtlich, beschlossen und verkündet:

Deutscher Meister 2012/13  - SG Eintracht Frankfurt. (Im Herbst 2011 können wir ja gegebenenfalls nochmal einige Korrekturen in der Planung vornehmen)

In der mit modernsten Mitteln erstellten und grafisch anspruchsvoll aufbereiteten  Darstellung sieht das so aus:


Und wenn der Meistertitel dann in Sack und Tüten ist, dann geht es so richtig ab. Obwohl wir mit der Feier, die gestern zur Eröffnung des neuen Stadions in Mainz veranstaltet wurde, sowieso nicht mithalten werden können. Vom Bruchweg zur neuen Arena fand ein großer Fan-Umzug statt -  „Wir hatten“ - so 05-Präsident Harald Strutz gestern in der Sondersendung von SWR 3 „20.000 Mitläufer.“ - , bevor dann in der Coface-Arena eine mega-tolle Einweihungsparty über die Bühne ging. Wie perfekt das neue Stadion geplant ist, darüber berichtete der SWR 3-Moderator: „Alles da, was ein modernes Stadion ausmacht – steile Ränge, fantastische Stimmung, eine Polizeistation.“ „Oh, wie ist das schön“, sangen die Mainzer Hofsänger.

Na, da können wir uns ja jetzt schon freuen, wenn auch wir nächste Saison auf dem Weg zum Titel wieder in Mainz vorbeikommen.