Samstag, 23. November 2013

Waldschwarzermitbürgermitmigrationshintergrund

Wenn ich mit dem Auto auf längeren Strecken unterwegs bin, habe ich mich schon oft gefragt, woher die Parkplätze entlang der Autobahn wohl ihre Namen haben. Ein regionaler oder landschaftlicher Bezug ist jedenfalls nicht erkennbar. Stattdessen ist es, als ob jemand im stillen Kämmerlein sitzt und sich möglichst absurde oder abwegige Wortkombinationen ausdenkt. Hasenhüttel. Grüner Zwerg. So was.

Ein regelmäßiger Grund, um unterwegs zu sein, ist für mich, ist für uns, wenn Bob Dylan auf seiner Neverending Tour im Europäischen vorbeikommt. Irgendwann wird er aufhören auf Tour zu gehen. Ganz sicher wird er es nicht ankündigen oder gar so etwas wie ein Abschiedstournee veranstalten.  Er wird einfach aufhören. Verschwinden. Fade away – und wir werden sehen  müssen, wie wir ohne ihn zurecht kommen. Anfang des Jahres sah es eine Zeitlang so aus als sei es soweit. Keine neuen Tourdates, keine Gerüchte über Spring-, Summer, Fall-Routen. War es das? Dann, zum Glück, doch nicht. Termine über Termine. Eine große Frühjahrstour – mit den Dawes als Opening Act - , eine noch längere Sommertour, beides durch die Staaten. Und dann im Herbst: Europa. So lange Bob tourt, sind wir dabei. Dieses Jahr Ende Oktober in Düsseldorf und Mitte November in Esch sur Alzette.

Sonntag, 10. November 2013

Hop oder top?

Heute, am frühen Sonntag morgen, lag ich eine Weile warm eingepackt und wach im Bett. War spät ins Bett gekommen, demensprechend müde, konnte aber nicht mehr einschlafen. Es war noch dunkel, kurz vor der Morgendämmerung. Strömender Regen. Die schwarzundweiße Katze saß am geöffneten Fenster, schaute ins Dunkel und ich schaute ihr dabei zu. Was sie gedacht hat, weiß ich nicht. Meine Gedanken hüpften von hier nach da – so viel zu erledigen, zu denken, zu verstehen - und landeten immer wieder bei einem Punkt: Dem Spiel der Eintracht heute in Mainz.

Freitag, 8. November 2013

Am Europakreisel

Salat, den wir jetzt haben
Der Tag nach dem katastrophalen Auftritt der Eintracht in Tel Aviv und auch am Abend, lässt der Schmerz noch nicht wieder nach. Im Gegenteil. Enttäuscht war ich nach dem Spiel in Freiburg, ernüchtert nach dem Heimspiel gegen Nürnberg, geschockt nach dem Spiel in Gladbach, wütend nach der Heimniederlage gegen Wolfsburg. Seit gestern, seit dem Auftritt in Tel Aviv spüre ich fast schon so etwas wie Panik. Kann das sein? Freier Fall? Sehe im Moment nur Fragen und keine Antworten. „Mit einer solchen Leistung brauchen wir in der Bundesliga gar nicht mehr anzutreten.“ (Armin Veh) „Wenn wir am Sonntag so spielen, fressen uns die Mainzer.“ (Axel Hellmann)  Sätze, die so fatal an all das erinnern, was vor zwei Jahren passiert ist, dass es fast schon Beklemmung in mir auslöst. Alles, was  mich in den letzten Wochen gequält hat, schwemmt jetzt nach oben – und doch kommt es immer anders als man es sich vorgestellt hat. 

Freitag, 1. November 2013

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Im Wald da spielt die Eintracht, so viel ist sicher.  Manchmal sieht man aber auch vor lauter Wald die Punkte nicht und hinter jedem Baum könnte eine Gefahr lauern.  Manchmal sogar ein Wolf. Im Wald pfeift manchmal ein kalter Wind. Es soll auch schon mal vorgekommen sein, dass der Rufer im dunklen Wald nicht gehört wird. Aber das ist wohl eher nicht zu befürchten, bei dem Rambazamba, den wir veranstalten.Oder vielleicht grade deshalb?  Jedenfalls: Im Wald  sind drei Punkte versteckt und es wäre – sagen wir mal – ziemlich wichtig, dass wir diese Punkte morgen im Spiel gegen Wolfsburg hier behalten. Mit modernster Spähersoftware hat rotundschwarz die wichtigsten Gefahrenquellen bereits im Vorfeld des Spiels identifiziert, geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen, einen 15-Punkte-Plan entwickelt und daraus ein paar praktische Tipps abgeleitet: