Freitag, 1. November 2013

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Im Wald da spielt die Eintracht, so viel ist sicher.  Manchmal sieht man aber auch vor lauter Wald die Punkte nicht und hinter jedem Baum könnte eine Gefahr lauern.  Manchmal sogar ein Wolf. Im Wald pfeift manchmal ein kalter Wind. Es soll auch schon mal vorgekommen sein, dass der Rufer im dunklen Wald nicht gehört wird. Aber das ist wohl eher nicht zu befürchten, bei dem Rambazamba, den wir veranstalten.Oder vielleicht grade deshalb?  Jedenfalls: Im Wald  sind drei Punkte versteckt und es wäre – sagen wir mal – ziemlich wichtig, dass wir diese Punkte morgen im Spiel gegen Wolfsburg hier behalten. Mit modernster Spähersoftware hat rotundschwarz die wichtigsten Gefahrenquellen bereits im Vorfeld des Spiels identifiziert, geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen, einen 15-Punkte-Plan entwickelt und daraus ein paar praktische Tipps abgeleitet:


1) Das Spiel in Gladbach ganz schnell aus den Köpfen bekommen.
2) Panik gar nicht erst aufkommen lassen.
3) Mach mal nen Punkt.
4) Diego? Für alle Fälle sollten wir ein paar Sotos-Masken bereithalten.
5) Ohooo, wir fahren alle nach Bordeaux. Jaja. Is ja schon gut. Machen wir. Aber jetzt erst mal den Ball flach halten und in drei Wochen weitersingen.
6)  1+1 zusammenzählen.
7)   Hurra, Geheimtraining! Da  wurden sicher auch Ecken geübt.  Zur Sicherheit nochmal ein Extra-Tipp: Hoch, mit Speed und nicht zu dicht vors Tor!
8)  Huch!
9)  Da ist er ja - der springende, dritte Punkt.
10) Bei Freistößen des Gegners: Immer schön hochspringen. Alle.
11)  Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Wir nicht. Weiß ja jedes Kind, was man tun muss, wenn er kommt: Laufen! Am besten in die richtige Richtung. Und wenn es am Ende eng werden sollte, haben wir immer noch eine Geheimwaffe: Wir spielen bei Wolfsburger Gegenangriffen Britney Spears. ("Blackout" sollten wir allerdings von der Setlist streichen. Und "Oops, I did it again" auch - von wegen 13)
12) Das Runde muss ins Eckige. Deswegen: Auch in den letzten 30 Minuten den Spielbetrieb nicht einstellen, immer weiter nach vorne.
13) Nein. Heute. Nicht.
14) Kämpfen und siegen! Steht auf, wenn ihr Adler seid!
15) Siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieg!

Kommentare:

  1. Der Wolf ist nicht böse. Aber ungefährlich ist er auch nicht. Und die Krallen des Adlers waren gegen einheimische Gegner bisher etwas stumpf. Selbst wenn es darum ging, das eigene Nest zu verteidigen. Da ich heute eines meiner Patenkinder zu seinem ersten Heimspiel begleiten will, soll sich die Eintracht aber unterstehen, das Ding zu vergeigen.

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  2. Vergeigt. Kein Wunder, wenn man in der Anfangs- und in der Schlussphase so hilflos wie ein Neugeborenes agiert. Wobei ich mir den zittrigen Beginn nach dem frühen Rückstand ja noch zusammenreimen kann, den Bruch im Spiel ab Mitte der 2. Halbzeit hingegen ebenso wenig wie die Räume, die wir den Wolfsburger überlassen haben ... Und es tröstet mich nicht, dass Spieler und Verantwortliche nicht weniger ratlos erscheinen.

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  3. Herrje, welche Leistung!3. November 2013 um 13:26

    Also ich fand den Fußballnachmittag gar nicht so schlecht. 6 EUR Eintritt, 5 Meter weg von der Seitenlinie, in 15 Sekunden an der Bierbude. Recht ansehnliches Spiel, 5 Tore, gerecht verteilt, kein Stress.

    Wäre ich nur nach dem U23-Spiel in eine Kneipe marschiert statt ins Waldstadion.

    Verdiente Niederlage gegen eine zwar teure aber auch biedere Mannschaft. Der Gipfel: Patrick Ochs mit zwei Torvorlagen. Hätte der Fußballgott auch seinen Hintern aus den Wolken halten können und…

    Trotzdem eine schöne Woche, in der dann wieder Europa „aufgemischt“ wird,
    Frank

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  4. Die Tendenz ist leider eindeutig und erinnert mich an die letzte Abstiegssaison, so konzeptlos man auf dem Platz agiert.Und wenn's mit dem Matchplan nicht klappt ( haben sie den eigentlich?!), dann hau ich alles rein....aber da ist ja nix, fast von Beginn an. Die einzige Hoffnung, die mir bleibt, ist der relativ frühe Zeitpunkt, an dem alles offensichtlich ist, aber ich habe so meine Skepsis,ob Veh "Krise kann"?

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  5. Vor drei Wochen, gegen Nürnberg, war es Ernüchterung. Nach Gladbach war es ein Schockstarre. Am Samstag nach dem Spiel war es Wut.. Gestern vor dem Spiel heftiges Unbehagen. Nach dem Spiel am Samstag habe ich meinen Blogeintrag nicht veröffentlicht, gestern habe ich meinen Vorbericht wieder in die Schublade gepackt. Bloß nichts beschreien. Heute ist in mir so etwas wie Panik. Free Falling. Du liebes bisschen.

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