Samstag, 27. August 2016

3.17

Spätestens nach den Ausführungen von Axel Hellmann in der Pressekonferenz vor dem Spiel der Eintracht gegen Schalke war ich kurz davor, meinen Blog umzubenennen. Schwarzundweiß ist – ok, das sehe ich ein  - historisch korrekter, aber es ist, wie ich jetzt weiß, auch cooler und frischer, designmäßig und überhaupt.  Rotundschwarz ist out. Aber wenn ich erstmal anfange, mich jeweils den aktuellen Gegebenheiten anzupassen  – wer weiß, wo das dann noch endet. Ich müsste mir z. B. demnächst vielleicht sogar Funktionsunterwäsche bestellen, um  regelmäßig zu checken, ob meine Laufleistung den erhöhten Anforderungen, die das tägliche Leben  (nicht nur an Bundesliga-Profis) stellt, Stand hält.

Donnerstag, 25. August 2016

Im Schwimmbad

"Alles drin in eenem Satz" fügt mein Literatur begeisterter Freund Axel gerne hinzu, wenn er einen seiner Meinung nach besonders bemerkenswerten Satz aus einem literarischen Werk zitiert. Ähnliches lässt sich auch nach einem Schwimmbadbesuch behaupten. Oder sagen wir: In drei Sätzen.

"Ich finde es wichtig, dass man herausfindet, was man wirklich will."
(mittelalte Dame zur neben ihr schwimmenden Freundin)

Junger Mann taucht und springt vor einer jungen Dame, die leicht gelangweilt am Beckenrand lehnt:
"Ich kann sogar den Hampelmann." (Innerer Kommentar der gerade vorbei schwimmenden Kerstin: Ja, genau).

Und warum machen im Schwimmbad eigentlich alle so gerne eine Arschbombe? Weil Sie es vorher so gerne ganz laut rufen: "ICH MACH JETZT EINE ARSCHBOMBE."

Platsch!


Sonntag, 21. August 2016

Der Prozess

Gleich geht es los. Vor ein paar Tagen hätte ich noch weit von mir gewiesen, dass ich aufgeregt bin – jetzt weiß ich wieder: „Es“ ist stärker.  Skepsis und Zweifel am alternativlosen Konzept sind ausgesetzt. Die Minuten vor dem ersten offiziellen Pflichtspiel einer Saison sind eine Art Verheißung. Alles ist neu.  Ok, ok - es kann schief gehen, die ganze Fußballwelt ist schief und der Weg, den die Eintracht da geht, will mir nicht gefallen, aber hey: Alles kann auch gut werden, richtig gut. Alles ist möglich. Der Funke wird springen. All die vielen Neuen werden sich von jetzt auf nachher in unsere Herzen katapultieren. Wir sind Mascarell, Hrgota und Blum, Tawatah und Hector, Varela und Rebic. Meier, Hradecky, Ozcipka, Russ. Und und. Und Kovac. Eintracht? Eintracht.

Kann gut sein, dass wir schon in wenigen Wochen (vielleicht sogar in wenigen Stunden) wieder geerdet sind, wieder nur noch von Spieltag zu Spieltag denken und uns darin bestätigt sehen, dass das alles so nicht funktionieren kann, Spieler eben nicht beliebig ausgetauscht werden können und ein Trikot mit dem Adler auf der Brust nicht ausreicht, um aus einem Spieler einen Eintrachtler zu machen. Kann gut sein, dass es spielerisch einigermaßen läuft und sich trotzdem falsch anfühlt. Oder dass wir wieder jeden Sieg und jedes Pünktchen zählen und uns damit über Wasser halten, dass wir uns gegenseitig versichern, dass das zähe Ringen um Glück doch viel erfüllender und weniger langweilig ist als immer und immer einfach nur zu gewinnen.

Montag, 15. August 2016

Sommer-Schnipsel

Sommer ist.  Wann fängt er an, wann hört er auf? Kann man so nicht sagen. Es ist ein Gefühl, in das man allmählich hineingleitet und sich dann fallen lässt Das tägliche Leben folgt einem eigenen Rhythmus, eine eigene Welt jedes Jahr wieder, scheinbar endlos.  Und doch spürt man gerade in den intensivsten Momenten schon die nahende Veränderung. Die Farben verdichten sich und glühen, es wird früher dunkel, die Nächte sind kühl und die Eintracht-Neuigkeiten, werden dringlicher und schieben sich immer mehr in den Vordergrund. Nur noch eine Woche bis zum Pokalspiel in Magedeburg. Irgendwann wachst du auf, die Sonne scheint, alles ist wie immer, aber du weißt: Der Sommer ist vorbei.

Sonntag, 7. August 2016

Wo bist du?

Wer denkt, dass es bei dieser Frage um die noch zu besetzende „Planstelle“  des Innenverteidiges bei der Eintracht geht, irrt sich. Hier geht es um Wichtiges, nämlich um diesen Liegestuhl: