Sonntag, 30. September 2018

Vorne zu wenig, hinten zu viel.

Der Herbst ist da. Und nachdem er letzte Woche pünktlich zum Spiel gegen Leipzig den Stadtwald (und unseren Keller samt Treppenhaus) überflutet hatte, strahlt er heute blitzeblau und blätterbunt. Gute Vorzeichen fürs spiel gegen Hannover? Ich weiß nicht so recht.

In Offenbach macht der Problem-Wels  wieder Probleme. Und die Eintracht hat (so Adi Hütter) "eine Problematik in der Spielfortsetzung in der Offensive." Man könnte auf den Gedanken kommen, dass das möglicherweise auch auf die Defensive zutrifft. Immerhin bescheinigt uns der Sky Reporter (beim Spiel gegen Leipzig), dass wir zwar weniger Möglichkeiten haben als unsere Gegner, aber "die Qualität unserer Möglichkeiten" überzeugt. Darauf kann man vielleicht aufbauen.

Viel diskutiert wird über Kevin Trapp, unsere neue alte Nummer 1 im Tor: Ist er nun tatsächlich eine Verstärkung und ein Rückhalt für die Mannschaft? Mal abgesehen von dem Sinn oder Unsinn der vier Torhüter,  fällt meine Trapp-Bilanz komplett neutral aus. Er ist da, na gut, sei recht.  Er ist auf jeden Fall keine Schwächung und trotz einiger "den hätte er halten können"'Situationen ist ihm noch kein richtig großer Schnitzer unterlaufen. Trotzdem scheint mit, dass Trapp sich im Vergleich mit seinen frühen Jahren bei der Eintracht verändert hat.  Wenn ich an Trapp früher oder an Hradecky letztes Jahr denke - da stand immer so ein "Bämm" zwischen den Pfosten - hellwach, Körperspannung vom Kopf bis zu den Fußspitzen, eine Präsenz die über den ganzen Platz gestrahlt hat. Die sehe ich im Moment bei Keviiiin nicht, das ist alles so ein bisschen irgendwie, vielleicht sogar ein wenig schlaff. Aber das kann ja noch kommen. Und die Rolle als Interviewpartner und Sprachrohr nach dem Spiel  füllt er ja bereits souverän.

Unser Ex-Fußballgott Alex Meier wird demnächst vielleicht in der österreichischen Bundesliga spielen (ich wünsche es ihm sehr), Cenk Tosun (der in unserer letzten Abstiegssaison unter Skibbe aussortiert wurde) spielt demnächst für den FC Everton. Wir hoffen heute auf unseren neuen "Unterschiedsspieler" Ante Rebic, der wohl zum ersten Mal in dieser Saison in der Startformation stehen wird. Bleibt auch zu hoffen, dass Makoto Hasebe (wie gegen Gladbach) hinten aushilft "wenn die Räume zu groß werden oder wenn er Löcher wittert." (Zitat Sky).

Ich freu mich, dass ich mein Auto heute wie seit vielen Jahren irgendwo am Waldrand parken kann und dass das "riesengroße Parkhaus", dass zur Verbesserung der Infrastruktur im Vorfeld der - #jubel - EM demnächst im Stadtwald entstehen wird, vorläufig noch in weiter Ferne ist. Zur Eröffnung werden dann 1899 Quadrocopter die Geschichte der Eintracht in den Himmel zeichnen.

Vielleicht ist ja einer der 110 Drohnen von der gestrigen Einweihung der Altstadt in den Stadtwald importiert worden und zeichnet heute Abend  ein 2:0 = das Ergebnis des Spiels gegen Hannover in den Himmel. Das würde mir vorläufig genügen.

*Links zu den Zitaten werden so weit im Netz verfügbar noch ergänzt.

Donnerstag, 20. September 2018

Ein Gespenst geht um in Europa ,)

Schlimmer geht immer! Als ob der Fanausschluss fürs erste Eurocup-Spiel nicht schon elend genug wäre,  gibt es doch offensichtlich immer noch weitere Möglichkeiten den laufenden Schwachsinn zu toppen. Stadtverbot für Eintracht-Fans. Unfasslich.  Und es bleibt zu hoffen, dass sich der neue Staatssekretär für Innere Sicherheit nicht von solcherlei Umtrieben inspirieren lässt: Stadtverbot für Bremer in Hamburg, für Frankfurter in Offenbach (oder umgekehrt).  Man könnte auf vielerlei Gedanken kommen und irgendwie  werden sie es schon schaffen, uns eine nette kleine Hölle voller Mauern und Verbote zurecht zu zimmern. Ob die Eintracht-Verantwortlichen trotz Einreiseverbot und möglichem Eintracht-Schal in Marseille willkommen sind? Fredi Bobic, dessen Nerven irgendwie blank zu liegen scheinen, täte eine kleine Abwechslung vielleicht ganz gut.

Samstag, 8. September 2018

Schnipsel hier, Schnipsel da: Und von welchem Verein bist du Fan?

Schwupp-di-wupp, so schnell kann's gehen und aus "Nach dem Spiel"-Schnipseln werden Pausen-Schnipsel, die aber trotzdem am letzten Samstag im Waldstadion anfangen.

1. September 2018

Viele, viele Jahre war das erste Heimspiel der neuen Saison für mich wie ein Heimkommen. Dieses Jahr war es anders, irgendwie: fremd. Liegt wahrscheinlich an mir und hat nichts zu bedeuten, wollte es nur kurz festhalten.

Ausverkauftes Stadion und ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so problemlos ohne irgendeinen Stau von zu Hause bis zu meinem Parkplatz am Waldrand in der Mörfelder durchgefahren bin und (40 Minuten vor Anpfiff) einfach so durch den Stadioneingang marschiert bin. War so früh bzw spät wie immer, aber irgendwie waren alle anderen schon da und drin.

Das Stadion Publikum verändert sich. Da sind auf einmal viel mehr Familien mit kleinen Kindern, das ist gut. Kleine Szene vor dem Spiel. Ich überhole einen kleinen Junge im Eintracht-Trikot, der auf den Schultern seines Papas sitzt. "Hey..." ruft er "Von welchem Verein bist du Fan?" Hihi. Mit Shirt und Kapp und Schal ist das eigentlich nicht zu übersehen.  Ich wedele mit meinem Schal. "Vom gleichen Verein wie du." Wir grinsen uns an.

Samstag, 1. September 2018

Im Herzen von Europa

Wohin nach Europa wir in diesem Herbst aufbrechen, das wissen wir jetzt. Stellt sich nur noch die Frage: Mit wem? Bei der Eintracht kann man da im Moment schon mal den Überblick verlieren. Man weiß ja nie so genau, wer gerade ausgeliehen,  wieder zurückgeschickt, mit einem Profivertrag ausgestattet, überraschend dann doch aus TG2 wieder in  TG1 verschoben oder von jetzt auf nachher aussortiert wird.  Da ist es gut zu wissen, dass es am Ende vollkommen egal ist, wer auf dem Platz steht - ich vermute sehr stark, dass wir  auch einem rotundschwarzen bzw. schwarzundweißen Eimer zujubeln würden, solange er den Adler auf der Brust bzw. das Gänsehauttrikot am Leib hat.