Nach einem Spiel wie gestern ist es für mich fast eine Befreiung, dass ich noch ein gutes Stück mit dem Auto nach Hause zu fahren habe. Schon auf dem Rückmarsch zum Auto nehmen der erste jähe Zorn und die Enttäuschung meist eine andere Färbung an. Die erste Luft ist in der nach-dem-Spiel-Diskussion abgelassen, fürs erste ist alles geschwätzt. Es ist wie es ist. Je nach Situation wird aus brennender Enttäuschung vielleicht Melancholie, aus Ärger Galgenhumor, aus Frust müde Mattigkeit. Gestern, als ich nach dem Spiel zum Auto zurückgetappert bin, ist nichts abgeklungen, sondern es hat sich von Schritt zu Schritt verstärkt. Eben im Stadion war es stockfinster, Regen, kalt. Jetzt strahlt die Sonne vom blitzeblauen Himmel. Schääfchenwolken. Bin ich müde? Melancholisch? Nix da – ich bin nur eins: Stinkwütend. Mal sehen, nach welcher Musik mir jetzt der Sinn steht. Ich wühle in der CD-Kiste auf dem Rücksitz, erwische Rio Reiser - yep – un...
Life and life only. Leben. Literatur. Und Eintracht Frankfurt.