Donnerstag, 17. April 2014

Auf der Zielgeraden. Quasi.

Kommt er oder kommt er nicht? Die mögliche Verpflichtung von Roger Schmidt als neuem Eintracht-Trainer nimmt inzwischen fast lincolnsche Dimensionen an. Du liebes bisje. Das muss ja ein unfasslicher, einzigartiger, unersetzlicher Trainer sein, nach dem sich da alle die Finger schlecken. Mag ja sein, dass er ein guter Mann ist (auch wenn er – unter uns gesagt – eher unscheinbar aussieht), aber so ein Theater würde ich maximal für… ach nö, für den auch nicht.  Aber vielleicht ist er ja – wie die Paderborner nach vorn  und wie die Salzburger gegen den Ball  – eine „echte Waffe“. Und immerhin haben wir ja jede Menge Kohle, um eine mögliche Ablöse bezahlen zu können.  Satte, unglaubliche  900.000 Euro sparen wir künftig pro Jahr, weil wir die zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet haben. Ach so, sorry, die sind ja schon für den Erhalt des Joselu eingeplant.  Ist doch eine coole Vorstellung: Die Summe, die bisher für eine komplette Mannschaft mit regionaler Verwurzelung ausgereicht hat, wandert möglicherweise in die Tasche eines Spielervermittlers oder aufs Konto eines Retortenvereins.  Sinnvoll investieren, nennt man das dann wohl.

Donnerstag, 10. April 2014

Morgen: Auswärtsfahrt

Beim gestrigen Championsleaguespiel Bayern gegen ManU  haben die Fans von Bayern München mit einer ganz besonderen Choreo überrascht, für die extra eine detaillierte Anleitung auf der Tribüne verteilt wurde. Der Choreobeauftragte lässt grüßen. Ich bin der Auffassung: Das ist nachahmenswert. Schließlich müssen wir Fans ja umfassend betreut werden, damit im Stadion nichts schief läuft. Und hier ist sie jetzt also: Die erste Auswärtsfahrtanleitung der jüngeren Bundesligageschichte. Vor der Abfahrt nach Gelsenkirchen: Bitte sorgfältig durchlesen!

Samstag, 5. April 2014

Raus!

Heute also Mainz. Und bei allem Derby-Gedöns hin oder her, beißt die Maus keinen Faden ab: Für einen Adler, der – wie ich – in Mainz lebt, hat dieses Spiel eine gewisse Bedeutung.  Man kann mit Fug und Recht  behaupten: Wir mögen uns nicht (die bilaterale freundschaftliche Verbundenheit zu einzelnen 05ern tut dem keinen Abbruch). Wir sind alles das, was sie nicht sind: Böse, aggro, arrogant, laut, wild, chaotisch – und wir sind sogar noch stolz darauf.  Ein Eintrachtler in Frankfurt? Das empfinden die Mainzer weniger als Provokation, eher schon als Unverschämtheit: Wie kann man nur?  Freiwillig? Wenn die Schiffe aus Frankfurt beim Auswärtsspiel am Rheinufer anlegen, bringen Mainzer Mütter ihre Kinder in Sicherheit, putzig mit 05er-Halstuch dekorierte Hunde verkriechen sich mit gesträubtem Fell hinter dem nächsten Busch und warten bis das Unwetter vorübergezogen ist. Aber darüber habe ich in den vergangenen Jahren schon oft genug geschrieben – z.B. hier - und nichts desto trotz haben sie uns in den vergangenen Jahren, die eine oder andere derbe Schmurre geschlagen. 

Sieben auf einen Streich: Die letzten Spiele der Eintracht gegen die 05er im Schnelldurchlauf

Saison 2009/10
5. Dezember 2009
15. Spieltag
Eintracht Frankfurt – 1. FSV Mainz 05 2:0

Die 05er sind in dieser Saison aufgestiegen und spielen eine überraschend gute Hinrunde. Mit 23 Punkten stehen sie vor dem Spiel im Waldstadion auf Platz 6. Die Eintracht hängt mit 19 Punkten im Niemandsland.  Unser Trainer, von dem vereinzelt bereits gemutmaßt wird, dass es sich um einen Trainerdarsteller handelt, heißt Michael Skibbe. Patrick Ochs spielt auf rechts, Marco Russ ist auch nochschon da. Maik Franz und Chris in der Innenverteidigung.  Im Tor – na klar – Oka. Pirmin Schwegler – in seiner ersten Saison für die Eintracht – auf der 6, auf links wirbelt Üüüüümit.  Kapitän ist unser linker Außenverteidiger: Christoph Spycher. Im Sturmzentrum versucht sich Nikos Liberopoulous, Alex Meier ein bisschen dahinter. Achtung: Damals noch kein Dran-Denken, dass er dereinst ein von allen – und nicht nur von einem kleinen Häufchen – geliebter Fußballgott sein würde. Wir befinden uns noch im Caaaaaaio-wird –uns-retten und Meier-Bashing-Zeitalter.