Samstag, 30. Juni 2012

Ror Wolf wird 80 Jahre alt und wird mit einer Lesung gefeiert


"(...)
Peter L: „Was hälst du von der Eintracht“
3. Freund: He?
Peter L.: Ich frag Dich, was de von der Eintracht hälst.“
3. Freund: Ich würd jetzt lieber e Bier trinke.
Peter L.: Sag doch mal!
3. Freund: Ja, Mann, guck dir doch mal die Situation an.
Peter L.: Was hälsten Du von der Eintracht?
4. Freund: Eintracht ist eine gute Mannschaft, sie kann weit mehr, als ihr derzeitiger Tabellenstand aussagt. Mit ein zwei Verstärkungen im nächsten Jahr können wir unter die ersten drei kommen.“ (Beifall)"

(Aus: Ror Wolf, Die heiße Luft der Spiele/
Peter L. (21) stellt einige Fragen an sieben Freunde)


Ror Wolf ist ein großer deutscher Schriftsteller. Ror Wolf hat mit seinen Texten, Hörcollagen und Gedichten den Fußball in Deutschland literaturfähig gemacht und mit dazu beigetragen, dass die Eintracht  seit den 70er, 80er Jahren von einem ganz speziellen literarischen und intellektuellen Zauber umflirrt wird. Ror Wolf hat – zusammen mit Eckhard Henscheid – dafür gesorgt, dass Bernd Hölzenbein - damals, 1974 - doch noch für den Nationalmannschaftskader nominiert wurde und darob nicht unwesentlich zum Gewinn des Weltmeistertitels beitragen konnte. Ror Wolf ist weit mehr als das – er ist einer der wirklichen großen deutschen Nachkriegsschriftsteller, der in nahezu allen Gattungen – Lyrik,  die verschiedenen Facetten der Prosa von der Kurzgeschichte bis zum Roman, Hörspiel,  Essay, Gebrauchstext  - zu Hause ist. Ein „Universalkünstler“ , ein "großer Außenseiter der deutschen Literatur", einer der nicht nur schreibt, sondern zwischen den Genres changiert, malt, collagiert.  Ein brillianter Sprachschöpfer und kluger Kopf, ein „Wort-Musiker“.  Er ist abgründig, witzig,  unheimlich, skurril, erschreckend und rätselhaft. Wilhelm Busch und Christian Morgenstern werden gerne als Referenz herangezogen. Aber auch: Franz Kafka, Samuel Beckett. Arno Schmidt (doch, doch, schon) fällt mir dazu noch ein, irgendwie auch Rolf-Dieter Brinkmann, den leider kaum noch jemand kennt.

Ror Wolf lebt  (wie ich) seit vielen Jahren in Mainz (er mittendrin, ich nahe bei). Gestern, am 29. Juni 2012, wurde Ror Wolf  80 Jahre alt und im (sic!) Frankfurter Hof in der Mainzer Altstadt  wurde ihm zu Ehren eine Geburtsagslesung veranstaltet. Harry Rowohlt liest aus Werken von Ror Wolf, Ror Wolf hört zu – so ungefähr war die Veranstaltung angekündigt.  Wir waren dabei.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Kleines Fußball-ABC - Heute: "A" wie "Azzurro"

Abb. 1: Azzurro, occhio azzurro,
cielo azzurro, mare azzurro
Azzurro (adj.), ital. Für: azurblau. Bsp.: occhi azzurri, cielo azzurro, mare azzurro. Auch subst.: azzurr-o, pl. –i und azzurro-a, pl. –e. Gli Azurri (dt.: Die Azurblauen): Bezeichnung für die → italienische Fußballnationalmannschaft, die traditionell in blauen Trikots aufläuft. Häufiger/com.: → Squadra Azzurra. Vgl. hierzu: Les Bleus (französische Fußballnationalmannschaft), nicht zu verwechseln mit: Les Verts (Mannschaft der ASSO St. Ètienne). Bsp. Allez les verts bzw. (vulg.) Allez les verres.

Abb. 2: Schweizer Riegel
Traditionell übliches Spielsystem der → Squadra Azzurra war viele hundert Jahre der → Catenaccio, vulg. vereinzelt auch: Kantenatscho (bekanntestess Anwendungsbsp.: Jupp Derwall). Der → Catenaccio ist ein bolzenfester Abwehrriegel und wurde vom argentinischen Trainer → Helenio Herrera  während seiner Zeit bei → Inter Mailand erfunden. Vorformen finden sich bereits in der Schweiz. Aufgrund des → Catenaccio endeten Spiele der → Squadra Azzurra lange Zeit grundsätzlich mit 0:0 bzw. mit 1:0, was zu nicht unerheblichen → Vorurteilen gegenüber der → Squadra Azzurra geführt hat. Italienische Abwehrspieler gelten als: bis aufs Äußerste sanftmütig, schüchtern und freundlich. Aber abgezockt. Und sprachgewandt. Bsp.:Claudio Gentile (dessen Namen deutliche Hinweise liefert)  → Gennaro Gattuso (von dem zudem der Mensch abstammt und der "bruto commo i debiti" ist). Italienische Offensivkräfte gelten als schön und/oder abgezockt bzw. durchgeknallt: Bsp.Roberto Baggio (schön), Andrea Pirlo (schön und abgezockt), akt. → Mario Balotelli (abgezockt und durchgeknallt). 

Lieblingsgegner der → Squadra Azzurra bei wichtigen internationalen Pflichtspielen ist → die deutsche Fußballnationalmannschaft, neuerdgs.: → Schland. Egal, ob Vorrunde, Halbfinale oder Finale – am Ende steht ein → Remis oder es gewinnt die → Squadra Azzurra.  Bsp. WM 1962 (Chile): Gruppenspiel 0:0, WM 1970 (Mexiko): Halbfinale 4:3 n.V., WM 1978 (Argentinien): Gruppenspiel 0:0, WM 1982 (Spanien): Finale 3:1, EM 1988 (Deutschland): Gruppenspiel: 1:1, EM 1996 (England): Gruppenspiel: 0:0, WM 2006 (Deutschland): 2:0 n.V.Akt.: EM 2012 (Polen und Ukraine): Halbfinale: Mer waas : es net. (Nachtrag am 28.6. um 23 Uhr: Jetzt weiß man es also doch. Mmh.)  

Fußballfans werden im Italienischen als → Tifos-o, sing. (pl. -i), bezeichnet. Tifoso = etymol.: Typhus, i.d.F.: Verlust der Selbstkontrolle, ansteckende Leidenschaft. Je nach landesüblicher Vorliebe  trinken → Tifosi nach Siegen → Bier → Ebbler → Sekt → vino rosso oder → vino bianco. Nach Siegen der → Squadra Azzurra sind italienische Tifosi → Azzurri. Und so schließt sich singend der Kreis.

 So:
 
Oder so:
 

Montag, 25. Juni 2012

Unterwegs (1): Ab nach Kassel

In der Nacht von Freitag auf Samstag habe ich vom Theater geträumt. Ich war einer von zehn Zuschauern bei einem experimentellen Theaterstück und wir wurden nach und nach von den Schauspielern auf die Bühne gebeten und hatten dort – als Teil des Stücks – eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Ich wurde in eine quadratische, schwarze Box gesperrt, in der ich Töne erkennen und Lichtspuren hinterherjagen musste. Könnte sein, dass dieser Traum von der Schland-Oper beeinflusst war, die gerade auf großer Bühne stattfindet. Oder von meinem Besuch bei der Documenta in Kassel. Oder von beidem.

aBBILDUNG  (1)
Es geht um Kunst. Bei der Documenta merkt man das schon daran, dass sie nicht Dokumenta, auch nicht – wie schon häufig - documenta, sondern dOCUMENTA geschrieben und mit einer in Klammern dahinter gestellten 13 garniert wird: dOCUMENTA (13)., kurz d (13). Wie ich jetzt gelesen habe, ist dieser Schriftzug auch als eine Art Reminiszenz an das ursprüngliche Logo der Ausstellung – ein kleines d – gedacht. Für mich ist der Schriftzug im Nachhinein fast so etwas wie ein in Typografie übersetztes Ausstellungskonzept.

Im Vorfeld der dOCUMENTA (13) war viel über Hunde, aber auch darüber zu lesen und zu hören, warum diese Dokumenta eine Art Zäsur darstellt, vielleicht sogar - einmal mehr - so etwas wie das Ende der Kunst. Ist kein Konzept auch ein Konzept? Geht es um Poesie? Um künstlerische Prozesse? Um Grenzgänge? Um das Wechselspiel von Natur, Kunst und Wissenschaft? Ist der Ansatz anthroposophisch? Esoterisch? Willkürlich? Zu naturwissenschaftlich? Zu theoretisch? Einfach nur abgedreht? Dadaistisch? Für nicht unerheblichen Wirbel sorgten die schrägen und sprachlich ambitionierten Erläuterungen der künstlerischen Leiterin, Carolyn Christov-Bakargiev, die bei öffentlichen Auftritten häufig von ihrem Hund Darsi begleitet wurde und - wenn man dem, was man liest trauen darf -  intern ob ihres rigiden Führungsstils schon mal als   "Mini-Mubarak von Kassel" bezeichnet wird: Die dOCUMENTA (13) habe kein Konzept, aber eine Choreographie. Sie sei „unharmonisch“ und „frenetisch“, aber auch „ernst“ (und natürlich hundegerecht). Generell hält die Kuratorin „Verwirrung für eine gesunde Position.“

Verwirrt sind wir sowieso. Noch ein wenig mehr Verwirrung in einer ohnehin verwirrten Welt macht den Kohl auch nicht fett, also: Nichts wie hin.

Mittwoch, 20. Juni 2012

"Auf die Gestaltung des Weltbildes haben wir keinen Einfluss."


Seit gut einer Woche läuft jetzt die Fußballeuropameisterschaft und obwohl ich mit der deutschen Fußballnationalmannschaft nicht so furchtbar viel am Hut habe, bin ich mit Interesse und – fast schon überraschend viel – Spaß dabei, und lasse  mich einfach durch diese mit Fußball gesprenkelten Tage treiben. Die Tage verlaufen wellenförmig. Arbeit, Alltag, Freizeit – alles gruppiert sich irgendwie um die Ereignisse in Polen und der Ukraine. Egal, wo man sich befindet, der Fußball läuft sozusagen immer mit, tupft die Tage. Länder. Menschen. Geschichten, Namen – Stars, alte, neue, fast schon vergessene, wieder aufgetauchte. Und sie alle bilden eine bunte Kette mit dem, was sonst so geschieht, mit Bildern, großen und keinen Erlebnissen, dem Gang der Dinge.  Abgabetermine. Telefonate. Geburtstage. Die immer neuen Wellen der EU-Krise. Besuche im Krankenhaus (nichts Schlimmes!).Erdbeermarmelade. Gespräche über Johann Gottlieb Fichte, über Nancy Mitford , Grillwürste und die Welt, um die es nicht zum besten bestellt ist. Rosen, unglaublich viele, ausdauernd blühende, duftende Rosen. Straßen und weite Felder. Offene Fenster. Regen.  Wolken, die ziehen. Drei Adlerbabys und ein totes Kaninchen. Mails. Eine Postkarte von den Bermudas. Matthias Lehmann, der die Eintracht leiderschon wieder verlässt. Martin Lanig, der zur Eintracht kommt, vor allem weil er groß ist. Ein Tischtennismatch. Erinnerungen an die EM vor vier Jahren und drei abgedrehte glückliche Tage zwischen Mozart, Dylan, Griechen und Schweden (vielen, sehr vielen Schweden) in Salzburg. Von links nach rechts und von rechts nach links mal mit, mal ohne Maus durchs Bild laufende Katzels. Triefend nasse Bäume. Pokalauslosungstermin. Die Musik von Element of Crime und Johnny Cash. Das – leider nur hinter Oli Kahn – glitzernde Meer hinter Usedom. Fabregas. Torres. Ashley Cole. Buffon. Steven Gerrard. Good old Fanis. Gorden Schildenfeld. (Unser. Gordon. „Ein Kracher.“ Huch.) Der schöne Milan Baros. Tatsächlich. Schevschenko. Ibrahimovic. Ronaldo. Wayne Rooney, die Perle des englischen Proletariats. Und natürlich auch die Trainer: Mensch, ja klar, der Trapp trainiert die Iren.  Morten Olsen bei den Dänen. Roy Hodgson. Oleg Blochin. Tatsächlich.

Freitag, 15. Juni 2012

Kleines Fußball-ABC - Heute: "E" wie "Experte"


Experte, der (pl. –n, die): Im fußballerischen Alltag,  insbes. bei fußballerischen Großereignissen, aber auch bei jeder anderen Art von Ent- oder Entscheidungsspielen  in der TV-Berichtererstattung zum Einsatz kommende Menschen. (Bsp.  fußballerische Großereignisse: 1) FIFA World Cup TM , → 2) (akt.) UEFA Euro 2012 TM. Bsp.  End- oder Entscheidungsspiele:  → DFB-Pokalfinale. → Relegationsspiele zur  1. Bundesliga. ) Aufgabe ist es, die stattfindenden  Fußballspiele  zu analysieren. Aber auch das Drumherum, z.B. → Bengalos oder → Platzsturm.  Bsp.: „Ich bin schockiert.“ ( Mehmet Scholl nach dem Relegationsspiel Fortuna Düsseldorf – Hertha BSC). Verbindliche Standards für das Auftreten, das Verhalten und die Einsatzmöglichkeiten von Experten sind  im EU-Regelwerk DIN EurSp_7.381_ballspiele>fussball  formuliert, ein Antrag auf Zulassung des Begriffs → Experte als offizielle Berufsbezeichnung liegt der zuständigen EU-Kommission bereits zur Prüfung vor.

Abb. 1
Öffentlich-rechtliche Experten heißen Jürgen, Günther, Mehmetle. Oder Oli. Privatsenderexperten können auch Stefan oder Franz heißen.  Experten haben in der Regel selbst einmal Fußball gespielt und/oder sind als Trainer tätig. In jedem Fall haben sie sich  die ein oder andere Merite und damit gleichzeitig ihre Expertenberechtigung erworben. Experten sind in der Regel → sympathisch, → fachkundig und →  wortgewandt.  Sie sind in der Lage,  aus dem Stegreif eine 3-D-Analyse durchzuführen und können an jedem Ort der Welt zu Land oder zu Wasser eingesetzt werden. Vorraussetzung: Stehpult, Leinwand, Laptop (für den Moderator) sind vorhanden.  Der Experte ist – damit man ihn als solchen erkennt -  mit einem Jackett, einem Sakko, zumindest einer Jacke (Blouson) bekleidet, häufig auch mit Krawatte. Nur vereinzelt trägt er Pullover oder Pullunder. Bsp.:  Mehmet Scholl.  Expertengespräche werden nach der ersten Halbzeit und nach Abpfiff des Spieles geführt. Der Experte verfügt über dezidierte und einprägsame Sprachgewohnheiten. Bsp. (Formulierungen): „Da musst du noch eine Schippe drauflegen...“ "Da kannst du nicht einfach..."  „Ja, gut…“  „Wer selbst Fußball gespielt hat, weiß…“ „So ist Fußball.“ „Das muss besser werden.“ Seltener:  „Da musst du hin.“ Bzw.: „Da kannst du nichts machen.“  Häufig:  „Hehe.“  (O. Kahn).  Vereinzelt auch (ugs.): „Ja, leck mich am Arsch.“ (J. Klopp). 

Abb. 2
Nicht immer trifft der Experte mit seiner Meinung ins Schwarze bzw. und/oder umgekehrt.  Bsp.: 1) Günter Netzer vs. Rudi Völler.  GN: „Der tiefste Tiefpunkt.“ RV: “Ich kann den Scheißdreck net mehr hören.“  2) (akt.):  Mehmet Scholl vs.  Marios Gomez.  MS:  "Lauf, lauf, lauf." “/MG: „Hä?“ (weiterführ. s. hierzu a. → Stoßstürmer, der) In der Regel ist jedem Experten ein Moderator als ständiger Begleiter zur Seite gestellt. Die Moderatoren heißen Katrin oder Gerd oder Reinhold. In Zeiten von (vulg.) → dem Internet bzw. (vereinf.) → heutzutage,  steht der Experte nach Beendigung einer Sendung  → online für Fragen zur Verfügung, die Experten-Avantgarde neuerdings auch per  → Twitter. Bsp.: Harald Schmidt-Follower-Oliver Kahn „Wir werden Europameister.“

Experten kommen im fußballerischen Zusammenhang nicht nur im Fernsehen, sondern auch andernorts zum Einsatz. Bsp.:→ Stammtisch.  →  Tipprunde.  →  Grillfest.  →  Fußball-Forum.  →  Fußball-Blog.  →  Waldi’s EM-Club. Bsp. für Experten (div.):  → Ich.→ Du. → Wir alle.

Abb.1: 3-D-Analyse
Abb.2: Typisches Expertenambiente

Montag, 4. Juni 2012

Dumm, aber schnell, sicher, gesund und glücklich

Günther Grass ist für vielerlei bekannt, z.B. dafür, dass er sich darum sorgt, dass Europa „geistlos verkümmert“. Er scheut keinen Aufwand, um auch gleich selbst immer wieder neue Belege dafür zu liefern und schreibt merkwürdige Gedichte zu diesem und jenem, die er dann in großen Tageszeitungen veröffentlicht. Sollte das nichts nützen und es trotzdem nicht schnell genug gehen mit der Verdummung, können wir ja ein entsprechendes Beschleunigungsgesetz (doch, doch – so was gibt es) verabschieden, um die Dinge energisch voranzutreiben.

Beschleunigung täte z.B. auch gut beim Thema Happiness. Der kürzlich vorgelegte erste World Happiness Report hat  nämlich gezeigt, dass es mit dem Glücklichsein vielerorts in der Welt nicht so weit her ist. Na ja, Krieg, Hunger, Gewalt, Elend, Ungerechtigkeit können schon mal aufs Gemüt drücken. Da wird es Zeit, dass endlich – analog zum bereits bewährten und allzeit aufmerksamen Foodwatch – eine Art Happiness-Watch eingeführt wird, das unser aller Glück im Auge hat und vielleicht vorab schon mal einen 10-Punkte-Plan (ein , zwei, viele) aufstellen könnte.

So etwas hat die EU-Kommission, die sich mit dem Thema „Gesundheitsangaben für Lebensmittel“ beschäftigt hat, nicht mehr nötig. Sie hat bereits 44.000 gesundheitsbezogene Werbeaussagen  für Lebensmittel gesichtet und nach streng wissenschaftlichen Kriterien entschieden, ob Aussagen wie „Ebbelwoi macht glücklich“ oder „Handkäs befördert den Weltfrieden“ weiterhin zulässig sind oder ob sie verboten werden müssen, weil sie nachweislich zur Verdummung von Verbrauchern beitragen. Möglicherweise könnte man alternativ – analog zu Zigarettenschachteln – auch zusätzliche (möglicherweise sogar bebilderte) abschreckende Warnhinweise anbringen. Denkbar sind z.B. Fotos grölender Eintracht-Fans mit Apfelweinflaschen in den Händen oder Bilder, die von Handkäsdüften ohnmächtig vor sich hin delirierende Menschen zeigen.