Samstag, 27. April 2019

Footballtopia

In unserer Tageszeitung habe ich in dieser Woche einen Bericht gelesen, über "My Zeil", die "Shopping Mall, die seit zehn Jahren die Frankfurter Fußgängerzone prägt". (Müsste das nicht eigentlich "mei Zeil" heißen, aber so what - hier geht es ja um Wichtigeres.) My Zeil, ist nämlich modernisiert worden und jetzt wurde in einem ersten Schritt der neu gestaltete Gastronomie-Bereich - "Foodtopia" - eröffnet.  Und was soll ich sagen: Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen im Stadtwald sind sicher rein zufällig und nicht beabsichtigt. Aber lest selbst.

Samstag, 20. April 2019

Der Tag, an dem der Seppl leuchtete

(Diese Schnipsel habe ich am Tag nach dem Sieg gegen Benfica notiert und wollte einen Text daraus verfassen. Daraus wurde nix, deswegen poste ich den Text leider erst heute und außerdem unbearbeitet -   neun Tage später vor dem Spiel gegen Hertha. Vielleicht ist er ja auch verspätet und in dieser Form lesenswert)

Bin sehr früh am Stadion. Erst nach und nach tröpfeln aus allen Richtungen die Eintrachtler aus dem Wald.  Bratwurst bei Black and White. Spieltagsgebabbel mit Nicole. Sind wir zuversichtlich? Wir sind.

Donnerstag, 18. April 2019

Pssst...

Heute ist er also, der Tag:  Europa-Cup. Viertelfinalrückspiel. Benfica. Und es muss an mir liegen, dass ich - nein, nicht ruhiger, aber immer stiller werde je näher das Spiel kommt. #12gegen11 ++diehauenwirweg+++  Eintracht TV-Pathos Video-Teaser.***der größte aller Abende*** Die tollsten, so was von tollsten Fans. Das tollste, sowas von tollste Sadaion. Immer noch und noch mehr Gänsehaut, vorweggenommene magische Abende, große Momente... dieser perfekt durch rationalisierte Emotionscountdown ist für mich der Overkill. Echt.

Still. Ganz still. Die Sonne strahlt von einem blitzblauen Himmel. Der Flieder blüht. Ich atme  noch einmal tief durch, streife mir mein United-Colours-Shirt über den Kopf und mache mich auf in Richtung Waldstadion. Ich freu mich unfasslich auf das Spiel. Bin nervös, entnervt, angespannt, vorfreudig, kinzentriert, alles durcheinander. So viele baaaaaahs im Kopf, und so viele wenn's und aber's, so viele Fragezeichen. Es könnte so, aber auch ganz anders laufen. Klarer Sieg oder vielleicht sogar eine Klatsche? Unentschieden mit viel Kampf und Krampf? Offener Schlagabtausch mit vielen Toren, so wie gestern in der Champions League bei ManCity gegen Tottenham. Champions League... hach... Ein frühes Tor wär so wichtig. Konzentriert bleiben. Ruhe bewahren. Immer dran denken: Bei fast jedem Spielstand ist immer noch alles drin. Wir können es schaffen. Wir können es schaffen.

Ob Spektakel oder Kampfspiel. Viele oder wenige Tore. Bei einem bin ich mir sicher: Die Mannschaft wird alles geben und alles, was möglich ist, möglich machen. Und wir helfen ihr dabei!

Eintracht!

Montag, 15. April 2019

Kommen und gehen

So schnell kann es gehen und man weiß wieder wie es sich anfühlt. Schon erstaunlich wie viele Gefühle und Erinnerungen in wenigen Minuten durch Kopf und Herz schwurbeln können. Noch fünf Minuten bis zum Abpfiff. Unsere Mannschaft geht auf dem Zahnfleisch, nichts läuft zusammen. Sie sind nur noch zu zehnt, große Lücken in der Abwehr, Immer wieder Ballverluste, vergebliches Anrennen, aber sie mühen sich und kämpfen,  um vielleicht doch noch den Ausgleich zu schaffen. Konter der Augsburger.  Langer Querpass.  Kevin Trapp steht nicht gut. Luft anhalten. Das wird doch nicht...

Doch. Der Ball ist im Tor. Stille. Das war es jetzt also. Tatsächlich. Wir werden dieses Spiel verlieren, nach gefühlt hundert Jahren das erste. Das kleine Häuflein Augsburger im Gästeblock jubelt. Im Stadionrund: immer noch Stille. Auch wir brauchen einen Moment, um uns zu berappeln.  Mist.  Jetzt ist es passiert. Wir grinsen uns schief an. So ein Elend. Aber ok, wir können nicht immer und nur noch gewinnen. Wer will das schon? Die Mannschaft trabt zurück zum Anstoß. Hängende Köpfe. Eintracht.  Und dann passiert es: auf der Gegentribüne, in der Ostkurve,  aber auch um uns herum. Massenauszug. Viele stehen auf. Verlassen das Stadion. Ist das zu fassen? Ist mein erster Gedanke. Haben die sie noch alle?  Und dann: Warum wundert mich das nicht? Es gibt die, die immer da sind. Und es gibt die, die immer gehen bzw. nur bleiben, wenn es etwas zu feiern gibt. Die gab es zu Funkel-, Skibbe und Veh-Zeiten. Und die gibt es jetzt, möglicherweise jetzt ein paar mehr, die nur ins Stadion kommen, um Büffel und Spektakel zu erleben. Da gehen sie hin. "Und ihr wollt Eintracht Frankfurt sein..." intoniert die West. Und sie hat recht.  Ja. So fühlt sich das an.  Und es ist gut, sich daran zu erinnern.

Vor uns in der Reihe drängelt sich ein junger Mann nach draußen: "Sorry",  grinst er "ich muss aufs Klo." Wir aber  stehen auf und singen. "Im Herzen von Europa..." Die Schals gehen nach oben, nicht ganz so viele wie in den letzten Wochen, aber wir sind da. Überall im Stadion. Und wir bleiben. Auch dann, wenn wieder andere Zeiten kommen.

Danke, Jungs!

Samstag, 13. April 2019

Intermezzo. Seehofer im Tor.

Seit vielen Jahren spiele ich gemeinsam mit vier Freunden ein Fußballmanagerspiel. Wir sind die Rheinhessenliga: Mannschaften zusammenstellen, Spieler kaufen, jede Woche aufstellen und auswerten, Meister ermitteln. Mein Erfolg in den vergangenen Jahren war - wie hier gelegentlich berichtet - eher mäßig, nicht zuletzt deshalb,  weil meine Mannschaft, unabhängig vom tatsächlichen Leistungsvermögen, in der Regel äußerst optimistisch mit einer erklecklicher Zahl aktueller Eintracht-Spieler besetzt war. Was bisher verständlich, aber äußerst unklug war, ist inzwischen ein Erfolgsgarant. Seit letzter Saison wendet sich nämlich wie im realen Bundesligaleben so auch in der RHL das Blatt. Jetzt gilt: "Je mehr Adler, desto besser." Und deshalb spiele ich in diesem Jahr oben mit, bin auf Vize-Meisterkurs, mehr noch: die Spieler der Eintracht - sonst bei den Managerkollegen nicht sehr begehrt - stehen hoch im Kurs und gingen bei der Einkaufsversammlung für viel Geld über den Tisch. Aber das ist ein anderes Thema.

Samstag, 6. April 2019

Jubel. Trubel. Champions League?

Letztes Jahr haben wir gedacht,  dass im Eintracht-Kosmos nichts, aber auch gar nichts niemals nicht den Pokalsieg toppen kann. Dieses Glück, wieder da zu sein, wo wir vor hundert Jahren schon mal waren, Diese Explosion nach Jahren des - einträchtlich-schrägen - irgendwie Auf- und-Ab-Dümpelns. Etwas zu erreichen, was man in diesem Leben fast schon nicht mehr für möglich gehalten hat.

Jetzt wissen wir es besser. Mehr geht immer. Champions League. Viele Adlerfreunde erzählen mir, genau davon hätten sie schon immer geträumt. Das kann ich so von mir nicht behaupten. Ehrlich nicht. Mein Traum war:  noch einmal Pokalsieg (erledigt), einmal mit der Eintracht in England ( kann bald wahr werden),  und noch größer: einmal mit der Eintracht Meister werden.  Champions League nehme ich natürlich auch. Klar, wenn wir schon mal dabei sind. Und jetzt sowieso,  wo wir den Platz in der Hand halten und in der Vorhand sind. Wir dürfen ihn einfach nicht mehr hergeben. Und ich bin sicher, dass es klappen wir. Mehr noch: dass wir angekommen sind,  um zu bleiben. Oben. Echt. Man stelle sich vor,  die neue Generation Eintrachtler, die sich gerade formiert, wird die Eintracht nur als erfolgreich kennen und gekannt haben. Ewiger Jubel, Dauerparty,  immer neue Spieler, immer neue Siege und Erfolge. (...kurzes Zusammenzucken, ...na gut...). Wir fliegen einfach immer weiter (und machen, wie ich gestern irgendwo gelesen habe, im Sommer dann erstmal einen selbst vermarkteten Zwischenstopp in China.  (Vor meinem inneren Auge sehe ich Axel Hellmann und Fredi Bobic milde lächelnd an die Planzahl der zu produzierenden Trikots noch zwei Nullen anhängen und innerlich die Euroscheine zählen).

Vor dem Spiel auf Schalke noch ein Blick auf die aktuelle Lage. Wie wäre es damit:  Dortmund wird Meister, Bremen holt den Pokal und die Eintracht den Eurocup. Die Bayern? Nichts. Na ja, ist dann ja auch so was wie  ein Triple.  Das wäre doch mal eine echte Wende und Aufbruchstimmung im deutschen Fußball.

Und was macht Schalke? Häme liegt mir fern, zu lange haben wir selbst jede Woche die Punkte hin und her gewendet und die restlichen Spiele durchgerechnet. Trotzdem, so richtig schlecht, stehen die Chancen nicht, dass Schalke noch in den Kampf um den Relegationsplatz eingreifen wird. Die Eintracht ohne Haller, ohne Gacinovic, wohl auch ohne Rode. Aber mit Hasebe. Mit Jovic. Mit Fernandez. Mit Rebic. Mit Pacienia. Und mit....Also, wenn ich Schalker wäre (was ein gnädiger Fußballgott zum Glück verhindert hat), also, wenn, dann würde ich heute nicht unbedingt mit Punkten rechnen.

Champions League. Weiterträumen. Auswärtssieg und sonst gar nix.

(Und über das Ding mit der Meisterschaft können wir ja dann nächste Saison noch mal reden...)