Sonntag, 11. August 2019

Alla gut, alla fort - im Pokal gegen die Waldhof-Buben

Eigentlich wäre ich jetzt in Mannheim. Direkt nach der Auslosung waren mein lieber Ex-Arbeitskollege - überzeugter Mannheimer, überzeugter Waldhöfer und - logisch - Eintracht-Sympathisant - uns einig: Da gehen wir zusammen hin. Jetzt hat es leider doch nicht geklappt mit der Karte und er ist ohne mich im Stadion,  fest überzeugt, dass die Waldhöfer eine Runde weiterkommen.

Freitag, 2. August 2019

Herzerwärmend in Grün

Das war einer dieser Abende im Waldstadion, an denen es am Ende egal ist,  was einem sonst so moderner-fußball-mäßig im Magen liegt. So lange es solche Moment gibt, so lange ist es vielleicht, nein, nicht egal, was sich sonst so tut - aber sicher ist: so lange gibt es Fußball.

Donnerstag, 25. Juli 2019

Adi Hütter and the flying circus

Hereinspaziert, meine Damen und Herrschaften. Premiere für eine neue Saison mit noch sensationelleren Höhepunkten, spektakulären Events, spannenden Reisen in entlegene WINKEL Europas und vermutlich auch mit Fußball.

Sonntag, 7. Juli 2019

Sommer-Schnipsel (Teil 2): "Everybody moving, if they ain't already there. Everybody got to move somewhere"*

So ist das manchmal - es gibt viel zu erzählen und zu denken, das Notizbuch füllt sich, und der Blog bleibt trotzdem leer.  Viel Arbeit, viel Sommer, viel Garten sin die Gründe,  aber vor allem hindert mich im Moment ein fast anfallartiger Leserausch. Egal wann wie und wo, knappse ich mir eigentlich immer ein Eckelchen meines Tages fürs Lesen ab, aber im Moment nutze ich quasi jede freie Minute. Es fing wie so oft querbeet an - In diesem Fall von George Sand über Eduard von Keyserling über Enzensbergers Museum der moderneren Literatur bis zu Saša Stanišič und Francis Wyndham bis ich - später als offensichtlich viele andere - auf Elena Ferrante gestoßen bin, der ich seitdem nach Neapel und Ischia folge, und die mich im Moment nicht mehr loslässt. Bin mir noch nicht sicher, wie ich sie literarisch einschätzen soll - weiblicher Pynchon? Sicher nicht. Ein fesselndes und ungewöhnliches Leseerlebnis? Ganz sicher.

Als Sommeruntermalung läuft natürlich auch die Saisonvorbereitung der Eintracht immer mit. Und? Na ja - das bekannte Kommen und Gehen und ich ertappe mich dabei, dass ich noch gar keine Lust habe, damit anzufangen, mir Namen zu merken.

Samstag, 8. Juni 2019

Sommer-Schnipsel (Teil 1): Besser geeignet.

Und es war Sommer... Gibt es neue Hitzerekorde? Trockenheit? Überschwemmungen? Schlage vor, wir freuen uns jetzt erstmal, dass die Sonne (zumindest öfter mal) scheint und hoffen das beste.

Mit Beginn des Monats Juni ist die Saison 18/19 jetzt auch fußballtechnisch erst einmal abgehakt. Die letzten Ab- und Aufsteiger sind ermittelt, die wichtigsten Pokale verteilt. Kloppo hat endlich seinen ersten großen Pokal mit den Reds geholt, die Bayern haben Robben und Ribery und irgendwie auch Jerome Boateng verabschiedet, der SV Wehen hat den Aufstieg in Liga 2 geschafft  und wir freuen uns in der nächsten Saison auf zwei Spiele gegen Eisern Union und leider auf keines gegen den FC St. Pauli. Auch die Eintracht hat ihre Mission der Markterschließung im Land der Mitte längst beendet und die Helden der vergangenen Saison befinden sich  wahlweise bei ihren Nationalmannschaften oder in ihrem wohlverdienten Urlaub - wer daraus wann und ob  überhaupt wieder in Frankfurt landen wird - mer waas es net.

Samstag, 18. Mai 2019

Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.

Die Saison 2018/19, die Europacup Reise der Eintracht liegt fast schon hinter uns und doch ist noch eine Seite offen -  so etwas wie das "Nachspiel auf dem Theater".

Die Rollen sind klar verteilt:  Hier der hartherzige verknöcherte Landvogt,  der unter Druck geraten ist und gemeinsam mit seinen Kumpanen die ihm untergebenen Bauern bis aufs Blut trietzt,und keinen Widerspruch duldet, wenn es gilt,  seine ehrgeizigen Ziele  zu verfolgen. Menschliche Zuwendung, Respekt, Wärme - nein, die kennt er nicht. Skrupellos und unersättlich will er immer mehr und zieht sich seine Günstlinge heran.

Dort der sympathische,  wilde Haufen,  der tatkräftig und mit lebhafter Unterstützung seiner Landsleute von Stadt zu Stadt zieht und lange Zeit nicht zu stoppen schien. Auf dem Weg zu den kujonierten Bauern rollen Busse,  Züge,  Fahrräder, Kutschen durch das Land,  vollgepackt mit Aufständischen, die mit ihren Fahnen wedeln,  merkwürdige Flüssigkeiten trinken und fröhliche Lieder singen - ganz wie einst Lilian Harvey in dem berühmten Film "Die Bundesliga tanzt".



Überall an den Straßen stehen Menschen,  die  tanzen, ihnen zuwinken und jubeln. Oh, du Eintracht. Dort fährt er,  der Europopokalteilnehmer der Herzen,  der Rom, Mailand und London im Sturm erobert hat und an dessen Spitze das gütigste und weiseste Führungsteam seit Beginn der Fußballaufzeichnungen steht und das den Verein Hand in Hand mit allen Treuen und Gutwilligen in eine glorreiche Zukunft führen wird, was immer der Nachmittag auch bringen mag.

Die Truppe,  die heute Nachmittag gegen das schier übermächtige Team der Ungeliebten antritt ist müde,  ausgelaugt, voller Blessuren und dennoch mit (sic) "hocherhobenen Hauptes"  -   voller Zuversicht und Mut, noch einen weiteren Kontrapunkt in der Welt des schnöden Mammons zu setzen.  Wird das Gute Siegen?  Werden die - so said - "Mayas" sich tatsächlich zu einem Sieg aufraffen? Wird den - grmpf - "Radkappen" und "Pillendrehern" am Ende das Quäntchen Liebe fehlen, das zum Siegen unerlässlich ist? Werden die nur scheinbar fußball-affinen Karnevalisten den seelenlosen "Hoppis", die nur von Geldes Gnaden und für Geld spielen, die Europa-Suppe versalzen?


Mehr dazu ab 15 Uhr 30 an Ihne ihrm 34. Bundesligaspieltag.





Donnerstag, 9. Mai 2019

Fußball-Geschichte(n)

Der Fußball hat in dieser Saison schon viele wilde und große Geschichten geschrieben. Unsere eigene, die uns auf einen Wahnsinns-Trip quer durch Europa geführt hat, aber auch die Geschichte des FC Liverpool, des FC Barcelona, der Tottenham Hotspurs und die von Ajax Amsterdam, die in den letzten beiden Tagen einen vorläufigen Höhepunkt gefunden haben. Wundergeschichten hatten,  Märchen, die von einer Minute zur anderen zum Albtraum werden. Geschichte vom Glück, von Dankbarkeit, Überschwang und von Fassungslosigkeit - und immer gibt es zwei Seiten. Diejenigen, die ihr Glück kaum fassen können und die, die wie ein Häufchen Elend zusammensacken. Bilderflut.  Jürgen Klopp, dem man in den letzten zehn Minuten im Spiel gegen Barca dabei zusehen kann, wie er innerhalb von Minuten altert, und der direkt nach Abpfiff zunächst - vielleicht in einer Art Glücksstarre -  ganz ruhig bleibt, kaum eine Miene verzieht. Maurizio Pochettino, der auf dem Rasen des Tottenham-Stadions  kniet und noch nicht zu begreifen scheint,  dass es wahr ist und seine Spurs tatsächlich im Endspiel der Champions League stehen. Die in den Händen vergrabenen Gesichter der mitgereisten Fans aus Barcelona. Die Tränen der Ajax Fans.

Wie geht es weiter? Welche Geschichte werden wir in zwei, drei, fünf, zehn Jahren erzählen von diesem 9. Mai 2019, an dem die Eintracht an der Stamford Bridge in London im Halbfinale der Euro League auf den FC Chelsea trifft und nach knapp vierzig Jahren wieder die Chance hat,  in ein europäisches Finale einzuziehen? Wird dieser Abend der Beginn von etwas noch größerem?

An der Stamford Bridge ist den Zuschauern von A wie Alkohol bis Z wie Zigaretten so gut wie alles verboten,  sogar stehen. Nicht auf der Verbotsliste stehen: hüpfen,  singen,  schreien,  jubeln, Tore schießen. Schon gar nicht für Büffel.

Na dann! Finale uns sonst gar nix!