Mittwoch, 30. Januar 2013

Spieler der Stunde: Kevin "Wow-was-haben-wir-für-einen-Torwart" Trapp feat. Wintertransferschluss


Kuckuck
Gibt es überhaupt noch irgendeine Mannschaft, die die Saison mit der Mannschaft zu Ende spielt, mit der sie im Sommer begonnen hat? In der Wintertransferperiode geht es jedenfalls fast zu wie bei einer Drehtür, die – je näher der 31. Januar rückt - immer schneller wirbelt,  zwischendurch immer mal wieder unvermittelt stecken bleibt  und  einen neuen Spieler ausspuckt. Oder ist es vielleicht doch eher wie bei einer Kuckucksuhr? Statt im Stundenrhythmus öffnet sich das Türchen alle zehn Minuten.  "Kuckuck" - da steht der Herr De Camargo - und ist schon wieder weg. Das Türchen geht wieder zu. "Kuckuck" – da steht Jimmy Hoffer und winkt mit einem Taschentuch.  (Notier: Unbedingt in den nächsten Merchandising-Katalog aufnehmen!)  "Kuckuck": Rob Friend mit Hut. Und weg. "Kuckuck" – schon wieder springt die Tür auf,  das Männchen bleibt aber noch im Dunkel, will nicht richtig herausspringen. Türchen wieder zu. Wieder auf.  Wieder zu, wieder…. Ah, ja – dunkelhaarig. Tatsächlich – das ist Lakic.  Mal sehen, wer morgen „Kuckuck“ ruft und auftaucht bzw. verschwindet.  Occèan.  Jung. Livaja. Oder doch de Camargo. (Ach nö, der is ja jetzt in Hoffenheim). Wär aber nicht das erste Mal, dass wir last minute  ein unschlagbares Stürmerduo mit tausend Optionen verpflichten. Vielleicht kommt ja doch noch Kacar? Das wäre insofern sinnig, dass wir zwar keinen Mittelfeldspieler brauchen, Kacar auf Fotos aber eine leichte Ähnlichkeit mit Srdan Lakic aufweist und sich in mir der Verdacht erhärten würde, dass wir Spieler möglicherweise nach äußerer Ähnlichkeit einkaufen. Im Sommer waren (fast) alle Neuzugänge blond und hatten einen Seitenscheitel – dieses Mal dann eben dunkelhaarig mit kurzem Pony.

Alla fort. Srdan Lakic ist jetzt also ein Adler, will heißen: Er trägt das Adler-Trikot. Hurra, hurra. Und ich bin jetzt einfach mal gespannt, was sich in Sachen Kuckuck in den nächsten 24 Stunden noch tun wird. Vom Hier zum Da oder zum Ganzwoanners liegen ja manchmal nur ein paar SMSe. „Wir denken uns schon was dabei, wenn wir einen Spieler holen“,hat Armin Veh im Interview gestern augenzwinkernd gesagt, „auch, wenn man manchmal auf den Gedanken kommen könnte, dass das nicht so ist.“  Stimmt. (Augenzwinker zurück).

Jetzt aber schnell zur Auswertung des Spielers der Stunde:

Donnerstag, 24. Januar 2013

Spieler der Stunde/Hinrunde: Statistisches

Draußen liegt noch Schnee, die Hinrunde der Saison 2012/13 ist aber schon Schnee von gestern. Die Hinrunden-Titel sind bereits alle vergeben, die Eintrachtler haben überall abgeräumt, alles dazu gesagt - der Blick geht nach vorn. Trotzdem möchte ich  - leider ein bisschen später als gedacht - doch auch noch eine kleine Rückschau auf die Wahl zum Spieler der Stunde halten, die zunächst bei Kid in der Klappergass, seit knapp zwei Jahren - und also auch in der letzten Hinrunde - regelmäßig hier im Blog durchgeführt wird. Ich habe die Einzel-Ergebnisse konsolidiert und mir mal angeschaut, welche Besonderheiten mir dabei auffallen. Die wichtigsten Infos  sind jeweils in den Bildchen aufbereitet. Unter jeder Grafik gibt es außerdem noch einige ergänzende Infos. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Mark, der die Idee für die konsolidierte Auswertung hatte und mich durch sein Interesse zusätzlich motiviert hat :).

Here we go:

Mittwoch, 23. Januar 2013

Trotzdem ein Spieler der Stunde: Carlos Zambrano


So ein bisschen blöd bin ich mir ja schon vorgekommen als ich am Samstag nach dem Spiel die Umfrage zum Spieler der Stunde hier eingestellt habe.  Soll ich wirklich? Kurz hatte ich noch überlegt, ob ich statt dem Spieler der Stunde den Idioten der Stunde wählen lassen sollte und dabei nur einen zur Auswahl stellen: Knall Depp. Aber hey,  nicht der richtige Zeitpunkt für blöde Scherze. Dann habe ich mich entschlossen, die Wahl auch dieses Mal ganz ohne weitere Kommentare durchzuziehen.. Weiß wohl, die Wahl zum SdS ist nur ein Pillepalle in der großen, weiten Eintracht- Klick- und Abstimmungslandschaft – trotzdem hatte ich so ein Gefühl von:  Jetzt nicht den Schwanz einziehen, weitermachen. Wie auch immer -  jetzt haben wir also den Salat. Grade mal 38 Stimmen,  das ist das niedrigste Abstimmungsergebnis, das es je bei der Umfrage gegeben hat. Und natürlich würde ich auch hier eigentlich gerne ein wenig herumkäsen, von wegen:  Zeigefinger eingeschneit? Abstimmungsmüde, weil  In den letzten Wochen bei den Wahlen zu den Spielern, Trainern, Bäumen und Blumenständern der Hinrunde zu viel geklickt?

Aber, hey, dazu ist die Lage zu ernst. Die Raketen, die in Leverkusen aus dem Eintracht-Block aufs Feld geflogen sind, haben der Eintracht-Welt einen Tiefschlag versetzt – sie haben voll getroffen.  Mitten ins Herz. Oder in die Magengrube, wie man's nimmt.  Fast herrscht so etwas wie ein Schockzustand.  Die Aufbruchsstimmung, der Übermut, die Lockerheit – weg.   Allen Eintrachtlern, die ich kenne, ist der Samstag  in die Knochen gefahren.  Dieses Mal ist alles anders. Schluss mit Diskussionen, Schluss mit lustig. Stefan im Blog G ist müde. Beve bringt es auf den Punkt. Die Nordwestkurve  und die Ultras geben - getrennt voneinander - Stellungnahmen ab.  Die FuFa appelliert an die Gemeinsamkeiten der Frankfurter Fanszene. Ein „Fünkchen Hoffnung“ (hoho) für einen Neuanfang. Und vielleicht ist das ja der geheime Sinn, der aus all dem erwachsen kann. Vielleicht entsteht da – zumindest punktuell und für den Augenblick - so etwas wie eine neue Solidarität. Ich für mich weiß schon seit längerem, dass irgendwann der Zeitpunkt kommen wird, an dem mir das, was sich im und ums Stadion tut, endgültig zu doof wird, und ich zu Hause bleiben werde. Ich weiß aber auch: Ich werde mich nicht von ein paar Idioten aus dem Stadion vertreiben lassen. So nicht. Wir müssen die Kurve ermutigen, das Heft in die Hand zu nehmen und gegen die, die gegen die Eintracht sind, vorzugehen. Und vielleicht können wir an diesem Punkt, das sein, was wir in vielen Dingen schon lange nicht mehr sind: Uns einig.  Ich. Du. Er. Sie. Es. Wir. Wollen. Das. Nicht.

Wer trotzdem Lust zum Weiterlesen hat - hier geht es zur Auswertung des Spielers der Stunde:

Samstag, 19. Januar 2013

Also sprach Nostradamus!

Jetzt geht es also wieder los. Die Welt liegt unter einer feinen Schneedecke, ein kalter Wind weht und der Eintracht-Tross ist bereits guter Dinge in Leverkusen gelandet.  Die Vor-dem-Spiel-Pressekonferenz war in dieser Woche nicht ganz so launig wie zuletzt vor Weihnachten. Ja, ja. Wir müssen nicht mehr wollen, aber wollen tun wir schon.

Wie auch immer. Allerlei hat sich in der vergangenen Woche seit der Rückkehr aus dem Abudabbischen ereignet. Alex Meier – meindeinunser Alex -  ist 30 Jahre alt geworden und wird seine Runden im Stadtwald künftig ohne seinen langjährigen Weggefährten und Freund  Benni Köhler drehen.  Das Spekulationsrad dreht sich unterdessen munter weiter.  Wie Lewis Holtby bin zwar auch ich kein Nostradamus und kann also nicht wissen, was heute Abend, morgen, in der nächsten Woche oder gar im nächsten Jahrtausend geschehen wird. Vorläufig weiß ich, dass Rob Friend zwar nicht in die Türkei wechselt,  aber vielleicht nach Vancouver. Oder auch nicht.  Dass Lakic kommt. Vielleicht aber auch nicht und stattdessen dann Herr de Camargo.  Keine Ahnung!  Irgendeiner wird es am Ende schon werden und vielleicht besinnt sich Bruno Hübner sogar noch auf das, was Benni Köhler schon vor drei Jahren auf die Frage geantwortet hat, wen er denn als Verstärkung  zur Eintracht holen würde: „Dreimal AlexMeier.“  (Das wäre dann allerdings eine kaum zu lösende Aufgabe...)

Freitag, 18. Januar 2013

Mehr oder weniger


Ich weiß nicht, ob es euch auch schon mal aufgefallen ist:  Von allem gibt es in den letzten Jahren immer mehr oder immer weniger. Es gibt mehr Talkshows, aber immer weniger unterschiedliche Gäste. Es gibt mehr (nur noch?) Krimis im Fernsehen. Mehr Kaffeesorten (ist da eigentlich noch jemand außer mir, der keinen Latte Vanille, Milchkaffee (mit Zimt oder Schoko), Capuccino etc trinkt, sondern einfach Kaffee?).  Es gibt mehr Sicherheitskontrollen, dafür weniger Sicherheiten. Mehr Ausbildungsberufe, aber weniger Fakultäten und Fachbereiche an der Uni (ungelogen: Ich kenne eine Uni, in der es im Zuge der Neuordnung und Modularisierung zwar noch Romanistik gibt, aber Französisch abgeschafft wurde). Es gibt mehr Gedöns über alles und jedes, aber immer weniger unterschiedliche Meinungen.  Immer mehr Dinge, die unglaublich wichtig sind, und immer weniger, um das sich jemand kümmert. Immer mehr Geschichtsshows und immer weniger Geschichte und Geschichten. Mehr  Erdnuss-Sorten (geröstet, ungeröstet, geröstet ungesalzen, geröstet pikant gewürzt, ungeröstet  pikant, ungeröstet gesalzen). Mehr Chips. Sogar Sidolin reinigt jetzt streifenfrei für mehr als 25 Oberflächen - und da darf man sich  schon mal fragen, wo die denn herkommen sollen.

Einem geht es eindeutig an den Kragen und das ist der Neger. Überall war es in den letzten Wochen und Tagen zu lesen, dass Ottfried Preußlers kleine Hexe sprachlich überarbeitet wird und modernen Sprach- und Denkgewohnheiten angepasst werden soll.  Lokomotivführer Lukas raucht schon lange nicht mehr. Huckleberry Finn darf keinen Tabak mehr kauen.Und während Pipi Langstrumpf ihren Vater – den Negerkönig, der jetzt ein Südseekönig ist – wenigstens behalten durfte, wird das Negerlein (und mit ihm vielleicht auch das Türkenmädchen und der Chinese), von denen die kleine Hexe zu einem Kostümfest begleitet wird, jetzt einfach gestrichen.

Mein Mit-Adler hat deshalb  -  inspiriert von allerlei anderen Alltagserlebnissen und Beobachtungen – eine kühne These aufgestellt: Was nicht (mehr) passt, wird nicht nur einfach anders oder weniger, sondern es verschwindet und ist dann als wäre es nie da gewesen. Na, na, na. Man muss ja nicht gleich übertreiben, dachte ich bis, ja bis in der vergangenen Woche die Sternsinger bei uns im Ort unterwegs waren. Es klingelte, ich öffnete und da standen sie und ich wollte meinen Augen nicht trauen. Kaspar, Melchior und – kein Balthasar. Sie waren nur zu zweit. Und was fehlte, war ausgerechnet … na ja. Hilfe. Darüber muss ich jetzt erst mal nachdenken. 

Sonntag, 13. Januar 2013

Abu Dhabi doo - alles abudabbisch!


Das Trainingslager in Abu Dhabi ist gerade zu Ende gegangen.  Konzentrierte Trainingsarbeit, zwei Testspielniederlagen, wilde Gerüchte und jede Menge Träume:  Seppl Rode, Sebi Jung und mit ihnen viele andere träumen von Europa und auch, wenn die Träume sich ähneln, müssen sie nicht unbedingt in die gleiche Richtung gehen. Marco Russ träumt von einem Platz in der Stammformation, Armin Veh nicht unbedingt von einem neuen Stürmer  und damit  die unvergesslichen abudabbischen Erinnerungen auch über den Tag hinaus wirken,  hat rotundschwarz keine Mühe gescheut, gebastelt, gemalt und Ideen entwickelt. Nach dem großen Erfolg der „Wolken-Edition“  hier jetzt also das ultimativ abbudabbische, exklusive  „Über Dhabi fahren wir nach Rom“-Fanpaket“. Muss man haben!

Freitag, 4. Januar 2013

Bloß nicht den Hut einziehen!

Das neue Jahr ist da, der Blick richtet sich nach vorn, die letzten Meldungen aus dem alten Jahr vermischen sich mit denen, die das neue Jahr bereits gebracht hat.

The Boys are back, gestern war Trainingsstart bei der Eintracht, die Adler fliegen wieder - nicht nur auf der Sprungschanze, sondern jetzt auch wieder im flachen Land.  Alex Meier ist  vom Kicker zum besten Spieler der Hinrunde gekürt worden (ich denke, er wäre es auch geworden, wenn nicht auf allen Eintracht-Ebenen  zum voten, voten, voten aufgerufen worden wäre und finde es schade, dass wir ihm diese Chance nicht gelassen haben). Armin Veh ist von seinen Trainerkollegen zum besten Hinrundentrainer gewählt worden,  Kevin Trapp liegt in der Kickerrangliste  noch vor Manuel Neuer, auch Primin  Schwegler, Alex Meier und Sebastian Rode wird im Kicker-Ranking internationale Klasse bescheinigt und  Seppl Rode wird bei bundesliga.de zudem zu so etwas wie dem  „Rookey of  the Year“ gekürt.   Wow.  Für genügend Aufwind ist also gesorgt  – muss uns also nur noch – hoho – eine - vielleicht ja sogar elegante -  europäische Landung gelingen (die jetzt ja sogar unser Vorstandsvorsitzender zumindest in Erwägung zieht).