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Posts mit dem Label "Jürgen Grabowski" werden angezeigt.

Europa-Pokal-Sieger-Sommer-Schnipsel (6): Ready!

Seid ihr bereit? Die Eintracht jedenfalls ist  "ready" für die neue Saison. Das bestätigt unser Trainer in der PK vor dem Spiel auf Nachfrage, und ich denke, er hat recht. Die Vorbereitungsspiele liefen glatt und erfolgreich, die Mannschaft wirkt schon erstaunlich gut eingespielt. Es kann los gehen. Auch Peter Fischer (wie immer der richtige Mann, um zum richtigen Zeitpunkt die Dinge auf den Punkt zu bringen und die Awareness zu steigern) findet, dass von den drei Gegnern, gegen die wir in den kommenden zwei Wochen spielen - Magdeburg, Bayern, Real Madrid -  nur ein Gegner schwer ist: na klar - Magdeburg. Und obwohl ich bis  vor kurzem in Kopf und Bauch ein eher schwammiges lalala-Europacup-Eintracht-dirridum- huch- geht die Bundesliga echt schon wieder los-Gefühl  hatte und null angespannt war - das ist spätestens jetzt vorbei: Es fängt heftig an zu kribbeln. Erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass die Erstrundenspiele im DFB-Pokal alle eine Minute später angepfi...

EM- und Sommerschnipsel (5): Mit dem Jürgen und dem Ringo. Und dem Oli.

Schnipsel heißen Schnipsel, weil sie verschiedene Themen kurz streifen und wild zusammengewürfelt sind. Here we go. Mit dem Jürgen, mit dem Jürgen.  Der große Jürgen Grabowski wird heute 77 Jahre alt.  Übervater aller jetzigen und kommenden Eintracht-Idole und Legenden. Alles, alles erdenklich Gute,  vor allem Gesundheit. Bei der EM sind wir  jetzt kurz vor dem Ziel. Erstes Halbfinale ...und dann setzen sie sich am Ende doch durch, die Italiener. So viele Emotionen, so ein (Sportreporter-Sprech) mitreißendes, wenn auch nicht hochklassiges Spiel. Die Italiener zeigen, dass sie trotz neuer Spielkultur, doch auch immer noch italienisch können (nach weit verbreitetem Vorurteil ist das:  fallen, liegenbleiben, sich hinten rein stellen, Zeit schinden), aber dann und wann blitzt ihr Können auf und sie können nicht anders, als richtig gut Fußball spielen. Trotz des nicht überzeugenden Halbfinal-Auftritts, trotz Elfmeterglück, stehen sie für mich - als bisher überzeugend...

Sommer-Schnipsel (Teil 2): "Everybody moving, if they ain't already there. Everybody got to move somewhere"*

So ist das manchmal - es gibt viel zu erzählen und zu denken, das Notizbuch füllt sich, und der Blog bleibt trotzdem leer.  Viel Arbeit, viel Sommer, viel Garten sin die Gründe,  aber vor allem hindert mich im Moment ein fast anfallartiger Leserausch. Egal wann wie und wo, knappse ich mir eigentlich immer ein Eckelchen meines Tages fürs Lesen ab, aber im Moment nutze ich quasi jede freie Minute. Es fing wie so oft querbeet an - In diesem Fall von George Sand über Eduard von Keyserling über Enzensbergers Museum der moderneren Literatur bis zu Sa š a Stani š i č  und Francis Wyndham bis ich - später als offensichtlich viele andere - auf Elena Ferrante gestoßen bin, der ich seitdem nach Neapel und Ischia folge, und die mich im Moment nicht mehr loslässt. Bin mir noch nicht sicher, wie ich sie literarisch einschätzen soll - weiblicher Pynchon? Sicher nicht. Ein fesselndes und ungewöhnliches Leseerlebnis? Ganz sicher. Als Sommeruntermalung läuft natürlich auch die Saisonvor...

26. Spieltag: Die Freiheit, das Spiel zu genießen

Von Freiheit und Genuss weit entfernt, ist allerallerspätestens seit gestern der HSV, dem in dieser Saison wohl wirklich und wahrhaftig die Bundesligaluft ausgeht, Heribert „warum hat er sich das bloß angetan“ Bruchhagen kann das Gefühl derzeit schon austesten , aber ganz sicher können wir erst dann sein, wenn wirklich der allerletzte HSV-Witz (von wegen Uhr, Dino und Raute) gemacht ist. Ganz anders die Situation bei unserer Eintracht. Sie hat in dieser Woche am 8. März ihren 119. Geburtstag gefeiert. Zeitgleich mit dem Weltfrauentag, was nichts zu bedeuten hat, und gleichzeitig mit dem zwei-jährigen-Jahrestag von Niko Kovac, was durchaus als glücklicher Zufall oder – wenn man hochgreift – sogar als schicksalshafte Fügung bezeichnet werden könnte. Seit zwei Jahren ist Niko Kovac jetzt unser Trainer und es fällt im Moment wirklich schwer ein Haar in der Suppe zu finden. Seit zwei Jahren ist Niko Kovac jetzt unser Trainer und es fällt im Moment wirklich schwer ein Haar in der Ein...

Noch einmal: Berlin

Bleibt Hradecky oder bleibt er nicht? Und wenn er bleibt, wollen wir ihn überhaupt noch? Jesus Vallejo hätten wir alle gern behalten, aber er muss zurück nach Spanien. Wie viel Geld haben wir jetzt eigentlich tatsächlich zum Einkaufen? Steht der Sponsor, der aufs Trikot kommt, schon fest und kommt er aus den USA, wo die Eintracht, indeed, ihr Trainingslager abhält?  Das alles und noch viel mehr sind die Fragen, die die Eintracht-Welt im Moment beschäftigen. Und während nicht nur in England der Mai vorbei ist und Emanuel Macron in Paris demnächst zum Kaiser der Franzosen gekrönt wird, steht auch der Erstrundenpokalgegner der Eintracht  schon fest: TUS Erndtebrück, Oberliga Westfalen, Ja, so geht es weiter, immer weiter. Hier jetzt erst nochmal ein Zwischenstopp -  als Nachklapp ein paar (vielleicht auch ein bisschen mehr als ein paar ,-)  Impressionen von unserem Pokalausflug nach Berlin.

WM-Schnipsel (6): Von Weltmeistern - solchen, die es sind, anderen die es werden wollen und wieder anderen, die es nicht mehr werden können

Es ist nicht ganz gefahrfrei,  durchs Internet zu zappen. Immer mehr Pop-ups machen einem das Leben schwer und erinnern daran,  dass jeder Klick Folgen hat und dich wieder einholt. Parfüm, Katzenkrankheiten, Lieder, Kleider, Bücher, Hotels, Filme  – was immer du liest, likest, anklickst, ergoogelst – es holt dich wieder ein und bleibt fortan dein ständiger Begleiter. Und dann sind da auch noch die Pop-ups und Ads, die von den Websites selbst geschaltet werden. In der Regel hat man  den inneren Ausblendmodus aktiviert und bemerkt fast schon nicht mehr, was da alles hochploppt und eingeklinkt wird. Aber gestern morgen, als ich  - zur Feier des Tages bekleidet mit meinem „Frankfurts Stolz, der Grabi und der Holz“-Shirt - den FR-Bericht zum Geburtstag von Jürgen Grabowski angeklickt habe, habe ich dann doch erst einmal geschluckt. Direkt über dem Bericht prangte – quer über den Satzspiegel und direkt über dem Bild von Grabi – ein ca. 5 Zentimeter hohes Banner, au...

Europäisches Allerlei

Nur noch ein Tag, dann ist es so weit.  Heute ist die Welt grau und regnerisch, morgen Nachmittag soll – laut Wetterbericht – die Sonne durchbrechen.  In  meinem Kopf schwurbelt die Eintracht, Europa, das Spiel morgen. Hoffnungen.  Träume. Aufgeregt? Hibbelisch? Ich? **wasnquatsch**  Will mich einfach nur freuen aufs Spiel, mutig voran, wir packen das. Keine Ahnung, warum mein Herz so merkwürdige  Hüpfer macht, wenn ich an morgen denke. Das piekst und flattert. So ein wildes, wundes Gefühl im Brustkorb.  Mein Magen dreht sich. Naaain, das hat nichts zu bedeuten.  Mir ist bloß ein bisschen schlecht. Und da ist noch dieses merkwürdige Kribbeln in den Beinen, den Fingern. In meinem Kopf summt es. Keine Ahnung, warum ich dauernd sinnlos vor mich hinkritzele, zwischendurch  laut aufstöhne ( „Hast du was?“ „Ich???“ ), plötzlich aufspringe und relativ sinnfrei durch die Wohnung irre.

Hans-Dieter "Fips" Wacker - Ein Fußballerleben

Hinweis! Beim folgenden Text handelt es sich um die überarbeitete Fassung des Originaltextes vom 11.10.2010  (KD/Im Februar 2011) Für Tibor, der seinen Vater nicht mehr kennenlernen konnte und dem die Erinnerung an ihn so viel bedeutet. Hans-Dieter Wacker wurde am 28. Dezember 1958 in Roßdorf geboren. Dort lebte er zunächst bei seinen Großeltern und dort wurde ihm der Fußball sozusagen in die Wiege gelegt. Oma und Opa lebten in der alten Schule und dort gab es – wie das so ist bei alten Schulen – einen großen Innenhof. Fips tat, was die meisten kleinen Jungs in seinem Alter getan hätten: Er nutzte den Hof zum Spielen, zum Fußball Spielen. Schon der kleine Bub war immer mit dem Ball unterwegs – Fußball, Fußball, Fußball – und so war es nur folgerichtig, dass er mit acht oder neun Jahren einem richtigen Verein bei trat – der SKV in Büttelborn. Schnell zeigte es sich, dass der Fibbes (wie er damals wegen seines ursprünglichen Nachnamens – Fiebig – genannt wurde), nicht nur gern...