Donnerstag, 29. August 2013

Große Freude

Heute.  Es ist, als ob es aus allen Ecken singt und wispert und hüpft. Heute. Europa maunzt die Katze, quakt der Frosch, pfeift der Spatz. Es ist so weit. Die Sonne scheint, der Himmel ist festlich blau und die weißen Wolken über Frankfurt  sind – wenn man genau hinschaut -  rotundschwarz getupft. Ein Festtag. Ein besonderer Tag, den wir heute draußen im Wald gemeinsam begehen werden. Fast feierlich habe ich mir gestern schon mein Europacup-Shirt zurecht gelegt. Der Schal. Das Bändchen.  Unser Tag. 

Schon klar: Auch dieses Spiel will erst noch gespielt sein. „Wir haben jetzt ein Jahr darauf hingearbeitet, uns für Europa zu qualifizieren. Dann sollte man auch richtig konzentriert sein.“ So sprach Armin Veh in der Pressekonferenz vor dem Spiel und er hat recht.  Nein. Wir nehmen es nicht auf die leichte Schulter. Keiner. Aber Angst, dass das heute noch schief gehen könnte? Nein, die habe ich nicht.  Viele Monate und Wochen haben wir diesem Ziel entgegen gefiebert, letzte Woche in Baku dann den vor entscheidenden Schritt getan. Weite Herzen.  Überschwänglicher Jubel. Stille Freude. Dankbarkeit. Erinnerungen. Pläne. Hoffnungen. Wir wollen es so sehr. So dicht vor dem Ziel, werden wir uns Europa nicht nehmen lassen. Die Weichen sind gestellt, noch einmal durchstarten und dann ist nur noch eins: Große, große Freude.

 „Heute ist unser Tag.“  Stand in der Mail, die mir ein lieber Adler-Freund heute morgen geschickt hat. So soll es sein! 

Europa – wir kommen! 

50 mal Meier

„Drei mal Alex Meier.“ Das hat Benni Köhler vor drei Jahren auf die Frage geantwortet, wen er verpflichten würde, wenn er drei weitere Spieler zur Eintracht holen dürfte. Zehn Mal Alex Meier hieß es in der Aufstiegssaison, in der Alex Meier  hier im Blog an jedem dritten Spieltag zum Spieler der Stunde gewählt wurde, in der Saison 2012/13 gewann er die Wahl weitere fünf Mal. Und: 50 Mal hat Alex Meier bisher für die Eintracht in der ersten Bundesliga getroffen. Der abgefälschte Treffer vom Sonntag in Braunschweig war das Jubiläumstor – daran ließ auch Alex Meier im Interview nach dem Spiel keinen Zweifel. „War das ein Eigentor oder war das  Ihr Tor?“ fragte der Sky-Reporter. „Mein Tor!“ antwortete Alex Meier.

50 Tore – wann, wo, wie? Ich habe einfach mal ein wenig in dem wunderbaren von Frank Gotta und seinen Mitstreitern akribisch geführten, ständig erweiterten und aktualisierten   Eintracht-Archiv  gestöbert. Woooops... 50 Erstligatore in zehn Alex Meier-Jahren -  das ist gleichzeitig ein bunter Querschnitt durch die jüngere Eintracht-Geschichte.

Sonntag, 25. August 2013

Ausrufezeichen

Heute also: Braunschweig. Und vielleicht die Antwort darauf, was wir von dieser Saison erwarten dürfen und worauf wir uns einstellen können oder müssen.

Fassen wir den bisherigen Verlauf der Saison doch noch einmal kurz zusammen:

Donnerstag, 22. August 2013

Europa - wir kommen: Erste Runde Baku...

Heute. Endlich. Es geht los: Ungefähr 2.050 Tage nach dem letzten Auftritt in Europa (ein hitziges 2:2 bei Fenerbahce Istanbul und damit knapp das Aus in der Gruppenphase) spielt die Eintracht wieder mit auf der europäischen Bühne. Gestern sind die Mannschaft und der erste Fan-Flieger nach Baku aufgebrochen. Die ersten Fotos (dankenswerterweise nicht nur in Facebook, sondern auch  im Eintracht-Forum) zeigen entspannte, erwartungsvolle Gesichter, das erste Training,  bunt bemalte Fassaden. Nur noch knapp 8 Stunden. Wie das kribbelt.

Sonntag, 18. August 2013

Klatsche. Klatschen. Am Klatschesten.

Samstag, zwanzig nach Vier. Halbzeit im Spiel der Eintracht gegen Bayern. In mir nagt noch die Wut und der Hader über das nicht gegebene Tor von Alex Meier, trotzdem bin ich froh und erleichtert. Was ich bisher gesehen habe, war ein ganz normales Fußballspiel. Zwar am Ende vermutlich eines von der Art „achtbar aus der Affäre ziehen“ und am Ende mit leeren Händen da stehen, aber mehr, viel mehr  als ich, als viele von uns, sich vor dem Spiel zu erwarten getraut haben. Und wer weiß – vielleicht ist ja sogar noch mehr drin. Ach, was: Vielleicht? Da ist noch mehr drin.

Samstag, 17. August 2013

"Im Banne der Eintracht"

Heute also gegen die Bayern. Und noch immer ringe ich um die Einstellung, mit der ich ins Spiel gehen werde. Die Fassungslosigkeit nach dem Spiel in Berlin ist noch nicht ganz abgeklungen - zu krass, das war einfach zu krass - gleichzeitig ist im Laufe der vergangenen Woche jeden Tag ein bisschen mehr  Trotz in mir aufgestiegen. Warum um des Fußballhimmels Willen fügen wir uns alle so bereitwillig in das zu erwartende Joch, das uns diese Saison auferlegen wird? So als hätten wir nur darauf gewartet, die Bestätigung zu finden, dass das dauerhaft eh nichts werden kann mit den oberen Tabellenregionen. Als hätten wir uns quasi unberechtigterweise nach Oben geschlichen und jetzt wäre man uns drauf gekommen. Schnell wieder den Kopf einziehen. Tschuldigung, dass wir mal kurz hochgekuckt haben.

Donnerstag, 15. August 2013

Hüpfen. Werfen. Springen.

Leichtathletik-WM in Moskau. Kurz vor dem Vorlauf über 3000-Meter-Hindernis der Frauen werden die Teilnehmerinnen noch einmal vorgestellt, aber was ist das?

„Die Läuferinnen werden kurz abgeschwenkt.“

Einer der Medaillengewinner im 20 Kilometer Gehen  ist bei großen Wettkämpfen oft hinter den Erwartungen zurück geblieben, sein Trainer hat immer an ihn geglaubt:

„Jetzt hat er es ihm mit Leistung heimgezahlt.“

Sonntag, 11. August 2013

Sternschnuppen

„Die Berliner stoßen an.“ So sprach der Sky-Reporter kurz vor Anpfiff des Spiels der Eintracht bei Hertha BSC „Hoho“, sage ich, „schon vor dem Spiel?“ Der Reporter fährt fort: „Nach dem Spiel werden wir wissen, wo beide Mannschaften stehen.“ „Hoho“, sagt mein Mit-Adler, „ich dachte: Auf dem Rasen im Berliner Olympiastadion.“

Damit sind die lustigen Momente des Spiels gestern auch schon nahezu vollständig aufgezählt. Vom – fehlenden – schwimmenden Stürmer war in den letzten Wochen die Rede, Axel Hellmann hatte postuliert, dass die Eintracht im kalten Wasser der neuen Saison sportlich sofort schwimmen können muss.  Et voilà – Auftrag erledigt und die staunende Fachwelt gleich auch noch um einige systemische Neuerungen bereichert: Die schwimmende Viererkette, die schwimmende Sechseinhalb und – nicht zu vergessen - die gleichzeitig schwimmende und rotierende Raute. Das muss uns erstmal einer nachmachen. Ein neues Kapitel aus der Reihe: „Eintracht Frankfurt – Von der Fußballmannschaft zum Schwimmverein in 90 Minuten. Ein Handbuch.“ Am Ende des Spiels sind wir am Boden – also exakt dort, wo die schwimmenden Stürmer jogigemäß „die besten Lösungen finden.“  

Samstag, 10. August 2013

Jetzt geht's los!

Die Bundesligasaison 2013/14 hat begonnen. Was wir jetzt schon wissen:

Die Saison hat ganz viel Pep (und es bleibt zu hoffen, dass die ach-so-peppigen Schlagzeilen irgendwann mal ausgehen) 

bundisch
Die Saison wird bunt (ich warte gespannt darauf, dass demnächst der erste Spieler mit zwei unterschiedlich farbigen Schuhen aufläuft).

Europa liegt nahe. Auch wenn es manchmal ganz schön weit weg ist.

Sicher drohnt auch wieder der eine oder andere Skandal.


50 Jahre Bundesliga kann man gar nicht genug feiern. Es gibt immer noch irgendwas zu erspähen. Meine 1a-2013-14, ausgeklügelte Spähersoftware habe ich im Übrigen bereits installiert:


rotundschwarze Spähersoftware -
rund um die Uhr online 
Immer häufiger kommen die Stürmer ins Schwimmen. Das trifft sich gut, denn die Eintracht ist "sportlich sofort im kalten Wasser. Wir müssen Schwimmen können." (Axel Hellmann) Klare Sache: Die Zeichen stehen auf neuneinhalb. 

„Es ist der Anfang im Prinzip. Und was soll man auch sagen. Normalerweise spielen wir so wie wir trainiert haben.“ (Armin Veh im Rahmen der PK vor dem Spiel der Eintracht bei  Hertha BSC)


In diesem Sinne: Auf die ersten drei Punkte - Auswärtssieg.