Samstag, 28. September 2013

Bestandskunden wie du und ich

Hinter allen Eintrachtlern und – wer weiß – vielleicht sogar hinter allen anderen Sorten von Menschen, liegt eine aufregende und abwechslungsreiche Woche. Philipp Rössler, Rainer Brüderle, Claudia Roth, Jürgen Trittin sind zurückgetreten, Peer Steinbrück zieht sich zurück, Bosse hat den Bundesvisionsongtcontest und Jenny Elvers hat Promi-Big Brother gewonnen. Die Eintracht hat sich im Pokal gegen den VFL Bochum durchgesetzt und steht in der nächsten Pokalrunde, manch anderer nicht, worüber sich der eine  mehr oder weniger freut, je nachdem.  Das Browserspiel Play for your Club gibt es nicht mehr. Die PFYC-Adler haben gestern noch einmal im Endspiel gegen Atletico Madrid den Europacup nach Frankfurt geholt und werden jetzt für immer als amtierender Europacupsieger in den PFYC-Annalen verzeichnet. Yeah.

Sonntag, 22. September 2013

Keine Wahl.

Wie in den letzen Tagen überall zu lesen und zu hören war, nehmen die Zahlen der Briefwähler bei jeder Wahl zu. Bis zu 50 Prozent der Menschen nehmen ihr Briefwahlrecht in Anspruch.  Für Wähler, die aus unterschiedlichen Gründen am Wahltag nicht selbst vor Ort sein können -  ok. Aber solange ich selbst laufen kann, wär Briefwahl für mich – hoho – keine Wahl und auch keine Alternative (schon gar nicht für Deutschland).

Der Gang zum Wahllokal gehört für mich zu dem Teil der Wahl, der dem Vorgang – so weit möglich – eine gewisse Würde und Ernsthaftigkeit verleiht. Da ich in meinem Leben natürlich schon öfter mal umgezogen bin, bin ich auf dem Weg zum Wahllokal schon unterschiedliche Wege gegangen und habe die verschiedensten, zum Wahllokal umfunktionierten Lokalitäten kennen gelernt:  Klassenräume in Schulen. Sport- und Turnhallen. Versammlungsräume in Rathäusern. Erinnere mich noch gut daran, als ich das erste Mal wählen durfte. Ich war regelrecht aufgeregt bei dem Gedanken, mitbestimmen zu dürfen, hatte gar das Gefühl, dass meine Stimme entscheidend sein könnte, stand eine ganze Weile in meiner Wahlkabine und verteilte dann meine Kreuze mit großer Ernsthaftigkeit und Sorgfalt.

Heute hat sich das natürlich relativiert. Blablablubb. Soll ich oder soll ich nicht? frage ich mich regelmäßig und entscheide mich doch immer wieder dafür. Der Weg zum Wahllokal bekräftigt mich regelmäßig in meiner Entscheidung. Sonntägliche Stille im Ort. Von überall her Menschen, die zum alten Rathaus unterwegs sind. Ein sonntäglich gekleidetes älteres Ehepaar. Eine junge Familie mit Kinderwagen, rollerndem Kleinkind und Hund. Eine einzelne, farbenfroh gekleidete Frau. Ein Mann im Trainingsanzug. Eine friedliche, zuversichtliche, fast festliche Stimmung liegt in der Luft. Und zumindest für einen Moment immer noch  das Gefühl, etwas mit zu bestimmen.

Kein Schwanken und keine Wahl gibt es dagegen im Fußball. Hier zählt nur eins: Der gestirnte Himmel über und das einträchtliche Gesetz in mir. Nur die SGE. Auswärtssieg!

Donnerstag, 19. September 2013

Ultimativ. Legendär. Wild. Schräg. Einzigartig.

Jetzt geht’s los. Heute fällt für die Eintracht und für uns der Startschuss in die Gruppenphase der Euro-League. Nach dem wunderbaren Sieg in Bremen habe auch ich mich - wie die Eintracht – in den vergangenen Tagen konzentriert, aber entspannt und unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf den heutigen Abend vorbereitet. Ich stehe vor keiner einfachen, aber einer bewältigbaren Aufgabe. Um die Würde und die große Freude des heutigen Abends gebührend zu unterstreichen, habe ich etwas vorbereitet – die erste, einzige, großartige und überwältigende 1-Mann bzw. 1-Frau-Choreo der Welt:

Samstag, 14. September 2013

Warum es nur auf manche Fragen klare Antworten gibt (und die auch nicht immer)

Heute also Werder. Kaum zu glauben, dass seit dem letzten Spieltag erst zwei Wochen vergangen sein sollen. Erstaunlich, wie viel Leben und wie viele Ereignisse in eine so kurze Zeitspanne passen. Großes, Kleines,   Bewegendes und Bedrückendes,  Erfreuliches und  Aufregendes, Anstrengendes und Überraschendes. Es war noch einmal Sommer. Noch einmal Grillen, bis tief in die Nacht draußen sitzen, noch einmal schwimmen und in der Sonne liegen. Heute regnet es, plitschplatsch, die Luft riecht frisch und gut, die Blätter an den Bäumen fangen an, sich zu verfärben, aus den Weinbergen tönt wieder das plopp plopp der Wein-vor-den-Vögeln-Schutzanlage. Das ist doch auch sehr schön.

Hatten  wir vor der fußballfreien Zeit aka Länderspielpause vermutet, dass die Pause der Eintracht vielleicht – von wegen Blessuren auskurieren – sogar ganz gut tun würde, wissen wir es jetzt besser. Jung und Rode sind zwar wieder zurück, Pirmin Schwegler, unser Kapitän, wird dagegen lange ausfallen. Der scheinbar wieder genesene Alex Meier musste sich nach der ersten Trainingseinheit mit der Mannschaft wieder aus dem Betrieb ausklinken – irgendetwas zwackt, auch wenn - so Armin Veh in der PK vor dem Spiel  - „nichts zu sehen ist“. Johannes Flum steht einsatzmäßig auf dem Kipp. Schröck hat Knie. Und auch Jan Rosenthal, der gegen Dortmund eine so vielversprechende Partie zeigte, fällt mit einem kleinen Muskelfaserriss aus.

Donnerstag, 12. September 2013

Kleines Fußball-ABC - Heute "W" wie "Wandstürmer"

Wandstürmer, der (m), pl. Wandstürmer, die: Stürmer, „der oft mit dem Rücken zum gegnerischen Tor steht, die Bälle annimmt, auf die Außenverteilt oder für die nachrückenden Spieler prallen lässt.“  Im Unterschied zum → Stoßstürmer,  der Tore schießt und/oder köpft.  Ähnlich wie der → Stoßstürmer wird auch der → Wandstürmer gelegentlich synonym mit dem Begriff → Mittelstürmer verwendet.  Bsp.: „Bei Barca gab es nicht einmal mehr den einen klassischen Mittel- oder Wandstürmer.“ , was  in gewisser Weise erstaunt, weil der klassische Mittelstürmer eigentlich ohnehin  bereits ausgestorben ist und einen Nachfolger im  → Stoßstürmer  gefunden hat.  Bsp.: „Anstelle eines klassischen Mittelstürmers agiert ein Stoß- oder Wandstürmer.“  Gelegentlich wird der Begriff → Wandstürmer eher despektierlich verwendet. Vgl.: „Es gab das Kopfballungeheuer, den Billigbomber oder den Wandstürmer.“