Am Sonntag morgen, viel zu früh für einen Sonntag, wache ich kurz auf. Die Sonne blinzelt durch die Ritzen des Rolladens und bevor ich mich noch einmal umdrehe und einkuschele, huscht mir ein Gedanke durch den Kopf: „Vielleicht sollten wir heute nicht ins Stadion gehen.“ Bevor ich mich darüber wundern kann, dass ich das seit hundert Jahren zum ersten Mal und tatsächlich gedacht habe, bin ich schon wieder eingeschlafen und als ich zwei Stunden später dann wieder – und diesmal richtig – aufwache, ist der frühmorgendliche Gedanke nur noch eine ferne Erinnerung. Die Welt draußen ist sonnig und kalt. Der Himmel blau. Noch Zeit für ein spätes Frühstück, ein Blick in die Zeitung und ins Netz, kurz nochmal die Katze durchgeknuddelt – und dann: Ärmel und Kopf aufkrempeln. Auf in die Welt. „Flaues Gefühl,“ simst es aus der Ferne. Und auch bei uns im Auto ist auf dem Weg Richtung Waldstadion die Stimmung eher verhalten. Mir ist – wenn ich’s recht bedenke - sogar regelrecht mul...
Life and life only. Vom Leben und der Eintracht.