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"There must be some way out of here"* - Schnipsel im November

Das Wetter ist grau und rechtzeitig vor Weihnachten ist Corona wieder in der Welt, in unseren Köpfen und in den Talkshows angekommen. Hatten wir gedacht, wir  wären geimpft und weitestgehend durch, wissen wir jetzt: Ätsch bätsch, stimmt nicht. "Das Virus ist hartnäckig." Quod erat demonstrandum. Weihnachtsmärkte werden abgesagt. Kontakte beschränkt. G-Regeln verschärft und ausgeweitet und an die Verantwortung der Menschen appelliert. Es wird kommuniziert (gerne auch mal widersprüchlich). Studien werden zitiert, auch solche, die es noch gar nicht gibt. Die Angst geht wieder um. Besonders beliebt: Sich gegenseitig die Schuld zuweisen. Die sind schuld. Und die. Oder auch die anderen. Fußballer wandern in Quarantäne, man hat das Gefühl, die Bayernspieler geben sich die Quarantäne-Klinke in die Hand. Und auch meine Corona-Begriffssammlung erweitert sich wieder täglich. Erststich. Covid 19-Verdachtsperson. Booster-Drängler. Wie lange wird die Bundesliga noch vor Zuschauern spiele...

Vau, vau, vau eff beh.

Warst du beim Spiel gegen den VFB im Stadion, Kerstin? Ja. Uuuuund - wie war's? Schwer zu sagen. Es war schön, es war anders. Vor allem war es anders. Also, es war anders, aber trotzdem schön. Irgendwie Erzähl doch mal! Blitzeblauer Himmel, weiße Wattewölkchen, ein perfekter Fußballtag. Und doch habe ich gemischte Gefühle, als ich mich am frühen Sonntagnachmitag ins Auto setze, um zum P+R-Parkplatz und zur S-Bahn nach Frankfurt zu fahren. In der S-Bahn. Seit eineinhalb Jahren war ich in keiner S-Bahn, keinem Zug. Alles will neu erfühlt und erlebt werden. Deutlich weniger Eintrachtler unterwegs als unter normalen Umständen und schon in der S-Bahn ein recht hohes Aufkommen an VFBlern, Kutten. Trikots, Schals. "Woischt, damals in Glasgow..." "Gesoffen wie die großen..." "Groundhopping..." Ja, ja. Der Weg vom Bahnhof zum Stadion, etwas weniger "crowded",  aber sonst - fast wie immer. Bratwurstduft, Ebbelwoi. Fröhliche Hessen überall. "Eintri...

Vor dem Spiel gegen den VFB Stuttgart: Es ist, wie es ist

Der Sommer, der in diesem Jahr kein so richtiger Sommer war, hat uns in den letzten Tagen einen sanften Übergang in den Herbst beschert. Die Blätter rieseln bereits, aber die Kälte scheint noch weit weg und ich habe diese Tage - soweit arbeitsmäßig möglich - weidlich ausgenutzt. Noch und noch ein Tag mit Schwimmen im Freibad, noch eine, und dann noch eine Nacht lange draußen sitzen. Und dann wachen wir irgendwann morgens auf und es hat uns doch kalt erwischt: Herbst. Ob, was und wie kalt es die Eintracht erwischt, bleibt abzuwarten. Die letzten Wochen mit ihrem Hin und Her und den ständig wechselnden Wasserstandsmeldungen haben für Irritationen über den einträchtlichen Rahmen hinaus gesorgt. Wer bleibt, wer geht, wer ist noch oder nicht mehr da und - fast noch spannender - warum? Für mich ein positiver Baustein im knirschenden Eintrachtgefüge ist in diesen Tagen unser (immer noch)  neuer Trainer. Ich will mich nicht darin versteigen, zu sagen, dass ich ihn mag oder er auf mich eine...

Schnipsel vor dem Spiel in Bielefeld: Was erlaube Kostic?

Fußball ist nix für Romantiker - das haben wir alle längst kapiert. Trotzdem schlägt das Geschäft immer wieder neue Kapriolen, die man so jetzt echt nicht erwartet hatte. Kostic im Streik. Kostic will seinen Weggang zu Laszio Rom erpressen.   Ja, ja, andere haben das auch schon gemacht, aber unser Filip? Hä? Ich denke, wir alle haben befürchtet, dass Kostic uns über kurz oder lang und im doofsten Fall noch vor Transferschluss  in dieser Saison verlässt. Gehofft, dass es nicht so ist. Na gut, so isses halt, das Geschäft. Aber so? Das ist jetzt schon nochmal eins oben drauf. Um den Absurditätsschwurbel noch ein bisschen krasser zu drehen, dürfen wir uns stattdessen über den Verbleib von Amin Younes freuen - #habichdochimmergewusst. Amin. Guter Mann. Ein echter Adler... Und als müsse der Verlust an "echt" durch doppelt und dreifach viele Gefühle kompensiert werden, jubeln sich Spieler, Trainer und Fans überall auf den Plätzen in allen passenden und unpassenden Situationen eine...

Heimspiel gegen Augsburg: Alles für die Katz

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Statt heute Mittag irgendwann zwischen Eins und halb Zwei m Auto bzw. in der S-Bahn Richtung Frankfurt zu sitzen, verbringe ich die Zeit in einer Tierarztpraxis. Unser Kater Besuka stand heute morgen humpelnd und jammernd vor der Tür, konnte nicht mehr laufen. Riesenschreck und klare Sache - ab zum Tierarzt. Dort zum Glück Entwarnung. Wirklich nur äußerlich verletzt, Kreuzband gerissen, das dauert, heilt aber wieder, und da Besuka kein Fußballer ist, wird er erst mal langsam machen müssen, aber dann gut damit leben können. Erleichtert wieder zurück - aber zu spät, zu spät. Heute für mich keine Rückkehr ins Waldstadion. Bin traurig, aber unterm Strich überwiegt dann doch  die Erleichterung.  Wenn es Freunden nicht gut geht, muss man für sie da sein. Dann halt beim nächsten Mal. Neues Spiel, neues Glück. So etwas ähnliches wird vermutlich auch Oliver Glasner heute Abend denken. Sein Fazit in der PK nach dem Spiel fiel  üb...

Sommerschnipsel: Here we go again.

Wer hätte heute vor einem Jahr, beim Start in die Bundesligasaison 2020/21 gedacht, dass wir uns auch ein Jahr später noch im Ausnahmezustand befinden?  Hättet ihr? Ich nicht. Zumindest nicht so. Aber so ist es nun mal. World has gone wrong. Katastrophen direkt vor der Haustür. Die Zeiten, die Welt  scheinen surreal und fremd und es verfestigt sich die bange Gewissheit, dass die Ausnahmesituation  zum neuen Normal wird. Alles analysiert, geregelt, alles organisiert. Per App, per Zugangsregelung. Einchecken, auschecken. Registrieren. Das ehemals Alltägliche erscheint fast schon surreal in die Welt gekleckst. Olympia, Konzerte, Fußball. Seht her, das gibt es auch noch.

EM- und Sommerschnipsel (7): Finale ohohoho

Es kribbelt. Es kribbelt wirklich. Ich liebe England und den englischen Fußball, aber ich mag auch Italien sehr, sehr. Was für ein Traumfinale. London bebt, die Italiener chillen relativ cool in ihrem Mannschaftshotel, vermeldet der Radioreporter. Irgendwo im All absolviert ein Haufen irrer gerade den ersten Weltraumflug als "commercial service" , aber das Epizentrum des Alls ist heute zweifelsfrei in London. Lasset das Spiel beginnen.