Direkt zum Hauptbereich

Wir sind am Zug!

Das jetzt anstehende Wochenende ist in dem kleinen rheinhessischen Ort, in dem ich lebe, ein Festwochenende. Es ist Kerb – wie jedes Jahr am zweiten Wochenende im September. Das hat zunächst mal mit der Eintracht nichts zu tun und dann wieder doch. Denn am Samstagnachmittag zieht der Kerbeumzug durch die Straßen. Er startet um 16 Uhr und ungefähr dann, wenn die Bundesligapartien in die entscheidende Phase gehen, wenn im Radio die Schlusskonferenz beginnt – dann kommt der Zug hier bei uns vorbei. Im letzten Jahr war das ungefähr der Moment, in dem Maik Franz das 1:0 beim Spiel in Freiburg erzielte.

Hier im Ort gibt es ein paar aufrechte und lautstarke Adler. Es gibt ca. zwei Schalker (hihi), viele 05er und noch mehr Lauterer. Und es gibt einen Borussia Mönchengladbach-Fanclub, die „Selztal-Fohlen“, die immer mit einem eigenen Wagen beim Kerbeumzug mitfahren. Dumm, dass ihre Stimmung heute nachmittag nicht so besonders gut sein wird – spätestens dann, wenn sie um ca. fünf Uhr hier an unserer jubelnden und hüpfenden  Eintracht-Kolonie vorbeikommen.

Weg vom Tabellenende!
Auswärtssieg!

Kommentare

  1. So steht es geschrieben, so soll es geschehen. :-) Gruß vom Kid

    AntwortenLöschen
  2. Ist der Zug schon vorbei? :))))))

    AntwortenLöschen
  3. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.....grad durch...waren heute verspätet und wir sind erst beim 4:0 raus.... war das genial... wie ein Lauffeuer .... VIER...null .... VIER....null ...wakawaka... grad nochmal eine Kurve über den "Bökelberg" gemacht - yepyepyep....

    AntwortenLöschen
  4. Sehr schön, so kann eine Kerwe unglaublich gut werden!

    AntwortenLöschen
  5. Und was für ein Zug. Und was für ein Gefühl. Sprachlosigkeit & Genuß. Danke für die Fahrt.

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen,
    Fritsch.

    AntwortenLöschen
  6. AUS-gerechnet...

    Mein erstes nichtverfolgtes Spiel seit 22 Monaten... :-/

    (Lieben Dank für die Hotline , Kerstin !!!!!
    Bin in Halle/S. beim Familien-Kaffeekränzchen mitgehüpft... :-))) )

    AntwortenLöschen
  7. Jawohl, jawohl. Endlich ist da Zug dahinter. "Wem ist die Kerb? Unser." Das bekommt jetzt gleich noch einen ganz anderen Klang *gg.

    wakawaka :-)))

    Einträchtliche Grüße nach Indien (stimmt doch, oder?), Berlin und Bremen (ei, is doch selbstverständlich - sehr gerne und immer wieder :-)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Spieltagsschnipsel 24/25: St. Pauli (33)

 "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir gegen St. Pauli nicht gewinnen?" Sage ich zu meinem leicht skeptischen Mit-Adler und dann fahr ich los in Richtung Stadion. Es ist kurz vor Drei, Schon klar, dass das kein einfacher Tag werden wird, aber dabei denke ich eher an die Hin- und Rückfahrt. Der S-Bahnverkehr zwischen Mainz und Frankfurt ist derzeit - ok, sagen wir mal so - stark eingeschränkt, genau gesagt: er fällt mehr oder weniger aus. Auf verschlungenen Fahrten ist der Weg natürlich irgendwie möglich. Irgendwie? "Ob mit Bus oder Bahn..." Na, das passt doch zu dem, was wir heute vorhaben. Die Hinfahrt ist jedenfalls fast idyllisch. Mit einem SEV Über-Land-Bus zuckele ich im hellen Sonnenschein durch wenig Stadt und viel Land zum Frankfurter Flughafen, das dauert ein bisschen länger, ist aber recht beschaulich. Am Flughafen dann ein Sammelbecken für Eintrachtler aus aller Herren Richtungen, um kurz nach fünf bin ich am Stadion. Immerhin. Die Europa-Hymne höre i...

Die nächste Strophe vom alten Reisbrei

Am Samstagabend höre ich im ZDF Sportstudio die Vorankündigung für das Spiel am Sonntag im Waldstadion. „Hannover kann morgen auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen“, verkündet Katrin Müller-Hohenstein. Tatsächlich? Was Sie nicht sagen. Und die Eintracht? Hey – hallo, das ist unser Heimspiel, und wir werden es gewinnen, weil nämlich dann wir es sein werden, die zu Hannover und zur Spitzengruppe aufschließen. Capisce? Und tatsächlich. So machen wir es. Impressionen vom Spiel: Patrick Ochs, der in der ersten halben Stunde auf der rechten Seite herum mannövert als habe er tatsächlich vor, was er vorher verkündet hatte: Sich festbeißen – und von dem in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen ist. Halil Altintop, der (auch in seinem eigenen Sinn) zur Halbzeit hätte ausgewechselt werden müssen, und von seinem Trainer, der voll hinter ihm steht, eine viertel Stunde vor dem Ende zum Abschuss freigegeben und – sichtlich um Fassung bemüht – regelrecht vom Platz gepfiffen wird. (Ja,...

Spieltagsschnipsel 24/25: Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (31)

Wow! Wie kann diese Mannschaft Fußball spielen, wenn sie in den Flow kommt. Abheben und dann einfach weiterfliegen.  Eine hochmotivierte Eintracht fegt überforderte Leipziger mit 4:0 aus dem Stadion. Ein über-über-ragender Ansgar Knauff. Warum in der Ferne suchen, wenn das Gute ist so nah? - alte Transferpolitikweisheit. Nene Brown. Theate. Ekitiké, der immer mehr zum unermüdlichen  Gute-Laune-Monster des Teams wird. Trapp ein starker und sicherer Rückhalt. Die Mannschaft voller Spielwitz und Energie, voller Lust am Fußball. In der zweiten Halbzeit dann kein Halten mehr. Die "Champions League wir kommen" - Stimmung verwandelt das Stadion in eine Raumkapsel, die abhebt. Bei der Auswechslung von Ansgar Knauff erbebt das Stadion. Und dann  tut Dino Toppmöller noch ein übriges um die Stimmung zum Überlaufen zu bringen. Es kommt Thimmiiiiiiiiiiie Chandler. "...und wenn sie gewinnt im Waldstadion, dann ist die Stimmung groß." O ja, das ist sie. Es war ein warmer, sonniger...