Donnerstag, 15. April 2010

Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel - 3. April bis 15. April 2010

Samstag, 3. April
Ostersamstag. Schnell noch einkaufen, bevor es Richtung Waldstadion zum Spiel der Eintracht gegen Leverkusen geht. Schon in Stadion-Montur – Eintracht-Trikot, Eintracht-Schal s- hechele ich durch die Mainzer Innenstadt. Stehe gerade vor einer Bäckerei, da rollt ein junger Mann mit Kinderwagen an mir vorbei. Nach ein paar Metern bleibt er stehen, wendet sich um, belfert: „Mach dich wieder rüber.“ Häää? Meint der mich? Rollt weiter, aus sicherer Entfernung noch einmal: „Drecks Frankfurter. Hau ab zurück nach Hessen.“ Huch – der meint tatsächlich mich. Ich neige leider zu Jähzorn und jetzt, genau jetzt merke ich wie Wut in mir hochschießt, kurz und heftig. „Hast du sie noch alle?“ Laufe ihm ein paar Schritt nach. Laut: „Jetzt mach aber mal halblang…“ Wutsch. Weg isser. Geflüchtet in einen Ladeneingang. Hatte Angst. Vor mir. Merke wie mein Zorn sich in einem Grinsen auflöst. Nicht schlecht. Hat doch was für sich, wenn man keinen Ruf zu verlieren hat.

Auch drei Stunden später haben wir nichts zu verlieren. Wir doch nicht. Im Gegenteil. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Ein Spiel zum Hinknien. Eine Mannschaft die spielt und fightet. Ein Tor, also ein Tor, wie man es in einem Fußballerleben nicht allzu oft zu sehen bekommt. Und das ist noch nicht alles. Da kommt ja noch was. Ein Fall. Rück. Zieher. Selig. Abgedreht. Taumelnd. Die Kids von Caio, Clark und Oka, die nach dem Spiel an den Händen ihrer Väter über den Platz sturzeln. Jubel. Überschwang. Staunen. Stilles Glück. Bratwurst. Sternenhimmel. Jetzt schon zum dritten Mal: Danke, Eintracht.



Sonntag, 4. April

Der Hase ist los. Oster-Frühstück mit selbst gefärbten Eiern, Quark, Radieschen, Kresse. Vom Eise befreit. Am späten Nachmittag noch einmal um den Block und dann ins freie Feld. Wind und Wolken. Aprilwetter. Auf dem Heimweg. Zwei Straßen weiter spielen Kids im Hof Fußball. Einer ruft: „3.2 für uns.“ So isses. Mein Gang wird noch etwas beschwingter.

Der HSV spielt zu Hause nur 0:0 gegen Hannover und Guerrero wirft eine Wasserflasche nach einem pöbelnden Zuschauer. Darf er das? Darf er natürlich nicht. Aber schnell mal die moralische Wenn-schon- "'Millionär"-und-Sportler-Keule rausholen - ganz so einfach ist das nicht. Wenn ich dran denke, was sich unsere Spieler letztes Jahr alles anhören mussten, also ...mmh... gut, dass ich in der Regel keine Wasserflasche dabei habe.

Wenn die Eintracht verloren hat, meide ich am Wochenende grundsätzlich jede Sportsendung. Aber jetzt: Sportschau. Sportstudio. Alle Spiele, alle Tore. Heimspiel. Alles aufgezeichnet. Alles mehrfach. Das geht natürlich nicht ganz ohne Aufreger (im Sportstudio z.B. entsteht der Eindruck als sei die einzig wirklich wichtige Szene des Spiels , der – selbstredend – unberechtigte Platzverweis für Schwaab) – aber das macht nix. Mir wisse ja wie’s wirklich wahr. Und: Schwätzt ihr nur. Wir haben gewonnen, gewonnen, gewonnen. Im DSF wird der Sieg der Eintracht gegen Leverkusen als „das beste Bundesliga-Spiel der laufenden Saison bezeichnet.“ Na also - geht doch.

Apropos Aufzeichnung. Unentbehrlich dabei: die Forward-Taste zum Durchzappen durch die Werbepausen. Sssssssssssst... Oops. War das…. Wieder zurück. Tatsächlich. John Lennon, aus dem es spricht: „Was vergangen ist, ist vergangen.“ Sagt er. Und: „Früher war auch nicht alles besser.“ „Start something new.“ Und schließlich: „Live your life now.“ Dann ein Schnitt. Ein Auto fährt ins Bild. Citroen. Der neue Anti-Retro. Fühle mich stattdessen eher Anti-Ono. Obwohl: Wie es heißt, hat Yoko Ono der Werbeverramschung nicht wegen des Geldes zugestimmt, sondern um „John Lennon auch in der neuen medialen Welt zu präsentieren.“

Also – da wüsst ich was Besseres:

Montag, 5. April
Sind nachmittags in Rüsselsheim und düsen spontan weiter nach Frankfurt zum Eintracht-Training. Ziemlich viele Kiebitze sind da und ziemlich wenige Spieler – genau genommen nur vier: Andreas Menger, Oka Nikolov, Markus Pröll und Ralf Fährmann. Dann sind die Jung heute wohl beim Waldlauf. Wir schauen dem Torwarttraining eine Weile zu. Ein frischer Wind weht übers Gelände. Oder war es der Geist von Caio? Nach einer halben Stunde machen wir uns auf den Heimweg. Später lese ich im Eintracht-Forum, dass das Training dann doch noch stattgefunden hat. Dumm gelaufen. Also wir, nicht die.

Dienstag, 6. April
Caio hat beim Sieg gegen Leverkusen nicht nur ein Wahnsinns-Fackel-nicht-zu-glauben-alle-vom-hocker-reiß-eigentlich-geht-das-nicht-Tor geschossen, sondern auch Kampfkraft gezeigt. „Das liegt allein an ihm und nicht am Trainer.“ Sagt Patrick Ochs. Und der muss es wissen. Beim Barte des Ama. Der ist übrigens heute wieder zurück im Training - Grund genug für eine Ama-Edition mit Trainingsfotos im Eintracht-Forum.


Ebenfalls im Eintracht-Forum öffnet Petermann einmal mehr sein Kicker-Archiv und hält Rückschau auf die Saison 93/94 und ein fulminantes Spiel der Eintracht in Gladbach, wo die Eintracht durch Tore von Furtok, Bein, Weber und Yeboah mit 4:0 in die Saison startet. Auf der Rückfahrt war – so berichtet der Kicker – wie vorher für den Fall eines Sieges abgemacht alles erlaubt, auch das Rauchverbot war aufgehoben. Darüber freut e sich besonders der „leidenschaftliche Raucher Uli Stein.“ Man stelle sich ähnliches heute vor. Dutzende von Jugend-, Sucht-, Gesundheits- und sonstigen Beauftragten würden auf der Matte stehen. Seufz. Things have changed. Habe vor ein paar Jahren aufgehört zu rauchen. Ehrlich, manchmal würde ich es mir aus Prinzip gerne wieder angewöhnen.

Dass Menschen sich überall und zu allem beauftragt fühlen, zeigt auch eine Politikerin der Grünen in Berlin, die vorschlägt, Hartz 4-Empfänger als Hunde-Kot-Patrouille einzusetzen. Ach du Scheiße. Aber die Idee findet sowieso nicht überall Anklang. Der zuständige Ordnungsstadtrat hält nämlich nicht so viel davon, „Hartz-IV-Empfänger diesbezüglich zu schulen.“ Schade eigentlich. Wie wär‘ s statt dessen mit einem Training „Wie beseitige ich Hirnschwurbel?“ Zielgruppe: Funktionsträger im Öffentlichen Dienst. Oder – um es mit John Cowper-Powys etwas präziser zu formulieren: „Man sollte den Leuten weniger gute Ratschläge und dafür mehr Geld geben. "

Mittwoch 7. April
Ein rauchender Diplomat auf der Bord-Toilette löst auf dem Flug von Denver nach Washington Terroralarm aus. Kampfjets steigen auf. Na na - wer wird denn gleich in die Luft gehen?

Michael Skibbe bekundet im Interview, dass er die Eintracht verändern will. Vielleicht sollte er mal Benny Köhler zu Rate ziehen?

Donnerstag, 8. April
Nach dem Trainingsbesuchsflop am Ostermontag versuche ich heute noch einmal mein Glück, stehle mich nachmittags aus dem Büro und düse zum Stadion.
Hurra, da laufen sie. Viel Getriebe um die Trainingsplätze herum. Fußballschule, aber auch viele Trainingskiebitze, sind ja immer noch Ferien. War lange nicht mehr im Training und freue mich an den Fortschritten, die ich zu beobachten glaube. Beim Spiel im Kleinfeld wird schnell und sicher kombiniert. One touch. Die Trefferquote beim Flanken-/Schusstraining scheint verbessert. Ja, das stimmt - meint zumindestt auch ihne ihrn freundlicher Forums-Adler, der regelmäßig beim Training ist und mit dem zusammen ich heute das Trainingsgeschehen verfolge. Ganz nebenbei lerne ich Mama und Papa Tosun kennen und nach dem Training schüttelt mir Sohn Cenk – ganz wohlerzogen – die Hand.

Meine Digi-Cam hat einen Wackelkontakt. Manchmal verschwinden Fotos – und manchmal tauchen verschollen geglaubte Fotos wieder auf. Als ich wieder zu Hause die Fotos anschauen will, die ich beim Training gemacht habe, sehe ich: Schnee, nichts als Schnee. Die Schneegestöber-Fotos vom Spiel gegen Köln sind –o Wunder – plötzlich wieder da. Zurück in die Zukunft.

Freitag, 9. April
Die Eintracht spielt heute in Gladbach. Alles ist möglich. Will nicht zu viel erwarten und tue es doch. Rechtzeitig zum Anpfiff (fast) alle Mit-Adler versammelt, Orakel-Kuh, Trikots, Pizza - wir machen alles genau so wie beim Spiel gegen den VFL Bochum. Die Mannschaft leider nicht. Schad.


Samstag, 10. April
Buntes Frühlingsgetriebe in der Mainzer Innenstadt, heute überwiegend in Gelb. Überall BVBler, die biertrinkenderweise in Straßencafés sitzen, und sich die Sonne auf den Kopf scheinen lassen. Ein Trupp gut gelaunter Dortmunder fragt mich nach dem Weg zum Dom. Mmh. Ob sie sich vor den 05ern so fürchten, dass sie vorher noch eine Kerze anzünden wollen? Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Glück für heute mittag. Sie sind erstaunt. Huch? „Ich hab mit den 05ern nix am Hut. Ich bin Eintrachtler!“ Kurzes Zögern. „Mmh... naja... dann trotzdem noch eine schöne Rest-Saison!“ **g

Mein schwäbischer Mit-Adler stammt vom Rande der Schwäbischen Alb, genauer gesagt: Aus Aalen. Daher kenne ich die Geschichte vom Schrott-Scholz, dessen Vorfahren Mitte des letzten Jahrhunderts mit einem Leiterwagen durchs Ort zogen und so die Grundlage für das heutige Schrott-Imperium legten. Heute Ist der Schrott-Scholz ein Mini-Hopp, dem der VFR Aalen gehört. (Kommentar Mit-Adler: „VFR? Hä? Wir sind früher sowieso immer zum SSV.“ ) Die Mit-Adler-Mama versorgt uns immer wieder einmal mit Zeitungsberichten aus der Schwäpo. Edgar Schmidt, Jürgen Kohler. Der Unmut der Aalener gegen die Kosten der Rasenheizung. Derzeit ist der VFR mal wieder obenauf – Tabellenführer der Regionaliga und tritt heute gegen unsere U 23 an, das Spiel endet 0:0. Der VFR-Homepage entnehme ich, dass vor einigen Wochen Emilia aus Aalen zur „Miss Hinrunde“ gewählt wurde. Oooooch, „Miss Schrott“ hätt mir doch noch ein bisschen besser gefallen.

Sonntag, 11. April
Ein windiger, kühler Frühlingstag. Wolkenfetzen, Sonnendusche, Nieselregen. Bin früh wach und will einfach nur hinaus hinaus. Verbringe den Vormittag im Garten. Hacke. Rupfe. Schneide. Säe. Weit und breit kein Mensch. Windverweht. Leicht. Froh.


Spätes Früh Stück. Was gibt es neues im „Ortstanzeiger“? Aha. Der BDJK (was ist das? Ach so
) veranstaltet ein Zeltlager für „Buben und Mädchen zwischen 8 und 15 Jahren“. Mmh. Bei dem Thema wird einem im Moment ein wenig ungemütlich. Weiterlesen. Beide Zeltlager haben einen Themensschwerpunkt. Ich lese laut vor. „Das Mädchenlager steht unter dem Motto ‚Antikes Griechenland‘...“ „Muhahaha....grmpfff...“ werde ich unterbrochen. Mein Mit-Adler kann vor Lachen nur noch röcheln: „Grad noch mal Glück gehabt, Herr Pfarrer, dass das nicht das Motto für das 'Bubenlager' war....“

Montag, 12. April
Wunden lecken nach dem Gladbach-Spiel. Marco Russ befindet, dass „wir das Ding an die Wand gefahren haben“ und dann „an die Wand gespielt worden sind“.
Halil Altintop findet, dass das Spiel unter aller Sau war. Christoph Spycher hat sich im Spiel gegen Gladbach das Innenband im linken Knie angerissen und fällt für den Rest der Runde, vielleicht auch für die WM aus. Ob er noch einmal für die Eintracht auflaufen wird?

Dienstag, 13. April
Flashback. Anfang der 90er Jahre. Erinnerungen an Herrn K. Herr K. war Inhaber eines kleinen Druckereibetriebs und arbeitete regelmäßig für das Unternehmen, bei dem ich damals beschäftigt war. Herr K. war aber nicht nur Drucker, sondern wusste alles und kannte jeden, z.B. saß er – nach eigenen Angaben – Eintracht-Info-mäßig absolut an der Quelle und versorgte mich regelmäßig mit dem, was er für Insider-Wissen hielt. Unvergessen der Nachmittag an dem er mich mit zu einer Veranstaltung seines Kumpels – einem Reisebüroinhaber in Niederrad – schleifte, weil dort - „exklusiv“ – Ulli Stein und Dragoslav Stepanovic beim Tag der offenen Tür als Gäste erwartet würden. Das Reisebüro entpuppte sich als etwas fragwürdige Klitsche und der Tag der offenen Tür bestand aus einer Gruppe von Anwohnern, die um einen Grill herumstanden. Stepi ward nicht gesehen (Herr K.: „Der kommt gleich.“ „Ich glaub da kommt er. „Des isser er - ich seh schon sein Zigarillo…“ ) , aber lustig war’s trotzdem. Es gab auch eine Verlosung und zur Preisverleihung erschien – tatsächlich - Uli Stein. Ich gewann sogar einen Preis – einen scheußlichen „Designer-Sessel“, den ich von Uli Stein überreicht bekam und dann - sperrig wie er war – mit offenem Kofferraumdeckel nach Hause transportierte.


Warum ich diese Geschichte hier erzähle? Ganz einfach: Der Drucker K. war es auch, der mir im Sommer 1994 – exklusiv, versteht sich – berichtete, dass Rudi Völler aus Marseille noch einmal zurück in die Bundesliga käme. Und wohin? Natürlich zur Eintracht. Der Sohn „vom Rudi“ sei sogar schon in einer Schule in Hanau angemeldet. Na ja. Rudi Völler wechselte tatsächlich in die Bundesliga – allerdings nach Leverkusen. Heute wird er 50 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Mittwoch, 14. April
Bei der U23 hat die Planung für die neue Saison begonnen. Für Neueinkäufe wird es kein Geld geben. Aber das ficht Trainer Oscar Corrochano nicht an. "Wir haben Bälle, einen Fußballplatz und Trikots, das langt mir",
sagt er. Das klingt ja wirklich putzig. Vielleicht ein bisschen zu?

Das Spiel gegen Hertha wirft seine Schatten voraus. Im Vorbericht im Forum ist die Hertha eine zuckende Schabracke, im Rückblick bei Kid Klappergass (Klick, Klick ) eher eine furchteinflößende Fregatte. Wie auch immer die Hertha am Sonntag auflaufen wird - der Sturm, den wir entfachen, wird sie versenken. Und vielleicht können wir ja dann doch nochmal Kurs nach Europa aufnehmen....

Heute ist eigentlich mein Schnipseltag. Aber irgendwie läuft von morgens an alles schief und dorschenanner. Bäh bäh bäh. Alles hängt. Drunter und Drüber. Und statt die Eintracht und die Welt zu verschnipseln, verzettele ich. Mich.

Donnerstag, 15. April
Während Steffi Jones darüber nachdenkt, wie sie dem Frauen-Fußball zu mehr Star-Kult
verhelfen kann, werden in Limburg bereits Tatsachen geschaffen. Eine Zuschauerin (von Beruf Polizistin *g) aus Wiesbaden prügelt zwei Limburger Spielerinnen krankenhausreif. Das Spiel wird abgebrochen. Mmh. Guter Ansatz, aber sicher noch ausbaufähig.

Sehr gemischte Nachrichten vom Trainingsgelände draußen im Wald: Marcel Titsch-Riveiro muss das Training abrechen. Ama mischt schon wieder munter mit. Und ein neuer Name für den Profi-Kader am Horizont: Stefano Cincotta, der Linksverteidiger unserer U19 und U19-Nationalspieler, nimmt erstmals am Training der Bundesliga-Mannschaft teil.

Der 50. Jahrestag des besten Vereinsmannschaftenspiels aller Zeiten wird heute abend im Eintracht-Museum gefeiert. Kann leider nicht dabei sein – aber die Videos, die schaue ich mir an. Und dazu gibt’s Ebbler. Prost!


*** to be continued ***

(Die Schnipsel, aber hoffentlich auch die Europa-Pokal-Geschichte der Eintracht)

Kommentare:

  1. Kerstin, wie schön, du hast dich offensichtlich entzettelt. Nach einem entspannten Elternabend kann ich nun bei einem Gläschen Wein deine Schnipsel lesen. Perfekt!

    Das Leben in Mainz fordert wohl schon die ganze Frau, aber das stemmst du ja locker *g*.

    Einen Schrottbaron gibt es ja auch im Riederwald, den verfluche ich täglich auf dem Weg zur Arbeit. Das boomt wirklich, das Geschäft mit dem Schrott. Wenn der nicht mal bald bei der Eintracht als Sponsor auftaucht... Zumindest dem Amateurbereich könnte er ja mal unter die Arme greifen, ein paar neue Spieler... Ich gebe dann gern die Omma Schrott :-), für die Miss bin ich wohl zu alt...

    Liebe Grüße
    von Nicole

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  2. Ja, hast recht. Bin entzettelt. Mmh. Zumindest ein bisschen. Und ja: im Exil hat mans nicht leicht. Dabei hab ich, wie mir jetzt aufgefallen ist, bei dem Pöbel-M1er sogar noch einen Zusatz vergessen – Im Original-Wortlaut hieß es nämlich: „Hau doch wieder ab nach Frankfurt, du blöde Sau!“ :-o…

    Aber von wegen Exil: Hab’s ja schon mal gesagt – ich mag Mainz und die Mainzer eigentlich sehr gern und lebe gerne hier im Eck. Der Mainzer an sich ist auch sehr verträglich und nett (manchmal vielleicht ein bisschen zuuuuu launig ,-) – schlimm wird’s halt, wenn er zum „05er aus Prinzip“ (also: aus Prinzip = nicht unbedingt aus fußballerischer Zuneigung) wird. Dann wird’s bitter. Und da sind sie auf einmal gar nicht mehr lustig, sondern ziemlich klein kariert und…mmh… ja provinzmuffig. Aber auch da gibt es – doch, doch, die gibt es! - Ausnahmen: Zwei Freunde von mir sind richtige von Grund auf Fußballer und sie sind trotzdem 05er. Man glaubt es kaum, aber es gibt halt mehr Sachen zwischen Himmel und Erde…

    Zu alt? Wir? Nix da… und bis zur Omma Schrott (gnihihi) ist noch ein weiter Weg. Aber so in fünfundzwanzig, naja, sagen wir dreißig, vierzig Jahren könnte das durchaus eine verlockende Perspektive sein…

    Schnipsel und Rotwein? Muss ich mal probieren :-)

    Herzlichen Dank fürs Zeit nehmen am Rande des Tages, lgz von K.

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  3. Noch ein Herr K. Diesmal mitten aus dem Leben und ein bißchen aus dem ANO Teppichladen! Sehr, sehr schön!

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  4. Anti-Retro. Sicher. Deswegen hat John Lennon ja auch Mitte der 70er ein Album namens Rock 'n' Roll aufgenommen. Ein Album, auf dem er ausnahmslos die alten Songs anderer Künstler nachgespielt hat.

    Als ich in den 80ern in der Klappergass' Platten auflegte, kamen mittwochs immer die Jungs von der Air Base. Die mochten mich, ich mochte sie. Das hatte einen einfachen Grund: Wir mochten dieselbe Musik. Die kamen nicht, um sich die Songs aus den Hitparaden auch noch in der Kneipe um die Ohren dudeln zu lassen. Für die gab es keine Musik, die man in alt oder neu hätte einteilen können. Nur in gut oder schlecht. Und das bestimmt nun mal immer noch jeder selbst. Ganz ohne Hitparaden. Ohne Werbung. Und auch ohne Yoko Ono. Und das ist dieses Mal auch ganz sicher gut so.

    Danke für die Schnipsel!

    Gruß vom Kid

    PS: Der feige Kinderwagenschänder äh -schieber ist nicht in einem Laden zu suchen, sondern beim ZDF. Im Aktuellen Sportstudio scheinen nur solche Nasen zu arbeiten. Schade um eine Sendung, die ich mir in den 70ern nie habe entgehen lassen. Aber was weiß ich schon? Ich bin ja so retro ... ;-)

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  5. Das sehe ich wie Kid, es ist mehr als schade, was aus dem Aktuellen Sportstudio geworden ist. Ich habe letztens darüber nachgedacht, ob mich mein Gedächtnis so täuscht, dass ich mir vormache, das wäre mal eine gute Sendung gewesen.

    Damals gab es halt nicht viel anderes und ich habe das gern gesehen. Aber ich täusche mich wohl nicht, die Sendung war gut. Jetzt ist sie erschreckend schlecht. Qualitätsabfall gibt es leider mehr als genug. Woran liegt das? Auch bei den Printmedien sehe ich das so.

    Lieben Gruß
    Nicole

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  6. Das Sportstudio ist wirklich ein Kapitel für sich. Früher mit heißen Ohren jeden Samstag geguckt - heute nur noch wenn's sein muss. Langatmig, tendenziös, ignorant, halb-informiert.

    Und jawohl, lieber Kid: Alt oder neu gibts net, nur gut oder schlecht. (Da reg ich mich immer auf, wenn Kandidaten bei Quiz-Sendungen z.B. bei Günther Jauch ihr Nicht-Wissen damit erklären: "Das war vor meiner Zeit." Ja, und?) - Du hast Platten aufgelegt in den 80ern? Darüber würd ich gern mehr hören...

    Ansonsten: CU in the ANO-Teppichladen - oder vielleicht doch lieber im Waldstadion *g

    Danke fürs Vorbeischauen und Kommentieren!

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  7. Wir machten es wie gegen Bochum-Orakel-Kuh-Pizza-Trikots-nur die Mannschaft nicht-schade.
    Recht hast du Kerstin,dass war grauenhaft-dass Spiel und am Samstagnachmittag war ich bei schönsten Sonnenschein-im Training und habe meinen heimlichen Capitano-Amanatitis-gesehen und hoffe,dass es klappt und er wieder der Alte wird.
    Sebastian Jung,sagte,dass er gegen Mainz wieder dabei ist,ob er spielt oder nicht,ich hoffe doch.
    Sehr schöne Schnipsellei wieder von dir-Kerstin-grosses Danke.
    Sportstudio,so wie es sich seit einiger Zeit präsentiert,kann man in die Tonne hauen-genau wie das Spiel gestern-gegen Hertha.
    Gegen Mainz-muss was gerissen werden.
    LG
    (B).

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