Direkt zum Hauptbereich

18. Spieltag: Smart ist apart.

Die Sonne scheint. Das neue Jahr ist fast schon wieder Schnee von gestern und dann wollen wir mal. Rückrundenauftakt gegen Freiburg - endlich! (so said) und ich bin gespannt, ob die supersmarte Saisonvorbereitung - alles perfekt, alles super, alles diszipliniert, alles demütig  - der Eintracht sich wie geplant auf den Verlauf die Rückrunde auswirkt. Was soll schief gehen? Nichts ist dem Zufall überlassen. Die neue Eintracht erinnert mich an Designerjeans, die so perfekt sind, dass man bereits vor Gebrauch Löcher hineinschneidet, damit sie authentisch aussehen.  Meine Jeans haben Risse, weil ich die schon ein paar Jahre trage und mit eben diesen mache ich mich erwartungsvoll und unverdrossen auf den Weg Richtung  Stadtwald und will doch mal schauen, ob der frischgebackene Schütze des Tor des zurückliegenden Jahres gegen Freiburg zum nächsten - hoho - Streich ausholt und uns die Mannschaft zum Jahresaufrakt einen Heimsieg beschert.

Gerne möchte ich euch noch eine meiner neuen Lieblingsschlagzeilen mit auf den Weg geben, die ich letzte Woche in unserer Lokalzeitung gelesen habe: "Der Eisbär vermisst nichts." Und vielleicht sollten wir ihn uns deshalb zum Vorbild nehmen.

Heimsieg gegen Freiburg und sonst gar nix.


Kommentare

  1. In der ersten Halbzeit habe ich auch nichts vermisst, außer vielleicht eine bessere Chancenverwertung, aber in der zweiten habe ich sehr, sehr viel vermisst.
    Zwei gute Halbzeiten - das wäre toll!

    AntwortenLöschen
  2. Das war wirklich krass. Ganz so perfekt und smart ist die neue Eintracht also doch nicht. Zumindest nicht auf dem Platz. Und ich bin nicht sicher wie das dem Eisbär gefallen würde. Nach der ersten Hälfte hätte ich nie im Leben erwartet, dass wir am Ende mit einem Punkt da stehen, der sich anfühlt wie eine Niederlage. Alles, was in der ersten Hälfte gut war, war in der zweiten weg. Kein Druck mehr nach vorne, kein spielaufbau. Ich schätze Marc Stendera, aber er war der falsche Mann zum falschen Zeitpunkt. Der Prinz -sorry - in der zweiten Hälfte fast schon ärgerlich pomadig. Angesichts unserer Heimschwöche wäre es wohl fast besser, wir hätten im Pokal ein Auswärts los gezogen...

    Einen unerwarteten Gänsehautmoment hatte ich vor dem spiel beim Hellmann- Interview auf der Waldtribüne. Kleiner Text dazu folgt morgen.

    AntwortenLöschen
  3. O how beastly, indeed. Love that. Gänsehaut im Kontext mit AH, oha, hätt ich jetzt nicht unbedingt zusammengebracht. Bin gespannt. Aaaber, bei (Eis-) Bären bin ich kernkompetent. Also, Eisbären vermissen heute schon was. In erster Linie Eis. Weil, sie schwimmen nicht so gern sehr lange Strecken. Gelegentlich vermissen Eisbären auch Bären, wenn sie so auf Eisschollen aneinander vorbei driften, kurzes Winken, uns vorbei.Sie vermissen auch Lachse und Robben, aber nur, wenn es keine Lachse und Robben gibt. Sonst vermissen sie eigentlich in der Tat nicht allzu viel, außer eben, wie schon gesagt, Eis. Und Bären.

    Das bringt mich jetzt direkt zum Spiel heute. "Bärchen" Medojevic auf die Eisscholle verbannt, finde ich jetzt nicht so nett. Hallbär hat es wieder getan. Gut so. Bärkok kam zu spät. Meine Meinung.

    Okay, hoffen wir, dass es bessbär wird.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Spieltagsschnipsel 24/25: St. Pauli (33)

 "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir gegen St. Pauli nicht gewinnen?" Sage ich zu meinem leicht skeptischen Mit-Adler und dann fahr ich los in Richtung Stadion. Es ist kurz vor Drei, Schon klar, dass das kein einfacher Tag werden wird, aber dabei denke ich eher an die Hin- und Rückfahrt. Der S-Bahnverkehr zwischen Mainz und Frankfurt ist derzeit - ok, sagen wir mal so - stark eingeschränkt, genau gesagt: er fällt mehr oder weniger aus. Auf verschlungenen Fahrten ist der Weg natürlich irgendwie möglich. Irgendwie? "Ob mit Bus oder Bahn..." Na, das passt doch zu dem, was wir heute vorhaben. Die Hinfahrt ist jedenfalls fast idyllisch. Mit einem SEV Über-Land-Bus zuckele ich im hellen Sonnenschein durch wenig Stadt und viel Land zum Frankfurter Flughafen, das dauert ein bisschen länger, ist aber recht beschaulich. Am Flughafen dann ein Sammelbecken für Eintrachtler aus aller Herren Richtungen, um kurz nach fünf bin ich am Stadion. Immerhin. Die Europa-Hymne höre i...

Die nächste Strophe vom alten Reisbrei

Am Samstagabend höre ich im ZDF Sportstudio die Vorankündigung für das Spiel am Sonntag im Waldstadion. „Hannover kann morgen auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen“, verkündet Katrin Müller-Hohenstein. Tatsächlich? Was Sie nicht sagen. Und die Eintracht? Hey – hallo, das ist unser Heimspiel, und wir werden es gewinnen, weil nämlich dann wir es sein werden, die zu Hannover und zur Spitzengruppe aufschließen. Capisce? Und tatsächlich. So machen wir es. Impressionen vom Spiel: Patrick Ochs, der in der ersten halben Stunde auf der rechten Seite herum mannövert als habe er tatsächlich vor, was er vorher verkündet hatte: Sich festbeißen – und von dem in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen ist. Halil Altintop, der (auch in seinem eigenen Sinn) zur Halbzeit hätte ausgewechselt werden müssen, und von seinem Trainer, der voll hinter ihm steht, eine viertel Stunde vor dem Ende zum Abschuss freigegeben und – sichtlich um Fassung bemüht – regelrecht vom Platz gepfiffen wird. (Ja,...

Spieltagsschnipsel 24/25: Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (31)

Wow! Wie kann diese Mannschaft Fußball spielen, wenn sie in den Flow kommt. Abheben und dann einfach weiterfliegen.  Eine hochmotivierte Eintracht fegt überforderte Leipziger mit 4:0 aus dem Stadion. Ein über-über-ragender Ansgar Knauff. Warum in der Ferne suchen, wenn das Gute ist so nah? - alte Transferpolitikweisheit. Nene Brown. Theate. Ekitiké, der immer mehr zum unermüdlichen  Gute-Laune-Monster des Teams wird. Trapp ein starker und sicherer Rückhalt. Die Mannschaft voller Spielwitz und Energie, voller Lust am Fußball. In der zweiten Halbzeit dann kein Halten mehr. Die "Champions League wir kommen" - Stimmung verwandelt das Stadion in eine Raumkapsel, die abhebt. Bei der Auswechslung von Ansgar Knauff erbebt das Stadion. Und dann  tut Dino Toppmöller noch ein übriges um die Stimmung zum Überlaufen zu bringen. Es kommt Thimmiiiiiiiiiiie Chandler. "...und wenn sie gewinnt im Waldstadion, dann ist die Stimmung groß." O ja, das ist sie. Es war ein warmer, sonniger...