Direkt zum Hauptbereich

Vierter Spieltag: Der Supermensch

Da hat er also tatsächlich in Gladbach schon sein erstes Tor für die Eintracht gemacht, der Kevin, der lieber Prinz genannt werden will und den auch alle so nennen. Aber es gibt noch viele andere Bezeichnungen für ihn: Bad Boy, aber „das war einmal“, jetzt ist er „Kindergarten Cop“,   „Aufpasser“. „Alphatier“ . Eine Persönlichkeit. Für Mijat Gacinovic ist er ein „Supermensch“.  Für Niko Kovac (dessen Scheitel  - oder täuscht das??? -   immer akurater wird) ist er ein Junge, der Emotionen hat und Empathie, ein „Krieger“, einer „mit dem man Kriege gewinnen kann.“ „Er hat die Qualität, die Mannschaft zu führen. Dazu muss man kein Kapitän sein, das hat er gezeigt."

Nomineller Kapitän ist und bleibt (vorerst?) der nach wie vor verletzte Alex Meier, der zwar Fußballgott, aber weder Krieger noch Cop oder Aufpasser ist.  Sicher nur ein blöder Zufall, dass er auf der Eintracht-Website (immerhin zwischen Alfred Pfaff, Ralf Falkenmayer, Jürgen Grabowski, Bernd Nickel, Bernd Hölzenbein etc.) bereits unter dem Stichwort „Legenden“* abgelegt ist.

Heute also gegen Augsburg, eine Mannschaft, die wir am Saisonende in der Tabelle hinter uns erwarten und sehen wollen. Niko Kovac möchte den Sieg in Gladbach vergolden, wäre dann ja wohl: eine weitere Schlacht gewinnen.


Also: ich hoffe einfach auf einen Sieg in einem Fußballspiel.

*finde den Link gerade nicht, aber liefere ihn nach ,-)

Kommentare

  1. Wen man Blech redet und Blech spielt, kann am Ende kein Gold herauskommen.

    Und diesen Balkan-Gen- und Krieger-Mist habe ich so satt, dass ich kotzen könnte.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die nächste Strophe vom alten Reisbrei

Am Samstagabend höre ich im ZDF Sportstudio die Vorankündigung für das Spiel am Sonntag im Waldstadion. „Hannover kann morgen auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen“, verkündet Katrin Müller-Hohenstein. Tatsächlich? Was Sie nicht sagen. Und die Eintracht? Hey – hallo, das ist unser Heimspiel, und wir werden es gewinnen, weil nämlich dann wir es sein werden, die zu Hannover und zur Spitzengruppe aufschließen. Capisce? Und tatsächlich. So machen wir es. Impressionen vom Spiel: Patrick Ochs, der in der ersten halben Stunde auf der rechten Seite herum mannövert als habe er tatsächlich vor, was er vorher verkündet hatte: Sich festbeißen – und von dem in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen ist. Halil Altintop, der (auch in seinem eigenen Sinn) zur Halbzeit hätte ausgewechselt werden müssen, und von seinem Trainer, der voll hinter ihm steht, eine viertel Stunde vor dem Ende zum Abschuss freigegeben und – sichtlich um Fassung bemüht – regelrecht vom Platz gepfiffen wird. (Ja,...

Spieltagsschnipsel 24/25: St. Pauli (33)

 "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir gegen St. Pauli nicht gewinnen?" Sage ich zu meinem leicht skeptischen Mit-Adler und dann fahr ich los in Richtung Stadion. Es ist kurz vor Drei, Schon klar, dass das kein einfacher Tag werden wird, aber dabei denke ich eher an die Hin- und Rückfahrt. Der S-Bahnverkehr zwischen Mainz und Frankfurt ist derzeit - ok, sagen wir mal so - stark eingeschränkt, genau gesagt: er fällt mehr oder weniger aus. Auf verschlungenen Fahrten ist der Weg natürlich irgendwie möglich. Irgendwie? "Ob mit Bus oder Bahn..." Na, das passt doch zu dem, was wir heute vorhaben. Die Hinfahrt ist jedenfalls fast idyllisch. Mit einem SEV Über-Land-Bus zuckele ich im hellen Sonnenschein durch wenig Stadt und viel Land zum Frankfurter Flughafen, das dauert ein bisschen länger, ist aber recht beschaulich. Am Flughafen dann ein Sammelbecken für Eintrachtler aus aller Herren Richtungen, um kurz nach fünf bin ich am Stadion. Immerhin. Die Europa-Hymne höre i...

Spieltagsschnipsel 24/25: Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (31)

Wow! Wie kann diese Mannschaft Fußball spielen, wenn sie in den Flow kommt. Abheben und dann einfach weiterfliegen.  Eine hochmotivierte Eintracht fegt überforderte Leipziger mit 4:0 aus dem Stadion. Ein über-über-ragender Ansgar Knauff. Warum in der Ferne suchen, wenn das Gute ist so nah? - alte Transferpolitikweisheit. Nene Brown. Theate. Ekitiké, der immer mehr zum unermüdlichen  Gute-Laune-Monster des Teams wird. Trapp ein starker und sicherer Rückhalt. Die Mannschaft voller Spielwitz und Energie, voller Lust am Fußball. In der zweiten Halbzeit dann kein Halten mehr. Die "Champions League wir kommen" - Stimmung verwandelt das Stadion in eine Raumkapsel, die abhebt. Bei der Auswechslung von Ansgar Knauff erbebt das Stadion. Und dann  tut Dino Toppmöller noch ein übriges um die Stimmung zum Überlaufen zu bringen. Es kommt Thimmiiiiiiiiiiie Chandler. "...und wenn sie gewinnt im Waldstadion, dann ist die Stimmung groß." O ja, das ist sie. Es war ein warmer, sonniger...