Direkt zum Hauptbereich

And the Sun shines bride

Dass sich hier im Blog im Moment so wenig tut, hat vor allem zwei Gründe:
1) Arbeit (sehr viel)
2) Zeit (sehr wenig)

Um zumindest wieder ein  Lebenszeichen zu geben, bleibt mir nichts anderes übrig, als den bisherigen Saisonverlauf nach der Winterpause aus Sicht der Eintracht ebenso kurz zusammenzufassen:
Args. (Leipzig)
Boah. (Schalke)
Yep. (Darmstadt)
Lukaaaas (Hannover)

Die Zuversicht steigt allmählich ins Grenzenlose. KÖNNEN wir überhaupt noch verlieren? Der Niko wird es schon richten und im Zweifelsfall ist da immer noch ein Tarashai  oder Tawatha oder Max, der auch gerne zeigen will, was er kann und Fußball spielen kann wie der Teufel. Und auch, wenn man inzwischen fast schon anfängt, sich an das große Glück und sogar den Tabellenplatz an der Sonne zu gewöhnen, gibt es diese Momente, in denen es einem wie aus dem Off schlagartig einfällt, durchzuckt wie ein Stromschlag  - gestern morgen beim Frühstück zum Beispiel -, und was das alles bedeutet, zumindest denkbar ist: Europa. Berlin. Wir. Ende Mai. Im September vielleicht schon auf der Fähre Richtung britische Insel. Hach. Und was auch immer falsch ist, an dem, wohin sich die Welt, der Fußball und die Eintracht entwickelt (und das ist eine ganze Menge) - im Moment ist das einfach nur großartig,  was diese bunte Truppe auf dem Platz zeigt und mit uns anstellt.

Niko will nicht zu viel gelobt werden und ist demütig. Lukas macht Geschichten und heute Abend im Sportstudio wird er darüber berichten, wie das war mit dem Handspiel in Leipzig, dem Elfer in  Hannover - und mit dem Sieg heute in Leverkusen.

Kommentare

  1. Während ich diesen Text geschrieben habe, saß ich mit Sonnenbrille vor einem Café, es war angenehm warm und ich habe das Schreiben immer wieder unterbrochen, um mein Gesicht dem Himmel entgegenzustellen und in die Sonne zu blinzeln. Jetzt sitze ich an einem Tisch und schaue in den kahlen, etwas nebligen Garten. Es regnet.

    Nein. Nicht schlimm, die NiederLage in Leverkusen. Leider sehr deutlich, leider eine ziemlich konfuse Leistung, leider das skeptisch-nachdenklich-ernste Gesicht vor meinem inneren Auge. Wenn wir Glück haben, bleiben wir auch nach diesem Spieltag Dritter. Und: Vielleicht ist es gut sich wieder daran zu erinnern, dass wir durchaus verlieren können.

    Ingolstadt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es ist schön, von Dir hier zu lesen. Die Niederlage war verdient, aber zu hoch. Und die Sonne wird wieder scheinen. Schon morgen. Über uns und für Dich.

      Löschen
    2. ...und vielleicht ja am nächsten Samstag auch wieder über der Eintracht. Mal ehrlich: Immer nur gewinnen wäre ja auch doof ,-))

      Löschen
  2. Das Spiel in Leverkusen hat gezegt, dass unsere Personaldecke ziemlich dünn ist. Aber da alle anderen Mitbewerber im oberen Drittel (bis auf die Bayern) ebenfalls gepatzt haben, war die Niederlage nicht allzuschlimm.

    Ich wünsche dir in arbeitsreichen Zeiten öfter mal eine kurze sonnige Auszeit.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich weiß gar nicht, ob sie dünn ist. Bisher haben wir doch immer gelobt, wie kreativ Niko aus einem scheinbar unerschöpflichen Fundus schöpft und Lösungen findet. Es wäre ja schon putzig, wenn der Weggang von Huszti jetzt der Knackpunkt wäre bzw. zum Knackpunkt ausgerufen würde. Huszti war hier, wir haben uns mehr oder weniger an ihn gewöhnt, er hat dann einen überraschend guten Job gemacht und jetzt ist er wieder weg. Egal. Er wird weder bei mir noch bei der Eintracht noch in China eine Spur hinterlassen.

      Unbestreitbar ist, dass es hinten halt immer dann wackelig wird, wenn Abraham und/oder Vallejo fehlen. Was mir außerdem auffällt ist, dass wir (auch mit Vallejo und Abraham) im Moment insgesamt spielerisch weniger überzeugend auftreten als in der Hinrunde. Vielleicht sind wir manchmal zu "verkopft"? Der Ball läuft nicht mehr so rund, das Aufbauspiel, die Pässe sind weniger präzise und das ist die Voraussetzung dafür, dass wir vorne dann Druck aufbauen und unsere (vorhandenen) technischen Fertigkeiten wirksam einsetzen und Tore schießen können. Die Spiele nach der Winterpause waren alle nicht wirklich gut, aber wir können das kompensieren, wenn wir selbstbewusst, diszipliniert und mutig sind, und mit Einzelleistungen überraschen. Das wird auf Dauer nicht immer funktionieren, aber vielleicht ja zumindest meistens.

      Jeder von uns weiß, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit Einbrüche geben wird, Kovac weist ja selbst immer wieder darauf hin. Wir denken dabei aber wahrscheinlich alle eher an die Auswärtsspiele in Berlin, in Hoffenheim, bei den Bayern als an die Heimspiele gegen Ingolstadt oder Augsburg... Ein Hauch von "Fluch der guten Tat" liegt jetzt schon in er Luft - wenn wir am Ende Achter werden und... sagen wir... im Halbfinale im Pokal rausfliegen, war das immer noch eine feine Saison - trotzdem wären wir wahrscheinlich enttäuscht.

      Aber quatsch - heeeey: Dritter. Immer noch. Wir sind in der Vorhand und solange wir unsere Heimspiele gewinnen, bleiben wir auf jeden Fall oben dran.

      Sonnige Grüße :)

      Löschen
  3. Wenn mir jemand vor dieser Spielsaison gesagt hätte, dass wir nach dem 20ten Spieltag auf Platz 3 stehen würden, hätte ich wahrscheinlich gefragt, welche Drogen er sich eingepfiffen hat.
    "Aber quatsch - heeeey: Dritter. Immer noch."
    +111

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Spieltagsschnipsel 24/25: St. Pauli (33)

 "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir gegen St. Pauli nicht gewinnen?" Sage ich zu meinem leicht skeptischen Mit-Adler und dann fahr ich los in Richtung Stadion. Es ist kurz vor Drei, Schon klar, dass das kein einfacher Tag werden wird, aber dabei denke ich eher an die Hin- und Rückfahrt. Der S-Bahnverkehr zwischen Mainz und Frankfurt ist derzeit - ok, sagen wir mal so - stark eingeschränkt, genau gesagt: er fällt mehr oder weniger aus. Auf verschlungenen Fahrten ist der Weg natürlich irgendwie möglich. Irgendwie? "Ob mit Bus oder Bahn..." Na, das passt doch zu dem, was wir heute vorhaben. Die Hinfahrt ist jedenfalls fast idyllisch. Mit einem SEV Über-Land-Bus zuckele ich im hellen Sonnenschein durch wenig Stadt und viel Land zum Frankfurter Flughafen, das dauert ein bisschen länger, ist aber recht beschaulich. Am Flughafen dann ein Sammelbecken für Eintrachtler aus aller Herren Richtungen, um kurz nach fünf bin ich am Stadion. Immerhin. Die Europa-Hymne höre i...

Die nächste Strophe vom alten Reisbrei

Am Samstagabend höre ich im ZDF Sportstudio die Vorankündigung für das Spiel am Sonntag im Waldstadion. „Hannover kann morgen auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen“, verkündet Katrin Müller-Hohenstein. Tatsächlich? Was Sie nicht sagen. Und die Eintracht? Hey – hallo, das ist unser Heimspiel, und wir werden es gewinnen, weil nämlich dann wir es sein werden, die zu Hannover und zur Spitzengruppe aufschließen. Capisce? Und tatsächlich. So machen wir es. Impressionen vom Spiel: Patrick Ochs, der in der ersten halben Stunde auf der rechten Seite herum mannövert als habe er tatsächlich vor, was er vorher verkündet hatte: Sich festbeißen – und von dem in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen ist. Halil Altintop, der (auch in seinem eigenen Sinn) zur Halbzeit hätte ausgewechselt werden müssen, und von seinem Trainer, der voll hinter ihm steht, eine viertel Stunde vor dem Ende zum Abschuss freigegeben und – sichtlich um Fassung bemüht – regelrecht vom Platz gepfiffen wird. (Ja,...

Spieltagsschnipsel 24/25: Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (31)

Wow! Wie kann diese Mannschaft Fußball spielen, wenn sie in den Flow kommt. Abheben und dann einfach weiterfliegen.  Eine hochmotivierte Eintracht fegt überforderte Leipziger mit 4:0 aus dem Stadion. Ein über-über-ragender Ansgar Knauff. Warum in der Ferne suchen, wenn das Gute ist so nah? - alte Transferpolitikweisheit. Nene Brown. Theate. Ekitiké, der immer mehr zum unermüdlichen  Gute-Laune-Monster des Teams wird. Trapp ein starker und sicherer Rückhalt. Die Mannschaft voller Spielwitz und Energie, voller Lust am Fußball. In der zweiten Halbzeit dann kein Halten mehr. Die "Champions League wir kommen" - Stimmung verwandelt das Stadion in eine Raumkapsel, die abhebt. Bei der Auswechslung von Ansgar Knauff erbebt das Stadion. Und dann  tut Dino Toppmöller noch ein übriges um die Stimmung zum Überlaufen zu bringen. Es kommt Thimmiiiiiiiiiiie Chandler. "...und wenn sie gewinnt im Waldstadion, dann ist die Stimmung groß." O ja, das ist sie. Es war ein warmer, sonniger...