Sonntag, 13. September 2015

Voll normal

Für mich war die vergangene Woche nicht so richtig rund. Arbeit. Hektik. Termine. Nervenkasper. Dinge, die nicht so reibungslos laufen, wie gedacht. Deadlines. Verzögerungen. Entscheidungen, die sich ändern. Der Versuch, den Spaß an der Arbeit und die Leichtigkeit, nicht zu verlieren. Der Ärger darüber, dass das nicht immer gelingt. Hellwach, dabei vollkommen übermüdet.

Am Samstagmorgen bin  ich mir nicht sicher, ob ich mich abends wirklich aufraffen kann, nach Frankfurt zu fahren. Aber im Laufe des Tages werde ich allmählich wieder identischer. Hey, alles gut. Da bin ich ja wieder. Immer noch, immer wieder. Still going strong.  Die Sonne blitzt. Umtatata. Bei uns am Haus rollt der Kerbeumzug vorbei, die schwarzundweiße Katze verkriecht sich im Schrank und ich steige ins Auto und fahre los.

Rund ums Waldstadion sind viele Kölner unterwegs. Vollgepackte PKWs. Fanbusse. Heruntergelassene Fensterscheiben.  Es ist warm, fast dämpfig. „Mir stan zu dir efzehkölle…“  Is ja gut. Parke am Waldrand an der Straße. Nieselregen.

Ich liebe das Drumherum vor dem Spiel. Die Anfahrt, der Anmarsch zum Stadion gehören zum Spiel, wie der Handkäs zum Äppler.  Alles atmet Eintracht.  Aus den Wäldern,  aus allen Richtungen strömt es rotundschwarz und schwarzundweiß. Oben über die Brücke eine nicht abreißende rotschwarz getupfte Schlange, manche noch ganz sommerlich mit kurzen Hosen, andere bereits mit Jacken. Klein, groß, alt, jung, dick, dünn. Schals, Trikots, Zurufe.  Das Klingeling der Fahrräder.  Mini-Adler, an der Hand von Papa und Mama, mit Trikots wie die Großen. Hibbelisch, neugierig, staunend. Menschentrauben bei Bratwurst Walter. Tische und Bänke. Musik aus den Lautsprechern bei Black and White. Nicole, Zoë und Rosa warten wie gewohnt schon am Mäuerchen auf mich. Reihen von Motorrädern. Bratwurstduft, Rauchschwaden aus der Unterführung und der leicht säuerliche Geruch nach Äppler.

Ob mit Veh auch die Heimspiel-Krise ins Waldstadion zurückgekehrt ist? Wird Meier spielen? Wenn – da sind wir uns sicher – dann spielt er von Anfang an. Aber wer bleibt draußen? Vielleicht doch Stendera?

Nächste Stufe der Vorfreude aufs Spiel:  Die Treppen zum Block. Hochsteigen zum Unterrang - das gibt es glaube ich nur in 42A.  Mit der letzten Stufe eröffnet sich der Blick ins Stadion und es ist einen Moment lang als ob man Flügel bekommt und abhebt. Die Farben, die Musik, die Gesänge schwappen von Vorne wie in einer Welle über mich. Die Fahnen in der West zum Greifen nah. Erbarme, zu spät.

„Ausländer rein. Rheinländer raus“ steht auf einem quer an der Bande hängenden Banner. Großartig. Das Europalied, die Mannschaftsaufstellung. Und da ist er wieder, tatsächliich, wahrhaftig: Alex Meier Fußballgott.  Ui - Stefan Aigner muss draußen bleiben. Aha, Raute.  Erst mal orientieren. Und bevor ich  so richtig denken kann – von wegen: Läuft doch ganz ordentlich, sieht gut aus – da ist der Ball auch schon im Tor.

Es. Ist. Nicht. Zu. Fassen. Lachen. Abklatschen. Der Meier. Das gibt’s doch gar nicht. Schon jetzt, nach vier Minuten, ist dieses Spiel etwas Besonderes.  War die Stimmung eben noch entspannt und vorfreudig, liegt jetzt so ein Kribbeln über allem. Staunende Gesichter und Münder, die zunehmend offen stehen. Ungläubiges Kopfschütteln.  Was machen die denn da, da unten auf dem Platz?  Die spielen Fußball als gäbe es kein Morgen. Hochkonzentriert bis in die Haarspitzen. Leichtfüßig. Marco Russ mit Übersicht und Energie. David Abraham, der abläuft und abgrätscht. Seferovic, der in Stuttgart noch schwächelte, wieder ganz der alte: Wuselt, rackert, schirmt den Ball ab, verteilt, sortiert.  Hasebe, der über rechts großartig mit Ignijovski harmoniert.  Stendera, der Chef im Mittelfeld.  War mal die Rede davon, er sei zu langsam? Es macht nichts, er gleicht es mit seiner Spielintelligenz aus,  ist immer da, wo er sein muss.  Alles wie aus einem Guss, traumwandlerisch. Die Kölner fast in einer Art Schockstarre.  Haben wir in der ersten Halbzeit überhaupt einen einzigen Fehlpass gespielt?

Das zweite Tor. Der Pass, den Russ in die Spitze schickt ist ebenso einfach wie genial und vielleicht ist das ja eigentlich dasselbe. Castaignos läuft auf Horn zu und ich zweifle keine Sekunde, dass er ihn machen wird.  Er behält die Ruhe, legt den Ball vorbei, hoppla, doch. Jaaaa, drin. Der Ball ist drin.

Luc  (sprich: Lük) Castaignos. Was für ein feiner Fußballer, was für ein straighter Zug zum Tor.  Auch der Stadionsprecher hat inzwischen gelernt, wie unser neuer Stürmer heißt – kann gut sein, dass er noch öfter Gelegenheit haben wird, diese Kenntnis anwenden. Stattdessen verzichtet am heutigen Tag bei der Torzeremonie auf „Danke“ und „Bitte“. Und da sich das anfühlt wie wenn in einer Filmsequenz eine Torte geworfen wird, aber nicht im Gesicht des Gegenübers ankommt, übernehmen wir das einfach selbst. „Danke -  Bitte“ echoen wir uns zu – klappt doch.

Beim dritten Tor noch ein  Mini-Slowburn – hä? Schon wieder eins? – und danach eine gewaltige Explosion. Beim vierten und fünften Tor haben wir aufgehört uns zu wundern und nehmen es wie es kommt.  Einfach fallen lassen in das Glück. Alles hüpft, schreit, lacht. Hände, die sich in die Luft recken, nach Händen, Armen, Köpfen greifen, sich abklatschen, umklammern., Haare, Mützen, Brillen, die von der Nase fliegen. Ich ertappe mich dabei wie ich Arme schlenkernd von einem Bein aufs andere hüpfe, in die Hocke gehe, aufspringe, lache,  sinnlose Laute von mir gebe – alles gleichzeitig. Bunte, wilde, abgedrehte, lachende Gesichter  in der Menge.  Zähne, Fäuste, aufgerissene Augen.  Lachende Schals, singende Mützen.

Nach vorne rollt es, aber da ist auch noch dieser wunderbar-putzige Torwart, den wir da verpflichtet haben – absolut ruhig und gleichzeitig eifrig – gibt’s das? Offensichtlich. Okay, das zweite Tor konnte er halten – aber hey, macht ja nix.

Alex. Merkwürdig diese Mischung aus lautem Jubel und – ja was ist das – Gerührtheit.  Still und von Innen heraus froh, inmitten des Jubels. Gerührt über das, was man schon gemeinsam erlebt hat.  Erinnerungen, Geschichten, Verluste. Glücksmomente.  Gewachsen und doch der geblieben, der er ist. So vertraut und doch fast schon in mythischen Sphären.  Bilde ich mir das ein oder ist da wirklich so ein kleiner leuchtender Fleck, der über seinem Kopf schwebt? Er hat es tatsächlich geschafft. Wieder da. Die coolste Socke der ganzen Liga. Alex.

Wir wünschen uns, dass auch Haris noch ein Tor machen darf – und – wie sollte es anders sein an diesem denkwürdigen Tag – er macht es.  Castaignos, den es kurz zuvor noch am Rücken erwischt hat, schiebt ihm den Ball in den Lauf. Keine Chance für Horn, keine Chance für Luc, der kurzerhand von Seferovic unter den Arm geklemmt wird.

Wäre es jetzt vielleicht Zeit, Alex Meier rauszunehmen? Er  wirkt allmählich ein wenig müde.  Jetzt wissen wir: Er konnte, er durfte noch nicht ausgewechselt werden, weil der Fußballgott mit dem Fußballgott für diesen Tag noch einen anderen Plan hatte. Das 6:2. Der Ball von Flum. Meiers Kopf. Der Ball steigt und steigt über die ausgestreckten Arme des Torwarts hinweg und senkt sich in die Maschen.

Möglicherweise sind wir inzwischen alle verrückt geworden, vielleicht ist das Normale sowieso nur eine Phantasmagorie und überhaupt ist die Erde eine Scheibe oder wir befinden uns gerade in einer intergalaktischen Umlaufbahn.

Nach dem Spiel. „Na, zufrieden?“ fragt Uli, den wir zufällig vor dem Block treffen. „Geht so…“  Wir lachen, grinsen, erzählen, fallen uns um den Hals und gegenseitig ins Wort und können uns gar nicht oft genug versichern, was das für ein geniales Spiel und wie gut es war, dass wir dabei waren. „ Das sind die Spiele, bei denen man dabei gewesen sein muss.“ „In zehn Jahren noch werden wir davon erzählen.“ "Was e Geschicht..."  Yep „.  Düdüdüdüda, düdüdüdüda, düdüdüdüdadadadüdüda… Fuß, Kopf, Zopf schwirrt, summt und pfeift es ringsherum.

 „Weißt du noch? Es war an einem Samstagabend, Anfang September, noch ziemlich warm. Der Meier war fast ein halbes Jahr am Knie verletzt, mit 32, und ist zum ersten Mal wieder aufgelaufen. Volle Hütte. Und dann...“

Durch den jetzt etwas stärker werdenden Regen stapfe ich im Dunkeln zu meinem Parkplatz am Waldrand. Wild, froh, erschöpft, glücklich. 

Kommentare:

  1. Was für ein Spiel,was für eine Stimmung.Ich war so was von Happy.
    Ich freue mich auf ein tolle Saison.
    Dein Blog ist wieder absolute Spitze.Ich bewundere dich.

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    1. Oh ja. Was für ein Abend. Umso großartiger, weil man eigentlich so richtig nicht damit gerechnet hatte und eher auf Normalmaß eingestellt war. Mal sehen wie das weitergeht. Wenn wir nur ab und zu so spielen....

      Danke dir sehr für deinen netten Kommentar!

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  2. Merci vielmals, Madame LaRougeetlaNoire, für die so lebendige und dichte (ist ja eigentlich dasselbe) Schilderung, die live (auch dasselbe) durch das Spiel trägt, mit allem Drum & Dran, Davor & Danach. Irgendwie hat das wundersame Geschehen den anschließend kommentierenden Trainer auf eine rhetorische Ebene von nachgerade valentinesker Qualität katapultiert. Meier? "Dass er drei Tore macht ist sicher nicht normal, das ist klar, wenn du nach fünf Monaten wieder zurückkommst und machst drei Tore, dann ist das unnormal, aber er ist auch kein normaler Spieler, er ist ein unnormaler Spieler, und daher ist es wieder normal." Also verstehen muss man das nicht, oder? Gleich mal in der Vehnomenologie des Geistes nachschlagen.

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    1. Danke, lieber adlerkadabra, dass du das Veh-Zitat ergänzt hast. Das war eigentlich der Titelgeber und Aufhänger für den Text - und irgendwie habe ich vor lauter Euphorie (oder Müdigkeit?) vergessen, es im Text unterzubringen. Voll normal - Meier halt!

      Vehnomologie des Geistes - Das Weltganze bei Veh. Hihi, das trifftts . Unnormal plus unnormal ergibt normal, logisch. Ein wunderbarer Satz. Diese assoziativen Reihungen, mit denen er am Ende irgendwie die Kurve kriegt, gibt's auch bei den PKs immer häufiger. Wie ein Kobold, der einfach sagt, was ihm grade durch den Kopf geht und dem Gedanken dann hinterherwuselt. Da braucht es nicht mal einen Meier, da reicht die kurze Hose eines Journalisten :)

      Lgk (live)

      PS: Mein Mit-Adler hat schon seit längerem die Theorie, dass das Normale lediglich die Summe aus allem Unnormalen ist - vielleicht ist man im Schwäbischen da schon weiter.

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    2. Kobold, das trifft den Nagel voll auf den Kopf. Ich habe anlässlich einer 10-Tage-Pause im Engadin u.a. W. B. Yeats' 'Irlands Königreich der Schatten' gelesen, jene frühen Aufzeichnungen über das Wirken von Elfen, Geistern etc. Ganz wunderbar, buchstäblich, diese Phänomene waren (und sind?) dort ja vollkommen alltäglich. Und ihre Eigenschaften - das Unberechenbare, "Knitze", die Logik des Sprungs (in der Schüssel?) - sind AV in hohem Maße eigen, bis hin zur "allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Sprechen". Manchmal überholt er sich dabei selber, dreht dann eine kleine Pirouette, deutet einen Schlenker nach links an und bringt's dann auf den Punkt. Die Frankfurter Journaille reibt sich die Augen - und blinzelt. Nur Einer kommt da noch mit: Jerry, selbstverständlich.

      Die Theorie des Mit-Adlers: +1! Neben Yeats habe ich noch das großartige Buch von Florian Illies über das Jahr 1913 gelesen. Die Weltgeschichte, nicht anders als die individuellen Historien: eine Reihe, nein, ein Knäuel von Zufällen und Bizarrerien. Funktioniert es aber auch umgekehrt? Das Chaos eine Aufsummierung kleiner Ordnungen? Dann könnte es sein, dass wir ein Problem hätten ; - )

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    3. Ach ja, das hier lohnt sich definitiv: http://www.theguardian.com/football/blog/2015/sep/14/eintracht-frankfurt-mr-extraordinary-glory-days

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    4. Feen, Kobolde, Elfen, Götter und Adler. Das Wort "knitz" kommt bei Veh irgendwie zu sich selbst. Und auch bei der HSV-PK hat der Kobold wieder zugeschlagen und jetzt auch endlich einen Schlussstrich gezogen unter die merkwürdige PK-Sitte, die anwesenden Journalisten durch selbst gestellte Fragen erst mal zum Zuhören zu degradieren: "Habt ihr das beim DFB so gemacht?...Dann machen wir das jetzt wieder anders." Fast bin ich versucht zu sagen: Schon deshalb hat sich Vehs Rückkehr gelohnt ,-)

      Das schönste PK-Statement an diesem Wochenende stammt aber eindeutig von Christian Streich - auch er ein Knitz, aber eher von der melancholischen Sorte.

      Meier-Text im Guardian: Großartig - und trifft den Zopf auf den Kopf.

      "Das Chaos eine Aufsummierung kleiner Ordnungen"... spannender Gedanke. Der Versuch, alles immer mehr unter Kontrolle und im Zaum zu halten, als Keimzelle für immer mehr Dorschenanner... So ganz falsch ist das sicher nicht... "Dialektik der Ordnung der Dinge".

      "WINE comes in at the mouth
      And love comes in at the eye;
      That's all we shall know for truth
      Before we grow old and die.
      I lift the glass to my mouth,
      I look at you, and I sigh."

      W.B. Yeats

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  3. Diesen Abend werden wir nicht vergessen. So normal, wie der war...

    Zu Luc (also Lük), gebe ich gern noch ein Castaignos (also sprich "Kastäjjnoooos") dazu. So Kleinigkeiten halt...

    Was für ein Abend. Nie haben wir das erwartet und um so schöner war es. Tolle Mannschaftsleistung, da ist doch keiner abgefallen. Der Armin mal wieder mutig (!), so wie zu Beginn nach dem Aufstieg in die 1. Liga. Wenn das so weiter gehen könnte... Wir Fans dürfen ja träumen, das las ich gerade mal wieder. Mache ich also auch :).

    Danke Kerstin. Für alles einfach!

    LG Nicole

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    1. Heute war das Normale dann wieder normaler, aber wenn immer alles unnormal wäre, dann wäre ja das Unnormale das Normale - Meier also auch nicht unnormal, sondern normal - und wenn dann etwas normal wäre, wäre es unnormal und der unnormale Meier wäre am Ende doch einfach normal. Geht ja gar nicht. Oder so ähnlich.

      Ein Punkt beim HSV ist sehr ok. Und wenn wir mit 2 (oder 4 ,-) Punkten aus den zwei Auswärtsspielen gehen, halten wir den Anschluss nach oben. Nach dem Spiel gegen Hertha kann man dann - so denke ich - einigermaßen realistisch absehen, ob wir in dieser Saison nicht nur träumen, sondern sogar vorsichtig nach oben denken dürfen.

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  5. Was hat er denn gesagt, der Christian Streich?

    Yeats, das ist wunderbar melancholische dichterische Vernunft. And now something completely different, das OT zum Sonntagmorgen anlässlich der Erwähnung von Ordnung der Dinge. Das ist nämlich genau der (von Foucault entlehnte) Titel der Ausstellung, die ich heute abends besucht habe. Ich erwähne es auch deswegen sehr gern, weil es sich hier, zumindest für mich als Exil-Franken/Hessen im Wilden Süden, um etwas absolut typisch Schwäbisches handelt: die Walther-Collection.

    Das ist eine private Sammlung von Fotografie von Weltgeltung, nicht wenige Enthusiasten machen alle zwei Jahre den Weg von der Biennale in Venedig zur ART in Basel über ... Neu-Ulm-Burlafingen. Da befindet sich die Zentrale der Sammlung von Artur Walther, gebürtig eben dort, seit längerer Zeit aber schon in den USA lebend, er hat an der Wall Street ein Vermögen gemacht. Zweigestellen gibt es in New York und Baltimore - wahrer Luxus, das. Burlafingen, ein schrecklicher Ort von bestürzender Gleichförmigkeit und Enge und auf dem Weg zum Chaos steckengebliebener Ordnung, ein Sträßlein ehernbürgerlicher als das andere. Gegen 7 Samstag abends alle Bürgersteige hochgeklappt, was auch dringend notwendig ist, weil man sonst diese elend engen Schnorchel mit dem Wagen überhaupt nicht passieren kann. Aber dann kommt man plötzlich, was einer gewissen Unwirklichkeit durchaus nicht entbehrt, hier raus: http://bild-akademie.de/blog/2015/05/19/die-ordnung-dinge/

    Es ist einfach fabelhaft. Unter den Exponaten befinden sich u.a. Serien von Bernd und Hilla Becher, die durch ihre Aufnahmen von Industriebauten des Ruhrgebiets legendär geworden sind - genau jene Gegend, aus der wir in 3 Tagen hoffentlich 3 Punkte mitnehmen (gerade noch die Korv ... ; - )

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    1. Vielen Dank für diesen feinen Kommentar. Bisher kannte ich weder die Walther-Collection noch Neu-Ulm-Burlafingen. Auf die Ausstellung hast du mich sehr neugierig gemacht - es ist so spannend, aus dem scheinbar Immergleichen immer wieder neue Wahrheiten zu "entbergen". Etel Adnan fällt mir da z. B. ein - und (ha!) natürlich die Eintracht. Bis zum Ausstellungsende werde ich leider keine Gelegenheit, im Schwäbischen zu sein - aber sollte ich in Zukunft mal in Neu-Ulm-Burlafingen die hochgeklappten Bürgersteige auf mich wirken lassen.

      Die Ausstellung im hintersten Winkel eines kleinen Kaffs passt übrigens perfekt zu dem Normalen als Summe des Unnormalen. Und ist es nicht putzig, dass die "Dialektik der Ordnung der Dinge" hier im Blog direkt zur "Ordnung der Dinge" in Burlafingen überleitet - und auf Schalke endet? Weißt du, wo wir am Sonntag waren? In Guntersblum.

      "Irgendwie hängt alles miteinander zusammen. Das meiste allerdings ganz und gar sinnlos." (Robert Gernhardt)

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    2. So sinnlos, dass es schon wieder zu denken gibt ; - )

      Die Gazpromls werden heute hoffentlich im dreifachen Sinn des Wortes aufgehoben, für jeden Sinn einen Punkt.

      Guntersblum. Da muss ich endlich auch mal hin.

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    3. Deshalb doch :) Am besten dann, wenn auch die Fähr fährt (zum Kühkopf gegenüber).

      Halbzeit auf Schalke. Jetzt wärs dann Zeit für ein Törchen...

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  6. Schade einfach. Der Wille war eindeutig da, die mangelnde Genauigkeit aber auch. Ein Schiri, der den Frusttreter Huntelaar auf dem Platz lässt, ein Standard, ein zugegebenermaßen Geniestreich des kleinen Wuschelblauen danach, Seferovic verletzt, Aigner nach wie vor außer Form, ein FG ohne letzte Fortune, ein Torwart bei den annern, der früher zu gut bei uns gelernt hat. Neben einem nicht schlechten, aber auch nicht wirklich zwingenden Auftritt auch noch Pech gehabt.

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    1. Lieber Zauberadler,
      vor lauter lauter habe ich es diese Woche nicht mal geschafft, hier zu kommentieren. Schließe mich deiner Analyse weitgehend an, wenn ich mir auch noch nicht so sicher bin, wie ich das einordnen soll. Das"nicht zwingend" scheint mir recht gravierend. Und ein Punkt aus zwei Spielen - auch, wenn mehr drin war - ist definitiv zu wenig.

      Der "Wuschelblaue" - schööön! Auch er ein zartes Geschöpf und gestern hat er schon wieder zugeschlagen. Fährmann - den habbe mer doch gar net gewollt.

      Mal sehen, ob heute blau oder rotundschwarz geniestreichwuschelt... ,-)

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