Mittwoch, 19. Februar 2014

Dank Rotation stark für Europa

Am Dienstag - so war es in den Tagesthemen zu sehen und zu hören – empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel die Narren. Zeitgleich zum Ton aus dem Off  fuhren die Parteivorsitzenden Siegmar Gabriel und  Hans Seehofer am Kanzleramt vor. So muss man halt immer gut aufpassen, dass es zu keinen Verwechslungen kommt. Auch bei der Eintracht geht es närrisch zu – wir sind sogar so verwegen, dass wir künftig unser Scouting verbessern wollen. Aber ich schweife ab: Europa heißt das Thema. Der rotundschwarze Tross hat sich - zum Teil bereits  Anfang dieser Woche - in Richtung Portugal in Bewegung gesetzt und erobert die Atlantikküste.  Vor meinem inneren Auge sehe ich Porto: Avenida dos Aliados. Der Duero.  Meeresrauschen.  Fisch. Reis. Spezialitäten vom Grill. Duft von Gewürzen.  Ribeira, die Altstadt.  Foz velha, das historische Viertel direkt am Hafen. Enge Gässchen. Kathedralen. Vinho verde.  Portwein.  Fado. Leichter Wind. Träume, europäische.  

Auch die Mannschaft ist am Mittwoch nach Portugal aufgebrochen (also: so ganz ohne Mannschaft wär ja auch doof).  Dass der Flieger, in dem die Mannschaft saß, den Namen „Offenbach“ trug, wird in gut unterrichteten Fachkreisen als günstiges Omen bewertet.  Armin Veh bleibt im Übrigen auch in Europa seiner Linie treu: Es wird rotiert.  Der Trainer hat Bock, Spaß und Ernst, die bisher überwiegend auf der Tribüne Platz nehmen mussten, in die vorderste Reihe beordert. Sie werden in Porto zu einem ihrer seltenen Einsätze in der Startelf kommen und von Beginn an auflaufen. Ziel ist es, etwas Zählbares mit nach Hause bringen, was z.B. Charly Körbel, der seine prognostischen Fähigkeiten bereits vor dem Sieg in München unter Beweis gestellt hat, durchaus für möglich hält.

Wie? Wir haben in München gar nicht gewonnen? Das braucht uns nicht zu schrecken. Sollten alle Stricke reißen, haben wir künftig in der Hinterhand zum Glück immer noch eine Geheimwaffe:


Aber dieses As im Ärmel sollten wir uns vielleicht lieber bis Sonntag aufheben.

Kommentare:

  1. Bei der Überschrift war ich mir nicht sicher, ob du das ernst meinst. Europa können wir - auch ohne Grünkohl. Viele Grüße, Ernst Bock

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  2. Lieber Ernst,
    um unseren Trainer zu zitieren: "Man hat immer eine Chance." Und das glaube ich wirklich. Menschenskinners, allmählich bin ich wirklich aufgeregt. Die Bilder aus Porto überall machen mich kribbelig. Es wär so genial.

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  3. Ha! Trainer, Zitat, Chance, CHANCE! Ja verfl...U=;t&NVÄ$OPUI%DHNFÖÄEROUT..nochmal, die muss auch mal genutzt werden. Und dann, fehlt da oben in der Wortreihe nicht irgendwie Gärtner?

    Und Porto, so von gestern bis überübermorgen, das wärs gewesen. Ich kann es auch förmlich riechen. Je nun, dann halt am TeeVau.

    Ich geh dann mal wieder zurück zu den vielen Zettels ;=)
    Danke fürs Wahrmachen Deines Versprechens, ganz bestimmt auf diesen einen Gedenktag noch zurückzukommen und für wieder einmal ein paar gute Anregungen.

    glg, die Sarroise

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  4. Nach dem 0:2 war ich trotz oder gerade wegen des guten Spiels der Eintracht, das auf den regennassen Boden einiges an Kraft gekostet haben dürfte, mit Blick auf Sonntag bedient und fürchtete, nun würden wir 0:3 oder 0:4 verlieren. Da habe ich mich aber ganz schön getäuscht. Ganz schön. :-) Und das war nicht der einzige Irrtum: Denn in der 1. Halbzeit war ich mir sicher, dass Jackson heute Abend treffen würde. Hat er aber nicht. Immerhin lag ich dann bei Joselu richtig, dem ich nach seinen drei Gelegenheiten zu Beginn des zweiten Durchgangs ein Tor vorhersagte. Auch ein blinder Kid ... ;-) Ich freu mich. Und hoffe, dass am Sonntag gegen Bremen keiner an das Rückspiel am Donnerstag denkt, aber alle den Rückenwind aus Porto mitnehmen. Dann, ja dann ... wird etwas passieren. Aber was es ist, das weiß ich nicht. :-) Als "Seher" habe ich heute ja nahezu auf ganzer Linie versagt.

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  5. Da war sie die Chance und wir haben sie genutzt. Mir ging es wie dir, Kid. Jackson: Der wird garantiert ein Tor machen. Jetzt fangen wir auch noch das dritte und vierte Tor. Wie gut, wie gut, dass es erstens anders kommt und zweitens als Mann und Frau denkt. Ich freu mich auch, wie verrückt freu ich mich.

    Einträchtlich-europäische Grüße, K.

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