Es ist zunächst das Geräusch, das mir auffällt. Es surrt, nein, eigentlich rauscht es. Als ob ganz weit weg eine Maschine schnurrt und jammert. Nein, eigentlich nicht wie eine Maschine, wie ein fern grollender Wind. Ein kontinuierliches Rauschen. Es schwillt an, wieder ab. Wird lauter, leiser. Krächzt. Ächzt. Jauchzt. Was ist das? Ich öffne weit die Flügel des Fensters, schaue in den blitzeblauen Himmel und da sehe ich es. Vögel. Unendlich viele Vögel. Ein nicht enden wollender Strom, der sein Ziel genau zu kennen scheint und in eine Richtung ins Weite fliegt. Into the great wide open . Es ist kein einzelner Schwarm, der da über das Dach fliegt, es sind hunderte und aberhunderte Schwärme. Kaskaden von Flügeln und Körpern, die Muster in den Himmel zeichnen. In unterschiedlichsten Formationen. Keilförmig. Breitgefächert. Scheinbar wild durcheinander, zielstrebig, wie von einem geheimen Band gezogen. Viele kleine Keilformationen. Übereinander. Hintereinander. ...
Life and life only. Vom Leben und der Eintracht.