Samstag, 17. April 2010

Es geht um die Wurst

Viele Fußballvereine haben einen tierischen Beinamen. Die Fohlen. Die Geißböcke. Die Wölfe. Die Zebras. Die Adler. Dann gibt es natürlich Mäuse. Jede Menge. Grau. Aber es geht auch bunt zu - Schwarzgelbe, Rote, Reds, Rotweiße, Blaue, Königsblaue, Blues - und manchmal sogar ein bisschen pathetisch, wie z.B. bei den Königlichen oder bei den Brave Hearts.

In diese Reihe passen auch die beiden Mannschaften, die am Sonntag im Waldstadion aufeinander treffen: Die Eintracht aus Frankfurt, die gerade dabei ist, sich den Zusatz „Diva“ wieder zu erarbeiten, während der Hauptstadtclub aus Berlin häufig als „alte Dame“ bezeichnet wird.

Es soll aber auch Leute geben, für die Hertha einfach nur eine Wurst ist. Und unzweifelhaft wird es am Sonntag im Waldstadion genau um selbige gehen: Die Hertha spielt um die allerletzte Chance auf den Klassenerhalt, die Eintracht hat immer noch die Chance auf Europa. Hamburg und Wolfsburg wissen anscheinend nicht so richtig, ob sie die Wurst vor ihrer Nase schnappen wollen. Wir schon, haben ja schließlich lange genug danach gehungert.

Alles hat ein Ende – nur die Wurst hat zwei. So leid mir das für Friedhelm tut - das bessere Ende davon werden am Sonntag wir in der Hand haben. Aber bei Licht betrachtet ist das für die Hertha eigentlich eh schon wurscht. Sieg!



Kommentare:

  1. Ich hätte meine gerne mit Senf, bitte. :-)

    Gruß vom Kid

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  2. Ich weiß nicht, mir ist mulmig wegen morgen. Vielleicht hätte ich auch nicht Kids heutige Reise in die Vergangenheit lesen sollen. Bzw. ich habe angefangen zu lesen und dann mochte ich nicht mehr... Da waren auch noch ähnliche Voraussetzungen...

    Oh je, oh je...

    Liebe Grüße
    Nicole

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  3. War gestern im Training-schönes Wetter.
    Habe Benni-viel Glück gewünscht und er meinte,dass dass heute ein schweres Spiel gibt.
    Da kommen Emotionen hoch und ich hoffe,dass die Mannschaft sich besinnt und die drei Punkte im Waldstadion behält.
    Sicher war F.F. unser Trainer und hat viel geholfen.dass die Mannschaft da steht,wo sie jetzt steht-aber Mitleid habe ich nicht mit ihm-ganz ehrlich,ich hätte mir dass an seiner Stelle nicht gegeben.
    Sieg für unsere Mannschaft.
    LG
    (B)

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  4. Mitleid hab ich auch nicht mit Friedhelm - er wird gewusst haben, was er sich mit dem Engagement bei Hertha antut. Aber ich hätte ihm den Erfolg gegönnt. Und ich finde, die Umstände des wahrscheinlichen Scheiterns fast schon ein wenig tragisch. FF hat die Hertha fast aussichtslos übernommen - und wenn in der Rückrunde nur die Punkte, die häufig in den letzten Spielminuten und zum Teil unter merkwürdigen Umständen abgegeben wurden, geholt worden wären, stünde die Hertha heute locker zumindest auf dem Relegationsplatz.

    Aber wie gesagt: Kein Mitleid - Hertha steigt nicht durch die Niederlage bei uns ab - die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte hätten sie schon früher holen müssen.

    Gehe heute im Übrigen auch mit gemischten Gefühlen ins Stadion. Ja, auch wegen FF und wegen der Erinnerungen an die letzte Saison, die mir heute noch die Galle hochsteigen lassen. Aber natürlich vor allem, weil ich nicht so recht einschätzen kann, wie wir heute auftreten werden (können). Ich schwanke zwischen: Die hauen wir klar weg. Bis: Hilfe, das kann ganz bitter werden.

    Wie immer: Die Wahrheit is auffem Platz. Und die Sache mit dem Senf: Geht klar! Logisch!

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