Mittwoch, 24. Februar 2010

Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel 11. Februar bis 24. Februar 2010

Donnerstag, 11. Februar
Ralf Falkenmayer, einer meiner All-time-Eintracht-Lieblingsspieler, wird heute 47 Jahre alt.

Erinnerungsflash. 27. Juli 2007. Zico24. Bad Homburg. Abschiedsspiel von Alexander Schur und Uwe Bindewald. So viele großartige ehemalige Eintracht-Profis stehen da auf dem Platz, ich aber spähe vor allem nach Ralf Falkenmayer und seinem Lockenkopf aus. Schließlich erkenne ich ihn – allerdings nicht an den Locken, die gibt es nicht mehr – sondern an seiner immer noch schmalen Gestalt und, nun ja, an seinen Ohren. ET – so hatten wir Falke damals, während seiner aktiven Zeit bei der Eintracht immer genannt. Weil er so dünn und schmächtig war, die wilden Locken auf dem Kopf – aber auch, weil er immer ein bisschen traurig und verloren wirkte, der gelernte Schwimm-Meistergehilfe, der kein kaltes Wasser mag.

Und so haftet auch seiner Karriere, so erfolgreich sie war, und der Zeit danach ein Hauch von Traurigkeit an. Ich stöbere im Netz. Klick. „So wollte ich nicht gehen.“ Kommentiert Falke in einem Bericht der FAZ aus dem Jahr 1998 sein Karriere-Ende. Damals schon nicht mehr im rotundschwarzen Trikot der Eintracht aus Frankfurt, sondern im blauundschwarzen der Eintracht aus Trier. Ein Tritt gegen den Knöchel. Invalidität. Jetzt der Versuch eines Neustarts als Trainer beim SV Niederursel, dem Verein, bei dem Falke das Fußballspielen lernte. Seine Zukunft sieht er allerdings bei der Eintracht, vielleicht als Jugendtrainer... Klick. Tradition zum Anfassen. Im Februar 2008 ist Falke – zusammen mit seinem ehemaligen Trainer Dietrich Weise und mit seinem Mannschaftkollegen Armin Kraaz – zu Gast im Eintracht-Museum. Klick. „Für mich gab es nichts anderes als Fußball.“ Diese Sätze stammen ebenfalls aus dem Jahr 2008. Falke sagt sie im Rahmen einer zweiteiligen Gesprächsrunde in Rhein-Main-TV , in der es darum geht, den Werdegang von Sportlern nach Beendigung ihrer Karriere nachzuzeichnen. Er ergänzt: „Da ist damals schon ein bisschen eine Welt für mich zusammen gebrochen.“ Und der Zuschauer ahnt, dass das „bisschen“ mehr als ein bisschen bedeutet. Aber Falke sagt auch: „Es geht immer weiter.“ Und auch für ihn ist es immer weiter gegangen. Bis zum Jahr 2007 war Ralf Falkenmayer als Trainer bei der SV Niederursel aktiv. Mit 44 Jahren ist er sogar noch einmal als Spielertrainer aufgelaufen - und kassiert prompt eine gelbrote Karte. Eine Umschulung als Automobilkaufmann hat er gemacht, arbeitet heute in einem Großhandel für Laminat und Parkett. …stopp… All das werde ich hoffentlich irgendwann einmal im Zusammenhang zu Papier bringen - für das Spielerporträt, das ich dem Eintracht-Archiv versprochen habe.

Hatte ich schon erwähnt, dass Ralf Falkenmayer für mich ganz oben in die Liste der großen Eintracht-Spieler gehört?

Freitag, 12. Februar
Boris Becker teilt der Blöd-Zeitung noch aus dem Krankenhaus mit, dass ein weiterer Becker-Sohn das Licht der Welt erblickt hat: Amadeus Benedict Edley Luis.
Dem Vater ist er wie aus dem Gesicht geschnitten. Ja, warum heißt er dann net einfach Bobbele?

Gang durch das früh-abendliche, vor-närrische Mainz. Am Eingang der Partymeile, vor den beiden am "Höfchen" aufgestellten Festzelten – alles voller schwarzgekleideter, wichtig herumstehender Security. Da wird ich voll-aggro. Ey. Einzelne Gruppen von Jugendlichen ziehen durch die Innenstadt – die Jungs mit Bierflaschen in der Hand vorneweg, die Mädchen untergehakt und gickelnd hinterher. Da waren wir auch schon mal weiter. Es ist übrigens gar nicht so einfach zu erkennen, ob jemand verkleidet ist oder nicht. Der junge Mann mit dreiviertel langer Hose und karrierter Mütze. Der Typ im langen Mantel mit Schlapphut. Die ältere Dame mit halbhohen Stiefeln und rosa Pelzjacke. Kostüm oder Trendoutfit? Das Gutenberg-Denkmal trägt eine Narrenkappe. Die Glasscheiben von McDo sind mit Holzbrettern verrammelt. Aus dem davorstehenden Partyzelt dröhnt Musik. Ich spähe hinein. Das Zelt ist vollkommen leer bis auf drei Mädchen, die mit Wackelohren auf dem Kopf zum knallroten Gummiboot hüpfen. Helau.

Samstag, 13.2.
Interview mit Patrick Ochs im Kicker: Er findet die Eintracht trainiert wie Barcelona. Interview mit Benjamin Köhler in der FR: Er freut sich auf jedes Training und vertraut darauf, dass man, wenn man etwas gibt, immer auch etwas zurückbekommt. Interview mit Alex Meier auf
bundesliga.de: Er wusste erst als die Nachspielzeit in Dortmund zu Ende war, dass der Sieg der Eintracht nicht mehr zu nehmen war.

„Demokratie strebt einen Zustand an, in dem jeder jedem eine Frage stellen darf.“ Hat ein großer Schriftsteller mal gesagt. Da können wir wohl Vollzug melden.

Die Eintracht und die hessische Fastnacht sind traditionell Mittelmaß – meint der Mainzer Karnevalsexperte Günter Schenk.
Dass der Mann keine Ahnung hat, merkt man doch auf den ersten Blick. In Mainz heißt der Karneval Fastnacht. Und von Fußball hat man hier traditionell keine Ahnung. Bumbaaf.

Der HSV spielt heute beim VFB Stuttgart. Der unerreichte, großartige, unfasslich sympathische und außerdem außerirdisch gute Fußballer Ruud Van Nistelrooy wird 15 Minuten vor Schluss eingewechselt und erzielt zwei Tore. „Van, the Man“ jubelt es mir aus dem Radio entgegen. Na, na. Das bleibt vorerst immer noch dieser hier:


(Das sehen andere übrigens auch so ,-)

Sonntag, 14.2
Gab es einmal eine Zeit, in der wir ins Stadion gegangen sind, und es war NICHT kalt? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Auch sonst ist heute beim Spiel gegen Freiburg alles wie immer:


Die Hardcore-(?)-Eintrachtlerin vor uns, die das ganze Spiel nichts anderes zu tun hat als zu motzen und zu schimpfen . Lediglich für den Tor-Schrei unterbricht sie ihre Keif-Arie. Kurz.

Der Mini-Adler rechts von uns, der kaum groß genug ist, um über die Bande zu schauen. Vor dem Spiel leiht er sich den Schal seines Papas. Zum Europalied hält er ihn mit beiden Händen nach oben in den Abendhimmel. Ernsthaft. Rührend. Glücklich.

Der alte Herr ein paar Reihen hinter uns, der nicht mehr so richtig gut zu Fuß, aber trotzdem bei jedem Wetter dabei ist. Er ist immer „im Prinzipp“ zufrieden - oder manchmal halt auch nicht und hat sich immer so gefürchtet, wenn der Benny Köhler hinten links gespielt hat. („Des macht mer Angst. Im Prinzipp is des kein Verteidiger“). Heute strahlt er über alle Backen. „Endlich emal.“ Im Prinzipp hat er recht.

Auch der nette Familien-Eintracht-Clan – Adler-Mama mit zwei Adler-Töchtern – ist heute wieder einmal im Stadion. Sie kommen aus Würzburg. Immer wenn sie da sind, gewinnen wir. Siebter!

Montag, 15. Februar
„De Zuuch kommt.“ Deswegen will ich heut eigentlich nach Mainz, aber leider, leider daraus wird nix. Närrisch wie immer verbringe ich den Tag mit Arbeit vor dem PC. Habe im Nebenraum den Fernseher eingeschaltet und beobachte aus dem Augenwinkel das Geschehen, um zumindest ein bisschen was mitzubekommen. Ein Forums-Adler hat mir vorher erzählt, dass er beim Zug auf einem Wagen mitfährt. Leider – lange bevor der Wagen mit der Nummer 76 durchs Bild fährt, hat die ARD bereits nach Köln umgeschaltet.


Mehr Glück hat einer meiner Mit-Adler , der zum Zug in der Innenstadt ist. Weil es draußen schweinekalt ist, hat sich der närrische Trupp in ein Lokal zurückgezogen und beobachtet am Fernseher den Zug, der draußen am Fenster vorbeiläuft. Live dabei ist halt doch was anderes.

Dienstag, 16. Februar
Thomas Bernhard war ein großer Schriftsteller und ein passionierter Grantler. Mein Mit-Adler liest derzeit seinen Briefwechsel mit seinem Verleger Siegfried Unseld und unterhält mich täglich mit neuen Schnurren. Bei einer Aufführung ist in der Schlusssequenz völlige Dunkelheit vorgesehen – aus Sicherheitsgründen bleibt bei der Premiere in Salzburg die Notbeleuchtung brennen. Aaargh. In München sind bei einer Inszenierung ausschließlich Idioten beteiligt. Provinzidioten. Mit welchen Kretins muss er sich herumschlagen, was alles sich noch bieten lassen. Tobt Bernhard. Und Unseld muss schlichten, glätten ausgleichen – und gleichzeitig etwas für die Bernhardschen Finanzen tun, etwas in ihn investieren. Natürlich im Voraus. Will Michael Skibbe beileibe nicht mit Thomas Bernhard vergleichen – aber im Ernst: von dem Thomas Bernhard – von dem könnt er noch was lernen.

Glücks-Mützje bleibt Glücks-Mützje. Die Punkte-Bilanz 1 – 0 – 3 – 3 (= 7 Punkte aus vier Spielen) kann sich sehen lassen – deswegen packe ich es in einem Umschlag und schicke es wieder zurück Richtung Norden, damit es auch beim HSV-Spiel mit dabei sein kann.

Mittwoch, 17. Februar
Ein Abend im Museum mit den "Stars von morgen", die von Alexander Schur präsentiert werden. Habe Schui (außer auf dem Platz) noch nie live erlebt, erwarte eine Eintracht-Legende mit dem Adler im Herzen und lerne ihn als eloquenten, intelligenten, aber vielleicht auch ein wenig zuuu professionellen Nachwuchstrainer kennen. Auch nach dem Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung ist Schui ein gefragter Gesprächspartner, aber zuguterletzt gelingt es uns dann doch noch, seinen Redefluss kurz zu unterbrechen und ich kann mir mein Zico24-Shirt und ein Foto für einen Adler-Freund signieren lassen. Wir nutzen zum Abschluss die Gelegenheit, uns zumindest einige Bilder der derzeit im Museum zu sehenden Ausstellung anzuschauen. Eine der ausstellenden Künstlerinnen ist nämlich anwesend - danke, an Christine Moje :-) für die persönliche Mini-Führung und das Maik-Franz-i-Tüpfelchen auf den Abend.


Donnerstag, 18.Februar
Gestern hat mir eine – wie ich – eher Skibbe-kritische Adler-Freundin „gestanden“, dass sie am Sonntag beim Spiel gegen Freiburg zum ersten Mal bei der Aufstellung vorsichtig in den „Skibbe“-Ruf eingestimmt hat. Ganz soweit bin ich noch nicht. Aber wir sind uns einig: Wenn Skibbe jetzt nur erstmal das Jammern und Motzen sein lässt, dann werden wir in Erwägung ziehen darüber nachzudenken, ob vielleicht doch was dran ist, an dem Mann. Denkste. Heute steht im Kicker ein Interview mit Michael Skibbe, in dem er der Welt wieder einmal kund tut, dass die Eintracht nicht wirklich erfolgreich und der Umgang mit der Heribertschen Dreifaltigkeit nicht immer einfach ist. Die schlägt – in Gestalt des Vorstandsvorsitzenden – auch sofort zurück und mutmaßt, dass „der Michael“ solche Äußerungen allenthalben wohl vor allem deshalb tut, um von seinem "Assistenztrainer-Image" wegzukommen. Was soll man da noch sagen? „Licht aus!“


Freitag, 19. Februar
Väncouvä. Im olympischen Damen-Eishockey-Turnier sind die Mannschaften aus den USA und aus Kanada so deutlich überlegen, dass mit dem Gedanken gespielt wird, eine „Gnadenregelung“ für unterlegene Mannschaften einzuführen. Das erinnert mich an mein kurzes Intermezzo als Hockeyspielerin. Nach nur einem Vierteljahr Training nahm meine Mädchen-Mannschaft an den Hessenmeisterschaften im Hallenhockey teil. Spielzeit: zweimal 7,5 Minuten. Wir verloren mit 25:0 gegen den späteren Hessenmeister. Gnadenregelung? Das ich nicht lache. Da hätte man ruhig früher drauf kommen können.

Samstag, 20. Februar
Einkaufen in der Mainzer Innenstadt. Zwischendurch schnell ein Kaffee und ein Muffin in einem Steh-Café. Rühre versunken in meiner Tasse und starre durch die Scheibe nach draußen. Zwei junge Frauen steuern auf das Café zu. Die eine schiebt einen Buggy, in dem ein kleiner Junge mit Pausbacken sitzt. Er ist dick eingepackt, und schaut missmutig und traurig in die Welt. Die Mädels machen halt, setzen sich auf die vor dem Café stehenden Stühle (ist es nicht absurd, dass sich in Zeiten des Rauchverbots das Leben hauptsächlich „outdoor“ abspielt?), der Bub wird aus dem Wägelchen gehievt. Die Mutter hangelt nach den Vorräten, die im Fond des Wagens untergebacht sind, fischt eine Tupper-Dose heraus, öffnet sie – kucke von oben drauf – mehrere kleine Scheibchen Fleischwurst. Der Junge bekommt einen Wurstkringel, hält ihn in seinen dicken Händchen, beißt darauf herum. Seine Miene hellt sich auf. „Glück kann manchmal so einfach soi, solang es gibt Weck, Worscht un Woi.“

(Das war jetzt für dieses Jahr aber wirklich das letzte zur Fastnacht *g)

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir morgens aufgebrochen. Bei Schnee-Graupel-Sturm fahren wir nachmittags eilig wieder zurück, um rechtzeitig vor dem Spiel wieder zu Hause zu sein. In Sekunden ist die Landschaft, sind die Straßen weiß bedeckt. Vor uns fährt ein Lieferwagen mit der Aufschrift „Köhler“. Wie so vieles im Leben hat das nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, was der Rest des Tages bringt. Knapp drei Stunden später geht die Eintracht in Hamburg
mit einem 0:0 vom Platz.

„Wäre nicht vielleicht auch ein Sieg drin gewesen?“ „Jetzt mach mal einen Punkt!“ Schon passiert ,-)


Sonntag, 21. Februar
Vom Abend im Museum weiß ich, dass heute die Rückrunde für die U 17 beginnt . Gemäß Spielankündigungsplakat tritt die Mannschaft um den Ex-Profi „Alexander Schur“ heute in Langenselbold gegen den 1. FC Nürnberg an. Gar nicht so einfach, die Sache mit den „Gänsefüßchen“.

Tiger Woods legt im Fernsehen eine öffentliche Beichte ab und berichtet über seine außerehelichen Beziehungen. Mea Culpa. Mea maxima culpa. Es gab Zeiten, in denen Menschen öffentlich geteert und gefedert wurden. Fast kommt es mir vor, als sei das die menschlichere Variante gewesen. Zumindest die ehrlichere.

Bin genervt und überdreht, gleichzeitig müd und muss irgendwie vor mir selbst davonlaufen, damit ich wieder zu mir finde. Streife durch die Äcker hinter unserem Ort. Wind weht. Pfützen platschen. Schneematsch spritzt. Merke, wie ich allmählich ruhiger und wieder identischer werde. Das Thermometer vor unserem Haus zeigt 6 Grad. Das kann nur bedeuten, dass die Eintracht am Ende des Tages tatsächlich auf dem sechsten Tabellenplatz stehen wird. Und wirklich: Leverkusen führt in Bremen bis zur 92. Minute, dann erzielt Özil noch den Ausgleich. Na ja. Soll ja auch wieder wärmer werden.

Dienstag, 23. Februar
Stefan Raab sucht ein Lied für Oslo und Dieter Bohlen sucht einmal mehr den Superstar. Kein Zweifel: Das Niveau bei Raab ist höher. Ebenso unzweifelhaft: Bei Raab singt und tanzt das künftige Prekariat – Gymnasiasten, Studis, adrett rebellierende Mittelstandstöchter, inklusive obligatem „Vorzeige-Neger“ - hier kann auch der kulturinteressierte Oberstudienrat ohne Trash-Verdacht zuschauen. Bei Bohlen stehen überwiegend Gestrandete und Drop-Outs auf der Bühne. Junge Männer mit Migrationshintergrund, Schulabbrecher, Schwule, Ex-Knackis. Gerhard Polt würde sagen: „Da bleiben die Herrn unter sich.“ Auch darüber sollte man mal nachdenken.

In Spox ist ein Interview mit Heribert Bruchhagen nachzulesen. Es geht um den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem und sportlichem Erfolg, der – wie der interessierte Forumsleser längst weiß – parallel verläuft. Nur Schalke macht hier eine Ausnahme, die haben sich nämlich – so HB - „nach oben gekauft“ . Ob es Zufall ist, dass diese Formulierung an das in anderen Branchen übliche „nach oben schlafen“ erinnert?

Während im fernen Väncouvä die Adler gerupft werden, sprechen die hiesigen Adler ein Wörtchen im Kampf um Platz 3 mit. Sagt Felix Magath – und der muss es wissen.

Mittwoch, 24. Februar
„Denk ich an Deutschland in der Nacht…“ dichtete einst Heinrich Heine.
„Deutschland im Herbst“ ist längst vorbei. Wir schreiben das Jahr 2010. In Deutschland herrscht Winter. Gespräch beim Frühstück. „Ein heiteres Bild, das Deutschland im Moment grade abgibt…“, meint mein Mit-Adler. Mmh. Stimmt. Wie man hört, schleichen Bundesliga-Schiedsrichter nachts über Hotelflure, um wie auch immer geartete Beziehungen zu pflegen. Katholische Priester demütigen und misshandeln ihre Schützlinge. Eine Bischöfin fährt betrunken Auto. Die Kölner U-Bahn bricht zusammen. Eine durchgeknallte, altkluge 18-Jährige beschäftigt Tag für Tag die Medien und Feuilleton-Redaktionen. "Provinzidioten." "Kleinbürgerschmarren." Kotzolotl.

Da wenden wir uns doch lieber den wirklich wichtigen Dingen, sprich: der Eintracht, zu. Ricardo Clark wird am Samstag vermutlich im Aufgebot gegen den VFB Stuttgart stehen. Caio hat heute gut trainiert. Und – hurra, hurra – das Glücks-Mützje ist mit einem Punkt mehr heute auch wieder im Briefkasten gelandet. Das ist es, was ich Neuigkeiten nenne.

Do it again!
*** To be continued! ***

Kommentare:

  1. Die Schnipsel! Da sind sie ja! Endlich! Ich war auch schon ganz ungeduldig. :-)

    Danke!

    Gruß vom Kid

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  2. Falke - einer meiner ewigen Lieblinge. Babbelt net, macht. Und das nicht nur, weil er besser machen als babbeln kann. Falke ist ein Großer. Ein ganz Großer.

    Gruß vom Kid

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  3. Wieder einmal wunderschön unaufgeregte Gedankensprünge!

    Von Falke über Bobbeles Bobbele zu einem Gummiboot, in dem der mit Glücksmützje bekleidete dreifaltige Bohlen mit hochgekaufter Worscht Gänsefüßchen im Prinzipp Gänsefüßchen für Väncuvä gut trainiert. Ich find das in 3 Punkte wert. Mindestens. Danke!

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  4. Soll ich dir mal was sagen, lieber Kid? Es ist ein sehr feines Gefühl, wenn man ungeduldig erwartet wird. :-) Auch hier nochmal danke für den Link aus der Klappergass. Und: Ja, der Falke das war, das ist einer!

    Ja, ja, unaufgeregt. Wenn du, lieber gereizter Thomas, wüsstest wie viel Nerve mich (und net nur mich...) die Schnipsel jedes Mal kosten *ggg... Deswegen freut es mich umso mehr, wenn sie im Prinzipp entspannt :-) ankommen. 3 Punkte? Gerne! Und zwar ohne Gänsefüßchen.

    Vielen Dank fürs Lesen und für eure Kommentare!

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  5. Ganz grosses Kino-Kerstin-vielen ,vielen Dank.
    Auch für mich,war Falke ein grosser Spieler der Eintracht,ein fleissiger-effizienter und vor allem Mannschaftlicher Spieler.
    Er ging ein wenig unter und seine Leistungen wurden nicht so gewürdigt-wie er es einfach auch verdient gehabt hätte.
    Für mich eine Arbeitsbiene und daher sehr wertvoll.
    Nicht nur die Lockenpracht,nein sein ganzes Wesen-seine ruhige,nette Art,die machten den kleinen-aber feinen Unterschied.
    Wie gesagt-sehr schöne Schnipselei-mach weiter so-ich lese die immer sehr entspannt und freue mich darauf-die sind ein Muss-*Highlight*.
    Danke,für die viele Arbeit und pass auf dei Glücksmützje uff-*lächelt.*
    LG
    (B)

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  6. Gnadenregelung? Da lache ich mit. Ich habe zu C-Jugend Zeiten mal eine 26:0 Packung beim Handball in Petterweil bekommen. Das fühlt sich schon ziemlich doof an aber Gnadenregelung ist für Weicheier und befähigt höchstens noch zum Bayernfandasein.

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  7. Ich hatte sie ja gestern schon gelesen, die Schnipsel.

    Inzwischen scheint die Fassenacht schon wieder ewig her, selbst der Winter scheint überwunden, zumindest das Gröbste.

    Du hast mal Hockey gespielt, wenn auch nur kurz? Wusste ich das? Könnte sein, denn ich werde (oder bin immer noch) vergesslich... 25:0 habe ich selbst nicht erlebt. Aber als FSV Spielerin regelmäßige,ziemlich klare Niederlagen gegen Eintracht Frankfurt, hoffnungslos... ein bisschen gnadenlos. Als Vorbereitung wahrscheinlich. Wegen der Leidensfähigkeit...

    Und der Herr Skibbe. Wir warten mal weiter ab, was? Wir sind ja offen für alles. Gern auch positiv ;-)

    Liebe Grüße
    Nicole

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  8. Da hastu recht, liebe Barbara - der Falke ging immer ein wenig unter Wert weg. Wahrscheinlich weil es nicht seine Art war/ist, sich nach vorne zu drängen und WEIL er so viel gearbeitet hat auf dem Platz. Ja, er war eine Arbeitsbiene - aber ich find auch, er war ein ganz feiner Fußballer, technisch, kämpferisch, war selbst torgefährlich - hat sehr viel für den Spielaufbau getan und leider zu oft und zu Unrecht im Schatten anderer gestanden.

    @1992's Rache: 26:0? Auch net schlecht ,-) - aber wahrscheinlich war zumindest die Spielzeit bei euch länger. Ich find auch: Wer aufläuft, muss auch verlieren können. Auch wenn das manchmal bitter ist. Bei dem 25:0 war praktisch jeder Angriff ein Tor - da sind dann irgendwann schon ein paar Tränen die Backen runtergelaufen. Aber wir sind bis zum Schluss aufrecht stehen geblieben und haben versucht uns zu wehren. Muss ja!

    Wie du sagst Nicole: Gute Leidensfähigkeits-und-trotzdem-immer-weiter-mach-Schule! (Ja, hab eine kurze Zeit Hockey gespielt, naja...habs versucht :-)

    Danke fürs Schnipsel-Verfolgen und für eure Kommentare - das freut mich wirklich sehr!

    PS: Mal sehen, was aus dem Glücksmützje wird - vielleicht ja die Europa-Kapp?!

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