Heute am Heiligabend bin ich morgens schon sehr früh aufgewacht. Ich schrecke hoch. Kurze Verwirrung: Heute war doch irgendwas? Wichtiger Abgabetermin? Call? Eintracht? Irgendein "muss", "sofort", "heute", "unbedingt"? Dann die Erkenntnis. Nichts von alledem. Durchatmen, entspannt bleiben. Ja, heute ist etwas: Weihnachten. Draußen dämmert es gerade. Auf Socken tappere ich durchs Haus und husche von Fenster zu Fenster, um etwas von Weihnachten zu spüren. Öffne die Tür zum Garten, leichter Wind, mild, trotzdem fröstele ich in meinem dünnen Eintracht-Schlafeshirt. Der Himmel ist grau und wolkenverhangen, dünner Nebeldunst. Die Nässe der vergangenen Tage liegt schwer auf den Bäumen und Büschen. Die verblühten Hortensien hängen ihre Köpfe. Nasses Laub klebt auf dem Rasen. Die Beete sind kahl und matschig. Vom Rosenstrauch neben dem Bänkchen leuchtet eine einzelne, spät erblühte Rose . Die schwarzundweiße Katze ist auch schon wach und sitzt neben ...
Life and life only. Vom Leben und der Eintracht.