Sonntag, 16. März 2014

Franz. Uli. Heribert. Heinz. Marvin. Armin. Pirmin. Und Kerstin.

„Für alle Fälle Franz  lautet die Titelschlagzeile der TAZ vom gestrigen Samstag und ich dachte, es handelt sich um einen Artikel über den präsidentenlosen FC Bayern. Die Rede war aber von Papst Franziskus, der einjähriges Dienstjubiläum feiert und den alle super finden, anders als Uli, bei dem alle gar nicht genug lustige Witze machen können, die zeigen, wie recht ihm geschieht und wie unrecht alle haben, die zumindest menschlich ein gewisses Maß an Mitleid empfinden. Damit wären wir bei Heribert, der jetzt endgültig unten durch ist. Zement im Kopf, das Geld im Tresor, als Kommunikator falsch getimet und jetzt auch noch Mitleid mit Uli. Das ist zu viel. Da sind wir uns einig. So gesehen ist es schade, dass am Donnerstag beim deutschen Vorentscheid für den Grand Prix Eurovision in Kopenhagen am Ende Elaiza und nicht der Graf gewonnen hat. „Wir sind alle wie Heinz – das wäre eine Grand Prix Botschaft gewesen wie die Welt sie noch nicht gehört und gesehen hat.Schöne Tore sieht die Welt hingegen öfter, wenn im Moment auch eher selten im Waldstadion, stattdessen z.B. in Paderborn. Dort hat Marvin im Spiel gegen Dresden ein Tor erzielt, das sich gewaschen hat. Boah. Aus 35 Metern. Vielleicht hätte er so ein Tor auch für uns schießen können, wenn er denn ein paar mal öfter die Gelegenheit dazu gehabt hätte? Aber solche Spekulationen sind natürlich müßig und so sehr wir uns über manche Aufstellungen auch wundern, wir können sicher sein, dass Armin immer die beste Mannschaft aufstellt. Sonst wäre er ja – ich zitiere -  behämmert. Ganz sicher nicht behämmert, aber zumindest ein bisschen crazy ist vermutlich Pirmin, unser Kapitän, der wahrscheinlich auch dann noch auflaufen würde, wenn er sich ein Bein gebrochen hätte und nur noch auf dem Zahnfleisch laufen könnte. Ein vorbildlicher Profi? Fast schon ein bisschen ein Held, jedenfalls ein richtig feiner Kerle, womit ich dann alle Namen durch hätte. Bis auf einen: Kerstin. Die ist im Moment aufgeregt bis in die Haarspitzen, skeptisch, nachdenklich, vorsichtig zuversichtlich, hofft, dass alle Befürchtungen sich in Luft auflösen werden und wünscht sich nur eins: 3 Punkte gegen Freiburg, irgendwie.  Absetzen aus dem Tabellenkeller. Fußball spielen. Kämpfen. Durchziehen.

Sieg und sonst gar nix!

Kommentare:

  1. Höhö, Matschtag und 1,5 St. vor Anpfiff Heimspiel, das bedeutet für hier natürlich kommentarfreie Zone. Nur beinahe allerdings, Gelegenheit für den unrasiert und fern der Heimat Weilenden, ein knackiges "Vergelts Gott, die Dame!" zu hinterlassen, gefolgt von der bestätigenden Beobachtung, dass MT und MVV sich zur Zeit irgendwie schon ein Elefanten(imPorzellanladen)rennen liefern. Serviert der eine auf Gutsherrenart, zieht der andere mit dem nicht erstmals wiederholten Hinweis auf 22 (oder sind es inzwischen 23) Jahre Erfahrung gleich und ist dazuhin, richtig, "nicht behämmert". Allerdings liegt der MT in der gesonderten Selbstironie-Wertung nach wie vor deutlich in Front, was zumindest mal nicht gegen ihn einnimmt. Aber egal, die Wahrheit, wer hätte das gedacht, liegt auf dem Platz, und so sollten die Buben wissen, wo sie zu suchen haben. Und zu finden, denn in Wahrheit sind wir besser als die mit dem gerupften Jammeradler im Logo, und das kann nur eines bedeuten: Heimsieg, jetzt! Und wenn das Runde ins Eckige gebrüllt werden muss. Gebt euer nächstes Bestes, Leute!

    AntwortenLöschen
  2. Ja, Ironie hat Veh drauf, doch die bringt leider keine Punkte. Zählbares könnte durch Konzentration erreicht werden. Konzentration auf das Wesentliche. Und das findet auf dem Platz statt. Und da haben wir nicht erst seit eben massive Probleme. Dass die wechseln, macht das Ganze nur schlimmer. Hinzu kommt, dass genau so die Vereine absteigen, die entgegen aller Beteuerungen insgeheim doch glauben, dass sie zu gut zum Absteigen sind. Sind wir aber nicht.

    AntwortenLöschen
  3. Wenn die Wahrheit auf dem Platz liegt - und wer will daran zweifeln? - dann ist sie ziemlich bitter. Ich muss mich wirklich erstmal berappeln - Stand heute abend denke ich - wenn ich alles zusammen denke -, dass die Chancen, dass wir absteigen oder auf dem Relegationsplatz landen größer sind als dass wir es nicht tun... Baaah... Wie gesagt, erst mal drüberschlafen, aber das war heftig. Klar waren wir überlegen, hatten mehr Torchancen, mehr Ecken, mehr Spielanteile - aber das war von den Freiburgern eine blitzsaubere, konzentrierte Leistung. Erste Halbzeit einfach ganz konsequent jeder seinen Mann und auf Fehler von uns lauern. In der zweiten Halbzeit das Spiel nach vorne etwas mehr angekurbelt. Besonders beachtlich: Nach dem Gegentreffer haben sie sich nicht hinten reingestellt, sondern sind nach jedem abgefangenen Angriff konsequent aufgerückt, die wollten das dritte Tor machen. Haben sie dann ja auch... Du liebes bisje. Fast eine Art Schockstarre nach dem Spiel. Zu gut zum Absteigen? Nein, sind wir nicht.

    AntwortenLöschen
  4. Genau so, liebe Kerstin,sehe ich das auch. Habe mich zunächst täuschen lassen vom phasenweise recht gefälligen Spiel der Unsrigen, aber - das war alles andere als ein unverdienter Sieg für die F'burger. Tough, straight, auf den Punkt konzentriert, bissi Glück - et voilà. Hätten wir in HH auch nur annähernd so gespielt, müssten wir uns heute keinen solchen Kopf machen. Aber: wer bei uns kann mal den Rhythmus wechseln? Struktur prägen? Wir spielen engagiert, keine Frage, aber irgendwie "blind". Ganz klar: das Abstiegsgespenst wird uns umwabern bis zum Ende der Saison.

    Cheers mit Trollinger - Matthias aka ak

    AntwortenLöschen
  5. Heut abend schmeckt der Trollinger sicher noch ein bisschen besser. Geht doch :)

    AntwortenLöschen