Freitag, 16. März 2012

26 (von 34)

Sechsundzwanzig. Tatsächlich - heute ist bereits der 26. Spieltag dieser Zweitligasaison. Vor knapp 8 Monaten fing der Aufstiegscountdown an zu laufen. Jetzt ist bereits der Frühling angebrochen und wir werden – zum ersten Mal in diesem Jahr – bei strahlendem Sonnenschein ins Waldstadion pilgern. In acht – nein: wegen der englischen Woche – bereits in sieben Wochen ist es geschafft. Egal, welche Hürden bis dahin noch zu überwinden sein werden: Dann ist die Eintracht zurück und wir werden zusammen vor dem Römer feiern.

In der zurückliegenden Woche ging es um alles, am wenigsten um Fußball. Über die Finanzsituation der Eintracht wurde diskutiert. Über die  vermeintlich ohnehinigge Aussichtslosigkeit einer Rückkehr in die erste Liga.  Über die Spendenaktion der Eintracht, die als Appell an die Verantwortung der Ultraszene gemeint ist. Die DFB-Urteile zum pauschalen Auswärtsfahrverbot aller Fans einer Mannschaft. Wir alle dürfen nicht mit nach Berlin, heute trifft es bei uns die Dresdener (die in der letzten Woche in einer großartigen Aktion die DFB-Entscheidung konterkariert und  das erste ausverkaufte Geisterspiel der Fußballgeschichte durchgeführt haben.)

Gelbundschwarze Farben sind heute also im Waldstadion verboten und mich bewegt die Frage: Was passiert, wenn ein erkennbar rotundschwarz gekleideter Mensch außerdem auch gelbundschwarze Utensilien bei sich trägt? Deswegen habe ich die  ganze Woche über versucht, einen Biene-Maja-Haarreif aufzutreiben. Ihr wisst schon, diese Dinger, mit denen man sich an Fastnacht zu Hauf zum Affen macht – Bommeln auf Draht, die entweder rotundschwarz (Marienkäfer) oder gelbundschwarz (eben: Biene Maja) sind und die auf dem Kopf lustig auf und ab wippen. Aber nix zu machen – außerhalb der Fastnacht gibt es so was nicht. Schließlich habe ich zu Papier und Schere gegriffen und mir ein – leider höchst unzulängliches – Modell selbst gebastelt, was basteltechnisch nicht einfach und farblich fast unmöglich war (= ich besitze buchstäblich NICHTS gelbes, kein Shirt, kein Tuch, kein gar nichts). Das Ergebnis ist trotzdem ganz brauchbar:


Und da kam mir die Idee: Warum eigentlich Biene Maja-Haarreif? Reicht ja, wenn man heute im Stadion  irgendetwas gelbundschwarzes mit sich trägt – eine Art Solidaritäts-Flashmob gegen Sippenhaft. Zum Beispiel kann man sich ja – orientiert an der Aids-Schleife – einen gelbundschwarzen Schlubb an sein Trikot heften. So:


Bevor ich’s vergesse. Fußball ist heute auch noch. Alex Meier hat diese Woche einmal mit dem Training ausgesetzt, kann aber spielen. Karim Matmour ist wieder zurück. Steht er in der Anfangsformation? Wird Djakpa links hinten spielen oder doch Heiko Butscher? Spielen wir mit zwei oder mit einer Spitze? Wenn nur eine: Jimmy Hoffer oder Mo Idrissou? Fragen über Fragen. Und nur eine Antwort. Egal wer spielt: Eintracht!

Sieg – und sonst gar nix!

Kommentare:

  1. Uiuiuih. Lese ich jetzt hier grad einen freundlichen Aufruf zu zivilem Ungehorsam? Recht so!

    Bommelchen hätt ich für Dich bosseln können (Jahrzehnte alte Wissensrelikte aus dem von mir wenig geschätzten Handarbeitsunterricht), aber die Schleifchen-Lösung macht durchaus auch was her.

    Ansonsten gilt: die drei Punkte bleiben hier.

    LG, BB

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  2. Mensch, stimmt - das wär auch noch eine Idee gewesen. Bommelchen kann ich (glaub ich...) auch (= zwei runde Pappscheiben aufeinanderlegen, in der Mitte ein Loch - den Kringel dann mit Wollfäden umwickeln...ähh... weiter weiß ich nicht??)...

    Yep. Dageblieben. So was von. :-)))

    lgk

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