Samstag, 28. Mai 2011

Der Weg der verseuchten Gurken

Ich muss zugeben: Ein bisschen erstaunt war ich schon, als ich gestern morgen auf der Wahrheitsseite der TAZ ein Bild von Christoph Daum entdeckte. Huch, auch hier noch einmal ein Abgesang auf die Eintracht?

Nein, der Artikel beschäftigte sich mit der Kanzlerkandidatensuche der SPD. Das Foto von Christoph Daum dient als neckische Garnitur: „Kennt sich mit Absteigern aus.“ (Ich glaub, die meinen uns.) Auch bei der Eplus-Ticker-Nachricht „Der Weg der verseuchten Gurken“ dachte ich für einen ganz kurzen Moment, es ginge um die Eintracht. Zum Glück fiel mir gerade noch rechtzeitig ein, dass das ja gar nicht sein kann, weil wir zwar abgestiegen sind, aber trotzdem gezeigt haben, dass „wir sogar erstklassig sein können.“ 

So gut, so recht.  Ich wache zwar nach wie vor an jedem Morgen mit schreckensbleichem Gesicht auf und brauche in der Regel den ganzen Tag, bis die Dämmerung hereinbricht, um mich gedanklich und emotional auf die nähere Zukunft einzustellen („Abends hatte ich mich endlich freigedacht und ich hob mein Haupt.“ Peter Handke: Das Gewicht der Welt). Auch sonst hört man mancherorts noch leises Wimmern und Wehklagen  (das ist nichts weniger als verständlich – wer landet schon gerne mit "unklarem Geschmack"   auf dem 18. Platz im Stadionwurst-Ranking? Das muss erst einmal verdaut werden.).   

Da aber die Mannschaft der Eintracht im Prinzip steht, die Trainerfrage so gut wie geklärt ist, in gut einer Woche das Training wieder aufgenommen  wird und die Zweitligadinge auch sonst rasant an Fahrt gewonnen haben (Vorberichte! Analysen! Prognosen! Gerüchte! Untergangsszenarien! Optimismus! Sogar der Zynismuspegel hat sich bereits wieder auf Vor-Abstiegsniveau eingegroovt), können wir uns unterdessen mit der Aufarbeitung einiger grundsätzlicher Themen und dem Finetuning der Planung eines Kongresses für Eintrachtologen beschäftigen. Über den Ablauf der Tagung und die Zusammenstellung der Themen musste ich mir keine großen Gedanken machen – ich habe mich  einfach von dem Programm eines Kongresses inspirieren lassen, den ich in dieser Woche besucht habe.


Anmeldungen und weitere Themenvorschläge sind jederzeit herzlich willkommen.

Zum Schluss jedoch soll Frau H., die energische Leiterin des hiesigen Supermarkts zu Worte kommen. Sie reagierte heute vormittag höchst unwirsch auf den Versuch einer verängstigten Kundin, die ihr eine Frage stellen wollte: „Wie oft soll ich des dann noch sage – mir habbe kei Gurke aus Spanien.“

Eine Aussage, der auch wir Eintrachtologen uns vollumfänglich anschließen können.

Kommentare:

  1. Werden die Kaffeepausen von den örtlichen Bäckerei- und Konditorbetrieben mit Wettbewerbsstücken von ESDSAK und ESDSKK gestaltet?

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  2. Ich möchte gern auf die Teilnehmerliste bitte :)...

    Schön Kerstin! So hast du gleich am Sonntag Morgen ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.

    Liebe Grüße
    Nicole

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  3. Du Arme, das muss ja ein ganz schöner Gurken-Kongreß gewesen sein. ;-)

    Und Gekas hat es in dieser Saison bewiesen: Vom Gott zur Gurke braucht es nicht viel. In der nächsten Saison erfolgt dann hoffentlich die Metamorphose zurück. :-)

    Gruß vom Kid

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  4. Schön geschrieben,Kerstin.
    Nein,wir haben keine Gurken-lacht-,
    wir haben nur dass Kraut und die Rübe stecke noch!;-))))

    LG
    (B).

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  5. @ wirsindda: ESDSAK? ESDSKK?????
    @ Nicole: Du bist auf der Teilnehmerliste selbstverständlich ganz oben!
    @ Kid: So schlimm war's gar net ,-)) Die Metamorphose von der Gurke zu Gekas ist ja auch buchstabenmäßig nur ein Katzensprung.
    @B: Da bin ich ja mal gespannt - wo du Kraut säst, wirst du Gurken ernten. Oder so ähnlich *g.

    Danke für eure Kommentare und Grüße in alle Richtungen! K.

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