Direkt zum Hauptbereich

"It's alright, Ma..."

Es ist fitzefatze klirrend kalt. Minus 12 Grad zeigt das Thermometer heute am frühen Morgen. Meine Nase tropft, der Schreibtisch quillt über vor Arbeit. Die Eiseskälte legt sich auf den Tag und scheint wie gemacht für die wehmütigen, verwirrenden Nachrichten, die er aus allen Richtungen bringt. Rückschlag. Abschied. Überraschende Wendungen. Neuanfang. Lebenswege. Treue. Vernunft. Hoffnung. Resignation. Mut. Wehmut. Verständnis. Traurigkeit. Aufbruch. Meldungen im Stundentakt. Gefühls-, Gedanken- und Erinnerungswirrwarr. 24 Stunden. Keine Worte.

Vielleicht passen die, die Johnny Cash gefunden hat?



Mehr Worte - und zwar in Form von Schnipseln - gibt es morgen.

Kommentare

  1. In diesen Zeiten passt Johnny Cash immer. Eigentlich passt schon Johnny Cash zu jeder Zeit. Ein Leben mit allen Niederlagen & immer das Wiederkommen. Danke für die Worte, danke!

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen,
    Fritsch.

    AntwortenLöschen
  2. Wie wahr-wie wahr.Kerstin.
    Schöne Worte und ich lebe seit 14.Tagen in einer Traumwelt und hoffe,dass es bald mal aufhört(Traurigkeit)-Hiobsbotschaften-es wird und ist einfach zuviel.
    Danke.
    LG
    (B)

    AntwortenLöschen
  3. Bisschen viel alles diese Woche.

    Irgendwie zu viel. Ich versuche meine Gedanken und Gefühle zu sortieren.

    Bei Oka gelingt es mir ganz langsam. Vielleicht ist es wirklich gut, wenn er jetzt geht, nochmal was Neues startet zum Ende hin. Manchmal stimmen ja solche Sprüche wie: "Man soll gehen, wenn es am schönsten ist".

    Bei Christoph hoffe ich jetzt einfach, dass er der Eintracht erhalten bleibt. Trotzdem, das ist einfach so traurig.

    Mir fallen noch ständig so andere Sprüche ein, wie "es trifft immer den Falschen", oder "wer weiß, wofür es gut ist"...

    Naja, wie gesagt, alles bisschen viel.

    Mit Schalke Spielern konnte ich noch nie was anfangen. Aber meinetwegen kann Halil Altintop gern ein paar Tore für uns schießen.

    AntwortenLöschen
  4. Ja, das war alles ein bisschen viel, diese Woche. Man kriegt es kaum auf die Reihe, alles irgendwie gleich und doch auf einmal so vieles anders.

    Christoph wird, Christoph muss der Eintracht in irgendeiner Form erhalten bleiben. Und HB hat ja auch signalisiert, dass er das ebenso sieht. Und Oka? Ich gönne ihm diese Erfahrung, dieses Abenteuer, diese Anerkennung so sehr - aber (klingt pathetisch, aber ist so) das Herz tut mir weh, wenn ich an eine Eintracht ohne ihn denke.Er wird nach seiner Zeit in New York wieder zu uns zurückkommen. Das will ich jetzt einfach glauben.

    Und auch wir werden weiter tappern. Traurig und froh und nachdenklich, wehmütig und ängstlich, schwach und stark und zuversichtlich. Alles dorschenanner. Mit der Eintracht und auch sonst. Liebe B - es wird besser. Jeden Tag ein bisschen. Man glaubt es nicht, aber es ist so. "I don't like it, but i guess..." Kann Fritsch nur zu zustimmen: Johnny Cash passt eigentlich zu jeder und in jede Zeit - ich glaub, das hängt damit zusammen, dass er selbst sehr genau weiß, wovon er singt.

    Danke euch sehr für eure Gedanken und Anmerkungen.

    Beim Thema Altintop geht's mir übrigens genau wie dir, liebe Nicole - ich hab noch keine richtige Meinung. Irgendwie war seine Verpflichtung in dieser Woche die unwichtigste aller Eintracht-Neuigkeiten. Wir werden sehen - und wenn er mit dem Tore schießen gegen Köln anfangen will: Gerne :-)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Butter aufs Brot statt Wurst vom Teller

Walstadion, Samstag, 25. September, 17. 15 Uhr . Die Jungs in rotundschwarz bilden einen Kreis, in der eigenen Hälfte, die in der zweiten Halbzeit vor der Ostkurve war.   Ich lehne an der Bande. Juble nicht. Hüpfe. Nicht. Mir ist immer noch flau. Bin erleichtert, still, fast ein wenig apathisch.   Stadiongeräusche wie durch einen Lärmfilter aus ganz weiter Ferne.   Stütze den Kopf in die Hände. Mann o Mann. Wir haben es tatsächlich geschafft und das Ding nach Hause gebracht. Durchschnaufen. Uff. Dieses Mal nicht eingeknickt. Dieses Mal nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Schwer gewankt, gezittert, fast wieder das Spiel weggegeben und dann doch ins Ziel gerettet. In der zweiten Halbzeit der Faden komplett gerissen. Zweikämpfe im Mittelfeld verloren. Nur noch einzelne Konter gefahren. Latte. Pfosten. Wildes Tumummel im Strafraum  abgewehrt und überstanden.   Richtig ein- und ausgewechselt.   70. Minute, Sonny Kittel kommt: ...

Die nächste Strophe vom alten Reisbrei

Am Samstagabend höre ich im ZDF Sportstudio die Vorankündigung für das Spiel am Sonntag im Waldstadion. „Hannover kann morgen auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen“, verkündet Katrin Müller-Hohenstein. Tatsächlich? Was Sie nicht sagen. Und die Eintracht? Hey – hallo, das ist unser Heimspiel, und wir werden es gewinnen, weil nämlich dann wir es sein werden, die zu Hannover und zur Spitzengruppe aufschließen. Capisce? Und tatsächlich. So machen wir es. Impressionen vom Spiel: Patrick Ochs, der in der ersten halben Stunde auf der rechten Seite herum mannövert als habe er tatsächlich vor, was er vorher verkündet hatte: Sich festbeißen – und von dem in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen ist. Halil Altintop, der (auch in seinem eigenen Sinn) zur Halbzeit hätte ausgewechselt werden müssen, und von seinem Trainer, der voll hinter ihm steht, eine viertel Stunde vor dem Ende zum Abschuss freigegeben und – sichtlich um Fassung bemüht – regelrecht vom Platz gepfiffen wird. (Ja,...

Spieltagsschnipsel 24/25: St. Pauli (33)

 "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir gegen St. Pauli nicht gewinnen?" Sage ich zu meinem leicht skeptischen Mit-Adler und dann fahr ich los in Richtung Stadion. Es ist kurz vor Drei, Schon klar, dass das kein einfacher Tag werden wird, aber dabei denke ich eher an die Hin- und Rückfahrt. Der S-Bahnverkehr zwischen Mainz und Frankfurt ist derzeit - ok, sagen wir mal so - stark eingeschränkt, genau gesagt: er fällt mehr oder weniger aus. Auf verschlungenen Fahrten ist der Weg natürlich irgendwie möglich. Irgendwie? "Ob mit Bus oder Bahn..." Na, das passt doch zu dem, was wir heute vorhaben. Die Hinfahrt ist jedenfalls fast idyllisch. Mit einem SEV Über-Land-Bus zuckele ich im hellen Sonnenschein durch wenig Stadt und viel Land zum Frankfurter Flughafen, das dauert ein bisschen länger, ist aber recht beschaulich. Am Flughafen dann ein Sammelbecken für Eintrachtler aus aller Herren Richtungen, um kurz nach fünf bin ich am Stadion. Immerhin. Die Europa-Hymne höre i...