Sonntag, 31. März 2019

#Läuftbeiuns

Heute also gegen den VFB Stuttgart.  Auftakt zum Endspurt der Saison. Und die Chancen stehen verdammt gut, dass dieses Europa kein Einmal-Projekt bleibt, sondern wir auch nächstes Jahr nach Europa ausströmen.  Euro-League oder Champions League - das ist hier die Frage und nach dem ersten Teil des Spieltags gestern sind die CL- Chancen - Stand jetzt - nochmal deutlich realistischer geworden. Das ist ein bisschen wie beim Eurocup - also: wenn sonst keiner will, wir wollen! Bin sicher, dass wir, wenns der Wahrheitsfindung dient, unsere Kaptänsbinde gerne nicht nur heute, sondern jede Woche dem europäischen Gedanken widmen.

Und wenns läuft, läuft's. Auch die Lissabon-Fahrer dürfen sich jetzt aus vollem Herzen auf die nächste Auswärtstour freuen - Lissabon im Frühling. Ich war mir übrigens auch schon direkt nach dem ersten Pyro Schock - echt! - sicher, dass es keinen Fanausschluss geben würde. Konsequenz kommt immer dann ins Bröckeln, wenn man sich damit ins eigene Fleisch schneidet. Due Eintracht ist im Moment die Frischzellenkur für einen ansonsten vor sich hin dümpelnden Wettbewerb - warum sollte die UEFA ein Interesse daran haben, uns auszuschließen? Alles eine Frage der Prioritäten. Und mal sehen, ob das der Pyroszene so in die Karten spielt (oh, wie sind wir erleichtert) oder eben nicht.

Heute also gegen den VFB. Und ich kann mir - so leid es mir für meinen schwäbischen Mit-Adler tut -  beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir dieses Spiel nicht gewinnen. Vierter. Wir. Heute abend. Die Sonne strahlt - bestes Stadion Wetter.  Aber auch kein ganz schlechtes Wetter, um nach Düsseldorf zu fahren (das vielleicht demnächst in Funkel-Town umbenannt werden wird) und dem diesjährigen Tourauftakt von his Bobness beizuwohnen.

Ich freu mich. Aufs Konzert und auf drei Punkte.

Sonntag, 24. März 2019

Eintracht-Sticker- Alarm ...oder Länderspiepausenschnipsel

Länderspielpause bzw. fußballfreies Wochenende?  Wie gut, dass es den Frühling (sooooo schön)  und das neue Eintracht-Stickeralbum gibt. Obwohl es hier in der rheinhessischen Diaspora keine Verkaufsstelle gibt und auch ein Ausflug ins relativ nahe gelegene Rüsselsheim erfolglos verläuft (alles ausverkauf!), versorgen mich liebe Freunde aus allen hessischen Richtungen mit Album und Stickertütchen. DANKE!! Und das Album ist wirklich ein echtes Vergnügen - eine Art Best of Eintracht der letzten 50 Jahre,  mit der aktuellen Mannschaft, mit - logisch -  Pokal,  aber auch mit der Meistermannschaft, der Traditonsmannschaft und den Säulen der Eintracht. Auch die Torschützenkönig und also auch Alex Meier sind dabei. Blick ins Impressum: Aha, Matthias Thoma vom Eintracht-Museum hat am Heft mitgearbeitet. Deshalb. Und da sitze ich nach getaner  Gartenarbeiten auf dem Bänkchen hinterm Haus, sortiere und klebe im Herzen von Europa und das schwarzundweiße Kätzchen hilft mir dabei (also mehr oder weniger). Freu mich schon aufs Tauschen. (Alex Meier werde ich übrigens auch bei mehrfachem Auftauchen nicht tauschen. Mal ganz unabhängig von leistungsmäßigen Bedenken, halte ich es unverdrossen so, wie einst Benny Köhler im Steckbrief auf die Frage nach seinem liebsten Eintracht-Neuzugang antwortete: "Drei mal Alex Meier." )

Sonntag, 17. März 2019

Ganz normal

Keine Ahnung warum, aber in den letzten Wochen habe ich häufiger als sonst in alten Einträgen hier im Blog gestöbert, bin hier hängen geblieben, dort über etwas gestolpert, an das ich mich noch wie heute erinnere und dann auch wieder auf Momente gefunden, die ich fast schon wieder vergessen hatte.

Berichte aus einer versunkenen Zeit, die zehn oder auch nur fünf, vier, drei, zwei Jahre her ist, häufig etwas melancholisch, aus oft gegebenem Anlass auch kämpferisch oder galgenhumorig,  mitunter hoffnungslos am Boden zerschmettert  oder - nach erfüllter Mission - überschwänglich glücklich.

Montag, 11. März 2019

Kerle, Kerle

Spätestens jetzt, heute abend um 22. 17 ist es passiert. Ab jetzt ist mir das alles unheimlich. Sind das wir? Ist das wahr? Es ist, es ist. Und auch wenn es Wahnsinn ist, so hat es offensichtlich doch Methode. Und wenn Rebic grade mal unpässlich ist,  Jovic eine kleine Ladehemmung hat, dann trifft eben dieser neue Wahnsinnige, dieser Paciencia, und macht aus dem Büffel-Trio ein Quartett.  Montagsspiel. Stimmungsboykott. Unfaire Spielterminierung. Englische Woche. Na und? Habe ich am Samstag ein wenig über Kostic gemäkelt? Wie konnte ich. Hasebe hat sich die Nase gebrochen? So what. Er steht auf dem Platz. Maske?  Chuck Norris braucht so was nicht. Und dann ist da ja auch noch er, the coolest of them all. Der, der nicht mal eine Miene verzieht, wenn er  nur fünfzehn Minuten auf dem Platz steht und nur fünf Minuten braucht, um zwei Tore zu erzielen. Batsch. Bumm. Und gut is. Hallär der Knallär, wie der Reporter wortspielte

Drei zu Null gegen Fortuna Düsseldorf. Auswärtssieg. Friedhelms Fortuna kann es verkraften und wir fliegen weiter. Mal ehrlich,  wer will uns stoppen? Europacup, Europacup im nächsten Jahr. Und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Nächster Halt Milano. Die Milanesen sind abgezockt? Abgezockter als Sebastien Haller kann auch kein italienischer Kroate sein und sollte es nach der ersten Hälfte Spitz auf Knopf stehen, dann wird unserem Adi etwas einfallen. Ganz sicher. Ich lege mich fest: Stand jetzt - machen wir am Donnerstag das Viertelfinale klar.

!E Basta!

Donnerstag, 7. März 2019

Incredibile

"Wie fühlt sich das an?" so lautete während der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Inter eine Frage an Martin Hinteregger;  "Eben noch in Augsburg - jetzt in der Europaleague gegen Inter Mailand...." Schon ein bisschen unwirklich, befand Hinteregger und wir alle könnten auf diese Frage vermutlich die gleiche Antwort geben. "Ein bisschen unwirklich - aber genial." Certo.

Ich liebe die zwei-sprachigen Eurocup-PKs. International und gleichzeitig eine putzige Mischung aus "Offizialität" und "Wird schon irgendwie seine Richtigkeit haben-Laissez faire".  Wichtig: Die fremdsprachigen Statements müssen grundsätzlich mindestens doppelt so lang ausfallen wie das deutsche Original, alle lauschen interessiert und machen möglichst kluge Gesichter (Adi Hütter nach einer besonders ausschweifend anmutenden Übersetzung seiner Antwort. "Vielleicht sind ja damit auch bereits alle weiteren Fragen beantwortet?"). Und auf dem Podium sitzt dann  neben dem mild-nachsichtig und geduldig lächelnden Trainer immer auch ein leicht verlegen grinsender Spielervertreter (gestern Martin Hinteregger, im Stil eines braven Schuljungen). Das ist wunderbar.

Samstag, 2. März 2019

Wer prüft hier wen?

Gestern war sie im Briefkasten, die Karte für das Heimspiel gegen Internazionale Milano und jetzt weiß ich, wie schwierig es ist, von Spiel zu Spiel zu denken und den zweiten Schritt nicht vor dem ersten zu machen. Das nächste Spiel ist immer das Schwerste. Ja klar.  Aber Hoffenheim? Die hauen wir doch einfach wäch. Und dann. Und dann.

Mein Vertrauen in unsere Mannschaft ist im Moment fast schon grenzenlos und ehrlich gesagt erschreckt mich das ein bisschen. Die kostbaren Erinnerungen an große Eintracht-Momente, die ich über viele Jahre  gepflegt habe, scheinen irgendwie immer mehr zu verblassen und in den Hintergrund zu rücken. Neue schillernde Figuren, neue Helden schieben sich vor die Helden der Vergangenheit. Und auch die langen, irgendwie geliebten Jahre, in denen die Eintracht eine vermeintliche graue Maus war und ich trotzig, stolz, angefeindet und unbeirrbar durch Mainz lief, alles irgendwie in weite Ferne gerückt. Widerstand zwecklos. Keine Zeit für Nostalgie. Der Fußball, den die Jungs spielen, diese Coolness, dieser Wille,  dieser spielerische Glanz - das ist einfach zu erstaunlich und entwaffnend. Nur  eine Liebe auf Zeit, weil im nächsten Jahr alles wieder auseinander fällt? Wieder ein Neufang? Mir im Moment egal. Es ist wie es ist.