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Posts mit dem Label "David Abraham" werden angezeigt.

Adios!

Auf der Suche nach Einträgen zu David Abraham habe ich mich grade ein wenig durch meinen Blog gezappt. Und ganz ehrlich, dabei hat mich mehr als eine kleine Welle an Melancholie überschwappt...Beim Lesen alter Spielberichte flutschen so viele wunderbare Stadionmomente an mir vorbei und bei den meisten von ihnen seit mehr als fünf Jahren (fast) immer mittendrin: Unser Kapitän. Schmal, unauffällig, stetig. Ich sehe ihn beim Aufwärmen direkt vor unserem Block, zusammen mit Timothy Chandler. Ein junger Eintrachtler aus der West hat  sich sein Trikot vom Leib gerissen, es zusammen mit Stift einem Ordner in die Hand gedrückt - er soll es unterschreiben lassen. Macht er, machen alle, die da gerade ihre Übungen absolvieren, klar. Jubel aus der Kurve. Oder das berauschende 4:2 gegen Köln, fast genau vor drei Jahren zur Fastnachtszeit: David Abraham, der nach dem Spiel mit  seinem kleinen Sohn auf dem Arm in die Kurve läuft. Der Kleine, der Richtung Kurve trippelt und beim aufbrausende...

Nach dem Supercup ist vor der Saison

Oops. Wenn mir der Supercup nicht so vollkommen egal wäre, wäre mein Wochenstart reichlich verkorkst. Aber auch so bietet das Spiel gestern eine Menge Stoff zum Nachdenken. Und eine im Glitzerregen jubelnde Bayernmannschaft im Waldstadion als Vorbote der neuen Saison? Mal sehen, ob und, wenn ja, was das bedeutet. Ok. Die Saison fängt erst nächste Woche richtig an, man soll das nicht so hoch hängen. Aber: So sollte man sich als Pokalsieger im eigenen Stadion definitv nicht hergeigeln lassen. Das war peinlich. Rönnow hätte nach so kurzem Training wohl besser noch nicht gespielt (dass er offensichtlich kein "Herzenzuflieger"-Typ wie Lukas ist, steht auf einem anderen Blatt). Bei Torró ist vorläufig sein Name das dynamischste. Und warum eigentlich hat außer ihm keiner der Neuen gespielt? Schon merkwürdig, wenn Spieler aus der zweiten Reihe des letzten Jahres den Vorzug gegenüber den Verstärkungen des neuen Jahres erhalten. Mmh. Der Widerstand gegen die Bayern hielt sich in sehr...

21. Spieltag: Närrische Tage im Wald

Für mich ist Fastnacht in seinem Kern weniger laut und krakehlig, sondern rührend und ein bisschen melancholisch. Das erkennt man am besten, wenn man nicht mittendrin ist, sondern am Rande, z.B. gestern als ich mich aus dem rheinhessischen Hinterland auf den Weg in Richtung Waldstadion mache. Im Nachbarort findet heute Nachmittag ein Fastnachtsumzug statt und während ich mit dem Auto Richtung Frankfurt brause, zieht es die Menschen aus den umliegenden Orten zur Fastnacht. Aus allen Himmelsrichtungen laufen kleine kostümierte Trupps durch die kahlen Äcker auf Harxheim zu. Je nach Entfernung leuchten die Kostüme durchs Grau oder zeichnen sich als Silhouette am grauen Horizont ab. Eine Gruppe Indianer mit Federschmuck auf dem Kopf, Schweine, Außerirdische, Hasen, Superman, ein Gardist in Uniform,  kleine Prinzessinnen, im Ort selbst passiert gerade eine ganze Kuhfamilie eine Seitenstraße, im mitgeführten Rollkarren sitzt ein Mini-Fastnachter, ebenfalls als Kuh bzw. Kälbchen verkleidet...

Zusammen gewinnen, zusammen verlieren.

Gerne erzählt mein Mit-Adler eine Geschichte, die schon ein paar gute Jahre her ist. Berlin. Kreuzberg. Cuvrystraße. WG-Zimmer im vierten Stock eines – sagen wir mal: sanierungsbedürftigen - Altbaus.  Ein stickiger Sommerabend.  Überall ringsherum sind die Fenster weit geöffnet. Musik-, Fernseh- und Gesprächsfetzen. Plötzlich ein lauter, martialischer Schrei: „Scheiß Programm.“ Fast zeitgleich fliegt ein Fernsehgerät am Fenster vorbei und zerschlägt mit lautem Knall im Innenhof. An diese Geschichte musste ich gestern im Waldstadion denken. 70. Minute – gerade hat Schiedsrichter Winkmann den Elfer für Ingolstadt gepfiffen. Und da ertönt er, der Urschrei, hinter uns aus dem Block – aus vollster Seele und mit Inbrunst: „Scheiß Spiel.“

"Der Wald steht schwarz und schweiget…

Bayern-Spiele sind Spiele, bei denen ich nicht unbedingt - oder sagen wir: eher nicht – im Stadion sein muss. Heute schon: Ich treffe mich mit einem lieben Mit-Adler, den ich in dieser Saison noch nicht gesehen habe und es gibt viel zu schwätzen – über die neue Eintracht und auch sonst. Trotz Schweigen im Wald mit „nur 49.500 Zuschauern“ habe ich ein gutes Gefühl für das Spiel, bin mir ziemlich sicher, dass wir nicht untergehen werden und sogar eine Chance haben, zumindest einen Punkt hier zu behalten. Warum ich das glaube? Unsere Mannschaft hat gewisse Gemeinsamkeiten mit der neuen Adler-App, die seit dieser Woche auf dem Markt ist: Sie hat viele neue und vor allem verschiedene Einstellungen.   Die Einstellung gegen Hertha – so war zu sehen und zu hören – hat gestimmt, in Freiburg hat sie gefehlt (warum eigentlich?). Jetzt ist sie jedenfalls zu 100% wieder vorhanden, wie auch im geheimen Geheimtraining zu sehen war. Sagt Herr Kovac und der muss es wissen, denn der hat es...