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Posts mit dem Label "Fastnacht" werden angezeigt.

Wer prüft hier wen?

Gestern war sie im Briefkasten, die Karte für das Heimspiel gegen Internazionale Milano und jetzt weiß ich, wie schwierig es ist, von Spiel zu Spiel zu denken und den zweiten Schritt nicht vor dem ersten zu machen. Das nächste Spiel ist immer das Schwerste. Ja klar.  Aber Hoffenheim? Die hauen wir doch einfach wäch. Und dann. Und dann. Mein Vertrauen in unsere Mannschaft ist im Moment fast schon grenzenlos und ehrlich gesagt erschreckt mich das ein bisschen. Die kostbaren Erinnerungen an große Eintracht-Momente, die ich über viele Jahre  gepflegt habe, scheinen irgendwie immer mehr zu verblassen und in den Hintergrund zu rücken. Neue schillernde Figuren, neue Helden schieben sich vor die Helden der Vergangenheit. Und auch die langen, irgendwie geliebten Jahre, in denen die Eintracht eine vermeintliche graue Maus war und ich trotzig, stolz, angefeindet und unbeirrbar durch Mainz lief, alles irgendwie in weite Ferne gerückt. Widerstand zwecklos. Keine Zeit für Nostalgie. ...

21. Spieltag: Närrische Tage im Wald

Für mich ist Fastnacht in seinem Kern weniger laut und krakehlig, sondern rührend und ein bisschen melancholisch. Das erkennt man am besten, wenn man nicht mittendrin ist, sondern am Rande, z.B. gestern als ich mich aus dem rheinhessischen Hinterland auf den Weg in Richtung Waldstadion mache. Im Nachbarort findet heute Nachmittag ein Fastnachtsumzug statt und während ich mit dem Auto Richtung Frankfurt brause, zieht es die Menschen aus den umliegenden Orten zur Fastnacht. Aus allen Himmelsrichtungen laufen kleine kostümierte Trupps durch die kahlen Äcker auf Harxheim zu. Je nach Entfernung leuchten die Kostüme durchs Grau oder zeichnen sich als Silhouette am grauen Horizont ab. Eine Gruppe Indianer mit Federschmuck auf dem Kopf, Schweine, Außerirdische, Hasen, Superman, ein Gardist in Uniform,  kleine Prinzessinnen, im Ort selbst passiert gerade eine ganze Kuhfamilie eine Seitenstraße, im mitgeführten Rollkarren sitzt ein Mini-Fastnachter, ebenfalls als Kuh bzw. Kälbchen verkleidet...

Bumbaaf

Bei der Oscar-Verleihung wird  „La La Land“ als bester Film verkündet und während die Gewinner schon auf der Bühne feiern, stellt sich heraus, dass eigentlich „Moonlight“ gewonnen hat. Da hat wohl jemand den Begriff fake news wörtlich genommen. *** Es ist dir wichtig, politisch korrekt durch die noch verbleibenden Fastnachtstage zu kommen?  Obwohl der Burka jahrelang dein absolutes Lieblingskostüm war, hast du dich deshalb in diesem Jahr für eine andere Verkleidung entschieden. Das ist gut, trotzdem solltest du dein Kostüm noch einmal einem kritischen Review unterziehen.

Tröööt.

 „Hast du schon die Adler App?“   fragt mich am Freitagnachmittag eine liebe Adler-Freundin, die weiß, dass ich am Samstag gegen Schalke nicht im Stadion sein kann.  Nö, hab ich noch nicht – was macht die? „Na ja, so allerlei. Viele Infos,  Zugriff aufs Forum und aufs Tippspiel, Live-Ticker – und wenn die Eintracht ein Tor schießt, dann trötet sie.“ Das klingt witzig – am Freitagabend lade ich mir also die App herunter.   Am Samstagabend um viertel nach Sechs stößt mein Smartphone einen mir bis dato unbekannten Tröt-Ton aus.  Die Adler-App?  Ein Tor kann ja noch nicht gefallen sein.  Vielleicht hat sie mir etwas anderes wichtiges mitzuteilen? Nein, keine besonderen Vorkommnisse. Dann war das wohl einfach eine Übung für die kommenden Ereignisse.  Um kurz nach Sieben fährt der Überlandbus, der uns über die Dörfer Rheinhessens in Richtung Mainzer Innenstadt bringt.  Dort sind wir – außerfastnachtlich – mit lieben Freunden aus...

Närrisch!

Heute also: Schalke.  Die Fassenacht eilt ihrem Höhepunkt entgegen und unser Trainer wird heute 500 und hat damit einen Platz in der Hall of Fame der Bundesliga.  Auch wenn ich heute nicht im Stadion und nur per Adler App (und mit dem Herzen)  dabei sein kann und außerdem von einer lieben Freundin lautstark vertreten werde, bin ich närrisch-zuversichtlich gestimmt. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich für alles gewappnet bin und  – egal wie’s ausgeht – schon weiß, wie die Reaktionen ausfallen werden: Wir verlieren?   Das war ja nicht anders zu erwarten. Wir spielen unentschieden?   Das bringt uns gar nix und wenn der Meier  (der Seferovic, der Aigner) des dabbisch Ding net rein gemacht hätt, dann hätte das auch ganz anders ausgehen können und die Schalker hätten uns – wie die Freiburger – drei, vier oder fünf eingeschenkt. Wir gewinnen?   Das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Mannschaft nichts funktionier...

Plan Q!

Vorgestern hatten wir Wintereinkaufsversammlung unserer Rheinhessen-Managerliga, die traditionsgemäß erst nach Ende der Transferperiode stattfindet und uns Gelegenheit gibt, die Kader noch ein wenig nachzurüsten. Wie im richtigen Leben war André Schürrle der Spieler, der für die meiste Kohle über den Tisch gegangen ist, und auch sonst standen die restlichen noch auf unserem internen Markt befindlichen Wolfsburger hoch im Kurs, wohingegen mancher, zum Hinrundenauftakt noch heiß begehrte Dortmunder sich unversehens auf dem freien Markt wiedergefunden hat (bei mir z.B.: Neven Subotic, dessen sinnfrei aus dem Halbfeld vors Tor geschlagene Flanken mich am Mittwoch bei der Dortmunder Heimniederlage gegen Augsburg nachhaltig erschüttert haben. Sah aus wie an einem rabenschwarzen Tag von Bastian Oczipka). Ebenfalls interessante Objekte der Begierde: Die Augsburger Spieler. Quadratisch, praktisch, gut hat jetzt sogar Herr Bobadilla  (ja, genau der, der im Hinspiel gegen die Eintr...

Spieler der Stunde: Karim Matmour (Spät-aber-trotzdem-noch-Edition)

Gestern war Aschermittwoch – und heute streue ich ein wenig Asche auf mein Haupt. Das Spiel gegen den FSV ist bereits drei fach abgehakt, die Kür des Spielers der Stunde interessiert wahrscheinlich keine Socke mehr – ich will trotzdem kurz der Chronistenpflicht Genüge tun. Aaaaalso: Herzlichen Glückwunsch an Karim Matmour! Und wer jetzt noch Lust dazu hat, dazu auch noch ein paar Worte zu lesen - bitte sehr:

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Es sind närrische Zeiten - und das hängt nicht vorrangig damit zusammen, dass wir uns mit großen Schritten dem Höhepunkt der Fastnacht nähern. Wie regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, lebe ich in der Nähe von Mainz und man sollte meinen, dass hier in diesen Tagen von früh bis spät die Stimmung immer höhere Wogen schlägt. Tut sie nicht, im Gegenteil. Zumindest dann nicht, wenn man sich – tagsüber - außerhalb der närrischen Kernzeiten befindet. Dann herrscht in der Stadt so etwas wie ein fast ingrimmiges närrisches Pflichtbewusstsein. Mit ernsten Gesichtern werden lustige Hüte, bunte Schals, vereinzelt auch Ganzkörperkostüme durch die Stadt getragen. Ein wunderbares Beispiel für diese Verhaltensweise ist z.B. unsere Metzgerei der Herzen. Dort gibt es an Fastnacht Weck, Worscht und Woi für 8 Euro 88 und im Geschäft, hinter der Theke steht der Metzgermeister – mit dem gewohnten, wohltuend missmutigen Gesichtsausdruck, flankiert von drei gleichfalls über die Maßen gut gelaunten Mitarbeite...

Wieder da.

Am Wochenende war an der Uni in Mainz „Elternalarm“ – echt wahr und ein weiteres Indiz für die fortschreitende Verschulung und Verblödung der Universitäten. Die Eltern der Studierenden waren geladen, die große weite Welt der Uni zu bestaunen, durften selbst mal am Seziertisch stehen, bei einer lustigen Literaturshow dabei sein, in der (vielleicht mit 05er Fähnchen geschmückten?) Mensa eine 1a-nährstoffreiche und gesunde Mahlzeit verzehren und mit dem Gutenberg-Express eine Sightseeingtour durch Mainz machen. Apropos Gutenberg: Der war auch da, also der „Guddi Gutenberg“ – bekannt aus der Mainzer Fernsehfastnacht und im richtigen Leben Direktor an einer Mainzer Schule. Als Mainzer Aushängeschild war er – im Original Bütten-Guddi-Outfit - dazu ausersehen, eine Willkommensrede an die anwesende Elternschar zu halten. Guddi war nur ein Vorbote, ich hatte da irgendwie eine böse Vorahnung und tatsächlich: Einen Tag später war auch er wieder zurück, Karl-Theodor zu Guttenberg. Auf den erste...

Bumbaaf

Heute beginnt also die Weihnachts – (**ähem**oops** grübel** Da war ich wohl grad im falschen Film.) nein, die Fastnachtszeit. Ja, genau. Die ist gemeint. Was mich nur am Rande tangiert, weil: Närrisch bin ich sowieso und zwar das ganze Jahr über – wäre ich sonst Eintrachtler? Aber nicht nur das: Ich bin nicht nur närrisch, sondern von Natur aus auch unglaublich schön. Deswegen würde ich auch keineswegs - wie 65 % meiner Geschlechtsgenossinnen - 11 Prozent meines IQs hergeben, um dadurch noch schöner zu werden. Obwohl das natürlich ein cleveres Angebot ist, weil: wer sich darauf einlässt, ist hinterher zu dumm, um zu begreifen, dass der Deal nicht funktioniert hat. Warum sonst gäbe es so viele Dumme, die es nicht durch Schönheit herausreißen? Ok. Schön, muss ja auch nicht sein. Hauptsache, Mann findet zur richtigen Zeit und am richtigen Ort die richtigen Worte. So etwas wie: Topclub. Etabliert. Frankfurt. Brügge.  Eskisehirspor. Hauptsache Europa-Kapp.   Ganz im Stillen ...

Wir. Alle. Lauter, Lauter: Eintracht!

Seit Tagen strahlt die Sonne vom Himmel. Es ist kalt, aber der Himmel ist blau, die Vögel zwitschern. Ein Hauch von Frühling. Mit jedem Tag in dieser Woche ist die  Zuversicht für das Spiel der Eintracht am Samstag gegen den FCK gestiegen. Fast ist es als ob wir es schon gewonnen hätten. Ach, was gewinnen. Vom Platz werden wir sie fegen. 5:1, ein gar nicht mal so selten gehörter Tipp. Und wenn am Ende doch nicht? Haha. Immer lustig. Schnitt. Locker war gestern. Heute ist: Lautern. Es gilt. Die Sonne scheint immer noch, fast ein wenig grell. Zuversichtlich? Ja. Aber locker und gefasst? Nein. Das Herz klopft wild, Adrenalin jagt durch die Adern, Bilder jagen durch den Kopf. Wir. Im Abstiegskampf. Hier und Jetzt. Kein Zweifel. Wahr- und wahrhaftig. Hilfe. „Das wird ein wichtiges und schweres Spiel für die Eintracht. Und da schließe ich mich ein.“ Hat Michael Skibbe am Donnerstag in der Pressekonferenz gesagt und ich habe lange darüber nachgedacht, was der Nachsatz bedeut...

"Wolle mer'n enoi schieße..."

Die diesjährige Fastnachtskampagne ist kurz. Sehr kurz. Der Lusdischkeitsdruck ist also enorm, weil die ganze Lusdischkeit innerhalb kürzester Zeit abgewickelt werden muss. Und das heißt: Es ballt sich. Dementsprechend erinnert die Mainzer Innenstadt in diesen Tagen irgendwie an „Asterix bei den Spaniern“: An jeder Ecke trifft man unvermittelt auf eine Prozession...ähem... auf eine Garde. Mit Dschingderassa laufen sie durch die Straßen und Gassen, kommen von links, von rechts, tuten und trommeln, biegen ab und tauchen wieder auf. Vorm Theater steht das Narrenmobil, an dem Fastnachtskreppel verkauft werden. Zwei Ecken weiter werden zu den Klängen von „Humbatäterä“ Zugplakettchen verkauft, im Gässchen daneben tanzt ein Garde-Korps, vorm Kaufhof dröhnt Margit Sponheimer aus den Lautsprechern. Und dann ist alles vorbei. Das närrische Tagwerk ist vollbracht. Die Garde-Offiziere und Funkenmariechen tauchen ein ins Mainzer Geschäftsleben. Genug gelacht für heut. Ein missgelaunter, grüngelb-be...

Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel 19.November - 2.Dezember

19. November Meine Besuche bei Eintracht-Veranstaltungen standen in diesem Jahr unter keinem besonders guten Stern. Ich habe mich verfahren, kam gar nicht an, war zu spät, musste in letzter Minute absagen. Aber heute klappt es: Charly Körbel ist zu Gast im Eintracht-Museum und ich bin dabei. Hallo hier, hallo da. Aaaah da ist ja auch… Das Museum ist gut gefüllt. Leider finde ich im Gewirr nur einen Teil der Forums-Mitadler, die ich heute hier treffen wollte. Schnell noch etwas zum Trinken holen. Würstchen werden über den Tresen gereicht. Stimmengewirr. Stühle scharen. Die Reihen sind schnell besetzt, wir bleiben im Hintergrund stehen. Und da ist er auch schon: Charly Körbel, der zur Eintracht gehört wie die Musik zum Handkäs. Der schon immer da war und (hoffentlich) sein wird. Beve sagt in einer seiner Zwischenmoderationen: „Ich hatte immer das Gefühl – so lange Charly Körbel bei der Eintracht spielt, kann nichts schiefgehen.“ Genau so ist es. Der Abend selbst ist eine merkwürdige Er...

Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel (6. November bis 18. November)

6. November Der Herbst nimmt Fahrt auf. Kehre, kehre, Kehre. Fünf Säcke voller Blätter. Ob die Eintracht heute auch in Leverkusen den Sack zu machen wird? War die ganze Woche skeptisch, aber je näher das Spiel kommt, desto sicherer bin ich mir: Doch, irgendetwas Zählbares werden wir schon mitnehmen. Adler fällt aus gegen die Adler. Auch das muss für uns kein Nachteil sein. Huch, wir spielen mit Caio. Und während ich noch überlege, ob ich das mutig oder dumm finde, steht es bereits 1:0. Ein Mit-Adler steckt im Bus fest und konnte nicht rechtzeitig zum Anpfiff zu Hause sein. Ich halte ihn per SMS auf dem Laufenden. 2:0. 3:0. Jetzt fährt der Bus wieder. Prima. Tom Bayer, der die Fernsehübertragung kommentiert, erläutert, dass die Eintracht in der ersten Halbzeit ein 4-4-2 und jetzt in der zweiten ein 4-3-3 spielt. Vielleicht sollten wir es einfach mal mit Fußball spielen probieren? Michael Skibbe weiß nach dem Spiel, woran es gelegen hat –an unserem unterdurchschnittlichenKader und der ma...