Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Borussia Mönchengladbach" werden angezeigt.

Oh, wie ist das schön...

Wow. Wow. Wow. Wahnsinn. Unglaublich. Nicht zu fassen. Comeback-Kids. Mannschaft der Stunde. Irre. Aufholjagd. Never give-up. Kreisch. Hüpf. Jubel. Ich glaub, ich träume. Waaaaaaaaaaaaaahnsinn.  Und einmal mehr bringt die Eintracht mich an meine Grenzen. Wie konnte ich nur einen Moment an dieser Mannschaft zweifeln? Schande über mein Haupt. Kein Blumentopf? Elfter? Dümpel? Lindström zu schmächtig? Borré zu ballverliebt? Glasner zu verkopft?  Kein Stürmer? Kostic und sonst nicht viel? Europa hui, BuLi pfui...?  Keine Konsequenz vor dem Tor? Gruppendynamik - ha ha? Ach, was. Blind waren wir. Alle. Nehmt das, all ihr Kleinmütigen. Was für eine Mannschaft. Der große Fußballgott, der, wie wir wissen, im Herzen ein  Adler ist, hat uns den Kopf zurecht gerückt. Wie ein Vexierbild waren die Bilder gestern übereinandergelegt: Im Vordergrund die Bank der Gladbacher, davor unser deutlich angeknockter Ex-Trainer, direkt daneben, im Hintergrund, die Eintracht-Bank mit Trauben von...

Corona-Schnipsel: Ist das Fußball oder kann das weg?

Tritratrullala -  da sind wir wieder. Seid ihr alle da? Ich hoffe sehr, dass alle bis hierhin gut und gesund durch die Corona-Wochen gekommen sind.  Zweifel, Melancholie, Zuversicht, Unsicherheit, Angst, Niedergeschlagenheit, Galgenhumor, Apathie, Reden und Schweigen, Videokonferenzen, Calls, das wieder neu entdeckte Klassikprogramm im Radio, Livestreams, ein irgendwie neuer Alltag, immer noch ungewohnt, aber mit allem Auf und Ab eben doch ein Alltag. Und jetzt also wieder: Fußball. Es ist als sei es Jahre her, dass ich zum letzten Mal im Waldstadion war, dass wir über die Wackelabwehr, die steigende Leistungskurve von Silva oder die Unzulänglichkeiten von Bas Dost diskutiert haben. Dass ich dicht gedrängt in der S-Bahn stand und wir uns  am Stadion durch die Unterführung vom Bahnsteig nach draußen gedrängelt haben. Wann war das noch mal? Was für ein Spiel? Richtig, vierter März, Pokalviertelfinale gegen Werder.  Anfang der Woche waren die ersten Corona-Fälle in De...

Dritter Spieltag: Schlau, schlauer, am schlausten

Zwei Wochen seit der Heimniederlage gegen Wolfsburg, zwei Wochen, in denen allerhand passiert ist. Wie es aussieht, hat sich zum Beispiel der Sommer in diesem Jahr tatsächlich schon früh verabschiedet. Graue Wolken, Wind, Regen - reichlich herbstlich, der Blick aus dem Fenster - was für ein Glück, dass ich dieses Wetter mag (auch wenn ich noch auf einige Freibadtage hoffe). Gelson Fernandez (who?) hatte Geburtstag , Marco Fabiàn wird voraussichtlich in der Winterpause wieder ins Training einsteigen.  Das "Team hinter dem Team" wurde - hurra, hurra! - weiter verstärkt. Das neue "Fresh Prince"-Shirt ist (für nur 22.95 Euro) auf dem Markt. Und Ante Rebic ist wieder zurück. Man stelle sich vor: Ante Rebic. Er, der niemals hätte gehen dürfen. Ob die supergünstige Rückholaktion ein weiterer, von langer Hand geplanter, umglaublich cleverer Schachzug des ausgebufften Schlitzohrs Fredi Bobic war oder schlicht ein Panikkauf angesichts der doch recht übersichtlichen Leistung ...

Jürgen Who?

Geläutert nach durchlebter Katharsis? Trotz Kälte irgendwie-doch-Frühlingserwachen? Der Schnee von gestern? Entspannte Stimmung nach einem bzw. vor dem nächsten Dylan-Konzert? Warum auch immer, so ist es doch wahr: ich freue mich richtig auf das Spiel morgen gegen Augsburg und fahre voller Optimismus ins Waldstadion. Klar, werden wir das gewinnen und den Schwung des deutlichen Sieges mit ins Pokalhalbfinale nehmen und Gladbach aus dem Weg nach Berlin räumen.  Bis zu 20% erhöhte Dauerkartenpreise? Ist doch super, damit unterstützen wir den Kauf von schlagkräftigen Spielern für die neue Saison. Jesus Vallejo fällt für den Rest der Saison aus? Macht nichts – wenn wir hinten ein Tor mehr bekommen, dann schießen wir einfach vorne eins mehr. Und weil ich gerade so optimistisch und entspannt bin, erzähle ich jetzt noch eine Eintracht-Geschichte, die ich vor einigen Wochen erlebt habe und die mir seitdem schon manch heitere Minute bereitet hat. Wenn ich mich nicht so gut fühle, genervt od...

Nicht ohne Alex

Vor dem Heimspiel gegen Gladbach. Das Wetter ist nicht ganz so strahlend schön wie in den letzten Tagen,  es kann auch mal einen Schauer geben. Offen ist, ob wir heute Abend mit einer Dreier-, Vierer- oder Fünfer-Kette spielen werden und wer dafür vorgesehen ist, den Ball ins (gegnerische!) Tor zu befördern. Aber das werden wir dann schon sehen. Klar ist: Alex hat Ferse und wird nicht dabei sein. Das ist praktisch, dann brauchen wir uns keine Gedanken darüber zu machen, ob er mental schon wieder fit genug ist , um für die Eintracht Tore zu schießen. Damit eingefleischte Meier-Fans sich bereits auf die Meier-lose Zukunft vorbereiten können und trotzdem nicht auf Alex verzichten müssen, wartet auf uns alle heute im Stadion eine echte Überraschung. Von Martin lernen, heißt siegen lernen. Und so bietet der Eintracht Fan Shop rechtzeitig vor dem Spiel gegen die Borussia eine lebensgroße Alex-Meier-Pappfigur zum Sonderpreis von 49 Euro 90 an. Wer will kann – mit einem rotundschwarzen (o...

Nimm Zwei!

Hurra, wie leben noch. Schon vor dem Spiel in Gladbach kann man nach der zurückliegenden Woche dieses Zwischenfazit ziehen. Als hätte jemand ein Fenster aufgemacht und frische Luft herein gelassen. Statt sowieso schon zu wissen, was als nächstes passiert oder gesagt werden wird,  ist da endlich wieder Neugier auf das, was hinter der nächsten Kurve zu entdecken ist.

Punkten gegen die schlechte Stimmung, ohne Erwartungen zu wecken, aber statistisch erwiesen

Jürgen Klopp trainiert jetzt den FC Liverpool.  Stefan Effenberg trainiert den SC Paderborn und Armin Veh trainiert die Frankfurter Eintracht.  Das ist weder "special" , noch "new", schon eher "old" oder "normal" . Und deshalb haben wir in den vergangenen beiden Wochen, obwohl das gar nicht notwendig war, an unserer Physis und Fitness gearbeitet. Immerhin: schaden kann das nichts. Heute also gegen Gladbach. Alle Spieler, die auf Länderspielreise waren, sind wohlbehalten wieder in Frankfurt gelandet, darunter auch Carlos Zambrano,  der verletzt abgereist ist, zwei Spiele absolviert hat und gesund zurückgekehrt ist. Sache gibt's. Makoto Hasebe fährt nicht mit nach Gladbach, sondern stattdessen in die Eifel oder auch sonst wohin. Als Innenverteidiger  werden - weil Carlos zwar gesund, aber müde ist - Marco Russ und David Abraham auflaufen. Sonstige Aufstellung? Ätsch, weiß ich schon - sag ich aber nicht. Also dann: Intensive Wiedergut... Hei...

Matchplan: Zugriff mit 5 bzw. 60 Prozent Risiko, um einen besseren Zustand zu erreichen

Der „Zugriff aufs Spiel“ ist aktuell einer meiner liebsten fußballtaktischen Plattitüden. Ohne Zugriff geht nämlich gar nix, das weiß schließlich jeder von der E-Jugend über die Landesliga bis zur Championsleague: Wir müssen in die Zweikämpfe gehen, damit wir Zugriff aufs Spiel bekommen. Oder anders herum: Wenn wir keinen Zugriff haben, kommen wir auch nicht in die Zweikämpfe. Vielleicht sogar: „Wir haben keinen Zugriff in den Zweikämpfen.“   Ich sag mal: Je nachdem! Bei der Eintracht ist das vermaledeite Heimunentschieden gegen Hannover inzwischen ausführlich analysiert worden. Wie konnte es sein, dass wir – obwohl wir dieses Mal nach dem Führungstreffer noch ein zweites Tor nachgelegt haben – den Sieg trotzdem nicht über die Ziellinie bringen konnten? Das lag zunächst natürlich mal daran, dass wir „zu keinem Zeitpunkt einen Zugriff auf die Partie“    hatten. Mitentscheidend war aber auch, dass Spieler im Defensivbereich falsche Entscheidungen getroffen h...

Humor ist, wenn man trotzdem siegt.

Heute geht es also weiter mit der – wie heißt das noch gleich? Ach ja... – Bundesliga. Die laufende Saison hat wegen der vielen Unterbrechungen einen fast schon irrealen (oder surrealen?) Touch. Von "laufend" kann man eigentlich nicht sprechen. Immerhin dürfen wir jetzt bis Weihnachten durchspielen, das ist doch was und wir können im Echtbetrieb herausfinden, wer oder was (und vielleicht auch wer wie viel) läuft. Die Eintracht spielt heute gegen Gladbach. Das sind die, die da stehen, wo wir eigentlich stehen könnten, wenn wir damals nicht abgestiegen wären. Aber ich bin mir ziemlich sicher: Wenn wir vor drei Jahren nicht abgestiegen wären, dann stünden wir heute auch nicht da, wo die heute stehen, weil uns dann sicher noch irgendetwas anderes eingefallen wäre, um selbiges zu verhindern. Und wenn wir da stünden, wäre es auch nicht recht. Weil! Sowieso! Überhaupt!

Made up my mind!

Gestern  spät abends, irgendwann gegen 11 Uhr als ich durch den Wald Richtung Parkplatz gestapft bin, hat es Klick bei mir gemacht. Gerade habe ich mich von meinen Adler-Freunden verabschiedet. Umarmung. Schulterklopfen. Alla, bis dann. Meine Beine sind schwer. Die  Schuhe quietschen (sie sind wohl nicht ganz dicht - das  haben sie mit manch anderem gemeinsam, aber in diesem Fall trifft es mich ganz besonders): Meine Füsse sind nass. Der Regen nieselt. In mir grummelt es. Ist es das Spiel, das ich eben im  Stadion gesehen habe oder mein Magen? Ich habe Hunger.  Und da, auf einmal, als ich kurz vorm Auto bin, passiert es, schlagartig: Mein Kopf und mein Herz sind klar, ganz klar.

Back in the saddle again

Was für ein wunderbarer Abend war das gestern, draußen im Wald. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen. Nicht nur die Mannschaft, auch wir haben uns Europa aus den Knochen (wenn auch nicht aus dem Herz) geschüttelt. Die Beine fest auf dem Boden, der Kopf frei, das Herz weit und mutig. Fußball, einfach nur Fußball – auf dem Platz und drumherum. Konzentriert, zuversichtlich, kämpferisch, selbstbewusst. Dem verdi-Streik sei Dank bin ich früher als sonst los gefahren, komme verblüffend gut durch und stehe  bereits knapp eineinhalb Stunden vor Anpfiff auf dem Parkplatz. Hallo, hallo bei Black and White und auf dem Anmarsch zum Stadion. Ein Sitznachbar von Nicole - ein Bär von einem Mann - sorgt für allgemeine Erheiterung: Er trägt zur Feier des Tages eine rosafarbene Eintrachtbommelmütze auf dem Kopf. Eintauchen in die Atmosphäre rund ums Stadion.  Erhasche noch die letzten Minuten der Waldtribüne, sitze auf den Treppenstufen vor  unserem Block, schaue in den Himmel, f...

Ohne Bus, ohne Bahn und ohne Flugzeug, aber mit dem Fahrrad, wie Eric Zabel.

Es ist schon immer wieder erstaunlich, wie so ein überraschender Sieg in bedrohter Lage die Welt verändert. Das merkt  man sogar am Wetter: Am Sonntag war es trüb und regnerisch, heute scheint die Sonne.  Hammer. Die Aufregung um das Ende der Ära Veh (und über die Art und Weise, wie wir davon erfahren haben) hat sich gelegt, die Trainersuche hat erstmal Zeit und wer dabei letztlich das Sagen hat,  ist uns – zumindest heute -  herzlich egal. Schwegler, Meier und Rode fallen weiter aus. Macht aber nichts, weil wir ja – trotz Ausfällen – "eine ordentliche Mannschaft auf dem Platz" haben. "Genau das ist ja"  - seit Sonntag wieder - "der Unterschied zum letzten Jahr" - und dass wir dieses  Jahr genau deshalb hinten drin stehen,  weil die zweite Reihe nicht stark genug ist, war dann wohl ein Irrtum.

Statisten gesucht? Vor dem Spiel der Eintracht in Gladbach

In der zurückliegenden Woche habe ich – einmal mehr – eine putzige Notiz in unserer Lokalzeitung entdeckt.  „Statisten gesucht“ war da zu lesen. Und für was? Für die „Simulation der Evakuierungsmaßnahmen nach  einem Reaktorunfall“. Damit die Situation möglichst authentisch nachgestellt werden könne, seien  auch Menschen mit Hund, Kinder und Rollstuhlfahrer herzlich willkommen.  Immerhin wird in diesem Fall noch verkündet, dass es sich um ein Rollenspiel handelt.  Das ist in letzter Zeit in vielen Bereichen nämlich gar nicht so einfach zu unterscheiden. Die Grenzen zwischen Realität und Simulation sind zunehmend fließend.  Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Welt  immer mehr darauf ausgerichtet ist, so zu tun als ob. Kein Problem, Statisten für all das zu bekommen – im Gegenteil: Wir scheinen uns um die Rollen zu reißen, können gar nicht genug unterschiedliche Statistenrollen übernehmen, sind immer im Casting-Modus.So bald irgendwo eine Kulis...

Spieler der Stunde: Drunter und drüber geschüttelt.

Jetzt wissen wir also endlich auch,  wie es nach einem Spiel in der Kabine der Eintracht zugeht:   Unglaublich trendy und lustig und drunter und drüber.  Also ich brauch keinen Harlem Shake, mich schüttelt es manchmal ganz von selbst. Zum Beispiel beim Anblick von Lothar Matthäus, der in der Halbzeit der CL-Spiele verkündet, dass die Öffentlichkeit ein Recht auf die Wahrheit hat. Ja, ja, die Wahrheit. Mit der ist das so eine Sache. Bei Licht besehen, wissen wir ziemlich wenig. Wahr oder nicht wahr? Drunter oder drüber? Stay oder go?  Das sind so Fragen. Vielleicht sollten wir ernsthaft noch einmal die Überlegung in Angriff nehmen, dass Eintracht Frankfurt künftig nur noch in der Hinrunde am offiziellen Spielbetrieb teilnimmt und einen entsprechenden Antrag beim DFB stellen. Dann können wir uns jede Menge Aufregung sparen und es bleibt in der Rückrunde ausreichend Zeit, um zu diskutieren, zu kommentieren, sich nach neuen Vereinen umzuschauen, lustige Interviews zu...

Wütend, so wütend.

War mir sicher, dass mir das in dieser Saison  nicht passieren würde. So viel Kredit haben sich die Jungs erspielt,  mitten ins Herz, haben uns den Glauben an eine glorreiche Zukunft der Eintracht zurückgegeben. Wer wollte ihnen da eine Schwächephase übelnehmen, macht doch nix.  Wir lassen uns nicht mehr so einfach aus der Spur bringen. Dachte ich. Undam Freitagabend, beim Spiel der Eintracht gegen Gladbach, ist es dann also doch passiert.  Schon in der Halbzeit schimpfe ich wie ein Rohrspatz, kann kaum an mich halten.  Bin wütend, so wütend. Und wisst ihr was: Es tut gut.

Bart ab!

George Clooney hat einen. Hugh Jackman auch. Ebenso wie Steven Spielberg. Heiko Butscher. Marco Russ. Alex Meier.  Armin Veh. Ob bei der Oscar-Preisverleihung oder in der Bundesliga: Mann trägt wieder Bart. Alle Männer? Nein. In der Bundesliga gibt es sogar nach wie vor Mannschaften, die komplett Bart-frei sind. Die Dortmunder zum Beispiel sind alle vorbildlich glatt rasiert. Genauso wie die Spieler des FC Bayern München.  Da darf man sich schon mal am Kopf kratzen und fragen:  Kann das Zufall sein? Wer war zuerst?  Die Bayern haben das doch nicht etwa den Dortmundern…nachgemacht?  Das lässt sich im Übrigen ganz leicht überprüfen.  Denn – anders als seine Mannschaft – zählt ja Jürgen Klopp, der Dortmunder Meistertrainer, schon seit geraumer Zeit zu den Bart-Trägern. Sollte jetzt also der Fall eintreten, dass in den nächsten Tagen Jupp Heynckes mit einem 3-Tage-Bart gesichtet wird, dann bleibt kaum noch eine Frage offen. VroniPlag übernehmen Sie! Heute...

Hund sind wir schon

Siebter Spieltag der  Bundesligasaison 2012/13. Die Eintracht spielt  in Gladbach und von Spieltag zu Spieltag wird die Stimmung ein bisschen ausgelassener und  selbstbewusste. Wie war das noch gleich? Am ersten Spieltag  zu  Hause gegen Leverkusen hatten wir Gelegenheit, eine erste „Duftmarke“ zu setzen. (Abgehakt)    Auswärts in Hoppenheim – das war eine erste Bewährungsprobe. (Abgehakt) Der angeschlagene HSV zu Hause war zu packen, obwohl mit dem gerade neu zum Team gestoßenen Rafael van der Vaart  ein ganz anderes Team auf dem Platz stehen würde. (Abgehakt) Auswärts bei den (damals noch)  bärenstarken, unangenehmen, aggressiven Nürnbergern - das war dann der erste richtige Test auf Augenhöhe. (Abgehakt) Gegen den Meister aus Dortmund war zu Hause auf jeden Fall etwas zu holen. (Abgehakt) Gegen  Freiburg – da wurde  es dann richtig schwer. Die sind gut auf- und eingestellt. Wir sind Neuling – da waren w...

"Was sind das für Zuversichten?"

Am Sonntag morgen, viel zu früh für einen Sonntag, wache ich kurz auf. Die Sonne blinzelt durch die Ritzen des Rolladens und bevor ich mich noch einmal umdrehe und einkuschele, huscht mir ein Gedanke durch den Kopf: „Vielleicht sollten wir heute nicht ins Stadion gehen.“ Bevor ich mich darüber wundern kann, dass ich das seit hundert Jahren zum ersten Mal und tatsächlich gedacht habe, bin ich schon wieder eingeschlafen und als ich zwei Stunden später dann wieder – und diesmal richtig – aufwache, ist der frühmorgendliche Gedanke nur noch eine ferne Erinnerung. Die Welt draußen ist sonnig und kalt. Der Himmel blau. Noch Zeit für ein spätes Frühstück, ein Blick in die Zeitung und ins Netz, kurz nochmal die Katze durchgeknuddelt – und dann: Ärmel und Kopf aufkrempeln. Auf in die Welt. „Flaues Gefühl,“ simst es aus der Ferne. Und auch bei uns im Auto ist auf dem Weg Richtung Waldstadion die Stimmung eher verhalten. Mir ist – wenn ich’s recht bedenke - sogar regelrecht mul...

Kuh-Tipps - Die Eintracht vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach

Wie geht es weiter? Wer geht? Wer kommt? Was bleibt? Und wenn: Wie lange? Fragen, die in diesen merkwürdigen Tagen für die Akteure bei der Eintracht nicht einfach zu beantworten sind. Umso glücklicher bin ich, dass es mir - ausgerechnet jetzt -  gelungen ist, die berühmte Orakel-Kuh erst- und einmalig für einen Live-Auftritt hier in diesem Blog zu gewinnen. Ihr wisst ja: Die Orakel-Kuh hat - lange bevor von Krake Paul überhaupt die Rede war - ihre prognostischen Fähigkeiten offenbart und in den Dienst der guten Sache (= der Eintracht) gestellt. Sie ist in der Lage, mit erstaunlich goßer Treffsicherheit zu jedem Spiel der Eintracht eine Prognose abzugeben. Die Orakelkuh ist ebenso geheimnisvoll wie unbestechlich und antwortet grundsätzlich mit einem dreifachen Muh. Ihre Weisheit offenbart sie also nur dem, der in der Lage ist, ideenreich und geschickt immer wieder neue Fragen zu finden, die geeignet sind, ihr eine Prognose zu entlocken. Wie stolz bin ich, dass es nur gering...

Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel - 3. April bis 15. April 2010

Samstag, 3. April Ostersamstag. Schnell noch einkaufen, bevor es Richtung Waldstadion zum Spiel der Eintracht gegen Leverkusen geht. Schon in Stadion-Montur – Eintracht-Trikot, Eintracht-Schal s- hechele ich durch die Mainzer Innenstadt. Stehe gerade vor einer Bäckerei, da rollt ein junger Mann mit Kinderwagen an mir vorbei. Nach ein paar Metern bleibt er stehen, wendet sich um, belfert: „Mach dich wieder rüber.“ Häää? Meint der mich? Rollt weiter, aus sicherer Entfernung noch einmal: „Drecks Frankfurter. Hau ab zurück nach Hessen.“ Huch – der meint tatsächlich mich. Ich neige leider zu Jähzorn und jetzt, genau jetzt merke ich wie Wut in mir hochschießt, kurz und heftig. „Hast du sie noch alle?“ Laufe ihm ein paar Schritt nach. Laut: „Jetzt mach aber mal halblang…“ Wutsch. Weg isser. Geflüchtet in einen Ladeneingang. Hatte Angst. Vor mir. Merke wie mein Zorn sich in einem Grinsen auflöst. Nicht schlecht. Hat doch was für sich, wenn man keinen Ruf zu verlieren hat. Auch drei Stunden sp...