Den Freitag und den Samstagvormittag habe ich weit weg, am Ende der Welt verbracht. Traumverloren an der Nordseeküste, eingehüllt in leuchtendes graues Licht, Nebel, Wolken, Himmel und Meer. Als sich im Waldstadion die Anstoßzeit nähert, sitzen wir nicht im Waldstadion, sondern im Auto und sind auf noch nicht ganz halber Strecke auf dem Rückweg ins rein Hessische. Am Fenster flattert der rotundschwarze Eintrachtschal und um zehn vor halb vier zögere ich nur kurz und stimme dann – wie sonst im Stadion – aus voller Brust „Im Herzen von Europa“ an. Meinen Mit-Adler kann ich nicht zum Mitsingen überreden („Alles genau wie im Stadion – da singe ich auch nicht...“). So schallt meine Stimme einsam, aber laut und inbrünstig durchs Auto und mir fällt auf, wie froh ich sein kann, dass ich meinen Gesang normalerweise im allgemeinen Stadionlärm selbst nicht so genau höre. Wir sind bei Anpfiff noch ziemlich weit nördlich. Einen hessischen Sender können wir hier nicht empfangen und hören des...
Life and life only. Leben. Literatur. Und Eintracht Frankfurt.