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In geheimer Mission

„Auf jetzt!“ lautet das offizielle Eintracht-Motto der letzten Wochen, das zeigt, wie eine Marketing-Idee  zündet, wenn sie den richtigen Nerv trifft. „Auf jetzt!“  schallt es aus allen Eintracht-Ecken: Fanclub-Videos, Facebook-Profile, T-Shirts, Poster, Kids-Club, selbstgemalte Pappbildchen, du und ich,  Selfies, Oka meldet sich aus Philadelphia, Ansgar Brinkmann von überall. Schui, Binde, Charly. Fjörtoft. Thomas Sobotzik. Thomas Zampach, Daniel Hartwich. Goethe himself. Sebastian Vettel  - neee, der fehlt noch.  Auf jetzt – läuft. Dabei sind die allerletzten Feinheiten der genau ausgeklügelten Auf jetzt-Strategie noch gar nicht in die Öffentlichkeit vorgedrungen. Beispiele?

Montagsgedanken. Europäisch.

So ist das jetzt also. Nachdem der VFB Stuttgart (für mich überraschend) es gestern dann tatsächlich geschafft hat, gegen Werder  zu gewinnen, stehen wir vor dem 29. Spieltag genau da, wo wir auch vor dem 27. Spieltag gestanden haben: Kurz vor Europa. Wie wir alle wissen, müssten wir tabellenmäßig da schon längst sein.  Wie wir ebenfalls wissen, wäre es deutlich einfacher gewesen gegen Paderborn, Stuttgart oder Hannover zu gewinnen als jetzt gegen Gladbach oder Dortmund.  Hätte, hätte Fahrradkette.  Immerhin: Wir sind nicht die einzigen, denen es so geht. Wenn es für uns so einfach wie nie war nach Europa zu kommen, dann gilt das für mindestens vier andere Mannschaften ebenso.  Das ist kein Trost, aber eine Feststellung, die unser „Versagen“ doch immerhin relativiert und zeigt (wie im übrigen der ganze Saisonverlauf), dass viele Mannschaften sich auf dem Weg zur „Modernisierung“ ihrer Spielweise schwer damit tun, gleichbleibende Leistung zu erbringen.

rotundschwarz weekly (1)

„Eins bleibt auf ewig unerforscht, das Innere von einer Worscht“.  So dachte ich – bis ich vor ein paar Tagen in unserer Lokalzeitung folgende, fast schon empörende Schlagzeile  lesen musste: „Enträtselung der Wurst“ , war da zu lesen  und der Artikel machte deutlich, dass der „undurschaubaren Wurst“, die gemeinhin bezüglich ihrer Inhaltsstoffe unter „Generalverdacht“ stehe,  jetzt ihr Geheimnis entrissen sein soll. Molekulargenetisch geht es ihr an die Pelle. Mit modernsten Techniken der „DNA-Sequenzierung“, die  sonst in der Humangenetik eingesetzt werden, können sogar Kleinstpartikel molekular rückverfolgt werden. In einer zu Eichzwecken speziell hergestellten „Testwurst“ wurden auf diese Weise molekulare Spuren von Senf, Lupinen und Soja entdeckt.  Und wie so oft bei diesen Dingen frage ich mich, ob ich das alles überhaupt so genau wissen will. Und was gab es sonst noch so in dieser Woche?