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Posts mit dem Label "Vaclav Kadlec" werden angezeigt.

Pfft. Rotundschwarze Schnipsel rund ums Spiel gegen Leverkusen

Es ist Samstag und die Eintracht spielt heute gegen Leverkusen. Meine  Woche war mal wieder pickepackevoll, ich war erkältet, hab kaum geschlafen, viel gearbeitet. Heute hat mein Mit-Adler Geburtstag. Ich hechele und wusele  durch den Vormittag, um mich rechtzeitig auf den Weg nach Frankfurt machen zu können.  Es regnet in Strömen. Um viertel nach Eins streiche ich die Segel  – ich schaffe es einfach nicht.  Einen Moment fürchte ich, dass der Eindruck entstehen könnte,  ich kapituliere vor dem Terror und verrate die freiheitlichen Ideale? Ich kann es nicht ändern und esse wie Helge Schneider  erst einmal eine Mandarine. In F acebook lese ich, dass ein Student eine Masterarbeit über die Trikots der Frankfurter Eintracht verfasst. Da hat der Bologna-Prozess voll zugeschlagen. Wahrscheinlicher Studiengang: International Sportmanagement, Schwerpunkt Merchandising unter besonderer Berücksichtigung trikotverkaufsrelevanter Aspekte. Direkt neben de...

Erstes Heimspiel 2015/16 oder: Die Klärung der A-Frage

30 Grad. Hochsommer. Und das Freibad bei uns im Nachbarort hat tatsächlich in der vergangenen Woche damit angefangen, die Anlage gründlich zu renovieren. Das gibt’s doch gar nicht? So doof kann man doch gar nicht sein? Stimmt. Das Freibad hat selbstverständlich weiterhin geöffnet, renoviert wird dann in ruhigeren Zeiten.

Auweia

Das war kein schöner Nachmittag gestern im Waldstadion. Im Gegenteil: Nach dem Abpfiff ging es mir schlecht. Also: So richtig schlecht - so, dass ich mich selbst gefragt habe, warum um des Himmels willen, ich gar so niedergeschmettert bin. Zusammengesunken sitze  ich auf meinem Platz, fast wie gelähmt. Stiere minutenlang vor mich hin, rappele mich mühsam hoch und stapfe mit müden Schritten zum Ausgang, die Beine schwer wie Blei. Niederlagen sind nie schön. Zuhause schon zweimal nicht. Aber am dritten Spieltag sollte man sie noch einigermaßen verkraften können. Vier Punkte haben wir nach drei Spielen ja schon, immerhin. Eine 0:1  Heimniederlage gegen eine körperlich robuste, gut eingestellte Augsburger Mannschaft und gegen einen indisponierten Schiedsrichter – das kann einem ja nicht so aus den Schuhen hauen.  Und doch. Irgendwie scheint das Maß der Enttäuschung mit der Einstellung zusammen zu hängen, mit der man ins Spiel geht. Schwenk zurück auf den Sonntagmorgen:...

Das Alternativ-Los

Alternativen sind wichtig, auch und ganz besonders im Fußball.  Deshalb ist die Eintracht  während der Transferperiodem  immer auf der Suche nach Alternativen - auch in diesem Winter, obwohl wir bereits vor der Saison eine Reihe äußerst vielseitiger Spieler verpflichtet haben, die „auf mehreren Positionen eine Alternative sein können.“    Dass wir jetzt  nach Alternativen für die Alternativen suchen ist folgerichtig. Denn:  Wir holen immer nur Spieler, die uns verstärken, weiterbringen und echte Alternativen sind. In den vergangenen Jahren haben wir dementsprechend  viele Alternativen geholt, nichtsdestotrotz sind wir trotzdem häufig alternativlos, was – wie ich vermute – kein Widerspruch ist, sondern schlicht und einfach in der Natur der Alternative liegt. Das ist die Alternative sich schuldig, schließlich ist „alternativlos“  im Jahr 2010 nicht umsonst zum „Unwort des Jahres“  gekürt worden

Voll Realo.

Eintracht Frankfurt international... Gestern schien die Sonne, heute ist es trüb und regnerisch. Fast könnte man darin eine Symbolik sehen, aber nein,  davon, dass der Himmel sich für die Eintracht verdüstert, sind wir derzeit noch ein gutes Stück entfernt. Vor dem Spiel der Eintracht gegen Nürnberg hatte ich mir ein wenig mehr Normalität und Alltag gewünscht. Nach dem Spiel weiß ich wieder, wie sich der Alltag anfühlt. Räusper. Was soll ich sagen?  Soooo wörtlich hätte man das auch nicht gleich nehmen müssen. Nach Abpfiff mache ich es wie Marko Russ, Sebi Jung und Vaclav Kadlec auf dem Rasen: Ich bleibe erst einmal sitzen. Konsterniert, ratlos, fast ein bisschen sprachlos. Einmal mehr fühlt sich ein Unentschieden an wie eine Niederlage. Wieder in den letzten Minuten den Ausgleich gefangen. Und wenn ich gegen den HSV und gegen Freiburg noch gehadert habe – von wegen: Eigentlich hätten wir... -, kommt es mir heute so vor, als hätte ich zum ersten Mal der Realität ins Gesic...

Warum es nur auf manche Fragen klare Antworten gibt (und die auch nicht immer)

Heute also Werder. Kaum zu glauben, dass seit dem letzten Spieltag erst zwei Wochen vergangen sein sollen. Erstaunlich, wie viel Leben und wie viele Ereignisse in eine so kurze Zeitspanne passen. Großes, Kleines,   Bewegendes und Bedrückendes,  Erfreuliches und  Aufregendes, Anstrengendes und Überraschendes. Es war noch einmal Sommer. Noch einmal Grillen, bis tief in die Nacht draußen sitzen, noch einmal schwimmen und in der Sonne liegen. Heute regnet es, plitschplatsch, die Luft riecht frisch und gut, die Blätter an den Bäumen fangen an, sich zu verfärben, aus den Weinbergen tönt wieder das plopp plopp der Wein-vor-den-Vögeln-Schutzanlage. Das ist doch auch sehr schön. Hatten  wir vor der fußballfreien Zeit aka Länderspielpause vermutet, dass die Pause der Eintracht vielleicht – von wegen Blessuren auskurieren – sogar ganz gut tun würde, wissen wir es jetzt besser. Jung und Rode sind zwar wieder zurück, Pirmin Schwegler, unser Kapitän, wird dagegen lange a...

"Im Banne der Eintracht"

Heute also gegen die Bayern. Und noch immer ringe ich um die Einstellung, mit der ich ins Spiel gehen werde. Die Fassungslosigkeit nach dem Spiel in Berlin ist noch nicht ganz abgeklungen - zu krass, das war einfach zu krass - gleichzeitig ist im Laufe der vergangenen Woche jeden Tag ein bisschen mehr  Trotz in mir aufgestiegen. Warum um des Fußballhimmels Willen fügen wir uns alle so bereitwillig in das zu erwartende Joch, das uns diese Saison auferlegen wird? So als hätten wir nur darauf gewartet, die Bestätigung zu finden, dass das dauerhaft eh nichts werden kann mit den oberen Tabellenregionen. Als hätten wir uns quasi unberechtigterweise nach Oben geschlichen und jetzt wäre man uns drauf gekommen. Schnell wieder den Kopf einziehen. Tschuldigung, dass wir mal kurz hochgekuckt haben.