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Posts mit dem Label "Halil Altintop" werden angezeigt.

Plan Q!

Vorgestern hatten wir Wintereinkaufsversammlung unserer Rheinhessen-Managerliga, die traditionsgemäß erst nach Ende der Transferperiode stattfindet und uns Gelegenheit gibt, die Kader noch ein wenig nachzurüsten. Wie im richtigen Leben war André Schürrle der Spieler, der für die meiste Kohle über den Tisch gegangen ist, und auch sonst standen die restlichen noch auf unserem internen Markt befindlichen Wolfsburger hoch im Kurs, wohingegen mancher, zum Hinrundenauftakt noch heiß begehrte Dortmunder sich unversehens auf dem freien Markt wiedergefunden hat (bei mir z.B.: Neven Subotic, dessen sinnfrei aus dem Halbfeld vors Tor geschlagene Flanken mich am Mittwoch bei der Dortmunder Heimniederlage gegen Augsburg nachhaltig erschüttert haben. Sah aus wie an einem rabenschwarzen Tag von Bastian Oczipka). Ebenfalls interessante Objekte der Begierde: Die Augsburger Spieler. Quadratisch, praktisch, gut hat jetzt sogar Herr Bobadilla  (ja, genau der, der im Hinspiel gegen die Eintr...

Die nächste Strophe vom alten Reisbrei

Am Samstagabend höre ich im ZDF Sportstudio die Vorankündigung für das Spiel am Sonntag im Waldstadion. „Hannover kann morgen auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen“, verkündet Katrin Müller-Hohenstein. Tatsächlich? Was Sie nicht sagen. Und die Eintracht? Hey – hallo, das ist unser Heimspiel, und wir werden es gewinnen, weil nämlich dann wir es sein werden, die zu Hannover und zur Spitzengruppe aufschließen. Capisce? Und tatsächlich. So machen wir es. Impressionen vom Spiel: Patrick Ochs, der in der ersten halben Stunde auf der rechten Seite herum mannövert als habe er tatsächlich vor, was er vorher verkündet hatte: Sich festbeißen – und von dem in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen ist. Halil Altintop, der (auch in seinem eigenen Sinn) zur Halbzeit hätte ausgewechselt werden müssen, und von seinem Trainer, der voll hinter ihm steht, eine viertel Stunde vor dem Ende zum Abschuss freigegeben und – sichtlich um Fassung bemüht – regelrecht vom Platz gepfiffen wird. (Ja,...

Knapp daneben ist auch vorbei.

Boah. Hilfe. Aus. Aus. Das Spiel ist aus. Nicht zu fassen. Das hätten wir. MÜSSEN. Kann doch nicht wahr sein. Also mindestens. Mit zwei, drei Toren. Maaaan. Warum? WARUM? Eins, wenigstens eins dieser Dinger kannmuss doch rein gehen. Haareraufundindentischbeiß. Arrrrrrrrrrrrrrrrrgh. Es ist kalt. Nebelschwaden hängen über dem Stadtwald. Es nieselt, erste dicke Tropfen fallen. Kein Zweifel: Es ist Herbst. Als wir gegen Sechs noch einmal beim Fantreff Black&White Station machen und vor uns eine Currywust dampft (Brat, Rind ist schon aus) haben wir uns soweit sortiert, dass wir uns auch mit der Stimmungslage der gegnerischen Fans beschäftigen können und zu dem erstaunlichen Ergebnis kommen: Sie ist gut. Viele sind es, sehr viele, die mit nach Frankfurt gekommen sind und auch jetzt stehen noch viele blaue Trupps mit Bierbechern und Bratwurst um uns herum. Sie wirken entspannt, lachen, scherzen. Kann man das verstehen? Also wenn ich Schalker wäre (was der Himmel verhütet hat), dann hätt...

Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel vom 16. April bis 29. April 2010

Donnerstag, 15. April Bei Germany’s next Top-Modell müssen die Modell-Anwärterin meistens dasselbe, nämlich: „Sexy laufen“ und „sexy kucken“. Heute haben sie die Aufgabe in einem langen Abendkleid über den Laufsteg zu wandeln und sollen dabei Eleganz ausstrahlen. Eine Kandidatin stapft wie durch einen Kartoffelacker. Frage: „Das sollte also elegant sein?“ Antwort der Kandidatin: „Ich hab versucht, elegant zu kucken.“ Darüber kann man lange nachdenken. Man kann es aber auch sein lassen. Freitag, 16. April Hertha-Fan Christian Ulmen findet, dass die Eintracht einem Chiwawa ähnelt, dass Caio zwar nicht mehr dick ist, aber trotzdem der dicke Caio bleibt und die Hertha nach einem Sieg bei der Eintracht wieder dick im Geschäft wäre. Also, lieber Herr Ulmen: Möglicherweise kann man über Caio geteilter Meinung sein – über Hertha nicht einmal mehr das. In Island ist der Vulkan mit dem wunderbaren Namen Eyjafjallajökull ausgebrochen und bläst seine Asche in die europäische Luft. Nichts geht…ä...

Tschüss!

Sonntag, 18. April, 16 Uhr. Auf dem Weg zum Stadion fahren wir hinter einem LKW her, auf dem ein überdimensionales gezeichnetes Häschen zu sehen ist. Daneben steht auch was. Aha: „Möhren-Erzeuger und Verpackungsbetrieb“. Wie werden Möhren denn erzeugt? Ich dachte, die wachsen. Aber vielleicht werden sie in diesem besonderen Fall ja geschnitzt. Schon sind wir vorbei. Am Flughafen steigt gerade ein Flieger in den blauen Himmel – huch! Die Schlange vor den Eingangstoren ist wieder einmal lang. Die Sonne steht direkt über uns. Ja, doch, sie brennt schon ganz schön. Hätt man halt doch die Kapp aufsetzen sollen. Gedrängel. Leiser Unmut. „Frauen und Kinder zuerst.“ Gejohle. Nix da. „Da müsse die doch später anpfeifen…“ Müssen sie nicht. „Ohne uns fange die net an…“ Doch, doch, das werden sie. Fange gerade an darüber nachzudenken, was zuerst war: Der Rucksack oder der Mensch. Und: Was um des Himmels willen, ist da alles drin, in diesen Rucksäcken, die die Menschen mit ins Stadion tragen. N...

Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel: 16. bis 28. Januar 2010

Samstag, 16. Januar Rückrundenauftakt. Eintracht gegen Werder. Die Welt ums Waldstadion versinkt im Schneematsch. Wir stapfen und schlittern. Am Bratwurststand stehen vor uns zwei kleine Jungs, deren Eintracht-bemützte Köpfe grade mal bis zum Tresen der Wurstbude reichen. „Zwei Bratwürste“ bestellen sie und schauen erwartungsvoll nach oben. Die nette Frau hinterm Tresen hangelt von oben nach dem 5 Euro-Schein, der ihr entgegengestreckt wird, die Jungs greifen von unten mit beiden Händen nach den ihnen entgegengestreckten Brötchen mit der dampfenden Bratwurst. „Ketchup?“ Begehrliche Blicke. Nicken. „Jaaaaaa!“ Halb über dem Tresen hängend bekommt jeder von beiden eine extragroße Portion Ketchup auf seine Wurst gedrückt. Glückstrahlend zockeln die beiden ab. Im Stadion. „Die Frankfurter“ doziert der fränkische Fußballexperte links von mir, der zwar einen Eintracht-Schal um den Hals und eine Eintracht-Kapp auf dem Kopf hat, aber verbal immer einen gewissen Abstand zu uns hält, „Die Frankf...