Drei Wochen und drei Tage ist er jetzt her, DER Tag. Historisch. Legendär. Für die Ewigkeit. Aber was ist ewig? "Il trionfo del tempo" von Händel habe ich vor ein paar Tagen im Theater gesehen. Dort gewinnt die Zeit gegen die Schönheit und das Vergnügen. Und auch der Sommer schert sich nicht um unseren Europacupsieg, verdrängt den großen Tag, nimmt Fahrt auf wie in den Jahren zuvor. Alles blüht, duftet, quakt, zwitschert (zumindest wenn man, wie ich, auf dem Land lebt) und ich arbeite, laufe, träume, schwimme, freu mich über den wilden Himmel, schaue nachts in die Sterne und versuche, mich in den Sommerrhythmus hineinfallen zu lassen. Bei all dem merke ich, wie sich ganz allmählich auch die Eintracht-Welt in mir wieder sortiert. Im ersten Euphorie-Schock war in mir ein einziges Gefühls-Knäuel - Glück, Ungläubigkeit, Zweifel, Befürchtungen, stille Freude, Fluchtgefühle. Ist das, was wir grad mit der Eintracht erlebt haben, eine Art Zeitenwende? Gestern noch die Ei...
Life and life only. Leben. Literatur. Und Eintracht Frankfurt.