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Satz mit x oder: Eintracht, ich liebe dich!

Dumm gelaufen. Das da gestern Abend war schon ziemlich, ziemlich anders als erwartet. Und wenn ich in der Halbzeit noch in einer Art Schockstarre im Stadion saß, in der zweiten Hälfte erste Spuren von Galgenhumor hochkamen, war ich auf der Heimfahrt nach dem Spiel hauptsächlich vollgesaugt von den vielen Eindrücken und heute morgen (im Schwimmbad) habe ich gemerkt: Ich bin durch damit. Das war schon richtig so, oder sagen wir: Das war so richtig eintrachtig und deshalb irgendwie dann doch auch wieder gut. Echt jetzt. Aber der Reihe nach. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat es kräftig geregnet und am Spieltag wabbert die Luft vor Feuchtigkeit. Ab und zu noch ein Regenguss, nachmittags dann wieder erste, blasse Sonnenstrahlen. Gegen sechs mache mich auf zum P+R und zur S-Bahn. Es ist ungewöhnlich voll am Hinterland-Bahnsteig.  Alle in weiß, fast alle im Europapokalsiegershirt. Ich ganz retro: Ein lieber Freund und Ex-Eintrachtler (so was gibt's) hat mir vor ein paar Tagen ein

Europa-Pokal-Sieger-Sommer-Schnipsel (6): Ready!

Seid ihr bereit? Die Eintracht jedenfalls ist  "ready" für die neue Saison. Das bestätigt unser Trainer in der PK vor dem Spiel auf Nachfrage, und ich denke, er hat recht. Die Vorbereitungsspiele liefen glatt und erfolgreich, die Mannschaft wirkt schon erstaunlich gut eingespielt. Es kann los gehen. Auch Peter Fischer (wie immer der richtige Mann, um zum richtigen Zeitpunkt die Dinge auf den Punkt zu bringen und die Awareness zu steigern) findet, dass von den drei Gegnern, gegen die wir in den kommenden zwei Wochen spielen - Magdeburg, Bayern, Real Madrid -  nur ein Gegner schwer ist: na klar - Magdeburg. Und obwohl ich bis  vor kurzem in Kopf und Bauch ein eher schwammiges lalala-Europacup-Eintracht-dirridum- huch- geht die Bundesliga echt schon wieder los-Gefühl  hatte und null angespannt war - das ist spätestens jetzt vorbei: Es fängt heftig an zu kribbeln. Erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass die Erstrundenspiele im DFB-Pokal alle eine Minute später angepfiffen werden. 1

Kleines Fußball-ABC. Heute "S" wie "Starspieler*in"

Starspieler, der , gelegentlich auch: Starspielerin, die , pl. (selten): Starspieler bzw. Starspielerinnen, die . Starspieler*innen sind Spieler, die sich aufgrund ihrer Erfahrung oder ihrer Leistung einen  Status erarbeitet haben, der sie aus dem Kontext der anderen Fußballer*innen heraushebt. Dieser Status spiegelt sich dann häufig auch in der öffentlichen und gesellschaftlichen Wahrnehmung wieder.  Verwandte Begriffe sind:  → Starstürmer*in oder → Startorwart*in , die sich vom → Starspieler/ der Starspielerin insofern unterscheiden als sie noch an ihre Funktion im Spiel gekoppelt  sind, während der → Starspieler unabhängig von  den Niederungen des fußballerischen Alltags gedacht werden kann und auch dann ein Star ist und bleibt. Das Attribut des Starstürmers oder Startorwarts ist demnach die Vorstufe des Starspielers. Der Begriff → Starspieler*in ersetzt im Fortgang der Starspieler-Karriere gewissermaßen die Berufsbezeichnung und kann nach Beendigung der fußballerischen Karri

Europa-Pokal-Sieger-Sommer-Schnipsel (5): Immer kühlen Kopf bewahren!

Echt jetzt: Sky heißt seit neuestem Wow. WOW? Tatsächlich: Wow. Wie peinlich ist das denn. Nützt aber nix, die Champions League überträgt jetzt trotzdem... ja, wer eigentlich? DAZN? Die sind doch jetzt so schweineteuer. Und Amazon Prime. Aha. Und was kommt nochmal bei TV now? Euro League, ha, Euro League. Brauchen wir nicht. Zumindest nicht solange die CL  Gruppenphase läuft. Bei (ähem) Wow gibt es jetzt also nur noch die Bundesliga-Samstagsspiele. Und den DFB Pokal. Und zum Beispiel das Testspiel der Eintracht beim Linzer ASK, der - ich erfahre es direkt am Anfang der Übertragung - in Österreich nur "der LASK" genannt wird. Spätestens mit Beginn der zweiten Hälfte bin ich soweit, dass ich beinahe in den Tisch beiße, wahlweise mit dem Kopf auf den Tisch dotze, wenn der Reporter noch ein einziges Mal den Angriff "des LASK" beschreibt und "dem LASK" eine ordentliche Leistung bescheinigt. Bämm bämm. Und dann, mit Beginn der zweiten Hälfte, sehe ich ihn zum er

Europapokal-Sieger-Sommer-Schnipsel (4): Wahr oder unwahr?

Trainingsauftakt für die Saison 2022/23 und erste Pressekonferenz. Ein gut gelaunter Oli Glasner freut sich auf das, was kommt, will immer besser werden und dann sehen, was geht.  Zwei Topspiele zum Auftakt? Glasner korrigiert auf drei, und will auch das Pokalerstrundenspiel in Magdeburg als großes Spiel verstanden wissen. Gut so. Allerdings ist ein 30 Mann starker Kader noch zu groß, da wird sich bis Ende August noch ein bisschen was tun. Und ich grüble, warum beim 11 gegen 11 acht Spieler zuschauen müssen. Was macht der neunte? Lucas Alario verzichtet auf das Trikot mit der 13 und hat  damit gleich schon mal einen dicken ersten Pluspunkt bei mir gesammelt.  Im Stadtwald stehen die Zeichen auf Anfang, während in Klagenfurt gerade der diesjährige Ingeborg Bachmann-Preis zuende gegangen ist. Der Preis ging an die Österreicherin Ana Mawar mit ihrem Roman "Wechselkröte". Gemeinsamer Nenner vieler Wettbewerbsbeiträge war - laut Bericht in der TAZ -  ein Moment der Hyperrealität.

Europapokalsiegersommerschnipsel (3): Neue Helden gesucht!

Und dann war er gestern da, der Moment, an dem der Supermario-Transfer in der Eintracht-Welt zumindest für ein paar Stunden komplett in den Hintergrund gedrängt wurde. Der Klick auf die Eintracht-Homepage war für mich ein echter Schockmoment - schwarzer Hintergrund, großes Hinti-Foto. Hilfe! Sah auf den ersten Blick aus wie ein Nachruf, und der war es dann ja auch, wenn auch zum Glück ein Nachruf der anderen Art. Trotzdem bin ich auch heute noch echt fassungslos, welche Entwicklung die Ereignisse der vergangenen Wochen genommen haben. Alles, was ich lese, sehe, höre verstärkt diesen Schock. Mutmaßungen, Erklärungen, Widersprüche, Hasskommentare, Solidaritätsbekundungen. Als ich mir das Hinteregger-Abschluss-Interview mit Eintracht TV anschaue, schießen Gedanken und Assoziationen durch meinen Kopf, bei denen es mir kalt den Rücken herunterläuft.  Auch das obligatorische "Danke, Hinti" auf Instagram darf nicht fehlen. Ok, stopp it. Gehen wir davon aus, dass das, was und wie jet