Heute also Mainz. Und bei allem Derby-Gedöns hin oder her, beißt die Maus keinen Faden ab: Für einen Adler, der – wie ich – in Mainz lebt, hat dieses Spiel eine gewisse Bedeutung. Man kann mit Fug und Recht behaupten: Wir mögen uns nicht (die bilaterale freundschaftliche Verbundenheit zu einzelnen 05ern tut dem keinen Abbruch). Wir sind alles das, was sie nicht sind: Böse, aggro, arrogant, laut, wild, chaotisch – und wir sind sogar noch stolz darauf. Ein Eintrachtler in Frankfurt? Das empfinden die Mainzer weniger als Provokation, eher schon als Unverschämtheit: Wie kann man nur? Freiwillig? Wenn die Schiffe aus Frankfurt beim Auswärtsspiel am Rheinufer anlegen, bringen Mainzer Mütter ihre Kinder in Sicherheit, putzig mit 05er-Halstuch dekorierte Hunde verkriechen sich mit gesträubtem Fell hinter dem nächsten Busch und warten bis das Unwetter vorübergezogen ist. Aber darüber habe ich in den vergangenen Jahren schon oft genug geschrieben – z.B. hier - und nichts ...
Life and life only. Leben. Literatur. Und Eintracht Frankfurt.