Charles Dickens ist einer meiner Lieblingsschriftsteller und immer, wenn ich traurig bin, dass ich schon (fast) alle Dickens-Romane gelesen habe, tröste ich mich damit, dass ich den ein oder anderen alle paar Jahre einfach noch einmal lese. David Copperfield zum Beispiel. Bleak House. Oliver Twist. Oder den Raritätenladen. Bei keinem anderen Autor sind die Helden so gut, die Frauenfiguren so lieblich, die Elenden so elend, die Weltverbesserer so bigott und ekelhaft und die Bösewichte so abgrundtief böse wie bei Dickens. Uriah Heep. Scrooge. Fagin. Brrrrr. Gefühle. Jammer. Schicksal. Tränen. Glück. Nur nicht zu zart mit dem Pinsel tupfen, sondern dick Farbe auftragen. „Mr. Popular Sentiment“ wurde Dickens deshalb von seinem (von mir ebenfalls sehr geschätzter) Kollegen Anthony Trollope genannt. Dabei darf man nicht vergessen, dass Dickens zwar ein grandioser Fabulator und Geschichtenerzähler ist, darüber hinaus aber ein überaus genauer Beobachter ...
Life and life only. Leben. Literatur. Und Eintracht Frankfurt.