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Posts mit dem Label "VFL Bochum" werden angezeigt.

So oder so (nach dem Spiel gegen den VfL Bochum)

  "Völlig unerwartet bekam am Mittwoch gegen 18.3o Uhr eine 48-jährige, die mit ihrem 21-jährigen Sohn auf einer Bank im Einkaufszentrum am Brand saß, eine Flasche Parfüm an den Kopf geworfen." (Notiz aus der Mainzer Allgemeinen Zeitung von Samstag, 8.10.) Ganz wie erwartet und innerlich gut vorbereitet traf Kerstin D. am Samstag gegen 17.15 Uhr als sie  mit ihrem 12-jährigen Kater auf einem Stuhl vor dem Laptop saß,  die 3:0-Niederlage des Champions League-Teilnehmers Eintracht Frankfurt beim bisher sieglosen Tabellenletzten VfL Bochum. (Eigene Recherche) 

Macht es!

Heute also: Finale. Ex-Trainer, potenzielle Abgänge?  Was kümmert uns das heute, den Pokal wollen wir holen. Die Sonne scheint, die Adlerkarawane rollt, tausende sind schon in Berlin angekommen. insgesamt 61.375 Adler haben ihr Kommen angesagt.  Hype um Harry und Meghan in Windsor? Nix gegen das, was in Berlin abgeht. Die Bühne auf dem Breitscheidplatz steht bereit. Der Alex Meier Platz bebt und die Bahnhöfe, S-Bahnen und Straßen der Stadt sind fest in rotundschwarzer Hand. Intensive Recherchen haben ergeben, dass die Stimmung vor Ort phänomenal ist, die geplante Choreo alles bisher Dagewesene toppen wird und die Chancen auf den fünften Pokalsieg minütlich steigen. Berlin. 8 Uhr 15. Mannschaftshotel. Das Team des künftigen Pokalsiegers nimmt gerade ein leichtes, aber kräftigendes Frühstück zu sich -

So oder so

„Was für ein geiles Tor, aber…“  So lassen sich die im Internet überlieferten Reaktionen auf den Sieg der Frankfurter Eintracht in Hamburg zusammenfassen. Die Freude über den Sieg war nicht so groß wie man vielleicht vermuten könnte, ja müsste. Stattdessen wird vielerorts beklagt, dass das Spiel der Mannschaft insgesamt wenig ansehnlich und durch eine zu hohe Anzahl von Fehlpässen geprägt, dass nach wie vor kein System erkennbar und das Spiel von eher rumpelfußballartiger Struktur sei. Miesmacher? Dauernörgler? Stopp –  nicht so vorschnell mit dem Urteil. Dies alles hat nämlich seinen Grund – es liegt an dem Internetz.   Das lässt sich ganz einfach beweisen. Wie zum Beispiel hätten sich die Internet-Kommentare angehört bei Spielen in der Vor-Internet-Zeit, wenn es das Netz  mit seinen Foren und Blogs, Threads und Ritualen denn damals schon gegeben hätte? Wie bei Spielen, die heute zum festen Mythen- und Legendenbestand der Eintracht gehören? Na, wie wohl? ...

Spieler der Stunde: 10 x Meier - Ein Streiflicht auf die Saison 2011/12

Die letzte! Zweitligasaison der Eintracht neigt sich ihrem erfolgreichen Ende entgegen. Sie hat viele Geschichten geschrieben, die aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt werden können.  In der Reihe der Spieler, die diese Saison für die Eintracht mitgeprägt haben, steht Alex Meier sicher ganz vorne.  Die Spieltage, an denen wir Alex Meier zum Spieler der Stunde gewählt haben, sind Streiflichte auf den Saisonverlauf der Eintracht, auf die Rolle von Alex Meier – und darüber, wie beides miteinander zusammenhängt. 1.Spieltag: Spielvereinigung Greuther Fürth – Eintracht Frankfurt 2:3  Freitag, 15.07. 2011, 20 Uhr 30 Alex Meier, der von Beginn an zeigt, worauf es ankommt Kaum ist der Abstieg verdaut, geht es – während die erste Liga erst drei Wochen später einsteigen wird - in der zweiten Liga weiter. Keine Zeit Wunden zu lecken, weiter, weiter. Die Eintracht bestreitet am Freitagabend das Auftaktspiel gegen Greuther Fürth und sie startet so, dass es eine...

Spieler der Stunde: Meier, mein Meier

Er hat es wieder getan – und ihr habt ihn wieder gewählt. Meier spielt, Meier trifft jetzt schon zum 16. Mal. Und er bekommt dafür die Anerkennung, die er verdient. 26  und damit 45% aller Stimmen für ihn. Yeah. Alex Meier ist  sage und schreibe zum achten Mal in dieser Saison  zum Spieler der Stunde gewählt worden. Wir haben jetzt – momentemalmomentemal – den 28. Spieltag, heißt: an jedem dritteinhalbsten Spieltag lag Meier vorn. Und mit was: Mit Recht. Grund für den diesmaligen Sieg war ein zwar nicht überragendes, aber wiederum feines Spiel, aber vor allem war es „es“ – dieses wunderbare, großartige, überwältigend geniale Woooow-Tor, das Alex Meier in der 32. Minute im Spiel gegen Bochum erzielt hat. Zweite Liga. Den Aufstieg vor Augen. Immer konzentriert bleiben. Schritt für Schritt. Und dann – von einem Moment auf den anderen war es, als seien wir ins Fußballparadies versetzt worden. Jubel? Ja, klar. Aber vor allem auch: Offene Münder. Weit aufgerissen Augen. ...

Durch die Nacht mit Attila

Freitag Abend. 10 vor 9. Ich sitze im Auto, bin auf der Heimfahrt aus dem Waldstadion. Bin allein – meine Mit-Adler haben es heute nicht mit ins Stadion geschafft. Grade fängt es an zu nieseln, die Straße glänzt nass. Schrumm, schrumm, macht der Scheibenwischer. Flogging Molly und Lucinda Williams singen von den Factory Girls und dem „Whiskey on Sunday“. Und ich fahre so vor mich hin, froh, matt, ein bisschen hungrig, fast ein bisschen unwirklich rolle ich über die Autobahn. Freu mich aufs Heimkommen, so viel zu erzählen. Das Herz hüpft, ebenso wie die Gedankenfetzen, die durch meinen Kopf wirbeln. Ganz vorne. Wir. Yep.Yep. War das schon der Aufstieg? Wer soll uns in dieser Form schlagen? So überlegen. Was für ein Tor, was für ein Tor. Wenn die Fürther jetzt auch noch morgen in Aue…? Hihi. Der kleine strahlende Paul fällt mir ein, der allen DK-Nachbarn zum Abschied die Hand geschüttelt und frohe Ostern gewünscht hat. Ostern. Stimmt - is ja auch schon nächste Woche. Radieschen. K...

28 (von 34)

Heute vor 100 Jahren ist Karl May in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Was das mit der Eintracht zu tun hat? Wollen doch mal sehen, da wird sich doch was finden lassen: Wie die Eintracht hat Karl May jede Menge schlechte Zeiten hinter sich gebracht und sich trotzdem nicht unterkriegen lassen. Je schlimmer die Situation, desto größer war seine Klappe. Mit viel Phantasie hat er sich etwas ausgedacht, dass es zwar nie gegeben hat, aber trotzdem alle für bare Münze genommen haben. Wie die Eintracht hat er vielen Menschen viel Freude gemacht.Auch Winnetou und Old Shatterhand  sind einander höchst einträchtlich verbunden - nur schade: Das einzige, was sie nicht können, ist Fußball spielen. Um 18 Uhr heute Abend spielt die Eintracht gegen den VFL Bochum. Die Karten scheinen klar verteilt. Die Eintracht hat einen Lauf, einen wunderbaren Auswärtserfolg in Berlin im Rücken, steht auf dem zweiten Tabellenplatz – ready for take-off – und will und wird heute nichts anbrennen lassen. De...

21 (von 34)

Es ist auch heute immer noch schweinekalt, Schnee rieselt – aber der klirrendkalte Ring, der sich in den letzten Wochen um die Welt gespannt hatte, hat sich gelöst und gestern lag tagsüber zwischendurch fast so etwas wie eine zarte Ahnung von Frühling in der Luft. Die Vögel zwitscherten und Katerle und Kazz waren zum ersten Mal seit Tagen wieder auf einem längeren Streifzug im Freien. Nachmittags lag das Kätzchen wohlig und müde auf einem Sonnenfleck im Wohnzimmer, räkelte sich, streckte alle viere in die Luft und blinzelte schläfrig in die Sonne. „Fehlt nur noch die Sonnenbrille,“ meinte mein Mit-Adler. Irgendetwas fehlt ja immer. Zum Beispiel bei Hertha in Berlin ein Trainer - entgegen anders lauternder Nachrichten allerdings nicht erst seit gestern. Gut für Hertha, dass sie es gerade noch rechtzeitig gemerkt haben. Schade für uns, da wir jetzt leider nicht zu hören bekommen, wie Michael Skibbe unverdrossen auch den wahrscheinlichen Absturz der Hertha als Selbstbestätigung und N...

Occupy Tabellenspitze

Manchmal ist es so, dass einem ein Tag, ein Abend, nicht wie der Ablauf eines chronolgischen Geschehens im Gedächtnis bleibt, sondern wie eine folge hingetupfter Bilder. Der Freitag abend zum Beispiel: Die Woche war zäh und anstrengend. Viel zu tun, keine rechte Inspiration. Alles gut. Alles nicht gut. Irgendwie hing eine Schlechte-Laune-Wolke über meinem Kopf und wollte sich nicht vertreiben lassen. Dann der Freitagnachmittag. Büro zu, PC aus. Hallo Welt! Kurz vor 6, gleich Anpfiff in Bochum. Die Sonne steht tief hinter den Bäumen. Schattenspiele. Es wird kalt. Der Eintracht-Schal wärmt. Außerdem haben wir draußen, an der Feuerstelle im Garten, ein Feuer gemacht. Entzündet. Der Fernseher läuft, das Spiel beginnt später. Der Sky-Reporter überbrückt die Zeit durch ein Gespräch mit Uwe Leifeld. Leifeld? Stimmt, der stand damals, 1988, im Pokalendspiel, in der Mannschaft der Bochumer. Er spricht über Bochum, und man meint, dass er gleich zu weinen anfangen müsste, so echt, so authenti...

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Heute also. 18 Uhr. Anpfiff im - so called - "Rewirpower"-Stadion. VFL Bochum gegen Eintracht Frankfurt. Bei uns fehlt Gekas, macht aber nix, denn der hat zwar eine „bestimmte Qualität“, aber wir haben ja kurz vor Transferschluss „unheimlich gute Qualität“ eingekauft, deswegen  also auch jede Menge „Qualität auf der Bank“. Zudem haben wir jetzt auch noch hinten (Bamba, Schildenfeld. Oder Bell?) „Qualität und Stabilität“ entwickelt, und nach vorne ist unsere "Qualität sowieso überragend". Hey, im Ernst: Wir stehen auf Platz 2, wir sind ungeschlagen, wir können Fußball spielen. Wir haben Meier, Schwegler, Rode. Jung. Köhler. Hoffer. Djakpa. Mo. Oka. Und falls nicht noch einer krank wird, verschlafen hat oder aus sonstigem Grund kurzfristig ausfällt, fahren exakt 2.347 Fans nach Bochum, sind schon unterwegs, weitere 20.531.707 verfolgen das Spiel vor dem Fernseher, die Sonne scheint – hey, hey, hey - das wird. Und da sitze ich jetzt also recht albern mit meinem Eintr...

Eintracht-Schnipsel (24.Oktober bis 4.November 2009)

Samstag, 24. 10. Goldiger Herbst im ...ähem... goldigen Meenz. In der Innenstadt tummeln sich Trüppchen von Freiburgern, die sich die Zeit bis zum Spiel am Bruchweg vertreiben. Freudig aufblitzendes Erkennen, wenn sie den rotundschwarzen Schal um meinen Hals erspähen; Erstaunen, wenn sie merken, dass sie es statt mit einem Gleichgesinnten mit einem Adler zu tun haben. Freiburg. Pah. Auch wenn ich ihnen heute natürlich nur das Beste wünsche. Nachmittags verliert die Eintracht mit 2:1 bei den Bayern. Van Buyten trifft in der 88. Minute. Eigentlich hätten wir einen Punkt mitnehmen können. Müssen. Sollen. Haben wir aber nicht. Der FC Sheffield ist der älteste Fußballverein der Welt und wird heute 150 Jahre alt. Die goldenen Zeiten der „Ancients“ sind allerdings schon eine Weile vorbei – derzeit belegen sie den zweiten Platz in der Northern Premiere League Division 1 South, das ist die 8. Englische Liga. Die Sheffield Rules waren die ersten offiziellen Fußball-Regularien. Heute rulen andere...

Kann man mit einem Fahrrad eine Tanne hinauffahren?

Wahrscheinlich nicht. Aber wenn man sich vorstellen kann, dass man es können könnte, ist das viel wert. Dann begreift man nämlich, gleichgültig ob man noch "klein" oder schon "groß" ist , dass viele Dinge möglich sind, bei denen man nicht mal auf den Gedanken gekommen wäre, sie sich vorzustellen. Man kann sich z.B. zusammen mit einem Wolfsjungen in einem Schlafsack einkuscheln, so dass die Nase des Wolfsjungen in der eigenen Armbeuge steckt. Man kann ein Gespräch mit einem Bären in seiner Höhle führen, auch wenn einem dabei die Beine ein wenig zittern. Oder eine dunkle, dunkle Nacht in Regen und Kälte überstehen, weil man weiß, dass es einen nächsten Morgen und einen Plan gibt. Man kann sogar einen unvernünftigen Großvater aus höchster Not retten und nebenbei zwei grässliche Wolfsmörder verjagen. Und wenn man eine Fußballmannschaft ist – ja, dann kann man vielleicht sogar auch nach einer überaus deprimierenden Woche an einem verregneten, arschkalten Novembersonntag ...