Dienstagabend, zehn vor 9, Waldstadion. Halbzeitpause. Ich gehe kurz nach draußen. Durchschnaufen. Schwarze, schwarze Nacht, leuchtendes Stadionrund. Es nieselt. Ich gehe ein paar Schritte, stelle mich ein wenig abseits, blicke auf den Wald und auf die Rücken eiiniger pinkelnder Männer. Fühle mich sehr sanft und ein klitzekleines bisschen weh. Nein, nicht traurig. Warum auch? Die Eintracht spielt gut, gegen einen sehr starken deutschen Meister. In der Reihe vor uns hat mit unerwarteter Schnelligkeit schon wieder das gewohnte Geknodder eingesetzt ( „Der Japaner macht nix nach hinne und verliert die Bäll vorne. Wie der Funkel gesagt hat.“ „Den muss der Trapp doch habbe.“ ). Unsere Halbzeitanalyse aber ist sehr positiv ausgefallen: Wenn der Schuss von Inui, gleich nach ein paar Minuten nicht knapp links am Tor vorbeigezischt wäre, hätte das Spiel noch ganz anders laufen können. Die Dortmunder stehen sehr hoch, sehr eng, lassen uns kaum Raum. Sind aggressiv, druckvoll, ...
Life and life only. Leben. Literatur. Und Eintracht Frankfurt.