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Posts mit dem Label "Zweite Liga" werden angezeigt.

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Heute also. 18 Uhr. Anpfiff im - so called - "Rewirpower"-Stadion. VFL Bochum gegen Eintracht Frankfurt. Bei uns fehlt Gekas, macht aber nix, denn der hat zwar eine „bestimmte Qualität“, aber wir haben ja kurz vor Transferschluss „unheimlich gute Qualität“ eingekauft, deswegen  also auch jede Menge „Qualität auf der Bank“. Zudem haben wir jetzt auch noch hinten (Bamba, Schildenfeld. Oder Bell?) „Qualität und Stabilität“ entwickelt, und nach vorne ist unsere "Qualität sowieso überragend". Hey, im Ernst: Wir stehen auf Platz 2, wir sind ungeschlagen, wir können Fußball spielen. Wir haben Meier, Schwegler, Rode. Jung. Köhler. Hoffer. Djakpa. Mo. Oka. Und falls nicht noch einer krank wird, verschlafen hat oder aus sonstigem Grund kurzfristig ausfällt, fahren exakt 2.347 Fans nach Bochum, sind schon unterwegs, weitere 20.531.707 verfolgen das Spiel vor dem Fernseher, die Sonne scheint – hey, hey, hey - das wird. Und da sitze ich jetzt also recht albern mit meinem Eintr...

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Qualität ist wichtig. Kompetenz auch. Lernkompetenz. Sozialkompetenz. Methodenkompetenz. Problemlöse-kompetenz. Harald Schmidt hat  z.B. die Insolvenzkompetenz . Philipp Lahm, Alice Schwarzer und Thomas Anders haben die „Ich schreibe meine Autobiografie“-Kompetenz (na ja, mehr oder weniger). Und was hat die Eintracht? Zweitliga-Kompetenz? Mmh. Ok. Vorübergehend, aber dauerhaft wollen wir uns damit ja ganz sicher nicht einrichten. Und damit wir diese Zweitliga-Geschichte ganz schnell wieder abhaken können, hat die Eintracht noch etwas mehr. Etwas ganz Erstaunliches, ihr werdet es kaum glauben, aber es ist wirklich wahr: Sie hat die Heimspiel-Sieg-Kompetenz . Echt. Ab heute. Trust me. Hiermit erteile ich ausdrücklich die Lizenz zum Siegen. Heimsieg! Jetzt! Und sonst gar nichts!

Wem ist die Eintracht?

Wenn es sonst keiner machen will, dann mache ich es. Fällt mir einigermaßen leicht, da ich mich eintracht-mäßig im Moment anscheinend ohnehin in einem Paralleluniversum bewege. Macht nichts, ist nicht das erste Mal, dass ich mich als Eintrachtler allein fühle. Gestern vor dem Anpfiff  bei der "Pregame-Show" sah ich im Fernsehen im Hintergrund des Sprechers Kinder in rotgelben Lauzi-Kostümen zu Abba-Musik herumhüpfen. Ganz schön mutig, dachte ich, Waterloo schon  vor dem Spiel. Mein Waterloo oder sagen wir: meine Waterloos mit der Eintracht habe ich - wie viele von uns - schon hinter mir. Damals 1992. Damals in der Saison 2008/09 als Friedhelm Funkel und Alex Meier von den Rängen angerotzt und bespuckt worden sind. Damals, also gestern, in der Rückrunde der letzten Saison, in der ein lustloser Sauhaufen und eine desorientierte Führungsmannschaft mich im Stich gelassen  und mir meine Eintracht weggenommen haben. Ich musste fassungslos und fast bis zum letzten Momen...

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Ok. Genug genölt, gejammert, gehadert, gewütet, gekrittelt, befürchtet, belächelt und analysiert für diese Woche. Mene- mene –Tekel. Überall. Kann gut sein, dass uns nächste Woche der Himmel auf den Kopf fällt Aber jetzt ist Sonne, Wochenende und: Es ist Derby. Und was die Derbys gegen die Oxxenbächer bisher immer nur ansatzweise geschafft haben, ist jetzt bei mir passiert: Ich bin im Derbyfieber. Ja, ja – ganz so heftig wie vor fünfzig, sechzig, siebzig, achtzig Jahren  wird es morgen im Waldstadion nicht zu gehen. Alles ist furchtbar harmonisch. Fahnen flattern einträchtlich im Wind. Langweilig. Langweilig??

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Noch noch vier Stunden bis zum Anpfiff, in knapp zwei Stunden wollen wir los Richtung Waldstadion. Wusel. Hektik. Renn. Der Adrenalinpegel steigt. Dies muss muss noch fertig werden, das auch. Noch ein Mail. Ein Telefonat. Ein Text. Und zwischendurch immer mal wieder reinzgezappt in die aktuellen Eintracht-News. Heißt Bamba Anderson Bamba weil alle guten Fußballer in Brasilien Bambabamba genannt werden oder weil ihm bei seinem ersten Elfmeter die Knie schlotterten? Das war bisher noch nicht ganz eindeutig geklärt – seit dem heutigen Interview in der Frankfurter Rundschau wissen wir jetzt definitiv: Namensgebend waren die schlotternden Knie, die auf Portugiesisch „pena bamba“ heißen.

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Vor dem Spiel in Braunschweig rotundschwarz Zusammengeschnipseltes Mittwoch, 3. August Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht, dass die Eintracht an einer Verpflichtung von Aristid Bancé interessiert ist. Argmpffff. Ein Aufschrei geht durch die Fangemeinde. Zum Nachmittagstraining wird Bancé – bereits im Eintracht Trainingstrikot – am Waldstadion gesichtet, ein Foto liefert den Beleg. Ach du Shice. Eine Fotomontage? Eine Sinnestäuschung? Heute wissen wir: Er war es tatsächlich. Facebook-Initiativen, Unterschriftensammlungen. Wär doch alles gar nicht nötig gewesen. Entwarnung. Alles ganz anders. Der Mann wollte einfach nur spie...ähem: laufen. Und ich fürchte: Den Biergeruch, den bekommt er in Frankfurt jetzt garantiert nicht mehr los. Hier das Original der Bierdeckel Revival-Edition*, das mir unter der Hand zugespielt wurde: *Kann bei Interesse jederzeit gerne dem Eintracht-Museum als Exponat zur Verfügung gestellt werden.

Immer wieder, immer wieder, immer wieder SGE...

In der vergangenen Woche ist das letzte Space Shuttle der Amerikaner ins Weltall gestartet und am Samstag wurde in den Nachrichten darüber berichtet, wie die Kapsel an der ISS-Station andockte. Im Bild war zu sehen, wie die Astronauten nach und nach in die Raumstation schwebten - lachend, erstaunt, ein wenig verblüfft darüber, dass sie da sind, wo sie sind - und die Stimme aus dem Off kommentierte: „Es ist die letzte Mission dieser Art. Sie bringen Material und Vorräte um die Kollegen in der Raumstation für ein Jahr zu versorgen, danach ist Schluss.“ Und ich dachte: Was wird aus ihnen nach diesem Jahr? Verdammt auf immer und ewig durchs All zu kreisen? Lost in zweite Liga. Wie im Flug sind die letzten Wochen vergangen und trotzdem ist vieles von dem, was passiert ist, schon so weit weg als seien es Jahre und keine Wochen. Diese unfassliche, hilflose Bankrotterklärung am Mainzer Bruchweg. Dieses schreckliche, niederschmetternde Spiel gegen den 1. FC Köln. Rauch. Trümmer. Sirenen. In ...