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2 von 5: Mainz

Von Spiel zu Spiel denken. Ein Satz irgendwo zwischen Plattitüde und tiefsinniger Wahrheit - wie fast jede Fußballerweisheit. War die Momentaufnahme nach dem Spiel in Leverkusen fast schon aussichtslos, sieht die Sache heute vor dem Spiel gegen Mainz wieder etwas freundlicher aus. Das Kaleidoskop ist durchgeschüttelt und zeigt ein neues Bild.  Im Leben hätte ich nicht zu hoffen gewagt, dass Bremen tatsächlich beim HSV verliert. Überhaupt nicht mehr auf der Abstiegskampf-Rechnung hatte ich den VFB Stuttgart - und doch stecken sie jetzt mitten drin. Nie im Leben hätte ich erwartet, dass Darmstadt in Köln verliert. 36, vielleicht sogar 37 Punkte wird man in dieser Saison am Ende brauchen, um sicher auf einem Nicht-Abstiegsplatz zu landen. Oder reichen doch 35? Egal, denn: Von Spiel zu Spiel denken. Heute. Mainz. So viel habe ich in den letzen Jahren vor und nach den Spielen über Mainz und über die 05er geschrieben. Nun ja, als Eintrachtler in Mainz kann man viele Geschichten erzähl...

Bumm und Basta

Wahrlich keine richtig guten Tage für Eintrachtler. Schon befinden wir uns - Hilfe! - in der Phase, in der Hohn und Spott in Mitleid umschlagen. Bekannte und Freunde, die mit der Eintracht nichts am Hut haben (doch, so was gibt es - böse Zungen behaupten: es werden immer mehr) und die sonst gerne ein lockeres Witzchen über Frankfurt und überhaupt auf den Lippen haben, sind längst im Mitleidsmodus angekommen und behandeln mich wie eine Kranke: "Oje...was ist denn da bei euch los?...wie geht's dir denn?" Oder: "Ein schönes Wochenende kann ich Ihnen ja nicht wünschen..." (Kunde, gestern Nachmittag am Telefon). Tatsächlich bin ich in der vergangenen Woche einmal mehr durch alle denkbaren Eintracht-Täler gegangen - Wut, Enttäuschung, rationale Analyse, Melancholie, leise Hoffnung, Apathie, Resignation, Sarkasmus. Jetzt, am Ende der Woche direkt vor dem Spiel gegen Ingolstadt überwiegt vor allem eins; Das Kämpferische, ich kann nicht anders. Den Tag, an dem ich in...