Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Patrick Helmes" werden angezeigt.

Das Alternativ-Los

Alternativen sind wichtig, auch und ganz besonders im Fußball.  Deshalb ist die Eintracht  während der Transferperiodem  immer auf der Suche nach Alternativen - auch in diesem Winter, obwohl wir bereits vor der Saison eine Reihe äußerst vielseitiger Spieler verpflichtet haben, die „auf mehreren Positionen eine Alternative sein können.“    Dass wir jetzt  nach Alternativen für die Alternativen suchen ist folgerichtig. Denn:  Wir holen immer nur Spieler, die uns verstärken, weiterbringen und echte Alternativen sind. In den vergangenen Jahren haben wir dementsprechend  viele Alternativen geholt, nichtsdestotrotz sind wir trotzdem häufig alternativlos, was – wie ich vermute – kein Widerspruch ist, sondern schlicht und einfach in der Natur der Alternative liegt. Das ist die Alternative sich schuldig, schließlich ist „alternativlos“  im Jahr 2010 nicht umsonst zum „Unwort des Jahres“  gekürt worden

Seat-Filler

Heute ist der 29. Februar. Den gibt es – wie jeder weiß - nur alle vier Jahre und er ist dazu da, um die „Differenz zwischen einem planmßigen Kalenderjahr und dem Sonnenjahr auszugleichen“. Der Tag schließt also eine Lücke. In der Nacht vom Sonntag auf Montag sind in Los Angeles - kurz L.A (wie wir als globale Weltbürger gerne sagen) – die diesjährigen Oscars verliehen worden. Seit dem weiß ich, dass es so etwas gibt, wie den Job des „Seat Fillers“, die den gleichen Zweck erfüllen wie der 29. Februar: Sie sind Platzhalter und füllen Lücken. Es gibt zwei Arten von Seat-Fillern: Die einen kommen dann zum Einsatz, wenn ein furchtbar wichtiges Event so furchtbar wichtig ist, dass es ausverkauft sein sollte, es aber nicht ist – dort befüllen sie dann also die leeren Plätze und sorgen dafür, dass voll ist, was voll zu sein hat. Oder sie sind so etwas wie „Seat-Hopper“ und haben die Aufgabe, während eines Events kurzfristig mal hier und mal da Platz zu nehmen, wenn der Eigentlich-Dort-...

Mobiler Self-Service

Heute morgen ist die Mannschaft der Eintracht aus dem Trainingslager zurückgekehrt und  in Frankfurt gelandet -   hoffentlich nur, um bald wieder mit uns zusammen abzuheben. Bei der letzten Trainingseinheit am Dienstagnachmittag in Katar  hat Armin Veh sich auf die Tribüne zurückgezogen und die Trainingsgestaltung der Mannschaft bzw. drei Mannschaftsdelegierten überlassen. Das „Train yourself“ war – davon gehe ich zuversichtlich aus - eine Fun- und Teambuildingaktion und nicht etwa eine ernsthafte Alternative für künftige Trainingseinheiten, obwohl man schon ins Grübeln kommen kann - self service liegt ja überall und in allen Bereichen im Trend und endet nicht selten in einer telefonischen Endlosschleife. „Wenn Sie weitere Fragen haben, drücken Sie bitte die 1.“ Eine putzige, und immer weiter verbreitete Sache ist auch der „Self Check out“. Als ich diesen Begriff vor noch nicht allzu langer Zeit zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich, er hängt mit dem für das Jah...

Welcher Winterpausen-Typ bist du?

Nur noch einen Tag Trainingslager in Doha, noch knapp zwei Wochen bis zum – so called – „Restrundenstart“. Es wird Zeit, dass es endlich wieder losgeht – sonst besteht die Gefahr, dass wir nicht nur – wie derzeit - in der Wüste trainieren, sondern das noch notwendige dazu beitragen, uns in den nächsten Wochen selbst dauerhaft in selbige zu schicken. Wie sehr die Winterpause an den Nerven und der persönlichen Befindlichkeit zehrt, hängt vom Typ ab. Immer noch locker drauf? Voller Optimismus und Tatendrang? Hibbelig? Oder genervt, pessimistisch, ängstlich? Hier kannst jeder einiges über sich herausfinden, indem er seinen ganz persönlichen rot und schwarzen  Euphorie-Laktattest macht. Sei kein Caio – mach mit! Einfach die für dich am ehesten zutreffenden Antworten ankreuzen und dann die abcd-s zusammenzählen. Die Auswertung gibt es dann am Ende des Testes!

Im Grunde genommen

Heute morgen, als ich mich durch die aktuellen Eintracht-Infos gezappt habe, ist mein Euphorie-Pegel von Null auf Hundert nach oben geschossen– und zwar aus dem Off. „Pessimisten meinen: Derzeit ist das Team wohl nur bedingt aufstiegsreif.“ So war da zu lesen. Immerhin: Kein Zitat eines Eintracht-Verantwortlichen, aber eine Zeile aus dem vor-Ort-Bericht von Thomas Kilchenstein. So ist also der Stand der Dinge: „ Vor allem die Besetzung des Angriffs bereitet dem (Armin Veh) noch erhebliches Kopfzerbrechen.“ "Die Not im Sturm ist groß." Flashback. August 2011 Ihr erinnert euch? Da war die Rede davon, dass ein weiterer Stoßstürmer unabdingbar ist, um den direkten Wiederaufstieg zu verwirklichen.. Und als dann nicht einer, sondern gleich zwei kamen, da hatten wir ihn dann ja auch – zumindest kurzzeitig - den stärksten Kader der Liga. Fast unschlagbar. „Praktisch konkurrenzlos.“   Man bedenke: Idrissou UND Friend? „So einen Sturm hat es in Liga 2 noch nicht g...

Henne oder Ei(er)?

Das letzte Wochenende habe ich auf dem Land verbracht, auf der schwäbischen Alb. Ich habe Spätzle gegessen und glückliche über Berg und Tal laufende Hühner gefüttert. Zwischenzeitlich war ich mir fast sicher, dass ich das Geheimnis von Henne und Ei gelüftet hätte. Um die Hühner zum – im Winter ohnehin spärlichen – Eier legen zu animieren, wird im Hühnernest ein Kalkei hinterlegt. Wo schon ein Ei ist, da legt das Huhn sein Ei dazu – und so könnte man also vermuten, dass vielleicht doch erst das Ei und dann die Henne...obwohl…mmh… Es ist jetzt fast eine Woche her, dass unser Trainer sich über die mangelnde Begeisterung im Eintracht-Umfeld beklagt und mehr Euphorie eingefordert hat. Er hat dafür allerlei Spott, teilweise auch gelinde Empörung geerntet, trotzdem blieb der – für Vehsche Verhältnisse fast leidenschaftliche – Appell nicht unerhört. Irgendwie waren wir wohl alle erleichtert, dass da zumindest eine Art von Signal ausgesendet wurde - und irgendwie, auf eine ziemlich Eintrac...

Das Wüstencamp

Fassen wir nochmal kurz zusammen:Am Samstag ist die Eintracht in ihr von langer Hand geplantes Wüstentrainingslager aufgebrochen. Die Trainingsmaterialien blieben leider im Zoll hängen, der Trainingsauftakt wurde verschoben. Die zwei Scheichs, denen das Luxushotel und die Trainingsplätze gehören, haben sich verkracht. Deswegen hat der Trainingsplatz-Scheich verfügt, dass auf den sieben wunderschönen, gepflegten Rasenplätzen direkt hinter dem Hotel derzeit ein U17-Turnier ausgetragen, damit der Hotel-Scheich seinen Gästen die Plätze nicht zur Verfügung stellen kann. Die Eintracht-Delegation entlädt eigenhändig die schließlich doch noch durch den Zoll gehievten Trainingsmaterial-Container. Die Mannschaft trainiert auf einem Bolzplatz, der direkt an einer stark befahrenen Straße liegt, oder quält sich in engen Bussen auf überfüllten Straßen zu einem Ausweich-Trainingsplatz. Armin Veh droht mit Abreise. Mal ehrlich: Das ist doch so absurd, das muss sich einer ausgedacht haben. Oder gib...