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Posts mit dem Label "Charly Körbel" werden angezeigt.

Abschiedsspiel für Alex Meier oder Eine Eintracht Zeitreise

Spät, aber doch. Abschiedsspiel für Alex Meier, das eigentlich eher Danke-Schön-Spiel heißen müsste, denn zum Glück bleibt Alex der Eintracht ja erhalten. Zum Glück, denn wenn wir Pech gehabt hätten und Alex nicht so ein duldsamer und friedlicher Zeitgenosse wäre, wenn er nicht die Kraft gehabt hätte, manches runter zu schlucken, dann hätte alles auch ganz anders kommen können. Hätte, hätte. Alex Meier ist bei uns geblieben und wurde zum Fußballgott. Und heute ist sein Abschiedsspiel.   Früh morgens wache ich auf von einem ungewohnten Geräusch. Ich springe auf, ziehe den Rolladen nach oben und tatsächlich: Es regnet. Wirklich und wahrhaftig. Zufrieden kuschele ich mich bei weitgeöffnetem Fenster nochmal ins Bett, die Katze in meiner Armbeuge gähnt. Ganz so entspannt geht der Tag nicht weiter und so komme ich nachmittags erst um kurz nach vier Uhr zu Hause los. Da ich, je nachdem wie ich mit Bus, Auto, Bahn durchkomme, gut eineinhalb Stunden ins Stadion brauche, wird es jetzt v...

Es kommt immer auf die Körner an

Was erlaube Bundesliga? Die Tabelle nach den (fast) vollendeten ersten drei Spieltagen sieht (mal abgesehen von den ewigen  Bayern) doch reichlich verblüffend aus. Werder gestern in Dortmund (wow), Union gegen Leipzig (cool), Leverkusen ziert nach der erneuten Heimniederlage immer noch das Tabellenende (und Rudi Völler krault sich auf der Tribüne nachdenklich am Bart). Jedenfalls: Fast die komplette Champions League-Garde hat gestern verloren. Daran gilt es heute anzuknüpfen. Äh.. also: Nicht. Sicher ist euch auch schon aufgefallen, dass es immer wieder Begriffe gibt, die irgendwo aus dem Nichts auftauchen und dann für eine Weile da und überall präsent sind. Erst ist es cool sie zu benutzen, dann fachmännisch. Und irgendwann ist es ein Must, ein "Ich weiß Bescheid. Ich bin mittendrin. Ich verwende die richtigen Begriffe"-Ding. Jeder nutzt sie  in jedem Zusammenhang, dabei immer mit Nachdruck, so, als ob er/sie den Begriff gerade neu erfunden hätte. Und irgendwann ertappt man ...

Wie im Film

Champions League Liverpool gegen Bayern oder Kino? Wir entscheiden uns am Dienstagabend dafür, uns den Eintracht-Pokalfilm anzuschauen, der - Wunder über Wunder - auch in Mainz läuft. Nur drei Vorstellungen  an drei verschiedenen Tagen, eine davon mitten in der Nacht. Wenn nicht Dienstag, 20 Uhr, wann dann? Wir fahren los. Ich freu mich sehr und habe trotzdem die leise Befürchtung, dass der Film möglicherweise zu dick aufträgt. Geht das überhaupt? Ich fürchte schon,  aber  jetzt bin ich erst einmal total gespannt und lasse mich überraschen. Der  Film läuft leider nicht in einem der schönen Programmkinos, die Mainz zu bieten hat, sondern im  Cinestar, Kino 8 - ein großer Zuschauerraum nur eine Handvoll Eintrachtler, aber immerhin zum Teil - wie ich - mit Schal oder Käppi. Haben alle anderen den Film schon gesehen oder sind wir hier in Mainz doch nur eine kleine versprengte Truppe - mer waas es net. Zusammen singen werden wir hier am Ende des Films wohl eher nic...

21. Spieltag: Närrische Tage im Wald

Für mich ist Fastnacht in seinem Kern weniger laut und krakehlig, sondern rührend und ein bisschen melancholisch. Das erkennt man am besten, wenn man nicht mittendrin ist, sondern am Rande, z.B. gestern als ich mich aus dem rheinhessischen Hinterland auf den Weg in Richtung Waldstadion mache. Im Nachbarort findet heute Nachmittag ein Fastnachtsumzug statt und während ich mit dem Auto Richtung Frankfurt brause, zieht es die Menschen aus den umliegenden Orten zur Fastnacht. Aus allen Himmelsrichtungen laufen kleine kostümierte Trupps durch die kahlen Äcker auf Harxheim zu. Je nach Entfernung leuchten die Kostüme durchs Grau oder zeichnen sich als Silhouette am grauen Horizont ab. Eine Gruppe Indianer mit Federschmuck auf dem Kopf, Schweine, Außerirdische, Hasen, Superman, ein Gardist in Uniform,  kleine Prinzessinnen, im Ort selbst passiert gerade eine ganze Kuhfamilie eine Seitenstraße, im mitgeführten Rollkarren sitzt ein Mini-Fastnachter, ebenfalls als Kuh bzw. Kälbchen verkleidet...

Dank Rotation stark für Europa

Am Dienstag - so war es in den Tagesthemen zu sehen und zu hören – empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel die Narren. Zeitgleich zum Ton aus dem Off  fuhren die Parteivorsitzenden Siegmar Gabriel und  Hans Seehofer am Kanzleramt vor. So muss man halt immer gut aufpassen, dass es zu keinen Verwechslungen kommt. Auch bei der Eintracht geht es närrisch zu – wir sind sogar so verwegen, dass wir künftig unser Scouting verbessern wollen. Aber ich schweife ab: Europa heißt das Thema. Der rotundschwarze Tross hat sich - zum Teil bereits  Anfang dieser Woche - in Richtung Portugal in Bewegung gesetzt und erobert die Atlantikküste.  Vor meinem inneren Auge sehe ich Porto: Avenida dos Aliados. Der Duero.  Meeresrauschen.  Fisch. Reis. Spezialitäten vom Grill. Duft von Gewürzen.  Ribeira, die Altstadt.  Foz velha, das historische Viertel direkt am Hafen. Enge Gässchen. Kathedralen. Vinho verde.  Portwein.  Fado. Leichter Wind. Träume, europäis...

It's a Caio!

„Mit seinen 602 Spielen wurde Karl-Heinz Körbel zur Eintracht-Legende. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass das Stadion-Maskottchen seinen Spitznamen Charly trägt.“ So ist es in der 50-Jahre-Bundesligastatistik der Welt zu lesen (Chart 3 von 11) , so kann man im Leben doch immer noch etwas dazu lernen. Aber im Ernst, liebe Leute, nochmal zum Mitschreiben: Unser Maskottchen heißt natürlich gar nicht Charly, es heißt - das weiß doch jeder – Attila. Nach dem berühmten Spieler Attila Pfaff.

Mal ganz unter uns Mickey Mäusen...

Am Montag nahm die Maus ihren Lauf. Im HR Heimspiel war Bruno Hübner zu Gast und mit verschiedenen Einspielern wurde auf die bevorstehende Begegnung gegen die Bayern eingestimmt. „Eintracht Frankfurt gegen Bayern München – das ist wie Mickey Mouse gegen Goliath“ , war da aus dem Off die Stimme von Uli Höneß zu hören und Bruno Hübner stand die Irritation buchstäblich ins Gesicht geschrieben. „Das hat er jetzt in diesen Tagen gesagt? “, fragte er. „Ja, ja...“ nickte der Moderator und Bruno verzog erstaunt-säuerlich das Gesicht. Mmh. Und ja: Da brauche man der Mannschaft vor dem Spiel ja nicht mehr viel Weiteres zu sagen. Stimmt natürlich nicht, der Vergleich von Uli Höneß ist alles andere als aktuell und hat schon ein par gute Jährchen auf dem Buckel. Trotzdem schaffte es die Maus durch die Woche bis in die PK vor dem Spiel. „Da hat der Uli doch so einen Vergleich... Mickey Mouse...Das war doch diese Woche irgendwo zu lesen...“ , hakte Armin Veh am Ende noch einmal nach. "D...

Kleines Fußball-ABC - Heute "T" wie "Tor"

Tor, das (n),   (pl. –e, die) :  Viereckiges, mit einem Netz bespanntes Gehäuse,  das an jeder der beiden kurzen Enden eines Fußballfeldes steht. Ugs. auch:   → Kasten. Die Abmessungen des Kastens zwischen den beiden → Pfosten beträgt 7,32m, die Höhe bis zur Unterkante der Oberlatte 2,44 m. Vgl. hierzu auch →Unterkante Oberlippe, wenn auch in anderem Zsgh.). Unabhängig davon, ob eine Mannschaft ein 4-4-2, ein 4-3-3, ein 4-2-3-1, ein 4-2-2-2 oder eine Ellipse mit horizontal pendelnder Spitze vor der Raute spielt, ist es das Ziel eines Fußballspiels, das Spielgerät ( vgl. → Ball) im gegnerischen Kasten unterzubringen.  Dies wird dadurch erschwert, dass sich im Tor ein → Torwart befindet, der selbiges nach besten Kräften zu verhindern sucht.  Für die Beförderung des Balles am Torwart vorbei und  hinter die → Torlinie gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Häufig: Mit dem linken Fuß. Mit dem rechten Fuß. Mit dem Kopf. ( Vgl.  → ...

Von Adlern, die keine Meckervögel und keine Stinkstiefel sind, gerne im Kreis fahren und nichts ausschließen

Kaum zu glauben, dass das wirklich erst zwei Wochen her ist, dass die Eintracht in Gladbach gespielt hat. In fast schon träumerischer Vergangenheit all die Siege gegen Leverkusen, den HSV und Freiburg, in Hoppenheim, in Nürnberg,  das großartige, abgedrehte Spiel gegen Dortmund.  Schnell noch mal in den Arm gezwickt und auf die Tabelle geschaut, kurz den Blick nach oben gewendet: Doch, tatsächlich, da schwebt sie noch, leicht und luftig, die rotundschwarze Wolke. Eintracht. Zweiter. Viel passiert ist in den letzten beiden Wochen. Bevor das nächste Kapitel startet, hier noch ein kurzer Blick auf das, was zuletzt geschah:  

Spieler der Stunde: Benni Köhler und Die Mannschaft (Two-in-one-Edition)

Aufstiegssaison 2011/12. Es hat gedauert. Die Eintracht ging ihrer Wege, sie spielte, sie gewann meistens. Sie zeigte, was an fußballerischem Vermögen in ihr steckt – mal mehr, mal weniger. Alles gut, alles schön, und doch immer ein Mangel, immer wenig, um das vergessen zu machen, was wir in der Rückrunde der vergangenen Saison erlebt haben. Immer dieses sich selbst im Zaum halten – Hoffnung, Freude, Glück, auch Jubel, aber immer merkwürdig gedämpft, auch bei den Eintrachtlern, die – wie ich – eigentlich zum Überschwang und zum Ausrasten neigen. („Do you understand my pain?“) Und jetzt auf einmal merken wir, dass es sich ganz allmählich eingestellt hat – nicht plötzlich, nicht überschwappend und laut, eher still und stetig – dieses Gefühl: Es ist unsere Mannschaft. Das da, das sind nicht nur irgendwelche Fußballer – das sind unsere Jungs. Sie sind diejenigen, die die Eintracht zurück in die erste Liga führen . („Can you cook and sow make flowers grow?“). Endlich wieder e...

Spieler der Stunde: Alex Meier

Die Niederlage gegen 1860 München hat neue Erkenntnisse gebracht. Sie hat Erkenntnisse bestätigt, die wir ohnehin schon hatten, auf die wir also hätten verzichten können und sie hat Fragen aufgeworfen, die wir uns lieber nicht hätten stellen wollen.  Nur eine Spitze? Geht nicht. Nur eine Spitze, die Gekas heißt? Geht gar nicht. Das haben wir schon gewusst. Wir sind (so Armin Veh) gar nicht so richtig breit aufgestellt. Das ist neu. Und wir können uns jetzt darin übern, herauszufinden, wie gut es ist, auch mal zu verlieren. Kam die Niederlage zur rechten Zeit, weil „wir“ (also: wir Spieler) jetzt wissen, „dass wir so ein Spiel auch verlieren können. Vielleicht führt es dazu, dass wir im Hinterkopf noch ein paar Prozentpunkte zulegen.“ (Zitat Benni Köhler). Wenn es richtig ist, dass wir verloren haben, weil Idrissou gefehlt hat, warum ist es dann ebenfalls richtig, dass  wir das Spiel trotzdem hätten gewinnen müssen? Sind wir Glücksritter oder Pechvögel (Zita...

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Zwei Wochen ist es her, dass die Eintracht mit Ach und Krach, aber am Ende doch – yep! - in Aue gewonnen hat. Vor dreieinhalb Wochen war das letzte Spiel im Waldstadion und mir kommt es vor, als sei das alles schon Monate her. Nebel wallt übers Land, Weihnachten steht fast schon wieder vor der Tür. Kaum zu glauben. Viel ist passiert in den letzten beiden Wochen. In der Welt, bei der Eintracht. Aufgewühlt. Abgehakt. Komplett. Zumindest manchmal. Bei einigen. Bei anderen: mal mehr, mal weniger. In Position gebracht. Diskutiert. Kritisiert. Gewarnt. Gelobt. Je mehr geschrieben und geschwätzt wird, desto ferner scheint das zu rücken, um was es eigentlich geht. Morgen dann also endlich wieder Fußball, einfach nur Fußball. Hoffentlich. Sicher kann man sich in diesen Tagen ja nicht sein. St. Pauli (heute) und (!) Paderborn (gestern) haben bereits 3 Punkte vorgelegt; Düsseldorf zeigt erstmals eine klitzekleine Schwäche und holt  nur einen Punkt. Armin Veh, der – sorry, lieber Charly Körb...

"Nähe ist gut"-Kapp oder "cumulus futurus"?

Kennt ihr den Witz, in dem ein Mann einen psychologischen Test macht und nach seinen Assoziationen zu bestimmten Begriffen gefragt wird? Der Psychiater fragt: „Was fällt Ihnen bei dem Wort Apfel ein?“ Der Mann antwortet: „Marilyn Monroe.“ „Baum?“ „Marilyn Monroe.“ „Schnitzel mit Pommes frites?“ „Marilyn Monroe.“ „Feuerwehr?“ „Marilyn Monroe.“ „Traktor?“ „Marilyn Monroe.“ „Jetzt ist aber genug mit dem Unfug“, sagt der Psychiater, “so hat das ja überhaupt keinen Sinn. Sie müssen mir ehrlich antworten…” “Aber das tu ich doch. Ich denke pausenlos an Marilyn Monroe.” So ähnlich geht es mir mit der Eintracht. Wenn es heißt, dass im Moment wenig über die Eintracht in den Nachrichten und Zeitungen zu lesen und zu sehen ist, kann ich darüber nur lachen. I see Eintracht (und also auch trouble) everywhere. Ähnlich wie die Frankfurter Rundschau, die sogar dann etwas über die Eintracht sagt, wenn sie nichts sagt, obwohl es doch so viel zu sagen gäbe - etwa über eine merkwürdige Häufung ...

Von Adlern und Störchen

Aschaffenburg oder Büttelborn ? Das war die Frage, die sich uns gestern am späten Nachmittag stellte. Die Nähe zu Büttelborn gab den Ausschlag – und so fuhren wir bei Wind und Sonnenschein ins Ried, um die Eintracht-Traditionsmannschaft einmal live und in Farbe zu erleben. Selten haben wir so schnell und so einfach den Weg in ein Stadion gefunden - immer geradeaus, dann rechts, dann wieder rechts und gleich am Ortseingang von Büttelborn noch einmal : Huch – das Stadion. Am Nachmittag hat es kräftig geschüttet, wir parken an einer trockenen Stelle im Acker und waten auf die andere Straßenseite ins Stadion. Erst seit einigen Wochen weiß ich, dass zwischen dem SKV (= Sport- und Kulturverein)  und der Eintracht eine direkte Verbindung besteht. Büttelborn ist der Heimatverein von Hans-Dieter („Fips“) Wacker   der (auch dies weiß ich erst seit kurzem) in den späten 70er-Jahren als eines der größten Nachwuchstalente der Eintracht galt und dessen Leben einen so  tragischen Ver...

Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel 19.November - 2.Dezember

19. November Meine Besuche bei Eintracht-Veranstaltungen standen in diesem Jahr unter keinem besonders guten Stern. Ich habe mich verfahren, kam gar nicht an, war zu spät, musste in letzter Minute absagen. Aber heute klappt es: Charly Körbel ist zu Gast im Eintracht-Museum und ich bin dabei. Hallo hier, hallo da. Aaaah da ist ja auch… Das Museum ist gut gefüllt. Leider finde ich im Gewirr nur einen Teil der Forums-Mitadler, die ich heute hier treffen wollte. Schnell noch etwas zum Trinken holen. Würstchen werden über den Tresen gereicht. Stimmengewirr. Stühle scharen. Die Reihen sind schnell besetzt, wir bleiben im Hintergrund stehen. Und da ist er auch schon: Charly Körbel, der zur Eintracht gehört wie die Musik zum Handkäs. Der schon immer da war und (hoffentlich) sein wird. Beve sagt in einer seiner Zwischenmoderationen: „Ich hatte immer das Gefühl – so lange Charly Körbel bei der Eintracht spielt, kann nichts schiefgehen.“ Genau so ist es. Der Abend selbst ist eine merkwürdige Er...